Geschichten:Wochen der Entscheidung - Duell Mann gegen Mann

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In der Nähe der Mühle der Familie Grunder, der Nachmittag des 28. Peraine 1032 BF


Er musste hier raus. Zurück nach Burg Ebenhain. Da würde er die Truppen sammeln. Die Schwingenfelser waren geschwächt. Es würde leicht werden. Frostelin trieb sein Pferd an.

Und doch mischten sich Zweifel in seine Gedanken. Waren seine Truppen nicht ebenfalls geschwächt? Woher sollte er die Truppen nehmen, um Ebenhain zu verteidigen? Egal, das würde sich schon geben.

Oderik von Schwingenfels trieb sein Pferd an. Er musste Frostelin einholen. Langsam, aber stetig holten sie auf. So würden sie ihr Ziel erreichen.

Frostelin kam gut voran. In Gedanken überlegte er immer, wie er nun weiter vorgehen sollte. Er hatte eine Niederlage erlitten. Dies war ihm mittlerweile auch klar. Aber noch war der Krieg noch nicht vorbei.

„Frostelin!“ ertönte hinter ihm ein Ruf. Frostelin erblickte hinter ihm drei Reiter. In der Mitte erkannte er Oderik von Schwingenfels. Dies hatte nichts zu bedeuten. „Bleibt stehen und kämpft!“ Frostelin lachte über diese Aufforderung.

Sein Blick ging erneut zurück. „Warum sollte ich?“ rief er.

Mit enormer Geschwindigkeit rasten der Gejagte und seine Verfolger über die Ebene. Dieses Spiel konnte sich noch lange so hinziehen. Oderik geriet leicht ins Zweifeln, ob er Frostelin einholen würde können, doch sie kamen langsam immer noch näher.

Frostelin war klar, dass er Burg Ebenhain niemals vor seinen Verfolgern erreichen würde. Er überlegte kurz und brachte sein Pferd dann zum Stehen. Langsam stieg er vom Pferd und zog sein Schwert.

Oderik und seine Männer blieben in einiger Entfernung stehen. Er zog ebenfalls sein Schwert und machte sich daran, auf Frostelin zuzugehen. Er drehte sich um. „Ihr haltet Euch aus diesem Kampf raus.“ sprach er gelassen zu seinen Männern.

Frostelin wartete geduldig. „Oderik von Schwingenfels!“ begrüßte er sein Gegenüber mit ausladender Geste. „Nach Eurem Bruder bekomme ich jetzt Euch vor meine Klinge?“ „Im Gegenzug zu meinem Bruder bin ich nicht wehrlos!“ Frostelin lachte auf. „Am Ende werdet Ihr genauso wie Euer Bruder um Euer Leben winseln.“

„NEIN!“ brüllte Oderik und stürmte los. Doch Frostelin hatte damit gerechnet. Er wich aus und ließ Oderik ins Leere laufen. Mit der Rückhand verpasste er ihm einen Schlag im Rücken, doch war der zu kraftlos.

Oderik wirbelte herum. Gekonnt wehrte er den nächsten Hieb ab. Er fintete gegen den Schwertarm seines Gegenübers, doch parierte dieser den Hieb. Den nächsten Hieb fing Oderik gekonnt ab, nutzte den Schwung seiner Abwehr und traf Frostelin in die linke Schulter.

Frostelin stöhnte auf und bekam mühsam seine Waffe zur Parade hoch. Er sammelte sich kurz und parierte den nächsten Angriff ab, um seine gesamte Kraft in einen Schädelspalter zu legen.

Oderik riss die Klinge hoch zur Überkopfparade und ging in die Knie. Einen erneuten Angriff gegen seine rechte Seite wehrte er ab. Doch schon mit dem nächsten Hieb traf ihn Frostelin ins linke Bein. Oderik zog das Bein nach und unterdrückte den Schmerz. Er zog die Waffe zur Parade hoch. Mit einem Fußfeger brachte er Frostelin ins Straucheln und ließ jetzt einen Hieb nach dem anderen wie Peitschenhiebe folgen. Er trieb Frostelin vor sich her. Erneut traf er Frostelin an der Schulter.

Frostelin spürte den kalten Stahl in seinem Fleisch und schrie auf. Doch er schaffte es den Schmerz zu unterdrücken. Er ließ einen waagerechten Hieb auf Herzhöhe folgen, der jedoch pariert wurde.

Oderik setzte gekonnt nach, drehte sich um den Gegner und ließ einen Treffer in dessen Rücken folgen. Gekonnt parierte er einen Hieb auf seinen Schwertarm. Er holte zu einem Schädelspalter aus, doch Frostelin riss die Waffe zur Parade hoch. Oderik setzte mit einem waagerechten Hieb nach und plötzlich flog ihm die Waffe in der Bewegung aus der Hand.

Frostelin ließ nun einen Hieb auf den anderen folgen, während sein Gegenüber verzweifelt versuchte, an seine Waffe zu kommen. Leichte Treffer setzte Frostelin und sein Gegenüber blutete aus einigen Wunden.

Oderik fluchte. Er kam nicht an seine Waffe, doch er entsann sich an eine Lektion Hadrumirs. Er beobachtete die Angriffsbewegungen seines Kontrahenten und griff gekonnt ins Handgelenk Frostelins. Beide rangen miteinander um die Waffe und stürzten zu Boden.

Frostelin hielt krampfhaft seine Waffe fest und versuchte sich verzweifelt frei zu kämpfen. Doch dies war im Aufstehen nicht so einfach.

Mit einem eisernen Griff hielt Oderik das Handgelenk Frostelins fest. Er durfte jetzt nicht aufgeben. Mit der Linken boxte er Frostelin ins Gesicht und packte so dann mit beiden Händen die Waffe. Beide setzten ihre gesamte Kraft in den Griff, doch Oderik gelang es zusehends die Waffe in Richtung Frostelins zu drehen.

Frostelin hatte Angst. Er war in die Knie gegangen und hatte kaum noch Kraft, aber verzweifelt wehrte er sich gegen den Schwingenfelser. Zusehends drehte sich die Waffe in Frostelins Richtung.

„Gebt auf!“ schnaufte Oderik gewaltig. „Niemals!“ gab Frostelin geschwächt zurück, doch seine Kraft war gewichen. Oderik drehte die Waffe in Richtung Frostelin. Die Spitze zeigte nunmehr auf seinen Hals. Oderik schrie auf und stieß zu. Frostelins Körper sackte leblos zusammen. Oderik sank entkräftet zu Boden.