Geschichten:Oldebors Gnadengesuch: Unterschied zwischen den Versionen

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Wenn wir heute vor den Toren des Meilersgrunder Gerichts stehen, dann drohen nicht Dämonen und der Widersacher der Zwölfe, sondern wir werden gewahr des tiefen Risses zwischen den Häusern und Familien des garetischen Adels. Es war der äußere Druck, der in den letzten Götterläufen den Zusammenhalt im Reich gewährleistete. Alter Hader und neuer Zwist, Ehrgeiz und Stolz droht nun des Friedens Prosperität zu vernichten, auf die wir nach dem Sturz des Erzverräters gehofft haben. Ich fürchte, dass der eingeschlagene Weg des Blutes nur zu weiteren Verletzungen und Verlusten führen wird, wenn er nicht durch ein bestimmtes Wort der Weisheit und eine milde Geste der Barmherzigkeit durch die Krone durchbrochen wird.
 
Wenn wir heute vor den Toren des Meilersgrunder Gerichts stehen, dann drohen nicht Dämonen und der Widersacher der Zwölfe, sondern wir werden gewahr des tiefen Risses zwischen den Häusern und Familien des garetischen Adels. Es war der äußere Druck, der in den letzten Götterläufen den Zusammenhalt im Reich gewährleistete. Alter Hader und neuer Zwist, Ehrgeiz und Stolz droht nun des Friedens Prosperität zu vernichten, auf die wir nach dem Sturz des Erzverräters gehofft haben. Ich fürchte, dass der eingeschlagene Weg des Blutes nur zu weiteren Verletzungen und Verlusten führen wird, wenn er nicht durch ein bestimmtes Wort der Weisheit und eine milde Geste der Barmherzigkeit durch die Krone durchbrochen wird.
 
   
 
   
Es ist die Klugheit Eures Ahnen Rauls gewesen, seinen Sohn Debrek die Führung seines ungestümen und selbstbewussten Garetien anzuvertrauen, um sich völlig um den Greifenthron kümmern zu können. Nicht die Debrekskrone hat Euer Neffe Sigman Therengar gefordert, sondern die Würde Ihre Majestät durch sein königliches Blut als Großfürst vertreten zu dürfen. Und niemand seiner Unterstützer, nicht einmal die ärgsten Intriganten in seinen Reihen, haben jemals den Sturz Ihrer Majestät als Königin Garetiens gefordert. Den schweren und unverzeihlichen Fehler, nicht durch die Krone selbst bestellt zu werden, sondern dieses Amt aus eigener Hand genommen zu haben, muss Seine Liebden vor Praios verantworten.
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Es ist die Klugheit Eures Ahnen Rauls gewesen, seinen Sohn Debrek die Führung seines ungestümen und selbstbewussten Garetien anzuvertrauen, um sich völlig um den Greifenthron kümmern zu können. Nicht die Debrekskrone hat Euer Neffe [[Hauptdarsteller ist::Garetien:Sigman Therengar von Gareth-Firdayon|Sigman Therengar]] gefordert, sondern die Würde Ihre Majestät durch sein königliches Blut als Großfürst vertreten zu dürfen. Und niemand seiner Unterstützer, nicht einmal die ärgsten Intriganten in seinen Reihen, haben jemals den Sturz Ihrer Majestät als Königin Garetiens gefordert. Den schweren und unverzeihlichen Fehler, nicht durch die Krone selbst bestellt zu werden, sondern dieses Amt aus eigener Hand genommen zu haben, muss Seine Liebden vor Praios verantworten.
 
   
 
   
 
Es ist kein Ruf nach dem Sturz der Krone, der sich in den Taten Eures Neffen Sigman Therengar von Gareth-Firdayon manifestiert, sondern das Sehnen nach einem ständig ansprechbaren Antlitz dieser Krone. Vor den Schranken des Gerichts steht für einen nicht unwesentlichen Teil des Königreichs das mit Hoffnung erfüllte Symbol einer auf Rittertugenden gründenden und sich aus dem alten, wieder erstarkten Mysterium von Korgond legitimierten Herrschaft. Aber auch darüber hinaus ein Symbol des Passus Rahjainis des Weidlether Vertrags mit dem Vinsalter Reich, als die Frucht des Friedens zwischen dem Alten und dem Neuen Reich, der vor heiligen zweimal zwölf Götterläufen unter finstersten Vorzeichen geschlossen wurde. Das Kind dieses Vertrages auf das Schafott zu führen steht unter keinem guten Stern und droht alte Wunden aufzureißen.
 
Es ist kein Ruf nach dem Sturz der Krone, der sich in den Taten Eures Neffen Sigman Therengar von Gareth-Firdayon manifestiert, sondern das Sehnen nach einem ständig ansprechbaren Antlitz dieser Krone. Vor den Schranken des Gerichts steht für einen nicht unwesentlichen Teil des Königreichs das mit Hoffnung erfüllte Symbol einer auf Rittertugenden gründenden und sich aus dem alten, wieder erstarkten Mysterium von Korgond legitimierten Herrschaft. Aber auch darüber hinaus ein Symbol des Passus Rahjainis des Weidlether Vertrags mit dem Vinsalter Reich, als die Frucht des Friedens zwischen dem Alten und dem Neuen Reich, der vor heiligen zweimal zwölf Götterläufen unter finstersten Vorzeichen geschlossen wurde. Das Kind dieses Vertrages auf das Schafott zu führen steht unter keinem guten Stern und droht alte Wunden aufzureißen.
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Oldebor von Weyringhaus
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Savertin Korhardt von Vairningen<br>
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Geshla von Gnitzenkuhl<br>
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Anaxios Illosos von Ochs<br>
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Anselm Hilberian von Hundsgrab-Bugenbühl<br>
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Siegerain von Bregelsaum-Berg<br>
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[[Nebendarsteller ist::Perricum:Siegerain Amando Welferich von Bregelsaum-Berg|Siegerain von Bregelsaum-Berg]]<br>
Brindia von Stolzenfurt<br>
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[[Nebendarsteller ist::Garetien:Brindia von Stolzenfurt|Brindia von Stolzenfurt]]<br>
Berndrich von Katterquell<br>
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[[Nebendarsteller ist::Garetien:Berndrich von Katterquell|Berndrich von Katterquell]]<br>
Ardo von Keilholtz ä.H.<br>
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[[Nebendarsteller ist::Greifenfurt:Ardo von Keilholtz|Ardo von Keilholtz ä.H.]]<br>
Felian von Perainsgarten<br>
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Aktuelle Version vom 7. September 2022, 13:17 Uhr

geschrieben in der Villa Geldana im Firun 1045 BF

An Ihre Kaiserliche Majestät

Rohaja I. von Gareth
 
 
 
 
Ihro Majestät,

auf Euren Schultern liegt in diesen Tagen eine schwere Last. Dieses wird nicht der einzige Bittbrief eines Untertanen sein, der Euch überbracht wird. Aber in aller Bescheidenheit gebe ich Ihrer Majestät zu bedenken, dass der Verfasser dieser Zeilen seit einem halben Jahrhundert zu den festen Fundamenten des Kaiserhauses zählt und Ihrer Majestät, Eurer Mutter und Eurem Vater und gar Eurem Großvater stets aufopferungsvoll, loyal und ehrlich diente und dient.

Das Königreich Garetien muss begrüßen, dass Ihr mit Geduld und Beständigkeit, Mut und Selbstbeherrschung in den vergangenen Götterläufen und Monden gehandelt habt. In einer Zeit voller Kriegswirren und Unsicherheiten standet und steht Ihr dem Adel als erste Ritterin vor und seid Vorbild für jeden, der sich auf die Tugenden der Götter zu besinnen sucht.

Man muss nicht viele Worte machen über die Aufgaben und Herausforderungen, vor die uns die Zwölfe in den vergangenen Dekaden gestellt haben. Dreimal wurde das Herz des Reiches von dunklen Mächten bedroht und angegriffen, deren Ziel nichts weniger als die völlige Vernichtung des aufrechten Glaubens gewesen ist. Dies ist nicht geschehen, das Reich steht stark und kräftig unter der umsichtigen Führung der vereinten Kronen Rauls und Debreks und den stählernen Schwertern und Schildern seines stolzen und treuen Adels.

Wenn wir heute vor den Toren des Meilersgrunder Gerichts stehen, dann drohen nicht Dämonen und der Widersacher der Zwölfe, sondern wir werden gewahr des tiefen Risses zwischen den Häusern und Familien des garetischen Adels. Es war der äußere Druck, der in den letzten Götterläufen den Zusammenhalt im Reich gewährleistete. Alter Hader und neuer Zwist, Ehrgeiz und Stolz droht nun des Friedens Prosperität zu vernichten, auf die wir nach dem Sturz des Erzverräters gehofft haben. Ich fürchte, dass der eingeschlagene Weg des Blutes nur zu weiteren Verletzungen und Verlusten führen wird, wenn er nicht durch ein bestimmtes Wort der Weisheit und eine milde Geste der Barmherzigkeit durch die Krone durchbrochen wird.

Es ist die Klugheit Eures Ahnen Rauls gewesen, seinen Sohn Debrek die Führung seines ungestümen und selbstbewussten Garetien anzuvertrauen, um sich völlig um den Greifenthron kümmern zu können. Nicht die Debrekskrone hat Euer Neffe Sigman Therengar gefordert, sondern die Würde Ihre Majestät durch sein königliches Blut als Großfürst vertreten zu dürfen. Und niemand seiner Unterstützer, nicht einmal die ärgsten Intriganten in seinen Reihen, haben jemals den Sturz Ihrer Majestät als Königin Garetiens gefordert. Den schweren und unverzeihlichen Fehler, nicht durch die Krone selbst bestellt zu werden, sondern dieses Amt aus eigener Hand genommen zu haben, muss Seine Liebden vor Praios verantworten.

Es ist kein Ruf nach dem Sturz der Krone, der sich in den Taten Eures Neffen Sigman Therengar von Gareth-Firdayon manifestiert, sondern das Sehnen nach einem ständig ansprechbaren Antlitz dieser Krone. Vor den Schranken des Gerichts steht für einen nicht unwesentlichen Teil des Königreichs das mit Hoffnung erfüllte Symbol einer auf Rittertugenden gründenden und sich aus dem alten, wieder erstarkten Mysterium von Korgond legitimierten Herrschaft. Aber auch darüber hinaus ein Symbol des Passus Rahjainis des Weidlether Vertrags mit dem Vinsalter Reich, als die Frucht des Friedens zwischen dem Alten und dem Neuen Reich, der vor heiligen zweimal zwölf Götterläufen unter finstersten Vorzeichen geschlossen wurde. Das Kind dieses Vertrages auf das Schafott zu führen steht unter keinem guten Stern und droht alte Wunden aufzureißen.

Ich bitte Ihre Majestät flehentlich darum, diese Verfehlung nicht mit dem Tode zu bestrafen, sondern Gnade walten zu lassen.
 
 
 
 
In Demut und treuer Liebe

Oldebor von Weyringhaus

Mitunterzeichner:
Felan Rondrik von Schallenberg
Gerion von Keres
Alena von Sterz
Rika von Sterz
Savertin Korhardt von Vairningen
Geshla von Gnitzenkuhl
Anaxios Illosos von Ochs
Anselm Hilberan von Hundsgrab-Bugenbühl
Siegerain von Bregelsaum-Berg
Brindia von Stolzenfurt
Berndrich von Katterquell
Ardo von Keilholtz ä.H.

Felian von Perainsgarten