Geschichten:Bund von Ochs und Bär - Ein Knappe für...(Teil 1)

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Bärenau, während der Feierlickeiten zum Bund von Ochs und Bär


Dramatis personae:


Edorian spazierte mit seiner Schwester Thalia über das Turniergelände, die erste Runde des großen Hochzeitsturniers war bereits beendet worden. Ihr gemeinsamer Bruder Aurentian flog bereits in der ersten Runde raus – was für beide keine Überraschung gewesen war, ist es doch sein erstes Turnier gewesen. Eigentlich war es Edorian auch egal, hielt er doch von Turnieren eh nicht viel. Ein wenig verächtlich schaute er sich das bunte Treiben auf dem Turniergelände an.

Unvermittelt hielt Thalia inne und fasste ihrem Bruder an den Arm. „Edorian, du weisst, es ist bald Zeit für deinen Sohn Allessandrian einen Schwertvater oder eine Schwertmutter zu suchen!“

„Ich bitte dich,“ erwiederte der Angesprochene, „damit er diesen Zirkus hier lernt? Die Lanzen der meisten hier Anwesenden haben einen höheren Intellekt als ihre Träger.“

Thalia konnte sich ein herzhaftes Lachen nicht verkneifen.

„Außerdem,“ fuhr Edorian fort, „darf ich dich daran erinnern, dass du dich damals wehement gegen deine eigene Knappenschaft gewehrt hast?“

„Das ist wahr mein lieber Bruder – und das mit Erfolg. Stattdessen ging ich zu Onkel Adran... Aber du bist unser Familienoberhaupt, und Allessandrian wird dir mal nachfolgen...“

„Du hast schon Recht,“ grummelte Edorian.

„Dir war Phex holt bei deiner Knappenschaft bei den Falkensteinern. Du musst also nur den richtigen Kandidaten für Allessandrian finden!“ sagte Thalia bestimmt.

„Das dürfte nicht so einfach sein, du weisst was für eine besondere Bürde er einmal tragen wird.... Außerdem wäre es wünschenswert, wenn er seine Knappschaft in Waldstein ableisten könnte, aber die Waldsteiner Familien...“ Bevor Edorian seinen Satz zuende führen konnte, fiel ihm Thalia ins Wort.

„Mir fällt da was ein, als ich kürzlich in Sigmansruh die alte Korrespondenz von unserem Großvater sortiert habe, sind mir einige Briefwechsel zwischen ihm und der Baronin von Linara in die Hände gefallen. Die beiden waren wohl freundschaftlich verbunden, auch Großmutter verkehrte öfter mit der Baronin.“

Tahlmare zu Leustein wäre sicherlich eine gute Wahl; sie ist neuadelig, nicht wirklich ritterlich, und vor allem dem Wald verbunden.“ Edorian strahlte. „Thalia, das ist eine großartige Idee. Ich denke ich werde der Baronin auf meinem Rückweg von Bärenau einen Besuch abstatten und ihr mein Anliegen nahelegen.“

„Das brauchst du nicht.“ Thalia lächelte verschmitzt. „Sie ist hier.“

„Wie bitte?“ Edorian glaubte seinen Ohren nicht zu trauen...

„Ja, du hast richtig gehört. Ich habe sie hier schon gesehen.“