Benutzer:Treumunde/BriefspielPerricum: Unterschied zwischen den Versionen

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=Ein Haus zu ordnen=


==Verzweigte Äste==
[https://www.dominikus-gymnasium.de/caesar-chiffre-generator.html Chiffre Generator]
Villa Ox, Kaiserstadt Gareth


Vortrefflicher Weingeruch steig aus dem Speisezimmer hervor, indem der Herr des Hauses, den engsten Familienkreis zusammengerufen hatte.
Iralda, die während ihres Studiums in St. Ancilla hier lebte, saß am Tisch. Aus Wasserburg reiste ihr Gemahl auf Geheiß des Vaters an. Die junge Leonora, Kanzleirätin für Eich- und Wägewesen, folgte ebenso dem Ruf des alten Ochsen.


Leobrecht ließ es sich nicht nehmen und ploppte das erste kühle Wandlether Wiesenschlösschen auf, währenddessen die Bediensteten die Terrinen mit leckerem Hasenpfeffer füllten.


Gespannt aßen die jungen Ochsen, ohne genau zu wissen, was sie in die Stadtvilla des Hauses gebracht hatte. Weitere Gäste wurden wohl nicht erwartet, denn es waren keine weiteren Teller gedeckt.
=Operation Riesentränen=


Belangloser Tratsch spannte die Jungochsen weiter auf die Folter, eine Tatsache die Leobrecht durchaus genoss.
## Agent: [[Garetien:Celia Kromfort|Nachtklinge]]
## Agent: [[Perricum:Niobara von Khunchom|Niobara von Khunchom]]
## Agent: [[Perricum:Lisbeth Valhanger|Falkenauge]]
## Agent: [[Garetien:Fugrosch, Sohn des Ferelosch|Lavaschleier]]
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## Agent: [[Garetien:Helmbrecht von Wetterfels|Albatros ]]
## Agent: [[Perricum:Ugdalf von Jendrackh|Glutmeister]]
## Magier: [[Garetien:Zacharion Praioslieb|Zacharion Praioslieb]] (Todeswürfel 2025/Pfeil des Lichts)


Nachdem das Oberhaupt zu Ende gespeist hatte, öffnete er sich ein weiteres kühles Bier nach Schlunder Brauart. "Meine Lieben"
==Berlenga bei Nacht==


Erleichterung war den Dreien anzumerken, endlich wurden sie in Kenntnis gesetzt, was auch immer sie wieder angestellt hatten.
'''Aktennotiz'''


"Ihr fragt Euch sicher, weshalb wir uns hier und heute hier versammelt haben" fuhr der Reichsvogt fort, während sich die Augen der Anwesenden auf ihn fokussierten. "Ich bin nicht mehr der Jüngste..."
gegeben auf [[Perricum:Festung Efferdstein|Festung Efferdstein]], am 14. Ingerimm im Götterlauf 1047 BF.


"Vater, sag sowas nicht...." fiel ihm Leonora ängstlich ins Wort.
Verfasst von: [[Perricum:Alderan von Scheuerlintz|Alderan von Scheuerlintz]], kaiserlich bestallter Vogt zu Körnstein


"Keine Angst Liebes, ich habe nicht vor Euch alsbald zu verlassen. Dennoch bin ich nicht mehr der Jüngste und ihr keine kleinen Kinder mehr. Ihr seid zu stattlichen Erwachsenen geworden und es soll nicht mehr an mir sein, Euch wie Halbwüchsige zu behandeln. Wir sind Teile eines Hauses, dessen Baronien in Grafschaften leben, die in Fehde liegen. Dennoch sind wir ein Haus und wir werden uns nicht entzweien. Es ist mir wichtig Euch die Agenda des Hauses Ochs mit auf den Weg zu geben, auf dass das Haus weiter erblühe."
'''Betreff: Beobachtungen verdächtiger Schiffsbewegungen zwischen [[Perricum:Freiherrlich Effora|Effora]] und [[Perricum:Junkertum Berlenga|Berlenga]]'''


"Warum wir, wo ist Anaxios? Ist er nicht Teil des Hauses?" warf Iralda ein.
Einem nächtlichen Bericht unserer treuen Späher zufolge wurden ungewöhnliche Schiffsbewegungen in Richtung der Insel Berlenga von der Insel Effora aus beobachtet.


"Ja, mein lieber Anaxios. Gewiss ist er Teil des Hauses. Ein ganz wichtiger sogar. Ich möchte es Euch so erklären. Stellt Euch vor, das Haus Ochs ist ein Baum. Eine große starke Steineiche. Anaxios, Viehwiesen und später auch Ruben - das sind unsere Wurzeln, unser Stamm. Sie sollen für Beständigkeit und  Unerschütterlichkeit stehen. Sie sollen unseren Stammsitz bewahren und uns eine gute Basis halten. Das habe ich mit Anaxios so vereinbart. Doch ihr, Ihr seid die Äste." Leobrecht fuhr mit seinen Händen einen Baum nach, um es zu veranschaulichen. "Wir haben hier zwei dicke Äste - Bärenau und Wasserburg. Beides unwahrscheinlich kostbare Ländereien, auch wenn sie nach Krieg und Fehde angeschlagen sind. Doch das wird die Zukunft des Hauses sein. Iralda, Wolfaran, von Euch beiden erwarte ich, dass ihr diese Landstriche zurück zu alter Blüte führt. Das soll Eure Lebensaufgabe sein. Bestellt das Feld für Eure Nachkommen. Haltet Euch aus Fehden heraus, seid diplomatisch und nicht angriffslustig."
Es wurden in der Stille der Nacht mindestens zwei Schiffe gesichtet, deren Laternen trügerisch gedämpft leuchteten, als suchten sie die Dunkelheit, um sich dem Blick unserer Augen zu entziehen. Die Bewegungen dieser Schiffe, wohlkoordiniert und von offenbar erfahrener Hand gelenkt, lassen mit Nachdruck den Verdacht aufkommen, dass Schmuggler oder gar Piraten in diesen Gewässern ihr Unwesen treiben könnten.


"Und was ist mit Deinem Wunsch nach Aufstieg, ist die Verlobung und was Du Dir daraus erwartest wieder obsolet?" fragte Wolfaran etwas irritiert.
Nach Rücksprache mit dem regierenden Reichsvogt [[Perricum:Leobrecht von Ochs|Leobrecht von Ochs]], welchem ich umgehend Bericht erstattete, wurde beschlossen, die Wachen an den Ufern Efforas unverzüglich zu verdoppeln.  


"Von den zwei dicken Ästen wachsen viele kleine Äste. Sie sollen, Tsa sei Dank, unsere kleinen Ochsen sein. Sie sollen ausströmen in das glorreiche Mittelreich und sich verzahnen. Sie sollen Kontakte, Freundschaften und Allianzen knüpfen. Das Feld soll vorbereitet werden für die nächsten Ernten. Es muss langsam und stetig ertragreich sein, so dass wir es irgendwann schaffen die Baumkrone zu erklimmen. Leonora, Du Liebes, bitte verzweige Dich weiter in der Reichskanzlei. Umso mehr sich der hiesige Adel streitet, desto besser ist es Freunde außerhalb zu haben."
Ebenso sollen Späher, wohlverborgen unter dem sichtbaren Schutze des Bombardenregiments Trollpforte, auf Festung Efferdstein stationiert werden. Ihre Aufgabe sei es, das Treiben jener schattenhaften Gestalten heimlich zu beobachten, um ihrer Gewissheit und Handlungsweise habhaft zu werden, ohne sie vorzeitig zu alarmieren.


Leonora nickte und fragte dennoch irritiert "Was meinst Du mit Baumkrone, Vater?" 
Zudem wurde beschlossen, keinen Kontakt zu Junker [[Perricum:Regnard von Berlenga|Regnard von Berlenga]] aufzunehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass jener windige Junker Kenntnis von den ruchlosen Aktivitäten auf seinem Grund und Boden hat – oder, so sei es geflüstert, gar in diese verwickelt ist. Sollte letzteres zutreffen, bedarf es kluger und sicherer Schritte, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen, ohne die umfassendere Untersuchung zu gefährden.


"Ein Ast wird hochsteigen. Ob er schon die Krone in dieser Generation erreicht, ist ungewiss, die Baumkrone ist zurzeit noch außer Sichtweite. Aber ihr alle zusammen sollt diesem Ast beim Wachsen helfen. Ich habe Trisdhan mit einer aranischen Adligen verlobt und sie werden den Bund der Ehe einstmals eingehen. Aus Ihnen wird die Saat entspringen die auf beiden Seiten eine Verbindung zum ausgestorbenen Grafenhaus vom Darpatbogen in ihrer Blutlinie trägt. Haltet ihre Linie hoch in allen Ehren. Streut immer mehr die Information der alten Blutlinie. Denn steter Tropfen hüllt den Stein. Je mehr diese Information in den Ohren des Adels hängen bleibt, desto mehr wird es zu einer Art Gewissheit. Es wird die Zeit kommen, da werden die Adelsfamilien diesen Tatbestand als gegeben akzeptieren und verinnerlichen. Vielleicht erst in der übernächsten Generation, aber beharrlich verbreitete Informationen bleiben in den Gedanken heften. Dabei helfen wird uns die Tatsache, dass das Haus Ochs in Zukunft die Geschicke über die Baronie Wasserburg leiten wird. Und in ebenjenem Wasserburg liegt der Darpatbogen. Die Schleife des Flusses, der dem Adelshaus seinen Namen gab."
Darüber hinaus möge eine umfassende Untersuchung aller Handelswege eingeleitet werden, die durch die Nähe dieser Inseln führen. Die verborgene Patrouille entlang der Küstenstreifen, insbesondere in den dunklen Stunden, ist mit Nachdruck zu verstärken. Unser oberstes Ziel bleibt, jegliche Bedrohung der Sicherheit, Ordnung und des Handels im Reich zu unterbinden und Unruhestifter ihrer gerechten Strafe zuzuführen.


"Wolltest Du nicht mit mir Deine Politik betreiben?" warf Wolfaran ein.
Praios sei mit uns!


"Das war zuerst meine Intention, mein Junge. Doch die Gegebenheiten erfordern behutsameres Vorgehen. Wir Ochsen haben seit der Retozeit viel Ruhm gewonnen und viele Ochsen verloren. In der Rohajazeit scheint unser Stern zu steigen, obwohl die Kaiserin selbst kaum Verwendung für unsere Dienste hat. Drei Erblehen sind unser und wir haben uns einen guten Ruf am Kaiserhof und in der Reichskanzlei erarbeitet. Sicher auch Neid und Missgunst auf uns gezogen. Doch Rohajas Regierungszeit ist nicht so stabil, wie die ihrer sagenumwobenen Ahnen. Um jedoch weiter aufzusteigen und nicht bodenlos zu Fallen beim Griff zu den Sternen, müssen wir behutsamer vorgehen. Wir sind eines der alten Häuser, es war falsch von mir so kurzfristig so viel zu erstreben. Generationen von Ochs liegen vor uns und wenn unsere Nachfahren einstmals in der Geschichte zurück blicken, sollen sie erkennen, dass unsere Äste aus dem Baum zu neuen Trieben ausgeschlagen sind."
Alderan von Scheuerlintz


Wolfaran kraulte sich durch seinen Vollbart und sinnierte vor sich hin. "Wenn Du möchtest, dass ich mich auf Wasserburg konzentriere, um für Trisdhan und seine Linie das Feld zu bestellen, dann benötigen wir Freunde, Verbündete, die an des Markgrafen Ohr sind. Was uns noch fehlt sind die Verbindungen in Perricum, vor allem an den Markgrafenhof. Wir müssen unsere Stellung verbessern."
==Albatros==


"Ja das sollten wir tun. In Perricum wird uns das jedoch schwerer fallen, als in Garetien oder in der Reichsadministration. Da besitzen wir ein großes gespanntes Spinnennetz. In Perricum haben wir vereinzelte Freunde und viele Feinde. Und vor allem viele Strömungen die nach Macht streben." Leobrecht sah in die Augen seiner Sprösslinge und fühlte sich auf einem guten Weg.
Die Kerzen in der großen Halle der [[Perricum:Reichsfestung Wogentrutz|Reichsfestung Wogentrutz]] warfen flackernde Schatten auf die steinernen Wände. [[Perricum:Leobrecht von Ochs|Leobrecht von Ochs]] saß an einem schweren Eichentisch, das Wappen seines Amtes prangte stolz auf seiner Brust. Sein Adjutant [[Perricum:Alderan von Scheuerlintz|Alderan von Scheuerlintz]] trat vor ihn und hielt einen verschlüsselten Zettel in der Hand.


==Kamingespräche==
„Neuigkeiten von [[Garetien:Helmbrecht von Wetterfels|Albatros]] und [[Perricum:Ugdalf von Jendrackh|Glutmeister]]?“ fragte Leobrecht, während er den Zettel entgegen nahm.


Villa Ox, Kaiserstadt Gareth
„Ja, Herr. Unsere Spione scheinen erfolgreich Fuß gefasst zu haben,“ antwortete Alderan und zog seine Handschuhe aus, um sich zu setzen.


Das Feuer im Kamin loderte währenddessen sich Wolfaran in den Ohrensessel schwang. Auf den kleinen Tisch zwischen ihm und seinem Vater stelle er eine Flasche Torbelsteiner und zwei Zinnpinnchen. "Männerabend"
Leobrecht überflog die kurze Nachricht.


"Wohl an" Leobrecht kramte eine hölzerne Kiste hervor. "Ich habe heute einen Abstecher auf den Al'Anfaner Markt gemacht"
„ri4 n1dru4 tr1u1h1gna“


Wolfaran nahm sich eine Zigarre aus bestem Mohacca Kraut heraus und roch genussvoll daran. "Die Damen haben sich zurück gezogen. Iralda schreibt zurzeit eine Abhandlung über den Codex von Münz- und Wägerecht. Eine Thematik die Leo natürlich brennend interessiert. Seid Iralda an dieser Rechtsschule studiert, hat sie kaum noch einen Kopf für andere Dinge. Auch nicht für mich..."
Ein zufriedenes Lächeln spielte um seine Lippen. „Gut dann ist unser Plan aufgegangen und sie werden sich als Seefahrer und Tagelöhner verdingt haben. Jetzt sind sie im Dienst des Junkers von Berlenga, diesem schmierigen [[Perricum:Regnard von Berlenga|Regnard]].


"Das wird sich geben, Junge. So sind die Frauen, machen einfach was sie wollen. Bleibt mehr für uns" Der alte Ochse zündete sich die Zigarre an und nahm einen tiefen Zug.
Alderan lehnte sich leicht vor. „Das bedeutet, dass wir Zugang zu seinem Netzwerk erhalten könnten, Hochgeboren. Sollte er in illegale Geschäfte verstrickt sein, werden Helmbrecht und Ugdalf es erfahren.


Wie immer musste sich sein Sohn zuerst das Husten unterdrücken, ehe er den Tabak genießen konnte. "Oh ja. Iralda, Mutter.... sie sind ihr eigener Herr."
„Geduld wird unsere stärkste Waffe sein,“ erklärte Leobrecht und legte den Zettel behutsam auf den Tisch. „Unsere Spione sind geschickt. Sie sollen mehr Informationen sammeln, bevor wir handeln.


Nach einem guten Schluck des Schlunder Schnapses. "Wohl wahr unsere Frauen sind eigenständiger als wir es vielleicht wünschen."
==Streng vertraulich! ==


"Du hast Mutter immer noch nicht verziehen oder?"
Von BB und Ina


"Deine Mutter ist eine wundervolle Frau. Mit ihrer Treue zum Markgrafen hadere ich noch ein wenig, da ich mit ihm fremdle. Aber wer soll es ihr verdenken, er hat sie zur Baronin gemacht und ihr Aufstieg ist auch Perricum zu verdanken. Ich muss mich damit arrangieren. Auch wenn es mich sehr ärgert, dass sich der Paligan sicher sehr darüber freut, dass die Frau des Ochsen ihm eine treue Vasallin ist."


"Aber so unklug war die Entscheidung ja nicht. Mit Mutter in Wasserburg hat er eine sichere Landesgrenze. Sollte die Fehde in die Perricumer Lande schwappen, würde Mutter sicher versuchen, diese schon in Viehwiesen in Zusammenarbeit mit Anaxios aufzuhalten."
Nachrichtlich meiner [[Perricum:Perrica von Alxertis|Seneschallin]].


"Sie würde aber niemals Perricumer Truppen auf garetisches Gebiet führen. Da sie aber ein Kind des Walls ist und Wege kennt, die ich niemals als einen Pfad erkennen würde, würde ihr bei Bedarf sicher etwas einfallen. Bei der Thematik. Bitte mach einen Halt in Ochsenfeld, wenn Du zurück zu Deiner Mutter reist. Dort sind ein paar Geschenke. Nur bitte transportiere diese versteckt."
Zu Euer Information und Orientierung wird Euch mitgeteilt, dass die Reichsorgane eine verdeckte Operation zur Zerschlagung einer Schmuggellinie, welche von den [[Handlungsort ist::Perricum:Kaiserlich Efferdsträne|Efferdstränen ]] bis nach [[Handlungsort ist::Garetien:Kaiserstadt Gareth|Gareth ]] und mutmaßlich weiter führt, eingeleitet haben. Die Kaiserlich-Garethische Informations-Agentur (KGIA) ist in vollem Umfang beteiligt und koordiniert die entsprechenden Maßnahmen, die regionale Leitung der Mission obliegt Reichsvogt [[Hauptdarsteller ist::Perricum:Leobrecht von Ochs|Leobrecht von Ochs]].


"Soll ich schmuggeln? Ich würde schon gerne wissen, was ich transportiere."
Hiermit seid Ihr beauftragt und befähigt, jegliche Einmischung seitens irgendeiner Amtsperson der Markgrafschaft Perricum zu unterbinden, abzuwenden oder zu unterdrücken. Dies gilt ausdrücklich auch für Euch. Jeder Schritt oder jede Handlung, die die Mission gefährden könnte, muss als schwerwiegender Verstoß gewertet und mit entsprechenden Konsequenzen verfolgt werden.


"Nur ein paar Schlunder Kurbeln. Zur Verteidigung, sollte die Fehde auf ihre Ländereien schwappen.
Stillschweigen ist zu wahren und äußerste Diskretion ist zu gewährleisten. Nach der Kenntnisnahme dieses Schreibens ist es dem Boten unverzüglich zur Vernichtung zurückzugeben. Es darf weder schriftlich noch mündlich in irgendeiner Form Erwähnung finden.


"Aha,,, jetzt ergibt es Sinn, ihre Planungen bezüglich einiger Gräben. Solltest Du nicht als Reichsvogt neutral bleiben."
Zeichens des Reichsgroßgeheimrates


"Ich ... ich habe damit nichts zu tun.... zumindest niemals offiziell."
[[Hauptdarsteller ist::Perricum:Rondrigan Paligan|Rondrigan Paligan]]


Wolfaran schmunzelte und wechselte besser das Thema. "Wie kommt's, dass Du uns an den Entscheidungen teilhaben lässt."
Streng vertraulich – Höchste Geheimhaltung


"Ihr habt mir doch gezeigt, dass wenn ihr nicht eingebunden werdet, ihr eigenständige Entscheidungen trefft. Das ist nicht gut für unser Haus. Und es zeigte mir, dass ihr gewollt seid die Bürde auf Euren Schultern zu satteln. Ich will nicht, dass es dem Haus Ochs ergeht, wie so vielen Häusern, wenn ihr Oberhaupt mal nicht mehr da sein sollte. Ich möchte den Weg für weitere erfolgreiche Zeiten ebnen. Stabile Zeiten für die Ochsen."
== Glutmeister==


"Es freut mich Vater. Ich weiß der Hitzkopf treibt mich noch an und ich ja dem roten Tuch nach wie ein wilder Stier. Dennoch bin ich gewillt meinen Anteil zu tragen. Wie möchten wir weiter verfahren? Wir sollten uns auf Perricum konzentrieren und unser Spinnennetz weiter weben."
Diverse Berichte von [[Perricum:Ugdalf von Jendrackh|Glutmeister]] an den Reichsvogt [[Perricum:Leobrecht von Ochs|Leobrecht von Ochs]] und seinen Adjutanten [[Perricum:Alderan von Scheuerlintz|Alderan von Scheuerlintz]]


"Wir müssen unsere Freunde besser in Szene setzen. An einflussreichere Positionen manövrieren. Hilda ist in der Armee hoch eingesetzt. Ich möchte sie aber nicht in die Bedrängnis bringen, sich zwischen meinen Wünschen und dem des Markgrafen entscheiden zu müssen. Das bin ich ihr schuldig. Bleibt mir am Ohr des Markgrafen nur die Sturmfels am Markgrafenhof. Das ist zu wenig."
Bericht 1: [[Garetien:Helmbrecht von Wetterfels|Wir]] wurden von einem zwielichtigen Händler angeheuert, unsere Dienste als scheinbar harmlose Seefahrer und Tagelöhner zur Verfügung zu stellen. Mit zerlumpten Kleidern und schlichten Werkzeugen erwecken wir den Eindruck von Menschen, die das Leben an den Grenzen des Möglichen meistern. Bisher unauffällig.


(...)
Bericht 2: Die Schmuggler, mit denen wir Kontakt haben, sind äußerst wachsam. Unsere Aufgaben sind bisher auf die [[Perricum:Junkertum Berlenga|Insel Berlenga]] beschränkt. Wir bewegen harmlos wirkendes Schmuggelgut, Kleinigkeiten, die wenig Verdacht erregen. Unser mangelnder Zugang zu den inneren Kreisen zeigt, dass man uns noch nicht traut.


=Wandel in Wasserburg=
Bericht 3: Eine unübersehbare Atmosphäre der Übervorsicht prägt die Operationen der Schmuggler. Ihre Vorsicht erstickt jegliche Gelegenheit, Geheimnisse zu lüften. Dennoch setze ich meine Arbeit beharrlich fort. Ich kann keine bedeutenden Erkenntnisse berichten.


==Ein würdiger Abschluss==
Bericht 4: Trotz der scheinbaren Stagnation spüre ich, dass Bewegung in die Sache kommt. Ich warte ab und beobachte mit wachsamen Augen. Weitere Berichte folgen.


==Klamme Kassen==
Bericht 5: Die jüngste Unruhe entpuppt sich als Fehlalarm. Wir machen weiter, unbeirrt, immer noch verkleidet als einfache Seeleute und Tagelöhner. Geduld ist unser schärfstes Werkzeug.


==Esche und Kork==
Bericht 6: Ein Fortschritt: Wir wurden mit einer Gruppe von Seeleuten an eine andere, weniger frequentierte Bucht verlegt. Unsere neue Position bringt uns ein Stück näher an unser Ziel. Aus der Ferne konnten wir einen Anführer entdecken. Es könnte sich um Regnard von Berlenga handeln. Die Geduld beginnt Früchte zu tragen.
[[Perricum:Schloss Rossgarten|Schloss Rossgarten]], [[Perricum:Baronie Wasserburg|Baronie Wasserburg]]


[[Garetien:Trisdhan von Ochs|Trisdhan]] raste voll Freude getragen in die Gemächer seiner [[Perricum:Korhilda von Sturmfels|Großmutter]]. Dabei wedelte er mit der neuen Ausgabe der Perricumer Postille.
Bericht 7: Ein Schiff mit dem Namen Schattenmuräne tritt in Erscheinung. Unsere Aufgabe: Bierfässer verladen. Dieses Schiff scheint eine zentrale Rolle zu spielen. Doch die Auswahl der Mannschaft ist selektiv – ich bleibe an Land. Es ist [[Perricum:Regnard von Berlenga|Regnard von Berlenga]]. Er unterhielt sich abseits mit einer grimmigen, hochgewachsenen Frau - der Kapitänin der Schattenmuräne.


{{Trenner Perricum}}
Bericht 8: Die wahre Natur des Schmuggelguts bleibt mysteriös, doch es ist klar, dass wir nun an einer entscheidenden Stelle angelangt sind. Mein Instinkt sagt mir, dass wir nahe dran sind.


'''Wasserbüffel für Wasserburg'''
Bericht 9: Die Schattenmuräne kommt alle paar Monate, scheinbar für gewöhnliche Handelszwecke. Doch ich habe erkannt, dass Bierfässer oft benutzt werden, um bedeutenderes Schmuggelgut zu tarnen. Theriak und Bernstein konnte ich erkennen.


Es berichtet für Sie, Calira Bernstein, Redakteurin der Perricumer Postille für die Walllande.
Bericht 10: Ich erhielt die Erlaubnis, an Bord der [[Perricum:Schattenmuräne|Schattenmuräne]] zu gehen, während mein Begleiter H. zurückblieb. Das Kommando liegt in den Händen von [[Garetien:Bernfreda von Retoshügel|Bernfreda von Retoshügel]], einer burschikosen und entschlossenen Anführerin. Sie scheint der Schlüssel zu unseren Antworten zu sein.


Der Rat der [[Perricum:Stadt Wasserburg|Stadt Wasserburg]] beschloss am 05. des Monds, eine Immanmannschaft ins Leben zu rufen.  
Bericht 11: In einer stillen Bucht vor [[Perricum:Dorf Pelkhafen|Pelkhafen ]] wird die wahre Ladung an ein weiteres [[Perricum:Eichenmaid|Schiff]], weitergegeben. Scheint mir ein Flussschiff zu sein, Name konnte ich bei Dunkelheit nicht lesen. Den [[Perricum:Eodora Dreudwinder|Kapitän]] konnte ich nicht erkennen. War tulamidisch verschleiert. Könnte auch weiblich sein. Ich habe ein Fass mit einem Zauberzeichen markiert, um es aus der Ferne verfolgen zu können. Doch hier endet mein Einfluss. Die Verfolgung liegt nicht mehr in meinen Händen. Schnelligkeit ist nun gefragt!


Die Bürger der Stadt hätten viel Leid im Götterlauf 1042 BF über sich ergehen lassen müssen, wie die Ratsmeisterin [[Perricum:Arwide Darpathaus|Arwide Darpathaus]] mitteilte. Daher beschloss der Rat einstimmig das Volk mit dieser, durchaus beliebten, Sportart zu begeistern.
==Nachtklinge==
An das Hohe Kommando,


Vor den Toren der Stadt Wasserburg errichtete der ehemalige Baron Zordian von Tikaris ein kleines Amphitheater. Der Stadtrat beschloss, das Bauprojekt abzuschließen und prüft zurzeit, welche Unterhaltung den Bürgern neben Imman noch dargereicht werden kann.
Ich übermittle hiermit den Bericht meiner nächtlichen Beobachtungen vor dem Hafen von [[Perricum:Dorf Pelkhafen|Pelkhafen]]. In der finsteren Stunde, als der Schleier der Nacht selbst jegliche Unruhestifter abschirmte, begab ich mich in einem unscheinbaren Ruderboot auf die dunklen Gewässer vor dem Hafen. Aus der schützerischen Finsternis heraus betrachtete ich das heimliche Treiben der Schmuggler, die ihre Ware unter dem Deckmantel der Nacht zwischen Schiffen wechselten.


Vertrauliche Quellen berichten über eine mögliche Austragung von Hunde- und Pferderennen.
Auf den ersten Blick schien alles in geheimer Übereinkunft abzulaufen: Von einem Zweimastschiff, welches unter dem Namen [[Perricum:Schattenmuräne|Schattenmuräne]] segelt, wurde die Schmugglerware abgeladen und auf ein näherliegendes Flussschiff verladen. Die Dunkelheit gnadete keinem Lichtstrahl, sodass selbst der Name des Flussschiffes verborgen blieb und so nur die Umrisse eines geheimen Unterfangens erahnen ließen.


Die Immanmannschaft wird in den nächsten drei Monden aufgebaut. Ihre Spieltauglichkeit soll mit Testspielen gegen namenhafte Gegner erprobt werden.
Besonders ins Auge fiel die Erscheinung der Kapitänin der Schattenmuräne. Ein kräftiges [[Garetien:Bernfreda von Retoshügel|Mannsweib]], düster und herrisch, dass allein schon seinen Blick verneint hätte, wer sich ihr anzunähern wagte. Ein Anblick, der mit einem Schauder behaftet ist: Schon bei kleinsten Unstimmigkeiten an Bord züchtigte sie ihre Matrosen mit der Schärfe eines Säbels – ein unverkennbares Zeichen der strengen Hierarchie und harten Disziplin, die in diesen Gewässern herrscht.


Im Amphitheater zu Wasserburg werden daher die Mannschaften von [[wikav:Vorwärts Vierok|Vorwärts Vierok]], [[wikav:Vulkan Wandleth|Vulkan Wandleth]] und [[wikav:Triumph Perricum|Triumph Perricum]] erwartet.
Im Gegensatz dazu bot die Kapitänin des Flussschiffes ein Bild von unnahbarer Eleganz. Ihr Antlitz verschleiert, vermag sie mich in einen besonderen Bann zu ziehen – war es etwa eine [[Perricum:Eodora Dreudwinder|Novadi]], wie man in den entlegenen Landen zu vermuten pflegt, oder lediglich eine meisterhafte Tarnung? Ihre drahtige Gestalt, die Andeutung feiner Züge und der geheimnisvolle Glanz in ihren Augen ließen mich an eine Anhängerin des Handelsgottes Phex denken.  


Das Wasserburger Immanbanner trägt den Namen Wasserbüffel.  
Unmittelbar nach dem Umschlag nahm das [[Perricum:Eichenmaid|Flussschiff]] Kurs und verließ die Gewässer in Richtung Darpatmündung, als wolle es landeinwärts über den [[Darpat|Darpat]] vordringen, während das Zweimastschiff in den [[Perricum:Golf von Perricum|Golf von Perricum]] zurück segelte – ein Rückzug, der wohl dem Schutz dunkler Geheimgeschäfte diente.
Ich halte weiterhin Ausschau nach weiteren Zeichen, die uns das wahre Gesicht dieser zwielichtigen Unternehmungen offenbaren könnten.


Hitzige Diskussionen gab es im Stadtrat über die Farbwahl, in denen das Banner seine Spiele austragen solle. Es wogte hin und her zwischen den Farben der Stadt – blau-weiß – und den Farben der Baronie – schwarz-gelb - .
[[Garetien:Celia Kromfort|Nachtklinge]], im Auftrag des Kommandos


Es scheint als würde die Stadt mit der Wahl der Farben auch ihre Eigenständig repräsentieren zu wollen und daher werden die Wasserbüffel in einem freundlichen blau-weiß ihre Spiele bestreiten.
==Eichenmaid==
Nahe [[Perricum:Markt Gaulsfurt|Gaulsfurt ]] am [[Darpat|Darpat]]


Zusätzlich zum bevorstehenden Bauende des Amphitheaters beschloss der Rat der Stadt, die Errichtung einer Immankneipe in Sichtweite des Spielorts. Pächter sind die [[Perricum:Familie Darpathaus|Familie Darpathaus]], deren Vorsitzende die Ratsmeisterin der Stadt ist.
Der Wind trug den Duft von Feuchtigkeit und Holz über den Darpat, als [[Perricum:Niobara von Khunchom|Niobara von Khunchom]] mit gemächlichen Schritten am Flussufer entlangspazierte. Ihre Robe schimmerte im sanften Licht des nahenden Abends, und unter der Kapuze leuchteten ihre Augen gelegentlich auf, wenn sie den Oculus Astralis aktivierte, um die vorbeiziehenden Schiffe zu durchleuchten.  


Voll Vorfreude auf das erste Spiel, werde ich Sie, verehrte Leser, in unserem Kurzweyl Teil der [[Perricum:Perricumer Postille|Perricumer Postille]] weiter informieren.
Der Fluss war lebendig – Kähne, Handelsschiffe und kleine Boote zogen an ihr vorbei. Einige trugen einfache Waren, Getreide oder Fässer mit Wein; andere wirkten eher wie Schatten in der Dämmerung, geheimnisvoll und schweigsam. Immer wieder hielt Niobara inne, hob die Hand und ließ das magische Licht des Oculus Astralis ihre Sicht durchdringen. Ihr Blick erfasste alles – selbst die feinsten magischen Gegebenheiten konnten sich ihrer Wahrnehmung nicht entziehen.


{{Trenner Perricum}}
„Nichts Auffälliges“, murmelte sie, während sie an einem Fischerboot vorbeiging, dessen Ruder monoton im Wasser klatschten. Sie öffnete sich einen Astraltrank, um ihre magische Kraft wieder aufzufüllen. Ihre Geduld wurde auf die Probe gestellt.


„Omaaaaa“ schrie Trisdhan, während er auf ihren Schoß hüpfte. „Geron „der Brecher“ Müller, Haugmine „Die Sense“ Sensendengler und Dramina „Kopf ab“ Okenheld kommen in die Stadt.
Dann, inmitten des Raunens des Flusses und der Schritte auf dem feuchten Pfad, geschah es. Ein Schiff, das mit schlanken Linien und seinen grünen Segeln dahinglitt, lenkte ihre Aufmerksamkeit auf sich. Niobara hielt inne, zauberte den Oculus Astralis und erstarrte. An einem Fass an der Bordwand, unter dem Anschein gewöhnlicher Schmierflecken, glühte ein verborgenes Zauberzeichen schwach, doch eindeutig. Es war das Symbol, nach dem sie gesucht hatte. „Die [[Perricum:Eichenmaid|Eichenmaid]], so heißt du also“, flüsterte sie, ihre Stimme von Anspannung durchzogen.


„Öm äh, wer?
Eilig kehrte sie um, die Botschaft für [[Perricum:Ciarda Wulfsige von Tikaris|Ciarda Wulfsige von Tikaris]] im Kopf. Die Hauptfrau der Wasserburger Reiter wartete nicht weit entfernt auf ihrem Ross. „Ich habe es gefunden“, sagte Niobara mit Nachdruck. „Das Schiff ist auf dem Darpat unterwegs und bewegt sich stromaufwärts gen [[Perricum:Stadt Wasserburg|Wasserburg]]. Wir dürfen keine Zeit verlieren.


„Der Brecher von Vorwärts Vierok, die Sense von Vulkan Wandleth und Kopf-ab-Dramina von Triumph Perriucm. Ist das nicht toll?“
Die beiden Frauen stiegen auf ihre Pferde und folgten dem [[Darpatweg|Darpatweg]] mit Sicht auf den gleichnamigen Fluss. „Wir reiten“, befahl Ciarda, ihre Stimme voller Entschlossenheit, während sie ihre Stute in Trab setzte. Niobara folgte ihr, sie mussten ihr Wissen melden.


„Öm äh, ja? Findest Du es denn toll?“
==Falkenauge==


„Oma ich bin ganz außer Rand und Band. Wasserburg bekommt eine Immanmannschaft.“
'''Agentenbericht Einsatzgebiet:''' [[Perricum:Dorf Gräfenweiche|Dorf Gräfenweiche]], [[Perricum:Baronie Wasserburg|Baronie Wasserburg]], Markgrafschaft Perricum


„Das ist ja, öhm äh, toll.“
'''Agent:''' Falkenauge Datum/Nacht: Letzte beobachtete Nacht im Schatten des Dorfes (Datum BF?)


„Gehst Du mit mir ins Stadion?“
'''Anmerkung des Kommandos:''' Falkenauge besitzt eine leichte magische Begabung, die Unsichtbarkeit und größere Sehschärfe verleiht


„Öm äh, frag Deinen Vater.“
'''Bericht des Agenten:'''


„Papaaaaa…..“ Trisdhan sprang von ihrem Schoß und rannte zu seinem Vater [[Garetien:Wolfaran II. von Ochs|Wolfaran]].
'''Lagebericht:'''


Im nächtlichen Dunkel habe ich die anliegenden Flussschiffe untersucht. Die Schiffe [[Perricum:Nixenstern|Nixenstern]] und Eichenmaid lagen dicht beieinander. Ziel der Operation war es, den Frachtwechsel zwischen den beiden Schiffen zu beobachten.


'''Beobachtungen:'''


''Frachttransfer:'' Drei Fässer, von den Handelnden lediglich als DIE Ware bezeichnet, wurden von der Eichenmaid auf die Nixenstern verladen. Über den Inhalt der Fässer wurde kein weiteres Detail preisgegeben.


==Arm wie König Mizirion==
''Sekundäre Fracht:'' Zusätzlich wechselten mehrere größere Kisten zu Handelsgütern die Bordseite der Eichenmaid. In diesen Kisten befanden sich:
Schloss Rossgarten, Baronie Wasserburg


Wolfaran saß hinter dem massiven Eichentisch, schrieb mit Feder und Tinte einige Briefe, die er mit dem Wappen der Baronie Wasserburg siegelte. Zwischendurch zählte er Dukaten ab, die er von einer großen Truhe in mehrere kleinere Kästchen verteilte.
#. Leuenblut - trockener Rotwein


Er schien jede seiner Aktionen zu dokumentieren und auf der großen Schiefertafel zu vermerken. Der Erbbaronet von Wasserburg war so in seiner Arbeit gefangen, dass er den Besuch nicht kommen hörte.
#. Gräfenweicher – Hartkäse aus Kuhmilch


Leobrecht schritt durch die Türzage in das Arbeitszimmer des Schlosses Rossgarten. Mit Wohlwollen schaute er seinem Ältesten zu.
'''Beteiligte Persönlichkeiten:'''


Aus dem hitzigen Jungritter war ein umsichtiger junger Mann geworden. Die Zeit nach der Expedition nach Ongalosch hatte seinen Sohn ruhiger werden lassen. Wolfaran besann sich und auch seine außerehelichen Liebschaften stellte er ein. Als hätte ihm die schweren Zeiten seiner Mutter den Kopf gewaschen und ihn eingenordet. Der Reichsvogt war Stolz auf seinen Sprössling, auch wenn sie nicht immer einer Meinung waren.
An Bord der [[Perricum:Eichenmaid|Eichenmaid]] befindet sich die [[Perricum:Eodora Dreudwinder|Kapitänin]], die ihr Antlitz hinter einem Schleier verbirgt und somit an die sagenumwobenen Novadi erinnert. Ihre Kommunikation erfolgt in einem akzentfreien Garethi, was auf ihre Zugehörigkeit zu heimischen Handelskreisen hindeuten könnte.


Der Blick des alten Ochsen schweifte durch das Fenster in den Garten. Seine Frau genoss ihre Zeit mit dem Nesthäkchen Etilian und ihrem Enkel Trisdhan. Trotz aller Widrigkeiten, Leobrecht war ein gesegneter Mann - gesegnet mit einer wundervollen Familie.
Die Nixenstern wird vom bekannten Flusskapitän [[Perricum:Viento Dreudwinder|Viento Dreudwinder]] kommandiert, dessen Name und Ruf in Verbindung mit den Wasserstraßen des Darpat weithin bekannt sind.


Wolfaran schaute hoch, als er Minuten später seinen Vater erblickte. Er nickte ihm freundlich zu und schmunzelte dabei. Es hatte sich wohl herumgesprochen, dass der Reichsvogt und die Baronin sich recht rahjagefällig wieder vertragen hatten.
'''Operation und Rückzug:'''


"Magst Du mich ins Bilde setzen." Leobrecht blätterte durch die Kassenbücher der Baronie Wasserburg, um von Wolfaran mit einem ellenlangen Monolog über alles in Kenntnis gesetzt zu werden. "Also, wie Du siehst, wir sind arm wie König Mizirion."
Unter Ausnutzung meiner Unsichtbarkeit gelang es mir, unbemerkt an Bord zu gelangen. Nachdem ich die Vorgänge dokumentiert hatte, verließ ich das Schiff, ohne meine Spuren zu hinterlassen. Kurzzeitig nach dem Frachtwechsel setzte die Nixenstern ihren Kurs landeinwärts fort, wohingegen die Eichenmaid in Richtung Perricum segelte.


"Mizirion III. de Sylphur von Brabak, welch ein Sprichwort, welches ihn immer begleitet. Sei Dir gesagt, während er beinahe sein Leben lang als unfähiger und machtloser Herrscher verschrien wurde, der ständig verschuldet sei, genießt er heute die Erfolge seiner verborgen vorbereiteten Pläne." sinnierte das Oberhaupt des Hauses Ochs.
'''3. Schlussfolgerungen und weitere Maßnahmen:'''


"Es ist ein Spruch Vater."
Die beobachteten Frachtwechsel deuten auf ein verdecktes Handelssystem hin, dessen Ziel und Inhalt – insbesondere bezüglich der mysteriös benannten DIE Ware – weiterer Aufklärung bedürfen. Die gezeigte Kooperation zwischen den beteiligten Kommandanten, insbesondere unter Einbeziehung gewöhnlicher Fracht wie Leuenblut und Gräfenweicher, sowie die geheimnisvolle Erscheinung der verschleierten Kapitänin der Eichenmaid legen nahe, dass dieser Frachtwechsel Teil eines größeren Netzwerks von Handels- und Schmuggelaktivitäten ist - wie vermutet. Weitere Ermittlungseinsätze in diese Richtung werden empfohlen, um das Ausmaß und die Hintergründe der Operation vollständig zu erfassen.


"Ich weiß, es scheint mir, als habt ihr alles im Griff. Oder irre ich mich."
'''Unterschrift:''' ''[[Perricum:Lisbeth Valhanger|Falkenauge]]''


"Puh, schwer zu sagen. Ich habe mich mit allen Schuldnern unterhalten und bin sie alle abgereist. Mit im Gepäck hatte ich unser Konzept für die Baronie Wasserburg. Mutter und ich haben recht rigoros alles zusammengestrichen und ausgearbeitet. Wir dürfen nicht alles anhalten, die Baronie muss sich auch noch weiterentwickeln können. Denn das Potential direkt an Reichsstraße und Darpat ist enorm." Wolfaran überreichte seinem Vater ein längeres Pamphlet, welches der Reichsvogt voller Sorgfalt las.
==Lavaschleier ==


"Und waren die Geldgeber einverstanden?"
'''Bericht von Agent [[Garetien:Fugrosch, Sohn des Ferelosch|Lavaschleier]]'''


"Ja, das Wichtigste, sie erhalten alle ihr Geld. In der Abzahlrate, die ich mit Ihnen vereinbart habe. Ich denke sie haben eingesehen, dass sie ihre Schulden von uns zurückerhalten werden. Wir sind Ehrenleute und verstehen unser Handwerk. Es liegt jedoch noch ein steiniger und langer Weg vor uns."
In jener kühlen Nacht, als der silbrige Dunst des Morgengrauens noch nicht die Finsternis vertrieb, spielte sich am Ufer nördlich des [[Garetien:Markt Mardramund|Marktes Mardramund]] in der [[Garetien:Baronie Viehwiesen|Baronie Viehwiesen]] ein geheimnisvoller Handlungsstrang ab – jenem düsteren Schauspiel, das an der Grenze zur [[Garetien:Baronie Hartsteen|Baronie Hartsteen]] in den Schatten verborgen liegt. Das Flussschiff [[Perricum:Nixenstern|Nixenstern]] hatte hier seinen Anker geworfen, als ob es ein Geheimnis bewahren wollte. Unweit des Schiffes näherte sich in bedächtigem, gleichwichtigem Schritt ein großer Kastenwagen, gelenkt von einem bulligen Kutscher, der später als "Koloss" bekannt wird – ein Name, der seine körperlichen Stärke auf jeden Fall wiederspiegelt. An seiner Seite wirkte ein älterer Herr, bürgerlich gut gekleidet und mit einem markanten Schnauzbart, dessen würdevoller Blick und entschlossene Miene darauf hindeuteten, dass er an diesem Standort die Operation leitet.


"Deine Mutter ist eine herausragende Verwalterin und sie hat mir berichtet, dass Du ihr eine große Stütze bist. Und es scheint, als habe ich Dir ein wenig diplomatisches Geschick vererbt."
In aller Stille wurden zwei Fässer – deren Inhalt von besonderer Bedeutung scheint, denn man sprach hier nur von DIE Ware – von der Nixenstern abgeladen und phexisch geschickt zwischen prall gefüllten Bierfässern in den Kastenwagen verbracht. Ohne ein einziges Wort setzte der Wagen seine Fahrt auf einer nahegelegenen Straße fort und steuerte zielgerichtet in Richtung [[Garetien:Königsstadt Wandleth|Wandleth]]. Währenddessen gab ich, Lavaschleier, in einem wohlüberlegten und fast lautlosen Moment meinem vertrauenswürdigen Kollegen, Agent [[Garetien:Brotos Kruger|Graufeder]], ein dezentes Zeichen, dem Wagen auf seinem nächtlichen Ritt zu folgen und so weitere Einzelheiten dieses Handelns zu dokumentieren.


Ein solches Lob war Wolfaran nicht gewohnt. "Ich weiß Dir wäre Leonora lieber gewesen..." Leobrecht ließ seinen Sohn nicht ausreden. "Es ist, wie es ist. Du wirst Deiner Aufgabe nachkommen, so wie Deine Mutter es sich erwünscht. Ich habe es akzeptiert und es benötigt für mich kein weiteres Aufarbeiten."
Kaum war der Kastenwagen aus meinem Blickfeld verschwunden, hob die Nixenstern in einem fast lautlosen Akt ihre Segel und glitt den Weiten des Darpat hinunter – ihr Kurs führte sie geradewegs in Richtung Wasserburg. Der ältere Herr, der das geheimnisvolle Schauspiel mit lenkender Hand orchestriert hatte, verließ sogleich das Ufer und beeilte sich in die Dunkelheit. Meiner behutsamen Verfolgung folgte ich bis zum [[Garetien:Markt Hartwalden|Markt Hartwalden]], wo sich sein wahres Wesen offenbarte: Es war niemand Geringeres als der Marktmeister [[Garetien:Geron Zollheus|Geron Zollheus]], was mir augenfällig die Beteiligung offizieller Amtspersonen an dieser dubiosen Schmuggelroute offenbarte.


"Gut, ich denke die Geldgeber haben unserem Vorschlag zugestimmt, da es mit einem anderen Baron von Wasserburg sicher nicht besser werden würde. Mutter hat trotz der Fehde noch einen guten Ruf und ihr Wort hat Gewicht."
==Graufeder==


"Und solltet ihr nicht zahlen können stehen sie sicher bald vor den Toren von Burg Ox."
VERSCHLÜSSELTER AGENTENBERICHT<br>
------------------------------<br>
Aktenzeichen: ORT-204XF  (Operation Riesentränen)<br>
Datum: Nachtphase TRA01<br>


"Das werden wir verhindern."
BEGINN DES BERICHTS:


Leobrecht ging auf seinen Ältesten zu und legte seine Hand auf seine Schulter. Lange lagen die Blicke der Beiden aufeinander. Ein weiterer Schritt zur Versöhnung war getan, es brauchte keine weiteren Worte.
1. Einsatzeinheit "GF" (Agent [[Garetien:Brotos Kruger|Graufeder]]) trat in Deckung und nahm Position ein, um den Transport "KOL-1" zu überwachen. Dieser wurde geführt von Operator "KOLOSS", dessen reduzierter kognitiver Signatur nicht vermochte, die Gesamtdynamik zu erfassen.


=Dukatenreiter=
2. INITIALER KURS: 
==Grimmiges Gesicht==
<br>
- Strecke verlief über Gebiet "ZW" (Zone: Zwergenstadt [[Garetien:Königsstadt Wandleth|Wandleth]]) und passierte Punkt "ES" (Einstichstelle: [[Garetien:Baronie Erlenstamm|Erlenstamm]]).  <br>
- Endziel erkennbar als "KG" (Koordinaten: [[Garetien:Kaiserstadt Gareth|Kaiserstadt Gareth]]).


Dürsten-Darrenfurt, nach "Arm wie König Mizirion"
3. WECHSELNDE RICHTUNG:  <br>
- In Region "AM" ([[Garetien:Kaiserlich Alriksmark|Alriksmark]]) nahm "KOLOSS" den Kurs in Richtung "GM" (Gerbalsmark) und dann zum Markt "GB" ([[Garetien:Markt Grambusch|Grambusch]]) auf.  <br>
- An einem nahezu unsichtbaren Pfad im forstigen Areal (Kennung: GB-Delta) wurde eine Beobachtungsposition (WA-A) lokalisiert, an der zwei Sicherheits-Elemente Wachen ("WA-01" und "WA-02") stationiert waren. Ihre tierischen Begleiter (Einheit "PF", Pferde) waren an einem Baum verankert.


Auch wenn niemand - außer vielleicht die Götter - einen solchen übergreifenden Einblick hat, konnte man doch nahezu zeitgleich das Schnaufen und Wettern im Markt Hordenberg und der Stadt Morganabad vernehmen.
4. SITUATIONSVEREINBARUNG:  <br>
- Der [[Perricum:Phecario Dreudwinder|Kutscher ]] ("KOLOSS") präsentierte eine einfache, wortkarge Fassade, die in starkem Kontrast zu einer näher rückenden, kleinformatigen Einheit ("S1") stand – gelenkt von Schergen in maskierten Gewändern ("MG-01").  <br>
- Auffällig war das Element "MA-01" (Robust & kampferprobt), dessen Bewegungen auf militärische Ausbildung schlossen.


Dort zogen jeweils die geprellten Anführer der Perricumer Waage, wie auch der Diamantschädelreiter ein grimmes Gesicht und ertranken den Ärger vorerst in Wein, dem Ausschnitt eines Dienstmädchens oder den sehnsuchstvollen Augen eines Botens.
5. OPERATIVE BEOBACHTUNG:  <br>
- Ich, "GF", zog mich ins Unterholz zurück und annäherte mich schrittweise für beste Sichtverhältnisse unter dem flackernden Fackelschein (FS: Fackel Beobachtung).  <br>
- In diesem Licht wurde die Umpackaktion von zwei Fass-Komponenten ("BFx2") dokumentiert.  <br>
- Anschließend übernahm "KOLOSS" ein Goldsäckel, codiert als "DUK-G7" (geladen mit Goldmünzen), und setzte die Fahrt fort.


An beiden Orten konnte man das Fluchen hören, welches den Baronen von Wasserburg galt, alt wie neu. Der eine hatte sie verprellt und verhöhnt - hatte er wohl je die Absicht gehabt zu zahlen? Die Andere war eine ebenso hinterlistige Furie, im Deckmantel einer "ehrbaren" Kriegerin. An beiden war weder Fuchs noch Mantikor verloren gegangen. Beide traten den ehrenwerten Kodex und den Weg des guten Goldes mit Füßen.
6. FOLGE UND IDENTIFIKATION:  <br>
- Die Route führte in die Nähe eines Wirtschaftsgebäudes beim Sektor "AW" ([[Garetien:Schloss Auenwacht|Schloss Auenwacht]]).  <br>
- "GF" hat den maskierten Agenten ("MA-01") weiterverfolgt, bis dessen Identität feststellbar war. <br>
- Die Entschlüsselung ergab: Es handelte sich um "BM-O1" (Biermeister [[Garetien:Oldinard von Weißenstein|Oldinard von Weißenstein]]), eine Figur, um die seit langem Korruptionsgerüchte kursieren. "MA-01" gleich "BM-01"


Besonders die Neue - denn der alte Träumerik, hatte ausgedient, dafür hatte die Bergtrude gesorgt, wie auch immer sie dies genau zugebracht hatte. Aber jetzt war sie und ihr aberdrolliger Ritterssohn hoch zu Ross nicht bereit dafür aufzukommen die Schulden der Baronie an die Mietlinge in Hordenberg und Morganabad zu zahlen. Nein, wie eine feige Ziege, erstarrte sie, fiel zu Boden und markierte eine steife Tote. Berief sich auf noch weitere Schulden an Stadt, Gönnern und teuren Bauvorhaben ihres Vorgängers. Aber zu schade für eine kleines garetisches Ritterturnierchen man sich dennoch nicht.  
SCHLUSSBEWERTUNG:  <br>
- Die Entdeckung dieses hochrangigen Elements und die begleitenden Abweichungen deuten an, dass kritische Machtstrukturen ins Kreuzfeuer geraten könnten. Gefahr [[Garetien:Alderan von Gareth|Großfürst]]?<br>
- Dringende Initiierung eines Spezialkommandos empfohlen, um mögliche Angriffe auf den Großfürsten abzuwehren.


Billigste Betrügerei, hinter der Fassade der Rechtschaffenheit und einem großen Namen, den man zur Erpressung von Aufschüben nutzte.
ENDE DES BERICHTS


Eine Fassade die bröckelig war, die beiden Söldnerfürsten in Hordenberg und Morganabad - sich selbst nicht grau - warteten nur darauf dass eine der - unter diesen Umständen "ausgehandelten" lächerlichen - Zahlungen verspätet käme oder gar ganz ausblieb, dann würden sie sich schon holen was ihnen gebührte, allein schon um das Gesicht vor ihren Leuten zu wahren.
==Operation Riesentränen==
'''Schmugglernester zerschlagen – ein großer Erfolg der Reichsorgane!'''


Doch während der eine auf diesen Moment - der sicherlich kommen würde - zu warten vermochte, beschloss der andere, nicht warten zu wollen. Die nächste - jämmerliche - Zahlung würde nicht ankommen...
''Markgrafschaft Perricum – Von [[Perricum:Calira Bernstein|Calira Bernstein]]''


[Jan]
Ein meisterhaftes Schauspiel der kaiserlichen Stärke und Koordination führte jüngst zur Zerschlagung einer berüchtigten Schmuggellinie, die sich von den Gewässern der [[Perricum:Kaiserlich Efferdsträne|Efferdstränen ]] bis in das Herz des Reiches nach Gareth erstreckte. Die Kaiserlich-Garethische Informations-Agentur (KGIA), unter der Führung von Reichsvogt [[Perricum:Leobrecht von Ochs|Leobrecht von Ochs]], führte diese Operation mit beispielloser Präzision durch.


==Blinkende Münzen==
Zahlreiche Schmugglernester wurden in schneller Abfolge angegriffen, sodass den unrechtmäßigen Händlern kaum Gelegenheit blieb, ihre Machenschaften zu verschleiern.


Der imposant gerüstete Hauptmann zählte behutsam das Geld auf seinem Tisch, als eine dieser lächerlichen Raten wäre es ein Witz, als genug tuende Sonderzahlung allerdings eine Wohltat. Zumal der Haufen Geld hier diesen überdreisten Erbsenzählern und falschen Feilschern aus Wasserburg einen Schlag versetzen würde. <br>
Besonders hervorzuheben ist die Säuberung der Insel [[Perricum:Junkertum Berlenga|Berlenga]], wo ein großer Umschlagsplatz der Schmuggler lokalisiert und zerstört wurde. Junker [[Perricum:Regnard von Berlenga|Regnard von Berlenga]], ein zentraler Kopf des Netzwerks, wurde bei der Aktion getötet.  


Denn die blinkenden Münzen auf seinem Tisch waren zwar von den Wasserburgern für die Söldner bestimmt gewesen, doch waren sie hier nie angekommen, ganz offiziell. Denn zuvor hatte ein "grobschlächtiger Haufen von Gesindel" dem Boten der Wasserburger die fällige Rate abgenommen. Der Hauptmann schlug lachend mit der Hand auf den Tisch, der Bote war gar der junge Ochse selbst gewesen, mit nur geringer Bedeckung. So schlecht erging es denen also da im Norden in ihren schönen Schlösschen, dass es an einer rechten Begleitung oder gar an vertrauenswürdigen Botendienern mangelte. <br>
Seine Tochter, [[Perricum:Olonia von Berlenga|Olonia von Berlenga]], Perlvögtin am Markgrafenhof zu Perricum, verweigerte jede Aussage zu den Taten ihres Vaters. Reichsvogt von Ochs stellte klar, dass keine Beweise vorlägen, die sie mit den Vergehen ihres Vaters in Verbindung brächten. Sie wird ihm als Junkerin von Berlenga nachfolgen.


Geschah ihnen recht. Den Jungochsen, der sich zwar tapfer gewehrt hatte, hatten "die Grobschlächtigen" aber dennoch in die Flucht geschlagen, nur sein Geld war zurück geblieben. Und der Hauptmann würde nun einen ordentlichen Bericht an den zuständigen Kadi überbringen lassen, dass die Ochsen ihre Rate versäumt hätten und diese schnellstmöglich, mit Zinsen, nachzahlen müssten, nebst wahrscheinlicher Verwarnung und dem Hinweis, die Söldner würden sich sonst in Wasserburg holen was ihnen gebührte, ertragreiche Dörfer gab es dort zu hauf. Der Hauptmann bleckte die Zähne im Grinsen. <br>
Bei [[Perricum:Dorf Pelkhafen|Pelkhafen]] fand ein erbitterter Schlagabtausch statt, bei dem die [[Perricum:Schattenmuräne|Schattenmuräne]], das Schmugglerschiff, von der Perlenmeer-Karavelle [[Perricum:Raubvogel|Raubvogel]] gestellt wurde. Der tapfere Magier [[Garetien:Zacharion Praioslieb|Zacharion Praioslieb]], ein pflichtbewusster Pfeil des Lichts, opferte sein Leben im Kampf und nahm dabei die gefürchtete Borbaradianierin [[Garetien:Bernfreda von Retoshügel|Bernfreda von Retoshügel]] mit sich in den Tod.


Einziger Wermutstropfen war Midans erneute Schlampigkeit, hatte er sich doch wieder nicht an die Anweisungen gehalten und seine stattliche Bewaffnung geführt, als er sich unter "das Gesindel" gemischt hatte, dazu hatte dieser "Verräter" auch noch die Dreistigkeit besessen ein altes Abzeichen "seiner ehemaligen Kameraden" unter den ihm nun gebührenden Lumpen zu tragen und es sich im Kampf entreißen zu lassen.  
Nicht alle Operationen verliefen ohne Komplikationen: Das Flussschiff [[Perricum:Eichenmaid|Eichenmaid]] konnte bei [[Perricum:Markt Gaulsfurt|Gaulsfurt]] entkommen und wird nun im [[Perricum:Golf von Perricum|Golf von Perricum]] vermutet. Die Suche ist im Gange.


So war es auf jeden Fall gewesen, dem Hauptmann gefiel diese Geschichte. Midan hatte schon tatsächlich während der Fehde sehr viel Unmut auf sich gezogen mit schändlichen Dingen die die Ehre der Schädelreiter beschmutzt hatten, eigentlich hatte man ihm noch eine letzte Chance gelassen, dann kamen aber diese Fehler und tatsächlich wieder ein paar unterschlagene Münzen, wie stets. Und so würde es nun heißen, Midan hatte schon nach der Fehde in Schimpf und Schande gehen müssen und war dann zum gemeinen Strauchdieb geworden, tragisch, aber diesem elenden Hund gereichend. <br>
Ein besonderer Erfolg gelang jedoch bei [[Garetien:Markt Mardramund|Mardramund]], wo das Schmugglerschiff [[Perricum:Nixenstern|Nixenstern]] aufgebracht wurde. Der Kapitän [[Perricum:Viento Dreudwinder|Viento Dreudwinder]] sowie [[Garetien:Geron Zollheus|Geron Zollheus]], der Marktmeister von [[Garetien:Markt Hartwalden|Hartwalden ]] und Komplize in den illegalen Geschäften, wurden verhaftet.


Und als solchen würde man ihn getreten und geschlagen vorführen, den Lügner, Dieb und Verräter. Und Lügner schnitt man die Zunge raus, Dieben brach man die Finger. Natürlich ohne das man das gestohlene Geld hätte wieder auffinden können.
Schließlich wurde der finale Schlag an der Endstation der Schmugglerlinie geführt. Die Agenten der KGIA vereitelten die Übergabe der Schmugglerwaren, was zu weiteren Verhaftungen des Furhmanns [[Perricum:Phecario Dreudwinder|Phecario Dreudwinder]] und dem Tod des hochgestellten [[Garetien:Oldinard von Weißenstein|Oldinard von Weißenstein]] führte. Dieser war kein Geringerer als der Biermeister des Großfürstenhofes, eine Tatsache, die der garetischen Hofgesellschaft schwer zusetzt.


Das würde zwar Gerede geben, aber das gab es immer und es beflügelte letztlich das Geschäft, da man im Gespräch blieb. Davon ab wusste hier im Süden jeder, mit welcher unehrvollen und wenig phexischen Feilscherei man sie übers Ohr gehauen hatte. Die Menschen hier waren keine wohlfeilen, garetischen Wasserburger Rittersleute, mit ihrem Geschwätze und Winkelzügen hinter dem man sich feige verschanzte, hier verstand man das ehrliche Geschäft und den Preis den man dafür zu zahlen hatte. Den doppelten - und das mussten nun sowohl Midan als auch die "Ochsenfelser" spüren.
Das beschlagnahmte Schmuggelgut bestand aus Theriak und wertvollem Bernstein. Der [[Perricum:Rondrigan Paligan|Reichsgroßgeheimrat]] lobte die Operation als vollen Erfolg. Das Theriak wird nun der Firun-Kirche, die Bernsteine der Praios-Kirche übergeben, sowie es in dem Vertrag von Mantrash'Mor 1041 BF vereinbart wurde.


==Kopfgeld==
Die aufgebrachten Schiffe Schattenmuräne und Nixenstern werden der Perlenmeerflott überstellt und finden ihren Heimathafen in Praioshaven auf den Efferdstränen. Sie werden neu bemannt und sollen nun bei dem Kampf gegen weitere Schmuggelrouten eingesetzt werden.
Schloss Rossgarten, Baronie Wasserburg


Wutschnaubend betrat [[Garetien:Wolfaran II. von Ochs|Wolfaran]] die Eingangshalle des Schloss Rossgartens. Er pfefferte seinen Helm in die Ecke, den sogleich ein Bediensteter aufhob. Das Gesinde versuchte sich ansonsten im Hintergrund zu halten, um nicht selbst in die Schusslinie des wütenden Ochsen zu geraten.
Die Reichsorgane haben einmal mehr ihre Stärke und Entschlossenheit unter Beweis gestellt. Möge dies eine Mahnung sein, dass Verbrechen keinen Platz im ruhmreichen Reich haben!
 
Von dem Lärm aufgeschreckt, betraten Korhilda und Leobrecht über die Wendeltreppe den Raum. Sogleich ging die Baronin von Wasserburg auf ihren Ältesten zu. "Großer, was ist passiert. Geht es Dir gut?"
 
Wolfarans Waffenrock war vom Kampf gezeichnet - zerrissen und blutig. Schrammen zierten seine Arme und seinen Kopf. Mit dem prüfenden Blick einer Mutter betrachtete ihren Sohn. Ob fünf, fünfzehn oder älter, den fürsorglichen Mutterinstinkt konnte sie wohl nie abstellen.
 
"Mutter, ich bin kein Kind mehr. Diese Drecksdiebe haben uns einen Hinterhalt gestellt."
 
Leobrecht ließ sich von den Bediensteten Verbandsmaterial bringen und lotste seinen Sohn erstmal in den Nebenraum. "Setz Dich, Junge. Lass mich erstmal die Verletzungen begutachten und verbinden. Dabei kannst Du in Ruhe berichten. Hauptsache ist, dass Du lebst."
 
Zornig - mehr auf sich selbst - entledigte sich der Baron von Bärenau seiner blutgetränkten Kleidung. Zum Vorschein kamen mehrere Schnitte, die ihm seine Gegenüber zugefügt hatten. Nicht tief aber tief genug, um schmerzhaft zu sein.
 
Leobrecht fühlte sich zurück versetzt in die Zeit auf dem Arvepass. Wie oft hatte er Korhilda verbinden müssen, wenn sie wieder in seinem Auftrag die Truppen führte. Oft wurde sie in kleinere Scharmützel hineingezogen und kam mit diversen Verletzungen zurück.
 
Während der Vater erste Hilfe leistete, kümmerte sich die Mutter um das Seelenheil ihres Jungen. "Erzähl Junge, was ist passiert."
 
"Auf dem Weg von hier nach Morganabad. Sie kamen aus einem Dickicht und wir haben sie nicht gesehen. Der Hinterhalt war so überraschend für uns, dass wir zwar uns, aber nicht unser Geld retten konnten." Missmutig spuckte der junge Ochse auf den Boden.
 
"Was Dein Vater sagte, die Hauptsache ist, dass du lebst. Alles andere kann man ersetzen."
 
"Mutter wir sind pleite. Und Söldner verstehen keinen Spaß, wenn sie ihr Geld nicht erhalten."
 
"Ich..." wollte Leobrecht einwerfen, wurde jedoch von seinen beiden Liebsten überstimmt. "Nein Vater, das Haus Ochs hat schon zuviel in Bärenau investiert. Dazu die Aufkommende Fehde in Garetien. Nein, wenn wir Dein Geld benötigen sollten, sollten wir schon fast vorm Ertrinken sein. Wir werden uns anderweitig Geld beschaffen."
 
"Wie Du meinst. Dennoch werde ich als Oberhaupt des Hauses Ochs ein Kopfgeld aussetzen auf die Angreifer meines Sohnes. Du und Leonora ihr seid die Zukunft des Hauses. Euren Verlust könnten wir nicht verkraften."
 
"Das ist Dein Recht als Oberhaupt, Vater. Ich werde mich an Graf Ingramm wenden und hoffe er kann uns aushelfen, dass wir die Diamantschädelreiter bezahlen können."
 
"Lass uns zusammen in den Schlund reisen, ich werde Chaliba bitte das Kopfgeld öffentlich zu machen und die Angelegenheit zu regeln. Sie ist eine resolute Nebachotin, sie wird das ganze mit strenger Hand regeln."
 
"Und dazu hat sie als Vögtin von Viehwiesen die Halsgerichtsbarkeit...." kommentierte Hilda die Entscheidung ihres Mannes.
 
==Münzhandel==
Königsstadt Wandleth, am Hofe des Grafen vom Schlund
 
Mit einem freudigen "Garoschem!" auf den Lippen betrat Wolfaran die Stube der Kämmerer der Grafschaft. Leicht angetrunken von den Bieren, die er mit Graf Ingramm geleert hatte führte ihn sein Weg zum gräflichen Kämmer [[Garetien:Gregosch, Sohn des Gorsch|Gregosch]], den er ebenfalls bereits seid frühen Kindheitstagen kannte.
 
"Garoschem! Ka roboschan hortiman Angroschim! Da schau einer an, Du hier. Wohnst ja jetzt in der Nähe wie ich hörte." Wie bei den Zwergen üblich holte Gregosch erstmal ein paar kühle Schlunder Wiesenschlösschen.
 
Wolfaran lächelte leicht gequält. Er hatte heute gefühlt mehr Alkohol getrunken, als im ganzen letzten Jahr in Elenvina. Hui anstrengend, dachte er, aber seine Freunde waren so voll Freude ihn wieder zu sehen, dass er ihnen das Anstandsbier ... oder zwei... oder drei ... nicht verwehren wollte.
 
Mit einem lauten "Baroschem!" knallten ihre Bierkrüge zusammen. "Fortombla hortomosch! Glückwunsch zur Belehnung Deiner Garoschna Korhilda. Und schön Dich wieder in der Nähe zu haben."
 
"Danke, mein Freund. Ich bin leider wegen einer nicht so schönen Angelegenheit hier." Wolfaran war in Zeitnot, da musste er unfreundlich gleich zum Thema kommen.
 
"Väterchen Ingramm hat mir schon berichtet. Verprügelt haben sie Dich und Dir Dein Geld geraubt. Nur unehrbares Gesindel außerhalb des Schlundes. Habe ich Dir immer gesagt, mein Freund."
 
"Ach Gregosch, Du weißt ich wollte nie von hier fort. Wärst Du so lieb und zählst mir die Münzen ab. Damit wir unsere Gläubiger besänftigen können."
 
"Dein Freund [[Garetien:Rogosch, Sohn des Ramox|Rogosch]] ist schon dabei, während [[Garetien:Ramox, Sohn des Robosch|Sein Vater]] gerade den Schuldschein fertigt."
 
Und noch einer, dachte der junge Ochse. Wasserburg war ein bodenloses Loch. Viel Arbeit lag vor ihnen, die Baronie zu entschulden.
 
"Und noch was Fläumling. Karoscha und ihre Schlägelschwinger werden das Geld zu den Söldner bringen, auf dass es nicht wieder abhanden kommt."
 
"Väterchen, ich kann sie mir nicht leisten."
 
"Karoscha sieht es als Freundschaftsdienst. Du weißt, dass sie eine Lebensschuld bei Deiner Mutter hat, nach den Vorfällen in Ongalosch. Sie sieht es als Teil der Abzahlung ihrer Schuld, die sich nicht mit Münzen bezahlen lässt."
 
Wolfaran prostete dem gräflichen Kämmerer dankend zu.
 
"Und ich hörte, Du musstest dem Grafen eine Gegenleistung versprechen."
 
"Was du alles hörst. Unglaublich das ist hier ja wie bei den Waschweibern am Darpat."
 
"Wir sind gesellig, da werden schon einmal Informationen ausgetauscht, Fläumling."
 
"Da magst Du recht haben, Väterchen. Und ja, ich werde dem Grafen hin und wieder zu Diensten sein. Er hat mich als seinen Waffenkenner ausgebildet und so werde ich,  wenn es meine Zeit zulässt, für ihn nach seltenen und wertvollen Stücken Ausschau halten."
 
=Zeichen der Alveransleuin=
Bußquesten für Korhilda
 
 
 
==Die Bußqueste==
[http://www.garetien.de/index.php/Geschichten:Im_Zeichen_der_Alveransleuin_-_Die_Bu%C3%9Fqueste Die Bußqueste]
 
==In der Höhle des Löwen==
 
[http://www.garetien.de/index.php/Geschichten:Im_Zeichen_der_Alveransleuin_-_In_der_H%C3%B6hle_des_L%C3%B6wen In der Höhle des Löwen]
 
==Tempelwacht==
 
==Es lebe die Ritterlichkeit==
 
Efferd oder später, 1043 BF, [[Perricum:Dorf Rosshang|Dorf Rosshang]], [[Perricum:Baronie Wasserburg|Baronie Wasserburg]]
 
[[Perricum:Korhilda von Sturmfels|Korhilda]] spazierte mit [[Perricum:Damina von Drosselpfort|Damina]] und [[Perricum:Wolfaran von Ochs|Wolfaran]] über eine große freie Fläche nördlich des Dorfes Rosshang. An dem Ort, an dem bereits die kleine Tjoste zur Feierlichkeit zu Korhildas Belehnung stattgefunden hatte.
 
"Damina, ich habe mir zum Ziel gesetzt in Wasserburg, mich mehr der Knappenausbildung zu widmen. Die Fehde, in der ich mich wahrlich nicht immer ritterlich verhalten habe und auch die Ansprache von Hochwürden [[Perricum:Dorian von Hengisford|von Hengisford]], haben mir deutlich aufgezeigt, dass die Notwendigkeit besteht die Rittertugenden wieder präsenter zu zeigen und vor allem sie weiter an die nächste Generation zu geben."
 
"Euer Hochgeboren, im muss euch leider beipflichten. Als Leidtragender Lehensnehmer war ich, wie die Ritter und Junker um mich herum, den Fehdehandlungen der befehdenden Barone gänzlich ausgesetzt. Eure Streiter und auch die Söldner aus Morganabad nahmen es mit ritterlichem Tugenden nicht sehr genau." In Daminas Stimme klang Hoffnung auf Besserung mit, aber auch Frust über die Fehde des letzten Götterlaufes.
 
"Wisst ihr, Damina, ich habe meine Knappschaft bei [[Garetien:Alwene von Gareth|Alwene von Gareth]] absolviert. Sie nahm mich vor allem im Bereich Verwaltung unter ihre Fittiche. Die kriegerische Ausbildung übernahm [[Garetien:Linara von Hausen-Hartweil|Linara von Hausen-Hartweil]]."
 
"Ah, eine begnadete Lanzenreiterin, wie ihr Bruder." warf Damina ein.
 
"Och ja, sie und ihr Bruder Linnert -  das waren noch Zeiten." Korhilda erinnerte sich an das Geschwisterpaar, welches sich im steten Zweikampf auf dem Tjostfeld gegenüberstand. "Ach, wären die Kriegszeiten nicht gewesen, ich denke ich hätte mich in vielen Siegeslisten von Turnieren verewigen können. So hatte ich "mein Jahr" in 1030 BF, dazu noch ein paar unbedeutendere Turniersiege. Einzig beim Kaiserturnier 1041 BF konnte ich nochmal glänzen, unter die letzten 10 habe ich es geschafft."
 
Korhilda schwelgte in Erinnerungen. "Ich möchte hier angrenzend an das Dorf dauerhaft eine Tjostbahn errichten. Und ein Parcours für das Ringstechen."
 
Korhilda deutete auf die vor ihnen liegende Wiese, während Damina die Ideen auf dem Plan verfolgte.
 
"Ich möchte hier alljährlich ein Ritterturnier ausrichten unter den gleichen Bedingungen wie das Turnier zur Belehnung. Dazu ebenfalls jährlich ein Ringstechen für die Knappen. Es soll aber nicht nur die Fertigkeit auf dem Tjostfeld in die Wertung einfließen. Ich möchte, dass jeder sofort disqualifiziert wird, der um diese Veranstaltung herum sich nicht ritterlich verhält. Ich erwarte, dass sich die Jungspunde im Dorf, in den Herbergen und in den Tavernen benehmen."
 
"Nicht ritterlich ist hier in Perricum ein weitläufiger Begriff. Die östlichen Perricumer definieren ihn anders als die Westlichen."
 
"Wir werden uns an den Rittertugenden orientieren, die im Vertrag von Mantrash'Mor als Anlage beigefügt wurden. Ich würde im Rahja verbleiben, aber anschließend an das Fest der Freuden und den Pferdemarkt in Drosselau."
 
"''Rosshanger Lanzen- und Ringstechen'' das klingt doch sicherlich gut." schlug Damina vor. "Die Gewinne behalten wir bei. Der Sieger der Tjoste erhält ein Pferd vom Gestüt Aquamarin, der Sieger des Ringstechens eine edle Pferdedecke."
 
"Vorschläge angenommen. Bitte Damina, ich möchte dass du Dich vorrangigst um die Knappenausbildung in Wasserburg kümmerst. Ich würde mir wünschen, dass wir ein paar mehr Pagen und Knappen aufnehmen und sie in ritterlichem Auftreten und Gebaren schulen."
 
"Wohl an. Ich muss sagen, der Bau einer Tjostbahn für Lanzenstechen und Ringstechen sagt mir mehr zu als der Bau von protzigen Schlössern."
 
"Mir auch Damina, unsere Kassen sind zwar arg strapaziert, wenn nicht gar leer, aber ein bisschen Umarbeiten von Wiesen zu Reitbahnen sollte nicht so teuer sein und mit unseren Kräften vor Ort umsetzbar sein. Hinzu kommt, dass die Jungritter, Knappen und Knappenväter sicher bereits zum Fest der Freuden in Drosselau und dem dazugehörenden Pferdemarkt anreisen werden. Der Markt Drosselau wird sicher von den Angereisten provitieren und das Dorf Rosshang, wo die Leute unterkommen werden, ebenfalls. So sollte das Ereignis im Nachgang wieder Geld in unsere Kassen spülen können. Nennen wir es eine sinnvolle Investition."
 
==Stein auf Stein==
 
==Donnersturmfelder von Baburin==
 
==Fauchende Raubkatze==
 
==Donner und Sturm==
 
[[Perricum:Dorian von Hengisford|Dorian von Hengisford]] hatte diesen Tag für die nächste Prüfung erwählt. Die Donnernde tobte. Es donnerte und blitzte als er mit [[Perricum:Korhilda von Sturmfels|Korhilda]] die Anhöhen am Rande des Walls betrat. Ein paar Schaulustige folgten ihnen.
 
Da stand sie nun, allein in der Höhe mitten im tobenden Sturm.
 
Gebannt schauten die Anwesenden dem Schauspiel zu. [[Perricum:Wolfaran von Ochs|Wolfaran]] zitterte innerlich vor Angst.
 
Blitze zuckten und der Donner trieb den Sturm voran. Sturm und Donner tobten. Blitze zuckten. Ein heller Lichtbogen löste sich aus den schwarzen Wolken und stürzte hinab.
 
Mit voller Wucht fuhr der Funkenschlag in Korhildas Leib und schmiss sie regelrecht zu Boden. Regungslos blieb sie liegen. Minutenlang.
 
Allen Anwesenden stockte der Atem.
 
Völlig benommen wurde Korhilda von dem prasselnden Regen wachgeküsst. Sie lag auf dem Boden und blickte in den tiefschwarzen Himmel.  Ihr Oberkörper brannte, als wäre heißes Feuer über sie ergossen worden. Sie spürte weder Arme noch Beine.
 
Tief atmete sie durch. Langsam spürte sie ein Kribbeln in der rechten Hand. Nach und nach konnte sie nicht nur die Fingerspitzen, sondern auch die Hand und den Arm bewegen. Auch in ihren Füßen kehrte das Gefühl zurück. Von Schmerz geplagt richtete sie sich auf.
 
Klapprig wie ein alter Greis richtete sie sich auf. Ein Raunen ging durch die Anwesenden.
 
Korhilda taumelte in Richtung des Rondrageweihten und blieb vor ihm stehen. "Heute nicht"
 
Er blickte zu ihr. "Heute nicht. Der Zorn der göttlichen Leuin ist gestillt. Eure Buße ist getan."
 
{{Trenner Perricum}}
 
Korhilda lag seit Tagen in ihrem Bett. Die Baronin war zu müde um aufzustehen. Sie konnte sich kaum an den Tag auf den Anhöhen am Wall erinnern. Große Gedächtnislücken verhinderten ihre Erinnerung an den Tag der Prüfung.
 
Sie wusste auch nicht mehr, wie sie es hier nach [[Perricum:Schloss Rossgarten|Schloss Rossgarten]] geschafft hatte. Auch die Erinnerungen an die letzten Tagen waren mehr als schwammig. Der Blitz, der sie durchfuhr, hatte wirklich durchschlagende Wirkung.
 
Die Alveransleuin, die Herrin über Donner und Sturm hatte sie für Ewigkeiten gezeichnet. Die Verbrennungen an ihrem Körper sahen aus wie ein verästelter Baum. Sie taten nicht weh, aber sie würden alle Zeit verkünden, dass sie dem Blitz widerstanden hatte. Das Brennen in ihrem Oberkörper ließ langsam nach.
 
Neben ihrem Bett saß [[Perricum:Maia von Drosselpfort|Maia]], die Tsageweihte der Schlosskapelle. Sie wechselte die Verbände an der linken Hand.
 
Korhilda schloss die Augen um sich noch auszuruhen. Linke Hand dachte sie, warum linke Hand. Ihre Augen öffneten sich schlagartig und sie blickte auf ihren Stumpf. An diesem wuchs eine Hand nach. Im Moment noch so klein wie die Hand eines Kleinkindes.
 
Maia lächelte sanft und salbte dabei die Hand mit Pflanzenkernöl. Nachdem sie den Verband neu angelegt hatte, malte aus einem Gemisch aus Asche und Pflanzensaft das Zeichen Tsas auf die alte Verwundung.
 
"Maia, Maia..." stammelte die Sturmfelserin. Sie konnte ihre Gefühle nicht in Worte fassen.
 
"Genug des Leides, genug der Selbstgeißelung. Es ist Zeit für den Neuanfang. Euer Blick sollte sich nach vorne richten und nicht zurück. Ruht Euch aus, ich komme morgen wieder."
 
 
 
 
 
 
 
==Eine Heldin wider Willen==
 
 
[[Perricum:Halara von Waltern|Halara]], die nun seit ihrem Verrat Tempeldienst im [[Perricum:Rondra-Tempel Donnerhall|Rondra-Tempel Donnerhall]] in [[Perricum:Stadt Wasserburg|Wasserburg]] leistete, las aufmerksam den Artikel in der Perricumer Postille. [[Perricum:Calira Bernstein|Calira Bernstein]] hatte über den Wasserburger Funkenschlag, wie sie es nannte, berichtet. Die Scriptorin musste wahrlich Gefallen an der Sturmfelserin gefunden, sie berichtete über alle Questen in voller Ausführlichkeit.. Halara kam es fast so vor, als würde sie aus der Baronin eine rondragefällige Helden erschaffen, so einseitig war die Berichterstattung. Oder war [[Perricum:Korhilda von Sturmfels|Korhilda von Sturmfels]] das vielleicht sogar wirklich?
 
Was immer sich [[Perricum:Dorian von Hengisford|Dorian]] bei seinen Prüfungen gedacht hatte, Halara war sich sicher er hatte seiner Familie keinen Gefallen getan. Sie wusste um den Anspruch, den die [[Perricum:Familie Hengisford|Hengisford]] auf [[Perricum:Baronie Wasserburg|Wasserburg]] erhoben, mit jeder bestandenen Prüfung wurde es unwahrscheinlicher, dass sie die Sturmfels loswerden würden. Vor allem da dieser Schreiberling alles wie Heldentaten aussahen ließ.
 
Halara war es im Endeffekt egal, wer Wasserburg beherrschte, da die Familie ihres Mannes sie verstoßen hatte.
 
Das Volk, bei denen das Leid der Fehde wie ein Nebelband langsam zu zerfließen begann, ließen sich sicher von den Schreiberlingen der Perricumer Postille beeinflussen, so sie denn des Lesens mächtig waren.
 
 
{{Trenner Perricum}}
 
Korhilda und Leobrecht genossen die Zweisamkeit. Ihr Kopf lag eng angeschmiegt auf seiner Brust, während sie diese sanft mit ihrer linkern Hand streichelte. Dank Tsas wundersamer Erneuerung ein ungewohntes, fast vergessenes Gefühl.
 
"Hast Du die Artikel in der Postille gelesen? Warum können Sie mich nicht in Ruhe lassen?"
 
"Sie scheinen Interesse an Dir gefunden zu haben. Wahrscheinlich verkauft sich die Auflage besser, wenn von Helden berichtet wird."
 
"Helden, Leobrecht, was für ein Wort. Ich bin keine Heldin, ich bin eine Büßerin."
 
"Das ist aber nicht das, was das Bürgertum will. Das einfache Volk benötigt Helden, Streiter für Recht und Gesetz. Der Haffax Feldzug hat noch viele offene Wunden hinterlassen. Es ist für sie einfacher, wenn es in ihrem Verständnis jemanden gibt, der sie beschützt. Einen glorreichen Beschützer halt."
 
"Das soll ich werden? Ich habe in der Fehde viel Leid verteilt und bin alles, nur nicht dass, was sie von mir erwarten."
 
"Sie wünschen sich einen heroischen, rondragefälligen Streiter. Diese Bernstein hat Dich dazu gemacht in ihren Geschichten und für das Volk ist die einfache Wahrheit leichter zu akzeptieren. Der Adel weiß diese Artikel schon einzuschätzen, sie werden nicht alles glauben, was irgendein dahergelaufener Schreiberling mal zu Papier gebracht hat."
 
"Hm. Dann muss ich das akzeptieren, am Besten ignoriere ich es. Hast Du schon gehört im Theater der Stadt Wasserburg läuft ein neues Stück an. Kordana und Leomar. Unsere Lebensgeschichte unter anderem Namen."
 
"Sie mögen Dich, Hilda. Akzeptiere es, du kannst es nicht ändern."

Aktuelle Version vom 5. November 2025, 12:40 Uhr

Chiffre Generator


Operation Riesentränen

    1. Agent: Nachtklinge
    2. Agent: Niobara von Khunchom
    3. Agent: Falkenauge
    4. Agent: Lavaschleier
    5. Agent: Graufeder
    6. Agent: Albatros
    7. Agent: Glutmeister
    8. Magier: Zacharion Praioslieb (Todeswürfel 2025/Pfeil des Lichts)

Berlenga bei Nacht

Aktennotiz

gegeben auf Festung Efferdstein, am 14. Ingerimm im Götterlauf 1047 BF.

Verfasst von: Alderan von Scheuerlintz, kaiserlich bestallter Vogt zu Körnstein

Betreff: Beobachtungen verdächtiger Schiffsbewegungen zwischen Effora und Berlenga

Einem nächtlichen Bericht unserer treuen Späher zufolge wurden ungewöhnliche Schiffsbewegungen in Richtung der Insel Berlenga von der Insel Effora aus beobachtet.

Es wurden in der Stille der Nacht mindestens zwei Schiffe gesichtet, deren Laternen trügerisch gedämpft leuchteten, als suchten sie die Dunkelheit, um sich dem Blick unserer Augen zu entziehen. Die Bewegungen dieser Schiffe, wohlkoordiniert und von offenbar erfahrener Hand gelenkt, lassen mit Nachdruck den Verdacht aufkommen, dass Schmuggler oder gar Piraten in diesen Gewässern ihr Unwesen treiben könnten.

Nach Rücksprache mit dem regierenden Reichsvogt Leobrecht von Ochs, welchem ich umgehend Bericht erstattete, wurde beschlossen, die Wachen an den Ufern Efforas unverzüglich zu verdoppeln.

Ebenso sollen Späher, wohlverborgen unter dem sichtbaren Schutze des Bombardenregiments Trollpforte, auf Festung Efferdstein stationiert werden. Ihre Aufgabe sei es, das Treiben jener schattenhaften Gestalten heimlich zu beobachten, um ihrer Gewissheit und Handlungsweise habhaft zu werden, ohne sie vorzeitig zu alarmieren.

Zudem wurde beschlossen, keinen Kontakt zu Junker Regnard von Berlenga aufzunehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass jener windige Junker Kenntnis von den ruchlosen Aktivitäten auf seinem Grund und Boden hat – oder, so sei es geflüstert, gar in diese verwickelt ist. Sollte letzteres zutreffen, bedarf es kluger und sicherer Schritte, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen, ohne die umfassendere Untersuchung zu gefährden.

Darüber hinaus möge eine umfassende Untersuchung aller Handelswege eingeleitet werden, die durch die Nähe dieser Inseln führen. Die verborgene Patrouille entlang der Küstenstreifen, insbesondere in den dunklen Stunden, ist mit Nachdruck zu verstärken. Unser oberstes Ziel bleibt, jegliche Bedrohung der Sicherheit, Ordnung und des Handels im Reich zu unterbinden und Unruhestifter ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

Praios sei mit uns!

Alderan von Scheuerlintz

Albatros

Die Kerzen in der großen Halle der Reichsfestung Wogentrutz warfen flackernde Schatten auf die steinernen Wände. Leobrecht von Ochs saß an einem schweren Eichentisch, das Wappen seines Amtes prangte stolz auf seiner Brust. Sein Adjutant Alderan von Scheuerlintz trat vor ihn und hielt einen verschlüsselten Zettel in der Hand.

„Neuigkeiten von Albatros und Glutmeister?“ fragte Leobrecht, während er den Zettel entgegen nahm.

„Ja, Herr. Unsere Spione scheinen erfolgreich Fuß gefasst zu haben,“ antwortete Alderan und zog seine Handschuhe aus, um sich zu setzen.

Leobrecht überflog die kurze Nachricht.

„ri4 n1dru4 tr1u1h1gna“

Ein zufriedenes Lächeln spielte um seine Lippen. „Gut dann ist unser Plan aufgegangen und sie werden sich als Seefahrer und Tagelöhner verdingt haben. Jetzt sind sie im Dienst des Junkers von Berlenga, diesem schmierigen Regnard.“

Alderan lehnte sich leicht vor. „Das bedeutet, dass wir Zugang zu seinem Netzwerk erhalten könnten, Hochgeboren. Sollte er in illegale Geschäfte verstrickt sein, werden Helmbrecht und Ugdalf es erfahren.“

„Geduld wird unsere stärkste Waffe sein,“ erklärte Leobrecht und legte den Zettel behutsam auf den Tisch. „Unsere Spione sind geschickt. Sie sollen mehr Informationen sammeln, bevor wir handeln.“

Streng vertraulich!

Von BB und Ina


Nachrichtlich meiner Seneschallin.

Zu Euer Information und Orientierung wird Euch mitgeteilt, dass die Reichsorgane eine verdeckte Operation zur Zerschlagung einer Schmuggellinie, welche von den Efferdstränen bis nach Gareth und mutmaßlich weiter führt, eingeleitet haben. Die Kaiserlich-Garethische Informations-Agentur (KGIA) ist in vollem Umfang beteiligt und koordiniert die entsprechenden Maßnahmen, die regionale Leitung der Mission obliegt Reichsvogt Leobrecht von Ochs.

Hiermit seid Ihr beauftragt und befähigt, jegliche Einmischung seitens irgendeiner Amtsperson der Markgrafschaft Perricum zu unterbinden, abzuwenden oder zu unterdrücken. Dies gilt ausdrücklich auch für Euch. Jeder Schritt oder jede Handlung, die die Mission gefährden könnte, muss als schwerwiegender Verstoß gewertet und mit entsprechenden Konsequenzen verfolgt werden.

Stillschweigen ist zu wahren und äußerste Diskretion ist zu gewährleisten. Nach der Kenntnisnahme dieses Schreibens ist es dem Boten unverzüglich zur Vernichtung zurückzugeben. Es darf weder schriftlich noch mündlich in irgendeiner Form Erwähnung finden.

Zeichens des Reichsgroßgeheimrates

Rondrigan Paligan

Streng vertraulich – Höchste Geheimhaltung

Glutmeister

Diverse Berichte von Glutmeister an den Reichsvogt Leobrecht von Ochs und seinen Adjutanten Alderan von Scheuerlintz

Bericht 1: Wir wurden von einem zwielichtigen Händler angeheuert, unsere Dienste als scheinbar harmlose Seefahrer und Tagelöhner zur Verfügung zu stellen. Mit zerlumpten Kleidern und schlichten Werkzeugen erwecken wir den Eindruck von Menschen, die das Leben an den Grenzen des Möglichen meistern. Bisher unauffällig.

Bericht 2: Die Schmuggler, mit denen wir Kontakt haben, sind äußerst wachsam. Unsere Aufgaben sind bisher auf die Insel Berlenga beschränkt. Wir bewegen harmlos wirkendes Schmuggelgut, Kleinigkeiten, die wenig Verdacht erregen. Unser mangelnder Zugang zu den inneren Kreisen zeigt, dass man uns noch nicht traut.

Bericht 3: Eine unübersehbare Atmosphäre der Übervorsicht prägt die Operationen der Schmuggler. Ihre Vorsicht erstickt jegliche Gelegenheit, Geheimnisse zu lüften. Dennoch setze ich meine Arbeit beharrlich fort. Ich kann keine bedeutenden Erkenntnisse berichten.

Bericht 4: Trotz der scheinbaren Stagnation spüre ich, dass Bewegung in die Sache kommt. Ich warte ab und beobachte mit wachsamen Augen. Weitere Berichte folgen.

Bericht 5: Die jüngste Unruhe entpuppt sich als Fehlalarm. Wir machen weiter, unbeirrt, immer noch verkleidet als einfache Seeleute und Tagelöhner. Geduld ist unser schärfstes Werkzeug.

Bericht 6: Ein Fortschritt: Wir wurden mit einer Gruppe von Seeleuten an eine andere, weniger frequentierte Bucht verlegt. Unsere neue Position bringt uns ein Stück näher an unser Ziel. Aus der Ferne konnten wir einen Anführer entdecken. Es könnte sich um Regnard von Berlenga handeln. Die Geduld beginnt Früchte zu tragen.

Bericht 7: Ein Schiff mit dem Namen Schattenmuräne tritt in Erscheinung. Unsere Aufgabe: Bierfässer verladen. Dieses Schiff scheint eine zentrale Rolle zu spielen. Doch die Auswahl der Mannschaft ist selektiv – ich bleibe an Land. Es ist Regnard von Berlenga. Er unterhielt sich abseits mit einer grimmigen, hochgewachsenen Frau - der Kapitänin der Schattenmuräne.

Bericht 8: Die wahre Natur des Schmuggelguts bleibt mysteriös, doch es ist klar, dass wir nun an einer entscheidenden Stelle angelangt sind. Mein Instinkt sagt mir, dass wir nahe dran sind.

Bericht 9: Die Schattenmuräne kommt alle paar Monate, scheinbar für gewöhnliche Handelszwecke. Doch ich habe erkannt, dass Bierfässer oft benutzt werden, um bedeutenderes Schmuggelgut zu tarnen. Theriak und Bernstein konnte ich erkennen.

Bericht 10: Ich erhielt die Erlaubnis, an Bord der Schattenmuräne zu gehen, während mein Begleiter H. zurückblieb. Das Kommando liegt in den Händen von Bernfreda von Retoshügel, einer burschikosen und entschlossenen Anführerin. Sie scheint der Schlüssel zu unseren Antworten zu sein.

Bericht 11: In einer stillen Bucht vor Pelkhafen wird die wahre Ladung an ein weiteres Schiff, weitergegeben. Scheint mir ein Flussschiff zu sein, Name konnte ich bei Dunkelheit nicht lesen. Den Kapitän konnte ich nicht erkennen. War tulamidisch verschleiert. Könnte auch weiblich sein. Ich habe ein Fass mit einem Zauberzeichen markiert, um es aus der Ferne verfolgen zu können. Doch hier endet mein Einfluss. Die Verfolgung liegt nicht mehr in meinen Händen. Schnelligkeit ist nun gefragt!

Nachtklinge

An das Hohe Kommando,

Ich übermittle hiermit den Bericht meiner nächtlichen Beobachtungen vor dem Hafen von Pelkhafen. In der finsteren Stunde, als der Schleier der Nacht selbst jegliche Unruhestifter abschirmte, begab ich mich in einem unscheinbaren Ruderboot auf die dunklen Gewässer vor dem Hafen. Aus der schützerischen Finsternis heraus betrachtete ich das heimliche Treiben der Schmuggler, die ihre Ware unter dem Deckmantel der Nacht zwischen Schiffen wechselten.

Auf den ersten Blick schien alles in geheimer Übereinkunft abzulaufen: Von einem Zweimastschiff, welches unter dem Namen Schattenmuräne segelt, wurde die Schmugglerware abgeladen und auf ein näherliegendes Flussschiff verladen. Die Dunkelheit gnadete keinem Lichtstrahl, sodass selbst der Name des Flussschiffes verborgen blieb und so nur die Umrisse eines geheimen Unterfangens erahnen ließen.

Besonders ins Auge fiel die Erscheinung der Kapitänin der Schattenmuräne. Ein kräftiges Mannsweib, düster und herrisch, dass allein schon seinen Blick verneint hätte, wer sich ihr anzunähern wagte. Ein Anblick, der mit einem Schauder behaftet ist: Schon bei kleinsten Unstimmigkeiten an Bord züchtigte sie ihre Matrosen mit der Schärfe eines Säbels – ein unverkennbares Zeichen der strengen Hierarchie und harten Disziplin, die in diesen Gewässern herrscht.

Im Gegensatz dazu bot die Kapitänin des Flussschiffes ein Bild von unnahbarer Eleganz. Ihr Antlitz verschleiert, vermag sie mich in einen besonderen Bann zu ziehen – war es etwa eine Novadi, wie man in den entlegenen Landen zu vermuten pflegt, oder lediglich eine meisterhafte Tarnung? Ihre drahtige Gestalt, die Andeutung feiner Züge und der geheimnisvolle Glanz in ihren Augen ließen mich an eine Anhängerin des Handelsgottes Phex denken.

Unmittelbar nach dem Umschlag nahm das Flussschiff Kurs und verließ die Gewässer in Richtung Darpatmündung, als wolle es landeinwärts über den Darpat vordringen, während das Zweimastschiff in den Golf von Perricum zurück segelte – ein Rückzug, der wohl dem Schutz dunkler Geheimgeschäfte diente. Ich halte weiterhin Ausschau nach weiteren Zeichen, die uns das wahre Gesicht dieser zwielichtigen Unternehmungen offenbaren könnten.

Nachtklinge, im Auftrag des Kommandos

Eichenmaid

Nahe Gaulsfurt am Darpat

Der Wind trug den Duft von Feuchtigkeit und Holz über den Darpat, als Niobara von Khunchom mit gemächlichen Schritten am Flussufer entlangspazierte. Ihre Robe schimmerte im sanften Licht des nahenden Abends, und unter der Kapuze leuchteten ihre Augen gelegentlich auf, wenn sie den Oculus Astralis aktivierte, um die vorbeiziehenden Schiffe zu durchleuchten.

Der Fluss war lebendig – Kähne, Handelsschiffe und kleine Boote zogen an ihr vorbei. Einige trugen einfache Waren, Getreide oder Fässer mit Wein; andere wirkten eher wie Schatten in der Dämmerung, geheimnisvoll und schweigsam. Immer wieder hielt Niobara inne, hob die Hand und ließ das magische Licht des Oculus Astralis ihre Sicht durchdringen. Ihr Blick erfasste alles – selbst die feinsten magischen Gegebenheiten konnten sich ihrer Wahrnehmung nicht entziehen.

„Nichts Auffälliges“, murmelte sie, während sie an einem Fischerboot vorbeiging, dessen Ruder monoton im Wasser klatschten. Sie öffnete sich einen Astraltrank, um ihre magische Kraft wieder aufzufüllen. Ihre Geduld wurde auf die Probe gestellt.

Dann, inmitten des Raunens des Flusses und der Schritte auf dem feuchten Pfad, geschah es. Ein Schiff, das mit schlanken Linien und seinen grünen Segeln dahinglitt, lenkte ihre Aufmerksamkeit auf sich. Niobara hielt inne, zauberte den Oculus Astralis und erstarrte. An einem Fass an der Bordwand, unter dem Anschein gewöhnlicher Schmierflecken, glühte ein verborgenes Zauberzeichen schwach, doch eindeutig. Es war das Symbol, nach dem sie gesucht hatte. „Die Eichenmaid, so heißt du also“, flüsterte sie, ihre Stimme von Anspannung durchzogen.

Eilig kehrte sie um, die Botschaft für Ciarda Wulfsige von Tikaris im Kopf. Die Hauptfrau der Wasserburger Reiter wartete nicht weit entfernt auf ihrem Ross. „Ich habe es gefunden“, sagte Niobara mit Nachdruck. „Das Schiff ist auf dem Darpat unterwegs und bewegt sich stromaufwärts gen Wasserburg. Wir dürfen keine Zeit verlieren.“

Die beiden Frauen stiegen auf ihre Pferde und folgten dem Darpatweg mit Sicht auf den gleichnamigen Fluss. „Wir reiten“, befahl Ciarda, ihre Stimme voller Entschlossenheit, während sie ihre Stute in Trab setzte. Niobara folgte ihr, sie mussten ihr Wissen melden.

Falkenauge

Agentenbericht Einsatzgebiet: Dorf Gräfenweiche, Baronie Wasserburg, Markgrafschaft Perricum

Agent: Falkenauge Datum/Nacht: Letzte beobachtete Nacht im Schatten des Dorfes (Datum BF?)

Anmerkung des Kommandos: Falkenauge besitzt eine leichte magische Begabung, die Unsichtbarkeit und größere Sehschärfe verleiht

Bericht des Agenten:

Lagebericht:

Im nächtlichen Dunkel habe ich die anliegenden Flussschiffe untersucht. Die Schiffe Nixenstern und Eichenmaid lagen dicht beieinander. Ziel der Operation war es, den Frachtwechsel zwischen den beiden Schiffen zu beobachten.

Beobachtungen:

Frachttransfer: Drei Fässer, von den Handelnden lediglich als DIE Ware bezeichnet, wurden von der Eichenmaid auf die Nixenstern verladen. Über den Inhalt der Fässer wurde kein weiteres Detail preisgegeben.

Sekundäre Fracht: Zusätzlich wechselten mehrere größere Kisten zu Handelsgütern die Bordseite der Eichenmaid. In diesen Kisten befanden sich:

  1. . Leuenblut - trockener Rotwein
  1. . Gräfenweicher – Hartkäse aus Kuhmilch

Beteiligte Persönlichkeiten:

An Bord der Eichenmaid befindet sich die Kapitänin, die ihr Antlitz hinter einem Schleier verbirgt und somit an die sagenumwobenen Novadi erinnert. Ihre Kommunikation erfolgt in einem akzentfreien Garethi, was auf ihre Zugehörigkeit zu heimischen Handelskreisen hindeuten könnte.

Die Nixenstern wird vom bekannten Flusskapitän Viento Dreudwinder kommandiert, dessen Name und Ruf in Verbindung mit den Wasserstraßen des Darpat weithin bekannt sind.

Operation und Rückzug:

Unter Ausnutzung meiner Unsichtbarkeit gelang es mir, unbemerkt an Bord zu gelangen. Nachdem ich die Vorgänge dokumentiert hatte, verließ ich das Schiff, ohne meine Spuren zu hinterlassen. Kurzzeitig nach dem Frachtwechsel setzte die Nixenstern ihren Kurs landeinwärts fort, wohingegen die Eichenmaid in Richtung Perricum segelte.

3. Schlussfolgerungen und weitere Maßnahmen:

Die beobachteten Frachtwechsel deuten auf ein verdecktes Handelssystem hin, dessen Ziel und Inhalt – insbesondere bezüglich der mysteriös benannten DIE Ware – weiterer Aufklärung bedürfen. Die gezeigte Kooperation zwischen den beteiligten Kommandanten, insbesondere unter Einbeziehung gewöhnlicher Fracht wie Leuenblut und Gräfenweicher, sowie die geheimnisvolle Erscheinung der verschleierten Kapitänin der Eichenmaid legen nahe, dass dieser Frachtwechsel Teil eines größeren Netzwerks von Handels- und Schmuggelaktivitäten ist - wie vermutet. Weitere Ermittlungseinsätze in diese Richtung werden empfohlen, um das Ausmaß und die Hintergründe der Operation vollständig zu erfassen.

Unterschrift: Falkenauge

Lavaschleier

Bericht von Agent Lavaschleier

In jener kühlen Nacht, als der silbrige Dunst des Morgengrauens noch nicht die Finsternis vertrieb, spielte sich am Ufer nördlich des Marktes Mardramund in der Baronie Viehwiesen ein geheimnisvoller Handlungsstrang ab – jenem düsteren Schauspiel, das an der Grenze zur Baronie Hartsteen in den Schatten verborgen liegt. Das Flussschiff Nixenstern hatte hier seinen Anker geworfen, als ob es ein Geheimnis bewahren wollte. Unweit des Schiffes näherte sich in bedächtigem, gleichwichtigem Schritt ein großer Kastenwagen, gelenkt von einem bulligen Kutscher, der später als "Koloss" bekannt wird – ein Name, der seine körperlichen Stärke auf jeden Fall wiederspiegelt. An seiner Seite wirkte ein älterer Herr, bürgerlich gut gekleidet und mit einem markanten Schnauzbart, dessen würdevoller Blick und entschlossene Miene darauf hindeuteten, dass er an diesem Standort die Operation leitet.

In aller Stille wurden zwei Fässer – deren Inhalt von besonderer Bedeutung scheint, denn man sprach hier nur von DIE Ware – von der Nixenstern abgeladen und phexisch geschickt zwischen prall gefüllten Bierfässern in den Kastenwagen verbracht. Ohne ein einziges Wort setzte der Wagen seine Fahrt auf einer nahegelegenen Straße fort und steuerte zielgerichtet in Richtung Wandleth. Währenddessen gab ich, Lavaschleier, in einem wohlüberlegten und fast lautlosen Moment meinem vertrauenswürdigen Kollegen, Agent Graufeder, ein dezentes Zeichen, dem Wagen auf seinem nächtlichen Ritt zu folgen und so weitere Einzelheiten dieses Handelns zu dokumentieren.

Kaum war der Kastenwagen aus meinem Blickfeld verschwunden, hob die Nixenstern in einem fast lautlosen Akt ihre Segel und glitt den Weiten des Darpat hinunter – ihr Kurs führte sie geradewegs in Richtung Wasserburg. Der ältere Herr, der das geheimnisvolle Schauspiel mit lenkender Hand orchestriert hatte, verließ sogleich das Ufer und beeilte sich in die Dunkelheit. Meiner behutsamen Verfolgung folgte ich bis zum Markt Hartwalden, wo sich sein wahres Wesen offenbarte: Es war niemand Geringeres als der Marktmeister Geron Zollheus, was mir augenfällig die Beteiligung offizieller Amtspersonen an dieser dubiosen Schmuggelroute offenbarte.

Graufeder

VERSCHLÜSSELTER AGENTENBERICHT



Aktenzeichen: ORT-204XF (Operation Riesentränen)
Datum: Nachtphase TRA01

BEGINN DES BERICHTS:

1. Einsatzeinheit "GF" (Agent Graufeder) trat in Deckung und nahm Position ein, um den Transport "KOL-1" zu überwachen. Dieser wurde geführt von Operator "KOLOSS", dessen reduzierter kognitiver Signatur nicht vermochte, die Gesamtdynamik zu erfassen.

2. INITIALER KURS:
- Strecke verlief über Gebiet "ZW" (Zone: Zwergenstadt Wandleth) und passierte Punkt "ES" (Einstichstelle: Erlenstamm).
- Endziel erkennbar als "KG" (Koordinaten: Kaiserstadt Gareth).

3. WECHSELNDE RICHTUNG:
- In Region "AM" (Alriksmark) nahm "KOLOSS" den Kurs in Richtung "GM" (Gerbalsmark) und dann zum Markt "GB" (Grambusch) auf.
- An einem nahezu unsichtbaren Pfad im forstigen Areal (Kennung: GB-Delta) wurde eine Beobachtungsposition (WA-A) lokalisiert, an der zwei Sicherheits-Elemente Wachen ("WA-01" und "WA-02") stationiert waren. Ihre tierischen Begleiter (Einheit "PF", Pferde) waren an einem Baum verankert.

4. SITUATIONSVEREINBARUNG:
- Der Kutscher ("KOLOSS") präsentierte eine einfache, wortkarge Fassade, die in starkem Kontrast zu einer näher rückenden, kleinformatigen Einheit ("S1") stand – gelenkt von Schergen in maskierten Gewändern ("MG-01").
- Auffällig war das Element "MA-01" (Robust & kampferprobt), dessen Bewegungen auf militärische Ausbildung schlossen.

5. OPERATIVE BEOBACHTUNG:
- Ich, "GF", zog mich ins Unterholz zurück und annäherte mich schrittweise für beste Sichtverhältnisse unter dem flackernden Fackelschein (FS: Fackel Beobachtung).
- In diesem Licht wurde die Umpackaktion von zwei Fass-Komponenten ("BFx2") dokumentiert.
- Anschließend übernahm "KOLOSS" ein Goldsäckel, codiert als "DUK-G7" (geladen mit Goldmünzen), und setzte die Fahrt fort.

6. FOLGE UND IDENTIFIKATION:
- Die Route führte in die Nähe eines Wirtschaftsgebäudes beim Sektor "AW" (Schloss Auenwacht).
- "GF" hat den maskierten Agenten ("MA-01") weiterverfolgt, bis dessen Identität feststellbar war.
- Die Entschlüsselung ergab: Es handelte sich um "BM-O1" (Biermeister Oldinard von Weißenstein), eine Figur, um die seit langem Korruptionsgerüchte kursieren. "MA-01" gleich "BM-01"

SCHLUSSBEWERTUNG:
- Die Entdeckung dieses hochrangigen Elements und die begleitenden Abweichungen deuten an, dass kritische Machtstrukturen ins Kreuzfeuer geraten könnten. Gefahr Großfürst?
- Dringende Initiierung eines Spezialkommandos empfohlen, um mögliche Angriffe auf den Großfürsten abzuwehren.

ENDE DES BERICHTS

Operation Riesentränen

Schmugglernester zerschlagen – ein großer Erfolg der Reichsorgane!

Markgrafschaft Perricum – Von Calira Bernstein

Ein meisterhaftes Schauspiel der kaiserlichen Stärke und Koordination führte jüngst zur Zerschlagung einer berüchtigten Schmuggellinie, die sich von den Gewässern der Efferdstränen bis in das Herz des Reiches nach Gareth erstreckte. Die Kaiserlich-Garethische Informations-Agentur (KGIA), unter der Führung von Reichsvogt Leobrecht von Ochs, führte diese Operation mit beispielloser Präzision durch.

Zahlreiche Schmugglernester wurden in schneller Abfolge angegriffen, sodass den unrechtmäßigen Händlern kaum Gelegenheit blieb, ihre Machenschaften zu verschleiern.

Besonders hervorzuheben ist die Säuberung der Insel Berlenga, wo ein großer Umschlagsplatz der Schmuggler lokalisiert und zerstört wurde. Junker Regnard von Berlenga, ein zentraler Kopf des Netzwerks, wurde bei der Aktion getötet.

Seine Tochter, Olonia von Berlenga, Perlvögtin am Markgrafenhof zu Perricum, verweigerte jede Aussage zu den Taten ihres Vaters. Reichsvogt von Ochs stellte klar, dass keine Beweise vorlägen, die sie mit den Vergehen ihres Vaters in Verbindung brächten. Sie wird ihm als Junkerin von Berlenga nachfolgen.

Bei Pelkhafen fand ein erbitterter Schlagabtausch statt, bei dem die Schattenmuräne, das Schmugglerschiff, von der Perlenmeer-Karavelle Raubvogel gestellt wurde. Der tapfere Magier Zacharion Praioslieb, ein pflichtbewusster Pfeil des Lichts, opferte sein Leben im Kampf und nahm dabei die gefürchtete Borbaradianierin Bernfreda von Retoshügel mit sich in den Tod.

Nicht alle Operationen verliefen ohne Komplikationen: Das Flussschiff Eichenmaid konnte bei Gaulsfurt entkommen und wird nun im Golf von Perricum vermutet. Die Suche ist im Gange.

Ein besonderer Erfolg gelang jedoch bei Mardramund, wo das Schmugglerschiff Nixenstern aufgebracht wurde. Der Kapitän Viento Dreudwinder sowie Geron Zollheus, der Marktmeister von Hartwalden und Komplize in den illegalen Geschäften, wurden verhaftet.

Schließlich wurde der finale Schlag an der Endstation der Schmugglerlinie geführt. Die Agenten der KGIA vereitelten die Übergabe der Schmugglerwaren, was zu weiteren Verhaftungen des Furhmanns Phecario Dreudwinder und dem Tod des hochgestellten Oldinard von Weißenstein führte. Dieser war kein Geringerer als der Biermeister des Großfürstenhofes, eine Tatsache, die der garetischen Hofgesellschaft schwer zusetzt.

Das beschlagnahmte Schmuggelgut bestand aus Theriak und wertvollem Bernstein. Der Reichsgroßgeheimrat lobte die Operation als vollen Erfolg. Das Theriak wird nun der Firun-Kirche, die Bernsteine der Praios-Kirche übergeben, sowie es in dem Vertrag von Mantrash'Mor 1041 BF vereinbart wurde.

Die aufgebrachten Schiffe Schattenmuräne und Nixenstern werden der Perlenmeerflott überstellt und finden ihren Heimathafen in Praioshaven auf den Efferdstränen. Sie werden neu bemannt und sollen nun bei dem Kampf gegen weitere Schmuggelrouten eingesetzt werden.

Die Reichsorgane haben einmal mehr ihre Stärke und Entschlossenheit unter Beweis gestellt. Möge dies eine Mahnung sein, dass Verbrechen keinen Platz im ruhmreichen Reich haben!