Garetien:Stadt Nattergrund

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Politik:
Obrigkeit:
Bürgermeisterin Refardeona Oxentrieb von Nattergrund (seit 1037 BF)
Einwohner:
800
Infrastruktur:
Tempel:
Hesinde-Tempel zu Nattergrund (5 EW) , Peraine, Travia
Landschaft:
Sonstiges:
Kurzbeschreibung:
größte Stadt der Baronie Nettersquell, in ständiger Konkurrenz zur benachbarten Stadt Praioslob
Briefspiel:
Ansprechpartner:
unbespielt
Kennziffer:
Gar-VI-07-6
Tempel.svg   


Die Stadt Nattergrund erhielt ihre Stadtrechte zur Zeit der Gräfin Fridega von Ruchin. Das Königshaus sichert diese auch heute noch - sehr zum Missfallen des Nettersqueller Barons.

Blick aufs Nattergrunder Stadttor

Mit Bedächtigkeit schlängelt sich der Fluss Efferdsquell, ein Nebenarm der Natter, durch die liebliche Landschaft der Goldenen Au im Norden der Baronie Nettersquell. Da, wo die Strasse von der Reichsstadt Hartsteen in den Süden über den Efferdsquell führt, hat sich an der alten Zollbrücke die Stadt Nattergrund gebildet. Mit rund 1000 Einwohnern ist Nattergrund die grösste Stadt der Baronie Nettersquell.

Verschont von allen Wirren und Kriegen der letzten Hundert Götterläufe und dank der fruchtbaren Erde sowie den milden klimatischen Verhältnissen leben hier die Leute ohne Sorgen. Die Bauern aus der näheren Umgebung bieten an jedem Efferdstag ihr reichhaltiges Angebot an Getreide, Obst, Gemüse und Fleisch feil und decken sich bei den hiesigen Handwerksleuten mit Gütern des täglichen Bedarfs ein oder lassen ihre landwirtschaftlichen Geräte ausbessern. Die zahlreichen Durchreisenden schätzen das gute Essen, die Gastfreundschaft und die komfortablen Zimmer der verschiedenen Gasthöfe.

Dass sich die Bürgerinnen und Bürger von Nattergrund nicht immer sicher fühlen konnten, davon zeugen die trutzige Stadtmauer sowie der Wehrturm, die auf die Zeit der Priesterkaiser zurückgehen. Doch längst haben diese ihre strategische Bedeutung verloren, viele Häuser befinden sich ausserhalb der ehemaligen Begrenzungen. Hier finden sich auch die wohlhabenderen Bürger, die der qualvollen Enge und den schmalen Gassen entflohen und die grosszügigeren Platzverhältnisse ausserhalb der Stadtmauern zu schätzen wissen.

Doch die Idylle, die Nattersquell auf Aussenstehende ausstrahlt, wird von dem ewigen Gezanke zweier der einflussreichsten Familien gestört. Die Müllersfamilie "Gutkorn" beschuldigt die Familie des Viehhändlers "Oxentrieb", deren Vorfahre habe kranke und schwache Ochsen verkauft, die schon wenige Tage, nachdem sie zum Drehen des Mühlrads eingespannt wurden, verendeten. Die Familie des Viehhändlers weist die Beschuldigung von sich und unterstellt ihrerseits der Müllersfamilie, mit Kornfäule verseuchtes Futter geliefert zu haben, an denen die Ochsen elendiglich eingingen. Wer nun Recht hat, weiss niemand mehr. Zu lange ist der Grund des Streites in den Nebeln der Vergangenheit entschwunden. Doch seit diesem Tag ist die Stadt in zwei Lager gespalten. Und das lassen sich die beiden verfeindeten Parteien im täglichen Zusammenleben spüren. Unflätige Beleidigungen und obszöne Gesten sind dabei nur die harmlosen Missgunstbekundungen. Kein Fest geht ohne wüste Keilerei zwischen den beiden Lagern zu Ende. Fast scheint es so, dass der Streit zwischen den beiden Familien nur als Vorwand dient, die herrschende Langeweile und den Alltagstrott aufzulockern, indem man sich blutige Nasen schlägt.

Wer nun glaubt, die Stadtgemeinschaft sei vollends zerrüttet, der täuscht sich. Eines eint sie wie Pech und Schwefel: der Hass auf die Bürger von Praioslob. Es vergeht kaum eine Gelegenheit, an denen Fremde nicht vor den Pfaffensäcken im Süden gewarnt werden, die meinen, etwas Besseres zu sein.