Geschichten:Fuchs und Stier - Epilog

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Dramatis personae:


Wasserburg, einige Tage später, am 23. Rahja 1034 BF

Nach einem langem Tag auf dem Pferd ritt Ciarda durch das Stadttor Wasserburgs und begab sich sogleich zum Schloß. Die Wachen am Tor waren Büttel der Stadt gewesen, doch am Eingang zum Schloß erkannte sie die beiden Gardisten als ihre Soldaten, die Cordovan ausgeliehen hatte.

Offenbar hatte er mit seiner Aktion Erfolg gehabt.

„Rondra zum Gruß, Hauptfrau!“, grüßten diese mit dem Kriegergruß, als sie sie erkannten.

Ciarda antwortete ebenfalls mit der Faust auf dem Herzen und saß ab.

„Wo finde ich Leutnant Keres?“, fragte sie.

„Im Gasthaus Menderheims Keller“, gab der Soldat zur Antwort. „Dort hat er sich einquartiert.“

„Nicht im Schloß?“

„Nein, Hauptfrau.“

„Nun gut, kümmert Euch um mein Pferd.“ Ciarda gab dem Soldaten die Zügel ihres Pferdes und begab sich sodann zum Gasthaus.

Dieses fand sie dann auch neben dem Rondratempel und trotz des Namens befand sich der Schankraum keineswegs im Keller, sondern war ebenerdig.

Darin sah sie mehrere ihrer Soldaten, wie sie Bier tranken und lärmten. In einer Ecke des Raumes erblickte sie auch Cordovan, wie er mit einigen von ihnen um Geld würfelte. Auch dieser Zackenberger Leutnant war am Tisch, spielte aber offensichtlich nicht mit, sondern trank stattdessen lieber seinen Wein und gab spöttische Kommentare.

Als der Zackenberger Ciarda dann erblickte, sprang er förmlich auf und salutierte. „Rondra zum Gruß, Hauptfrau!“, sagte auch er mit der Faust auf dem Herzen. Auch die anderen Soldaten sprangen auf und salutierten. Cordovan sah erst verwundert auf die Männer und blickte sich dann stirnrunzelnd um.

„Ah, Ihr seid es“, lächelte er dann. „Setzt Euch doch zu uns. Wollt Ihr auch ein Spielchen wagen?“

„Nein, danke“, sagte sie und setzte sich hinzu. „Wie ich sehe hattet Ihr mit Eurer Aktion Erfolg.“

„Und ob“, antwortete Cordovan. „Der Baron ist zwar nicht erfreut gewesen, aber wir haben uns mit ihm arrangiert. Unser neuer Ansprechpartner für die wasserburger Truppen ist nun Junker Marnion von Kelsenstein. Ich würde ihn gerne für den Kaiser-Rauls-Schwerter-Abzeichen vorschlagen. Er war uns eine große Hilfe.“

„Da werdet ihr wohl mit dem Heermeister selbst reden müssen. Legt Euch schon einmal Argumente zurecht.“ Ciarda konnte sich ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen. „Allerdings wird bald eine Geweihte aus der Löwenburg hier eintreffen, die vorsichtshalber als Schlichter berufen wurde und auch sein Vertrauen genießt“, berichtete Ciarda dann weiter. „Und nun, da Eure Aktion erfolgreich verlief, werde ich das Kommando über meine Männer wieder übernehmen.“

Cordovan breitete die Arme aus. „Die Männer gehören Euch.“

„Und ich soll Euch ausrichten“, fuhr Ciarda fort, „daß Ihr Euch wieder Euren ursprünglichen Auftrag zuwenden sollt: Es gibt noch andere Barone, die ihr aufzusuchen habt. Aber – und auch das soll ich Euch ausrichten – Ihr sollt Euch dabei auf diplomatische Mittel beschränken. Unter der Hand … Ihr solltet das Ernst nehmen.“

„Aber natürlich. Meine nächste Station ist Gnitzenkuhl. Seid ihr sicher, daß ihr nicht mitspielen wollt?“