Geschichten:Oh, mein gülden Raulsfeld - Gute Arbeit

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Praios 1034 BF - Kaiserlich Ochsenblut, Raulsfeld, Junkersgut Raulsgard


Dramatis Personae:

Praiowart von Feuerfang, Edler von Kuppelblick und Gatte Lomena von Sturmfels-Feuerfang


"Gute Arbeit.", dachte er sich zufrieden.

Nur zwei Tage nach Lomenas Abreise in Richtung Bärenau hatte er das Gefühl ihren "Fehltritt" schon fast wieder ausgebügelt zu haben. Er hatte schon vor ca. einer Woche Schreiben an die Isppernbergs und Treunbrücks aufgesetzt und verschickt um diesen, der tradionellen Verbündeten seiner Familie und vorallem Falcorias, den Wind ausden Segeln zu nehmen. In dem er sie an alte Bunde mit der Familie Feuerfang, also auch ihm, und Falcorias eigenen Fehltritt erinnert hatte, bevor diese überhaupt von der ganzen Sache erfahren würden. Das würde sie zwar nicht gänzlich ruhig stellen, aber würde ihm und natürlich Lomena, dachte er sich mit einem Schmunzeln, etwas Ruhe und Zeit verschaffen.

Diese hatte er auch schon gut genutzt. Das Treffen was er eben abghalten hatte war zu seiner vollen Zufriedenheit verlaufen. Die Gäste waren Raulafan Brauhus, seine Adjutantin Brandane von Arkenaue, Voltan Praiosfried von Heiterfeld, seine Schwester Rimiona von Heiterfeld und Rudegar von Sturmfels under hatte alles sehr gut vorbereitet.

Er fuhr ein feines, traditionlles Mahl auf um dann in ungezwungener Atmosphäre "zufällig" über dies und jenes zu plaudern, die Themen hatte er sich vorher gut zurecht gelegt und er war ein gewandter Redner, der es verstand ein Gespräch geschickt zu lenken, auch wenn das bei den recht sprunghaften Heiterfelds nicht immer ganz einfach war. Er lächelte wieder ob dieser Erinnerung. Er war gut mit dem Junker von Heiterfeld ausgekommen, obwohl so unterschiedlich, mochte Praiowart den heiteren Mann, aber wer mochte ihn nicht, er war durchaus beliebt und einflussreich in Ochsenblut und vestand sich ebenfalls mit allen recht gut, außerdem war Heiterfeld recht ertragreich, zusammen mit Raulsfeld und Mückenhang wohl das wohlhabenste Junkertum. Um so stolzer war Praiowart auf sich mit dem gutmütigen von Heiterfeld einige Privilegien ausgehandelt zu haben, natürlich ganz nebenbei. Es sollte von nun an eine engere Verbindung zwischen Heiterfeld und Raulsfeld geben.

Auch mit den Praioten hatte Praiowart sich den Abend gut verstanden und nocheinmal die gute und wichtige Zusammenarbeit zwischen dem Junkertum und der hier allgewärtigen Praios- und Ucuri-Kirche bekräftigt und auch hier eine noch bessere Kommunikation versprochen, anbei hatte er noch eine kurze Debatte zu den harten Predigten seiner Schwester in Kuppelblick mit seiner Gnaden geführt, natürlich von einem völlig neutralen Standpunkt aus. Er schmunzelte wieder. Ein voller Erfolg.

Nur mit dem Vetter Lomenas war er nicht ganz warm gelaufen, natürlich hatte man gepflegte Konversation betrieben und sich ausgelassen unterhalten, aber Praiowart wurde das Gefühl nicht los, das dieser Mann etwas in der Hinterhand hielt und sich oft kleiner machte als er es eigentlich war und er war zweifelsohne ein guter Redner und geschickter Politiker, was Praiowart noch etwas aufmerksamer hatte werden lassen. Er würde dieses Mann im Auge behalten, soviel war sicher.

Nichtsdestotrotz, war Praiowart sehr zufrieden mit sich und dem Treffen und Lomena würde es auch sein, auch wenn sie davon erst später etwas merken würde. Nun würde er nur noch ein paar SChriftstücke aufsetzen um am morgigen Tage alles dingfest zumachen und dann zu Bett gehen, er war müde und morgen würde man sich noch zu einem gemütlichen Frühstück treffen, dort musste er ausgeschlafen sein, er wollte ja seinen Erfolg noch etwas vertiefen. Noch einmal schmunzelte er und nahm dann die Feder zur Hand.

"Gute Arbeit.", dachte er nocheinmal.



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