Geschichten:Kunde aus Nebachot/Perricum 3

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Teil III – Über Wiesen und Auen

Immer wieder musste die kleine Gruppe aus Eslamsgrund nebachotischen Patrouillen, darpatischen Flüchtlingen, raulschen Gardesoldaten und den vielen Händlern und Reisenden ausweichen, die trotz, oder gerade wegen den Unruhen im Norden die Straßen und Wege der Grafschaft bevölkerten. Mürrisch verbrachten sie oftmals die Tage in einem dichten Hain, abgelegenem Tal oder nahegelegenem Wald um nicht gesehen, oder noch schlimmer erkannt zu werden. Die komfortablen Herbergen mieden sie daher ebenso wie die vielen Gehöfte. Zu wichtig war es ihnen doch, unerkannt nach Brendiltal zu kommen.

”Wenn Eslam uns vorher entdeckt, oder von unserem Ritt gen Brendiltal erfährt, dann ist alles aus.” erläuterte der Gallsteiner sachlich. ”Sein Einfluss, gerade bei den Nebachoten ist, oder zumindest war er es noch vor kurzem, sehr hoch.”

”Ja, doch vielleicht sollten wir uns in Haselhain etwas umhören?” warf der Streitziger ein, während er nachdenklich an seiner Pfeife zog. ”Aber wahrscheinlich würden wir dort dann doch entdeckt und verraten werden.”

”Damit steht der Kurs also ganz klar, Brendiltal!” Stellte der Höllenwaller fest und niemand widersprach ihm. Claudio seufzte einmal mehr. “Auf der anderen Seite hätte es auch Vorteile, wenn man uns entdecken würde.”

Die Köpfe der anderen Reiter zuckten herum. “Seid Ihr von Sinnen, Vogt?” fauchte Yendor von Limpurg, doch der Horasier wich den messerscharfen Blicken seines Herren aalglatt aus. “Wir könnten dann unseren steigenden Unmut schon ein wenig mit nebachotischem Blut abkühlen und außerdem würde es meinen persönlichen Unmut, über die mangelnde standesgemäße Unterkunft etwas besänftigen.”

"Horasier!" dachte Wulfhard von Streitzig. "Dem würde etwas Wehrheimer Schule gut tun, dort würde man ihm auch etwas Selbstbeherrschug lehren. Wenn es denn noch stünde." “Ich ziehe es vor, wenn wir erst auffallen, nachdem wir Brendiltal erreicht haben – dann werden wir noch genug Ärger bekommen.” Malepartus ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass es alles andere als einfach werden würde. Die Reiter lenkten ihre Pferde weiter voran, fernab von großen Strassen und viel genutzten Wegen und schon bald würden sie Brendiltal erreicht haben. Unterwegs begann Wulfhard wieder zu grübeln: " Was mochte n diesen Mann gefahren sein, das er sich zum Sultan von Nebachot ausrief? Der Mann den er vor zwei Götterläufen auf dem Weg zum Allaventurischen Konvent getroffen hatte war ihm zwar eigenwillig erschienen, jedoch das...." Seine Hand glitt nachdenklich zu dem Dolch den ihm Eslam damals geschenkt hatte.



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3. Tra 1028 BF
Über Wiesen und Auen
Nebachotische Tradition


Kapitel 3

In Brendiltal
Autor: Unbekannt