Geschichten:Reichsforster Ränke - Der Hirsch soll bluten!: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Handlungsort ist::Garetien:Burg Trollhammer|Burg Trollhammer]], 24. Tsa 1043
"... und daher fordere ich von Euch die Summe von 17000 Dukaten, die ihr mir als Nachfolger Eures [[Briefspieltext mit::Garetien:Mevis von Hirschfurten|Vaters]], der Schuldner meines [[Briefspieltext mit::Udilbert d.Ä. von Hardt|Vaters]] war, inklusive Zins und Zinseszins zurückzuzahlen habt. Ich gebe Euch Zeit bis zum 30. Phex 1043 BF. Bis dahin muss die Summe auf [[Ortsnennung ist::Garetien:Pfalz Randersburg|Pfalz Randersburg]] eingegangen sein. Damit ist Eure Schuld dann beglichen!
Hochachtungsvoll, [[Hauptdarsteller ist::Garetien:Udilbert von Hardt|Udilbert von Hardt]], Pfalzgraf zu Randerburg"
[[Hauptdarsteller ist::Garetien:Tsaiane von Talbach|Tsaiane von Talbach]], die von [[Hauptdarsteller ist::Garetien:Nimmgalf von Hirschfurten|Nimmgalf]] eiligst nach Burg Trollhammer einbestellt worden war, las den jüngst eingetroffenen Brief des Pfalzgrafen noch ein zweites mal. Dann sah sie Nimmgalf mit großen Augen an.
"Der will tatsächlich 17000 Dukaten von dir?"
"Ja!" Nimmgalf war immer noch bleich. "Der ist doch völlig wahnsinnig!"
"Und... das alles wegen einer alten Schuldsumme, die dein Vater damals bei seinem Vater aufgenommen hatte? Warum konnte der ihm überhaupt so viel Geld leihen?"
"Ich hab keine Ahnung! Für 5000 Dukaten kann man doch den halben Windhag kaufen! Der muss irgendwelche krummen Geschäfte gemacht haben. Keine Ahnung, wirklich. Ich kannte ihn ja kaum."
"Wieso Windhag?" Tsaiane sah ihn fragend an.
"Mein Vater war früher dort oft zugegen. Dort hat er auch meine [[win:Antara von Widdernhall|Mutter]] kennen gelernt und schließlich mit hierher gebracht. Außerdem kannte er Udilbert, der damals Vogt von Gräflich Greifenklamm war, über meinen Onkel [[Briefspieltext mit::Garetien:Radulf von Hirschfurten|Radulf]], bei dem Udilbert sogar Knappe war. Der Jüngere, nicht der Ältere. Und er - der Ältere - war mit der [[Briefspieltext mit::Garetien:Josline von Eslamsgrund|Schwester]] von [[Briefspieltext mit::Garetien:Irnfrede von Luring-Hirschfurten|Irnfredes]] [[Briefspieltext mit::Garetien:Simiona von Eslamsgrund|Oma]] verheiratet, die so hieß wie meine... ich will [[Briefspieltext mit::Garetien:Simiona di Silastide-Marvinko|ihren]] Namen nicht aussprechen!"
"Äääh, ja. Verstehe... glaub ich." Tsaiane kratze sich an der Stirn.
Nimmgalf seufzte: "Ich kann nicht mal eben 17000 Goldstücke zahlen, dazu müsste ich Teile meiner Baronie verpfänden. Meine Minen werfen kaum noch was ab, wie soll ich..."
"Nun beruhige dich erstmal. Du sagtest doch, dass du den Älteren kanntest, wenn auch nur flüchtig. Wann hast du ihn denn mal gesehen?"
Nimmgalf überlegte: "Das...das muss noch damals in Leihenbutt gewesen sein... ach ja! Jetzt fällt es mir wieder ein. Er war bei mir auf der [[Ortsnennung ist::Garetien:Burg Leihenbutt|Burg]] zu Gast, und ja, er sagte auch was von den noch ausstehenden Schulden. Aber dann..." Nimmgalf stockte.
"Dann?"
"Ich weiß noch, dass er mit uns auf einen Jagdausritt gegangen ist, wo er einen ziemlich üblen Unfall hatte. Ich kann nicht genau sagen wie es passiert ist, da ich gerade auf der Pirsch war. Wir brachten ihn verletzt nach Burg Leihenbutt zurück, damit sich ein Heiler um ihn kümmern konnte. Er lag noch eine Weile siech darnieder, und starb dann schließlich."
"Merkwürdiger Zufall, oder?" fand Tsaiane.
"Si..." er machte eine Pause "Simiona?" fragte sie.
Er nickte. "Ja. Sie war völlig... in Tränen aufgelöst. Dabei kannte sie ihn doch gar nicht. Damals waren wir noch nicht verheiratet, und ich war noch ziemlich naiv. Ich hatte keine Ahnung was sie für eine falsche Schlange war, das hab ich erst viel später realisiert."
"Du glaubst, dass sie dahinter gesteckt hat?" fragte sie.
Er nickte. "Möglicherweise ja. Würde ich zumindest nicht völlig ausschließen."
Tsaiane seufzte. "Wenn das stimmt, dann sitzt du wirklich übel in der Tinte!"
"Jetzt mach mir keine Angst!" Nimmgalf machte große Augen.
"Und bislang hat keiner die noch ausstehende Summe bei dir eingefordert?"
Nimmgalf schüttelte den Kopf. "Das ist alles schon sehr lange her, fast 20 Götterläufe. Ich hatte die Sache schon völlig aus dem Gedächtnis verdrängt."
"Kannst du dich an noch irgendwas von eurer Begegnung damals erinnern?"
Nimmgalf überlegte fieberhaft, und da fiel ihm noch was ein:
"Ich weiß nur noch, dass Simiona was zu mir sagte, dass ich mir um die Schulden keine Sorgen mehr zu machen bräuchte, sie hätte sie aus der Welt geschafft."
Tsaiane dachte nach. "Dumm war sie ja nicht gerade. Sie würde so was nicht sagen, ohne wirklich was in der Hand zu haben."
"Tja, leider - oder zum Glück - können wir sie jetzt nicht mehr fragen!", stellte Nimmgalf zynisch fest.
"Was ist mit Simionas Sachen passiert? Dokumente, Korrespondenz, usw?"
"Das meiste hat die Inquisition nach der gründlichen Durchsuchung der Burg mitgenommen und vermutlich verbrannt oder für immer weggesperrt. Da war viel übles Zeug dabei. Schwarze Magie und götterlästerliche Schriften, verdorben bis ins Mark. Aber ich weiß noch, dass mir Vogt [[Briefspieltext mit::Garetien:Rondred von Derrelsbach|Rondred von Derrelsbach]], der die Baronie nach Si...mionas Ableben noch eine Weile verwaltet hat bevor [[Briefspieltext mit::Garetien:Junkobald von Hirschfurten|Junkobald]] sie dann bekam, mir eine kleine Kiste zugeschickt hat mit ein paar Briefen, die er noch in einem Schreibtisch Simionas gefunden hatte. Eine Schublade hatte anscheinend einen doppelten Boden. Die kannte wirklich jeden Kniff."
"Und hast du die noch?"
"Eigentlich wollte ich die direkt verbrennen, aber vorher wollte ich da noch einen Blick drauf werfen... hab ich aber bis heute nicht gemacht", gab Nimmgalf etwas zerknirscht zu. "Ich konnte es einfach nicht."
Erneut seufzte Tsaiane. "Und wo ist diese Kiste jetzt?"
Nimmgalf sah sie mit großen Augen an: "... keine Ahnung!"
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|Titel=Der Hirsch soll bluten!
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Aktuelle Version vom 22. Januar 2026, 12:30 Uhr

Burg Trollhammer, 24. Tsa 1043

"... und daher fordere ich von Euch die Summe von 17000 Dukaten, die ihr mir als Nachfolger Eures Vaters, der Schuldner meines Vaters war, inklusive Zins und Zinseszins zurückzuzahlen habt. Ich gebe Euch Zeit bis zum 30. Phex 1043 BF. Bis dahin muss die Summe auf Pfalz Randersburg eingegangen sein. Damit ist Eure Schuld dann beglichen!

Hochachtungsvoll, Udilbert von Hardt, Pfalzgraf zu Randerburg"

Tsaiane von Talbach, die von Nimmgalf eiligst nach Burg Trollhammer einbestellt worden war, las den jüngst eingetroffenen Brief des Pfalzgrafen noch ein zweites mal. Dann sah sie Nimmgalf mit großen Augen an.

"Der will tatsächlich 17000 Dukaten von dir?"

"Ja!" Nimmgalf war immer noch bleich. "Der ist doch völlig wahnsinnig!"

"Und... das alles wegen einer alten Schuldsumme, die dein Vater damals bei seinem Vater aufgenommen hatte? Warum konnte der ihm überhaupt so viel Geld leihen?"

"Ich hab keine Ahnung! Für 5000 Dukaten kann man doch den halben Windhag kaufen! Der muss irgendwelche krummen Geschäfte gemacht haben. Keine Ahnung, wirklich. Ich kannte ihn ja kaum."

"Wieso Windhag?" Tsaiane sah ihn fragend an.

"Mein Vater war früher dort oft zugegen. Dort hat er auch meine Mutter kennen gelernt und schließlich mit hierher gebracht. Außerdem kannte er Udilbert, der damals Vogt von Gräflich Greifenklamm war, über meinen Onkel Radulf, bei dem Udilbert sogar Knappe war. Der Jüngere, nicht der Ältere. Und er - der Ältere - war mit der Schwester von Irnfredes Oma verheiratet, die so hieß wie meine... ich will ihren Namen nicht aussprechen!"

"Äääh, ja. Verstehe... glaub ich." Tsaiane kratze sich an der Stirn.

Nimmgalf seufzte: "Ich kann nicht mal eben 17000 Goldstücke zahlen, dazu müsste ich Teile meiner Baronie verpfänden. Meine Minen werfen kaum noch was ab, wie soll ich..."

"Nun beruhige dich erstmal. Du sagtest doch, dass du den Älteren kanntest, wenn auch nur flüchtig. Wann hast du ihn denn mal gesehen?"

Nimmgalf überlegte: "Das...das muss noch damals in Leihenbutt gewesen sein... ach ja! Jetzt fällt es mir wieder ein. Er war bei mir auf der Burg zu Gast, und ja, er sagte auch was von den noch ausstehenden Schulden. Aber dann..." Nimmgalf stockte.

"Dann?"

"Ich weiß noch, dass er mit uns auf einen Jagdausritt gegangen ist, wo er einen ziemlich üblen Unfall hatte. Ich kann nicht genau sagen wie es passiert ist, da ich gerade auf der Pirsch war. Wir brachten ihn verletzt nach Burg Leihenbutt zurück, damit sich ein Heiler um ihn kümmern konnte. Er lag noch eine Weile siech darnieder, und starb dann schließlich."

"Merkwürdiger Zufall, oder?" fand Tsaiane.

"Si..." er machte eine Pause "Simiona?" fragte sie.

Er nickte. "Ja. Sie war völlig... in Tränen aufgelöst. Dabei kannte sie ihn doch gar nicht. Damals waren wir noch nicht verheiratet, und ich war noch ziemlich naiv. Ich hatte keine Ahnung was sie für eine falsche Schlange war, das hab ich erst viel später realisiert."

"Du glaubst, dass sie dahinter gesteckt hat?" fragte sie.

Er nickte. "Möglicherweise ja. Würde ich zumindest nicht völlig ausschließen."

Tsaiane seufzte. "Wenn das stimmt, dann sitzt du wirklich übel in der Tinte!"

"Jetzt mach mir keine Angst!" Nimmgalf machte große Augen.

"Und bislang hat keiner die noch ausstehende Summe bei dir eingefordert?"

Nimmgalf schüttelte den Kopf. "Das ist alles schon sehr lange her, fast 20 Götterläufe. Ich hatte die Sache schon völlig aus dem Gedächtnis verdrängt."

"Kannst du dich an noch irgendwas von eurer Begegnung damals erinnern?"

Nimmgalf überlegte fieberhaft, und da fiel ihm noch was ein:

"Ich weiß nur noch, dass Simiona was zu mir sagte, dass ich mir um die Schulden keine Sorgen mehr zu machen bräuchte, sie hätte sie aus der Welt geschafft."

Tsaiane dachte nach. "Dumm war sie ja nicht gerade. Sie würde so was nicht sagen, ohne wirklich was in der Hand zu haben."

"Tja, leider - oder zum Glück - können wir sie jetzt nicht mehr fragen!", stellte Nimmgalf zynisch fest.

"Was ist mit Simionas Sachen passiert? Dokumente, Korrespondenz, usw?"

"Das meiste hat die Inquisition nach der gründlichen Durchsuchung der Burg mitgenommen und vermutlich verbrannt oder für immer weggesperrt. Da war viel übles Zeug dabei. Schwarze Magie und götterlästerliche Schriften, verdorben bis ins Mark. Aber ich weiß noch, dass mir Vogt Rondred von Derrelsbach, der die Baronie nach Si...mionas Ableben noch eine Weile verwaltet hat bevor Junkobald sie dann bekam, mir eine kleine Kiste zugeschickt hat mit ein paar Briefen, die er noch in einem Schreibtisch Simionas gefunden hatte. Eine Schublade hatte anscheinend einen doppelten Boden. Die kannte wirklich jeden Kniff."

"Und hast du die noch?"

"Eigentlich wollte ich die direkt verbrennen, aber vorher wollte ich da noch einen Blick drauf werfen... hab ich aber bis heute nicht gemacht", gab Nimmgalf etwas zerknirscht zu. "Ich konnte es einfach nicht."

Erneut seufzte Tsaiane. "Und wo ist diese Kiste jetzt?"

Nimmgalf sah sie mit großen Augen an: "... keine Ahnung!"


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Texte der Hauptreihe:
24. Tsa 1043 BF zur mittäglichen Efferdstunde
Der Hirsch soll bluten!
Dachbodenfund


Kapitel 2

Autor: Nimmgalf