Geschichten:Von Umbruch und unruhigen Zeiten - Blut und Tränen

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Meine liebste Freundin,
 
 
 
 
voller Trauer musste ich zuschauen, wie der Blut getränkte leblose Körper meines Neffens Ardor durch die Burgtore von Ferkinaschreck geleitet wurde.

Er und seine Mannen waren ausgeritten, um am Fuße des Walls für Ordnung zu sorgen. Die Trommeln der Ferkinas hallten seit Wochen vom Berge hinab in die Ebene. Es rumorte bei den Wilden.

Daher entschied ich meinen besten Kämpfer auszusenden, um den Wilden den Gar auszumachen.

Doch meine Liebste, ich habe die Situation wohl unterschätzt. Ardor ritt in einen Hinterhalt und wurde getötet. Bitte überbringe Deiner Tochter Leonora die schrecklichen Neuigkeiten vom Ableben ihres Gatten.

Ich weiß die Beiden konnten sich nicht ausstehen, dennoch gebiert es sicher die Höflichkeit sie davon in Kenntnis zu setzen. Er wurde bereits nach den Riten des Walls bestattet. So wie wir es immer hier handhaben.

Oh Hilda, ich hätte es besser wissen müssen. Solange bin ich schon Herrin in Weißbarun. Ich wusste Ferkinas sind immer gefährlich. Wie konnte ich das bloß ausblenden. Als wäre ich verflucht, alles was ich zurzeit anpacke, misslingt. Die Götter strafen mich!

Die Ferkinahatz 1025 BF hätte mir vor Augen schweben sollen. Damals mit den Eslamsgrundern Gallstein und Höllenwall, Boron habe ihn selig, zogen wir aus, um kurzen Prozess mit den Wilden zu machen.

Hilda sei Dir gewiss, mein Schwert ist voll Blut getränkt und hat den Tod meines Neffen gerächt. Keiner der wilden Brut weilt mehr auf dem Deresrund. Mörderisches, diebisches Pack. In ihrem Lager fand ich etliches an Gold, sie schienen wohl auf Raubzügen gewesen zu sein.

Seinen Sohn Leomir habe ich nun unter meiner Obhut. Ich bitte Dich, ihn auch weiterhin in Weißbarun zu lassen, auf dass ich ihn zu einem Recken des Walls ausbilden kann. Er soll dem Weg seines Vaters folgen und nicht in den Villen Elenvinas verzogen werden.

Oh Hilda, das Leben stellt mich diesen Zeiten auf eine schwere Probe. Erst der Tod Reinhildas und ihres Sohnes, jetzt auch noch Ardor. Dazu der Verlust von Rash Lamashu, den ich immer noch nicht verarbeitet habe, und die horrenden Strafzahlungen nach unserer Fehde.

Die Kaiserin straft mich, doch wofür? Der Markgraf straft mich härter, als alle anderen seiner Vasallen, doch wieso? Die Götter strafen mich, warum?

Es würde mein Herz erfreuen, wenn Du mich in naher Zukunft auf Ferkinaschreck besuchen und mir Deinen Beistand zu Teil kommen lassen würdest.
 
 
 
 
Gidiane

Gegeben im Hesinde 1043 BF, Baronie Weißbarûn



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14. Hes 1043 BF
Blut und Tränen
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Kapitel 9

Autor: Treumunde