Pulether Fehde - Teil 19: Lasst sie büßen!

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Burg Ebenhain, 20. Peraine 1029 BF

Die Tür wurde laut geöffnet. Herein kam Kelnian von Windischgrütz. Er schaute sehr finster. Eleona schaute ihn herausfordernd an. Wutschnaubend gab er ihr eine Ohrfeige, so dass sie zu Boden stürzte. „Eure Familie hat Euch im Stich gelassen!“ sprach er voll Verachtung.

Eleona wischte sich Blut aus dem Mundwinkel. „Wenn sie Euch so in Rage versetzen, dann können sie nicht viel falsch machen.“

Kelnian beugte sich zu ihr herab. „Ich glaube, Ihr habt mich nicht verstanden! Euere Vetter besitzt die Dreistigkeit, die Stadt Hartsteen anzugreifen, obwohl ich ihn darum gebeten habe, keine Kampfhandlungen zu unternehmen. Und Eure Tante ist auf dem Weg hierher!"

Eleona schaute auf: „Ich hoffe, dass sie Euch Euren Wanst aufschlitzt.“

Kelnian wirkte belustigt. „Bevor es dazu kommt, wird Euer Vetter von den Truppen Graf Luidors vernichtet. Euer Bruder hat sich feige zu diesem Bastard Geismar begeben und macht sich aus Angst in die Hosen.“

„Lügner!“

Kelnian lachte. „Mitnichten! Und Eure Tante wird Ebenhain nicht lebend betreten. Ihr habt verloren!“

Eleona lächelte müde. „Ihr seid ein schlechter Lügner! Hadrumir hat Euch wahrscheinlich erneut eine schlimme Niederlage zugefügt. Mein Bruder sammelt Truppen zusammen, während Jolea mit ihren Truppen in Eilmärschen auf Ebenhain zuhält. Und Ihr, Ihr habt nicht genug Männer und die, die Ihr habt, sind solche Weicheier wie Ihr.“

Kelnian grinste diabolisch, so dass Eleona für einen kurzen Moment ein Schauer über den Rücken lief. ’Konnte es sein, dass er doch die Wahrheit sprach?’

„Da Ihr schon meine Männer ansprecht. Sie sind in der Tat ein wenig demotiviert! Tragt doch bitte Sorge dafür, dass ihre Moral sich bessert.“ Eleona verstand nicht, was Kelnian von ihr wollte, als er laut nach der Wache rief.

Fünf Männer betraten den Raum. Kelnian wandte sich ihnen zu: „Sie gehört Euch!“

Eleona glaubte, sich verhört zu haben. „Das könnt Ihr nicht tun!“

Mit leichtem Schritt begab sich Kelnian zur Tür. „Viel Spass!“ richtete er sich an seine Männer. Bevor die Tür sich schloss, konnte er sehen, wie seine Männer die Edle von Schwingenfels packten und zum Bett zerrten.