Durchsiebe die Asche

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»Horulf

»Hm.«

»Exzellenz?«

»Was gibt es, Fridega

»Ihr habt gesagt, ich dürfte von Euch etwas fordern, wenn die Haffax-Verräter gefunden sind und ich alles von Euch gelernt habe, was Ihr mich lehren könnt.«

»Ist das eine Frage oder eine Feststellung?«

»Eine Feststellung durch Fragen.«

»Forderst du etwas von mir?«

»Ja.«

»Dann ist der Zeitpunkt gekommen, dass ich Dir nichts mehr beibringen kann.«

»Fehlen noch die Verräter, die Haffax folgen.«

»Ja, die fehlen noch.«

»Wie wollt Ihr sie finden, Exzellenz?«

»Durch befragen derer, die ich schon gefunden habe. Durch eine Hetzjagd derer, die wir suchen. Durch Druck und noch einmal Druck, bis der letzte Tropfen des Verrats aus dem Adel und dem Militär ausgedrückt ist.«

»Was wollt Ihr mit meinem Vater

»Er denkt, er sei Haffax‘ Werkzeug. Dabei wird er meines sein. Er wird den Bienenstock der Tauristar ausräuchern und den lästigen Keres lehren, sich aus der Politik herauszuhalten.«

»Und dann?«

»Sentimentale Gefühle, Fridega? Das steht dir nicht.«

»Nein, Exzellenz. Ich weiß, dass der Kopf meines Vaters der Tritt ist, auf dem ich die Karriereleiter erklimme. Nennt es Neugier.«

»Neugier ist gut. Neugier ist immer gut. Euer Vater wird entweder an den Tauristar verraucht oder er kommt auf die Efferdstränen. Die sind so eine Art Tresor für Dinge, die man aufbewahrt, weil man sie vielleicht noch einmal gebrauchen kann.«

»Perricum also. Gut.«

»Was forderst du, Fridega?«

»Ich fordere eine der Vogteien, die durch die Entlarvung der Verräter frei werden wird.«

»Das sei gewährt. Moment: In Garetien ist das gar keine!«

»Ich weiß.«

»Da ist nur Barbenwehr in Perricum.«

»Ich weiß.«

»Die ist dem Streitzig versprochen.«

»Ich weiß«

»Außerdem ist das nicht Garetien. In Perricum bin ich nicht Cantzler.«

»Ich weiß.«

»Gut, meinethalben. Ich werde meinen Einfluss bei der Kaiserkrone geltend machen und Dir Barbenwehr verschaffen, wenn! Hörst du: Wenn du mir schwörst die Treue zu halten.«

»Bei den Zwölfen.«

»Und wenn du Streitzigs Anspruch abwenden kannst. Er hat große Befürworter im Stab des Markgrafen.«

»Ich weiß.«

»Nun gut. Sobald du deinen Vater und die anderen Verräter ans Messer geliefert hast und Streitzig als Reichsvogt verhindert ist, sollst du Reichsvögtin von Gerbenwald werden.«

»Sehr gut.«

»Dann zieh dich wieder an. Hm. Und wenn du nicht alle Verräter findest, Fridega?«

»Das werde ich.«

»Und wenn nicht? Der letzte mag sich verstecken wie eine Nadel im Heuhaufen!«

»Dann zünde ich den Hauhaufen an und durchsiebe die Asche.«

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Durchsiebe die Asche

Kapitel 3
« Luringans Insignien Wertester Bruder »
Briefspiel in der Kaisermark
Zeit: 8. Ron 1039 BF, am Vormittag
Autor: BB
Dieser Text ist auch Teil folgender weiterer Briefspielreihen:

« Cantzlers Vertraute

Kapitel 15


Kapitel 1
Keres fressen »