Geschichten:Schäumende Wasser - Mit vereinter Kraft

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Hafen der Stadt Wasserburg, Baronie Wasserburg Ende Hesinde

Am Hafenabschnitt der Sonderflottille Flusswacht herrschte geschäftiges Treiben. Vor nicht allzu langer Zeit hatten hier die Admiral Dozman sowie die Elida von Salza festgemacht und einige Neuigkeiten mitgebracht. Die Wächterin vom Darpat persönlich war mit einer Abteilung von Efferdgeweihten angereist und hatte der Stützpunktkommandantin Dara von Hardenstatt erklärt, dass man gemeinsam mit Magiern aus Perricum und den Geweihten des Efferd den Fluss abfahren werde. Letztere hatten nämlich ein efferdheiliges Artefakt entdeckt und vermuteten eine Verbindung mit den seltsamen Vorkommnissen der letzten Zeit bzw. gedachten sie damit dem Treiben ein Ende zu setzen. Der Plan war nun, gemeinsam mit den Magiern und Efferdgeweihten, den Darpat gen Perlenmeer in einem Verbund aus drei Schiffen prozessierend abzufahren. Kommandantin von Hardenstatt hatte zwar nicht gänzlich verstanden, was genau man sich davon erhoffte, doch hatte sie umgehend alles in die Wege geleitet, um schnellstmöglich aufzubrechen. Am liebsten hätte man hierzu schon die Blutrochen eingesetzt, welches der Markgraf als Ersatz für die im Efferd zerstörte Wolfsjäger bauen ließ, doch würde sich ihre Fertigstellung noch bis in den Frühling ziehen, dafür würde sie sogar der Dozman in nichts nachstehen.

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“Schön, dich hier wiederzusehen, Bärfried! Gar nicht so weit von unserem letzten Abenteuer entfernt, wenn ich mich recht erinnere.”, Yanda von Gerben stand am Kai und verteilte gerade die wichtigen Gäste auf die drei Schiffe. “Die Freude ist ganz meinerseits. Auch wenn es der gleiche Ort sein mag, ist die Zeit doch unaufhörlich vorangeschritten. Ich befürchte, ich habe schon wieder eine Falte mehr am Hintern.”, lachend straffte der Ritter mit einer Hand sein Gesicht. “Nun, dann lasst uns nicht noch mehr Zeit verlieren, mein Freund. Ich würde vorschlagen, Du gehst zu deiner Schwester auf die Windhatz. Und pass mir auf den Südweiser auf!” Der hellblonde Ritter nickte kurz und stapfte davon. “Alafir! Du kümmerst dich um die Adligen da drüben. Selo und Rondrara von Alxertis. Die sollen alle zu dir auf die Elida. Und merk Dir: Dritte Marschordnung eng! Ich will hier keine Überraschungen.” “Jawohl Kommandantin”, peitschte ihr der mittlerweile deutlich selbstbewusstere Leutnant entgegen, “Den Magier Embolo nehmt Ihr?” “Exakt. Und schickt noch Eure drei Seesoldaten auf die Windhatz. Wir können nicht zulassen, dass dem Schiff etwas zustößt, jetzt, wo sich diese sturen Efferdgeweihten alle spontan dazu entschlossen haben, beim Südweiser zu bleiben.”, den letzten Satz raunte Yanda nur noch in Alafirs Richtung, bevor sie sich wieder auf ihr Schiff begab.

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Jovis von Cardebas saß, etwas abseits des Trubels, auf einigen Kisten und schaute dem Treiben zu.

Aleidis Rabek war gerade in einem Streitgespräch mit einer der Unteroffizierinnen verwickelt und schien die Ärmste mit einem Schwall aus Worten geradezu hinweg spülen zu wollen. Efferdan dylli Turakis delegierte eine Gruppe Matrosen, die einige Kisten schleppten, auf die Windhatz, während Kapitänin von Hardenstatt in ein Gespräch mit seiner Hochwürden Wagener, dem Tempelvorsteher zu Rabicum, vertieft war. Weitere Geweihte und Akoluthen der Kirche des Stürmischen schienen bereits mit den Vorbereitungen für die Segensrituale beschäftigt zu sein.

Zwei Seesoldaten, die in der Nähe von Jovis vorbeiliefen, unterhielten sich darüber, dass sowohl der Eine als auch der Andere bis jetzt nicht verstehen konnte, warum man es so eilig hatte, über den Darpat zu fahren. Man hätte ja zumindest warten können, bis das neue Schiff der Flottille fertiggestellt wäre; dann müsste man auch nicht auf die weniger starken Flusssegler zurückgreifen.

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Die Glocken der Schiffe und des Hafens wurden geläutet, als die drei Schiffe der Sonderflottille ablegten. Ganz vorne führte die Windhatz mit dem Südweiser unter dem Kommando von Kapitänin von Hardenstatt, gefolgt von der Admiral Dozman unter dem Befehl der Wächterin vom Darpat. Leicht nach schräg hinten versetzt dazu bildete die Elida von Salza, die Kapitän Alafir Leuwangen unterstand, das Schlusslicht. Die Schiffe waren vollgepackt mit efferdheiligen Gegenständen und Paraphernalia, aber auch Geschützen und geweihten Geschossen für den Notfall. Eine ganze Kompanie Seesoldaten tummelte sich auf der Admiral Dozman und der Windhatz, während die Elida lediglich mit kampfunerfahrenen Matrosinnen bemannt war. Dafür war hier etwa ein Dutzend schwerbewaffnete Adlige an Bord, die sich diese Wallfahrt nicht entgehen lassen wollten; zumeist direkte Anrainer des Darpats. Die Efferdgeweihten hatten sich größtenteils auf dem führenden Schiff eingefunden, da sich dort auch ihr Südweiser befand; lediglich zwei Geweihte waren auf der Admiral Dozman postiert worden. Kaum hatten die Schiffe den Hafen verlassen und folgten dem Fluss Richtung Meer, begannen die Geweihten des Efferds mit ihren heiligen Liturgien. Meerwasser wurde verspritzt und efferdheilige Gebete verlesen.




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Texte der Hauptreihe:
Ende Hes 1043 BF 10:00:00 Uhr
Mit vereinter Kraft
Die Wogen sprechen nicht


Kapitel 55

Am Nest der Schlange
Autor: DreiHund, Vlad