Geschichten:Schäumende Wasser - Im Nebel

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Schloss Tikaris, Stadt Wasserburg, 26. Rondra 1043 BF
Die Kommandantin des Wasserburger Stützpunktes stand auf der Darpatbastion und blickte der Flussgaleere Wolfsjäger, welche gen Praios Richtung Perricum fuhr, nach.
In fünf Tagen würde in der Reichsstadt das Lichterfest stattfinden und das Schiff sollte dort helfen die Laternen auf dem Fluss zu verteilen und da bis dahin noch einige Tage vergehen würden konnte Kapitänin von Gaulsfurt und ihre Mannschaft, wie von der Wächterin des Darpat befohlen, die Rückfahrt mit einer ganz praktischen Patrouillenfahrt verbinden und Präsenz zeigen. Das würde den Kadetten, der Flottenakademie, auch gleich noch etwas Praxiserfahrung geben.
Der Anblick der Flussgaleere war beeindruckend. Die gleichmäßigen Bewegungen der Riemen, die zeitgleich in das kühle Nass des Flusses eintauchten, das Wasser durchwühlten und somit das Schiff immer weiter durch die Wellen schoben, hatte fast etwas hypnotisierendes.
Doch dann richtete sich Daras Blick sorgvoll auf die Nebelwand, welche in einiger Entfernung flussabwärts auf die Mannschaft der Wolfsjäger wartete. Der Darpat war in letzter Zeit unberechenbar geworden, Vieh und Mensch verschwand an den Ufern des Flusses spurlos, ihr lagen Berichte vor, in denen verschiedene Zeugen beschworen dass sich der Fluss praioswärts zeitweise rotverfärbt hatte oder teilweise rückwärts gefloßen sein sollte.
Musste man einer dichte Nebelsuppe schon unter normalen Umständen mit Vorsicht und Achtsamkeit begegnen, so war eine solche unter diesen Umständen noch gefährlicher. Eigentlich hätte der Flussegler Natter mit Hauptbootsmann Perainestig die Wolfsjäger begleiten sollen, allerdings wurden sie auf einer ihren Patrouillen firunwärts aufgehalten und würden noch drei Tage brauchen. Solange konnte die Galeere jedoch nicht warten und so entschloss man sich ohne Begleitung aufzubrechen.
Dara griff ihren Kapitänshut, setzte ihn sich auf, wandte sich vom Darpat ab und schritt zurück in das Schloss. Es würde sie nicht weiterbringen sich hier Gedanken zu machen, Miria war eine erfahrene Kapitänin und die Arbeit, die auf Dara in ihrem Büro wartete, würde sich auch nicht allein erledigen.

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Miria von Gaulsfurt hatte die Geschwindigkeit verringern lassen. In einem solch dichten Nebel wäre es mehr als fahrlässig gewesen, in voller Geschwindigkeit weiter zu fahren. Nur mit Müh und Not konnte sie von ihrem Standpunkt aus über das Ende der Galeere hinausschauen. Sie hatte Signallaternen anbringen lassen auch wenn es fraglich war ob ein entgegenkommendes Schiff diese rechtzeitig erblicken würde.
Eigentlich wäre sie am liebsten in Ufernähe gefahren und würde dort abwarten bis der Nebel sich verzogen hatte, doch sie hatte die Orientierung verloren und konnte sich nicht sicher sein wo genau sie waren und ob sich das Ufer hier anbot den Nebel auszusitzen.
Die Kapitänin ließ ihren Blick schweifen, ihr Adjutant stand an der Reling und versuchte etwas zu erkennen, der junge Kadett von Darben-Dürsten war gerade an Miria herangetreten und wollte etwas sagen, da bedeute sie ihm zu schweigen, "hört Ihr das, Kadett?", fragte Miria mit gedämpfter Stimme.
Der Kadett lauschte kurz, schüttelte dann aber den Kopf, "nein Frau Kapitänin! Ich höre nichts!", stellte er pflichtbewusst fest. Miria nickte langsam, "das ist es. Nichts. Man hört nichts, rein gar nichts", stellte diese fest.
"Frau Kapitänin! Da seht! Eben ist etwas durch das Wasser geschwommen! Etwas großes!", hörte Miria ihren Adjutanten rufen.


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Texte der Hauptreihe:
26. Ron 1043 BF 12:00:00 Uhr
Im Nebel
Ein nützlicher Feind


Kapitel 7

Bei den Reshminianern I.
Autor: Vlad