Geschichten:Neulich in Bärenau - Ergebnislose Suche

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gegeben Anfang Praios 1043 BF, Burg Praiosburg, Baronie Bärenau

Meine geliebte Schwester,
 
 
 
 
Einen Götterlauf ist es nun her, dass Du in die Kaiserstadt ausgezogen bist, um Dich weiterzubilden. Nach schwierigem Start mit den vielen Todesfällen in dem Junkertum Fuchswalden, ist es ruhiger geworden in Bärenau. Ich finde mich langsam in meiner Position als Vogt zurecht, auch wenn ich Dich hier vermisse.

Ich habe Dich als Vogt bei der Hochzeit unseres Grafensprosses hoffentlich würdig vertreten. Seine Launen arten immer mehr aus, dass es mich ein wenig ängstigt, sollte Graf Luidor irgendwann von Golgaris Schwingen übers Nirgendmeer begleitet werden. Ich werde mir an dem Verhalten unseres Vaters ein Beispiel nehmen. Er hat sich still verhalten und keinen Konflikt gesucht. Selbiges werde ich auch versuchen. Die Bewohner Bärenaus sind der Zwistigkeiten überdrüssig, sie benötigen Ruhe.

Zu den Zweifelsfelsern habe ich wieder diplomatische Beziehungen begonnen und versuche Euer zerrüttetes Verhältnis zu kitten. Sie nehmen es Dir immer noch übel, dass Du Trisdhan von dort abgezogen hast. Dein Vorgehen war auch nicht sonderlich diplomatisch. Mit Gisborn von Zweifelfels ist nun ein neuer Herr auf Burg Zweifelfels. Er ist jünger als wir, noch sehr unerfahren, scheint aber ein guter Mensch zu sein. Ich denke, die Zeit wird die aufgerissenen Wunden verheilen.

Die Ernten sprießen so gut wie lange nicht mehr. Die Getreideernte ist dieses Jahr so phänomenal - sie wirft mehr ab als in jeder Chronik der vergangenen Zeiten, dass ich stutzig geworden bin. Du hättest mir auch mitteilen können, dass Magister Hamarjan mit mehreren Humusdschinnen den Feldern beim Sprießen geholfen hat.

Ich verstehe, dass Du es mit ihm im Geheimen ausgeheckt hast. Recht phexisch, große Schwester. Das einfache Volk würde es verteufeln, wenn Magie im Spiel wäre. Aber dachtest Du wirklich, ich komme nicht hinter das Geheimnis?

Dem Volk haben wir es so gedeutet, dass das Erscheinen der Rehkönigin, mit der Du vor einem Jahr in den Wäldern verschwunden bist, für die außerordentliche Ernte verantwortlich ist. Sie scheinen es zu glauben.

Diesem Schreiben füge ich zusätzlich unseren Jahresbericht bei. Das Korn konnten wir gewinnbringend in die Kaisermark verkaufen, hinzu spülte der Holzverkauf an den Reichsritter noch etwas Klimperndes in unsere Kassen. Ich hoffe Du nimmst es mir nicht übel, dass ich ein wenig des Geldes im Kosch verwahren werde. Das Jahr des Feuers sollte uns lehren, nicht all unser Vermögen in heimischen Gefilden zu horten.

Zum Schluss muss ich das Thema Junkertum Fuchswalden noch einmal erwähnen. Zu meinem Schreiben legen ich einen Bericht Robans bei. Aus diesem kannst Du unsere Ermittlungs- und Nachforschungsergebnisse ablesen. Leider kommen wir zu dem Entschluss, dass die Gebeine der Geweihten Rahjalina von Fuchswalden unter den Knochenfunden waren. Wir gehen daher davon aus, dass die Familie Fuchswalden komplett ausgestorben ist. Wir haben sie neben ihren Familienmitgliedern borongefällig bestattet. Möchtest Du das Junkertum weiter unter Deiner Herrschaft führen oder neu belehnen?

Ich freue mich, alsbald von Dir zu hören. Der Listige sei mit Dir!
 
 
 
 
Alderan von Bärenau

Vogt zu Bärenau



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Texte der Hauptreihe:
3. Pra 1043 BF
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Kapitel 1

Aus eins mach' zwei
Autor: Treumunde