Geschichten:Im Zeichen der Alveransleuin - Eine Heldin wider Willen

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20. Tra 1044 BF
Eine Heldin wider Willen
Donner und Sturm


Kapitel 8

Die Macht der Magie
Autor: Treumunde


Halara, die nun seit ihrem Verrat Tempeldienst im Rondra-Tempel Donnerhall in Wasserburg leistete, las aufmerksam den Artikel in der Perricumer Postille. Calira Bernstein hatte über den Wasserburger Funkenschlag, wie sie es nannte, berichtet. Die Scriptorin musste wahrlich Gefallen an der Sturmfelserin gefunden, sie berichtete über alle Questen in voller Ausführlichkeit.. Halara kam es fast so vor, als würde sie aus der Baronin eine rondragefällige Helden erschaffen, so einseitig war die Berichterstattung. Oder war Korhilda von Sturmfels das vielleicht sogar wirklich?

Was immer sich Dorian bei seinen Prüfungen gedacht hatte, Halara war sich sicher er hatte seiner Familie keinen Gefallen getan. Sie wusste um den Anspruch, den die Hengisford auf Wasserburg erhoben, mit jeder bestandenen Prüfung wurde es unwahrscheinlicher, dass sie die Sturmfels loswerden würden. Vor allem da dieser Schreiberling alles wie Heldentaten aussahen ließ.

Halara war es im Endeffekt egal, wer Wasserburg beherrschte, da die Familie ihres Mannes sie verstoßen hatte.

Das Volk, bei denen das Leid der Fehde wie ein Nebelband langsam zu zerfließen begann, ließen sich sicher von den Schreiberlingen der Perricumer Postille beeinflussen, so sie denn des Lesens mächtig waren.


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Korhilda und Leobrecht genossen die Zweisamkeit. Ihr Kopf lag eng angeschmiegt auf seiner Brust, während sie diese sanft mit ihrer linken Hand streichelte. Dank Tsas wundersamer Erneuerung ein ungewohntes, fast vergessenes Gefühl.

"Hast Du die Artikel in der Postille gelesen? Warum können Sie mich nicht in Ruhe lassen?"

"Sie scheinen Interesse an Dir gefunden zu haben. Wahrscheinlich verkauft sich die Auflage besser, wenn von Helden berichtet wird."

"Helden, Leobrecht, was für ein Wort. Ich bin keine Heldin, ich bin eine Büßerin."

"Das ist aber nicht das, was das Bürgertum will. Das einfache Volk benötigt Helden, Streiter für Recht und Gesetz. Der Haffax Feldzug hat noch viele offene Wunden hinterlassen. Es ist für sie einfacher, wenn es in ihrem Verständnis jemanden gibt, der sie beschützt. Einen glorreichen Patron halt."

"Das soll ich werden? Ich habe in der Fehde viel Leid verteilt und bin alles, nur nicht dass, was sie von mir erwarten."

"Sie wünschen sich einen heroischen, rondragefälligen Streiter. Diese Bernstein hat Dich dazu gemacht in ihren Geschichten und Illustrationen. Für das Volk ist die einfache Wahrheit leichter zu akzeptieren. Der Adel wird diese Artikel schon einschätzen, sie werden nicht alles glauben, was irgendein dahergelaufener Schreiberling zu Pergament geschrieben hat."

"Hm. Dann muss ich das akzeptieren, am Besten ignoriere ich es. Hast Du schon gehört im Theater der Stadt Wasserburg läuft ein neues Stück an. Kordana und Leomar. Unsere Lebensgeschichte unter anderem Namen."

"Das bürgerliche Volk mag Dich, Hilda. Akzeptiere es, du kannst es nicht ändern."


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Ein Hauch von Aranien wehte durch den Salon im Schloss Rossgarten. Während die drei Jungs - wie immer Flausen im Kopf - jauchzend und freudeschreiend über Tische und Bänke sprangen. Hierzu nahmen sie die aranisch-tulamidischen Gegenstände von den Wänden - welch schöne Sammlung in Händen der Tunichtguts.

"Nimm das, du Verräter" Alion hüpfte von Tisch auf den Stuhl den Säbel unkontrolliert über seinem Haupt drehend. Dabei fiel er fast hin, als er sich in der, ihm viel zu großen, aranischen Tuchrüstung verfing.

"Haffax ist tot, es lebe das Mittelreich" johlte Alderan während er auf Trisdhan saß.

"Menno, warum bin ich immer der Böse?" krächzte der junge Ochs besiegt auf dem Boden.

Die beiden anderen Jungs sahen sich an und skandierten unisono "Weil wir die Helden sind!".

Alion, der dem widerspenstigen Tuch überdrüssig war, ging zu einer Truhe im Salon. "Was ist da denn drin? Noch mehr Verkleidung?"

"Weiß nicht, hat Großmutter mitgebracht, aber bisher noch nicht ausgepackt." Trisdhan, gesellte sich mit einem Grinsen auf dem Gesicht neben seine besten Freunde "Wollen wir?"

Die Frage, war keine Frage, sondern eine Aufforderung. Alderan öffnete die unverschlossene Truhe "Ui, seht mal" "Oh interessant" Alions Augen strahlten.

Trisdhan nahm ein Schächtelchen aus der großen Holzkiste und öffnete diese. Zwei weitere Augenpaare schauten ihm dabei über die Schulter. "Orden, funkelnde Orden" "Gehören, die Deiner Großmutter?" fragte Alion neugierig, was der junge Ochs nickend beantwortete. "Zeig mal" Alderan nahm sich die Orden "steht mir gut, oder?" Wie bei einer horasischen Modenschau stolzierten die jungen Gockeln mit Orden behangen durch das Zimmer.

"Trisdhan ich wusste garnicht, dass Deine Großmutter so ausgezeichnet wurde." Alion war überrascht. "Kaiser Rauls Schwerter, das Ehrenwappen Perriums und das Abzeichen Vertrauter der Krone, schon nicht ohne." frohlockte Alderan.

"Oh schau mal, was sind das für Siegestrophäen?" Alderan kramte ein paar glänzende Dinge hervor. "Für ihre Tuniersiege" warf der Baronet ein "Sie war einst eine ziemlich gute Turnierreiterin. Ein Jahr heißt sogar nach ihr. Ist aber schon lange her, da gab es mich nicht mal"

"Und der Wappenrock? Seid wann trägt die Baronin schwarz-gelb mit drei schwarze Eidechsen auf goldenem Grund - so wie Friedwart?" und schon wieder hatte Alion sich neu gekleidet, der Wappenrock war ihm jedoch viel zu umfangreich.

"Sie ist eine Hartwalden.... wusstet ihr, sie hat sogar Ur-Großeltern aus dem Haus Rabicum und Haus Wasserburg. Sie hat erst, als sie gegen den Giganten rang ihre Wurzeln des Hauses Sturmfels vorweg gestellt." stolz ahmte Trisdhan den Kampf gegen den Giganten nach, ohne überhaupt zu wissen, wie dieser denn ausgesehen hat. "Sie hat die Prüfungen zweimal bestanden" warf er noch hinterher ein.

"Wer ist Brin von Gareth?" Alion unterbrach die Theatervorstellung des jungen Ochsen ziemlich rasch. "Mensch, Du Depp, unser ehemaliger Reichsbehüter und König von Garetien." uninformierte Nebachoten dachte Alderan. "Warum, wie kommst du auf den?"

Alion fuchtelte mit einem Pergament um sich "Hier hat er unterzeichnet. Das Schreiben ging an den Grafen vom Schlund. Was macht das denn hier? Ist sogar noch getrocknetes Blut dran..." "Großmutter war die Hausritterin des Zwergengrafen, von wann ist denn das Schriftstück?" wollte Trisdhan wissen. "Ingerimm 2021 BF, Mobilmachung" warf der Nebachote ein. Alle drei raunzten. "oh Dritte Dämonenschlacht" warf Alderan ein. "Da hat Oma auch gekämpft, sie wäre da wohl fast gestorben hat Vater mal erzählt."

Als sie Schritte hörten mit den Worten "na wehe, wenn ich euch kriege" packten die jungen Herren alles schnell beisammen und kletterten die Rosenranken hinunter, nicht dass der zeternde Beromar sie noch erwischte. Sie rannten Richtung Stallungen und versteckten sich auf dem Heuboden. "Trisdhan, ich glaube Deine Großmutter ist doch eine Heldin, ihre Kiste ist so interessant" Alion ließ sich ins weiche Stroh fallen. "Die Bernstein hat so recht"

"Lass das nur nicht Oma hören, die zieht Dir die Ohren lang."