Geschichten:Im Zeichen der Alveransleuin - Die Macht der Magie

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Kapelle Rossgarten, Baronie Wasserburg Travia 1044 BF


Die Eingangstore der kleinen Tsa Kapelle in Rosshang öffneten sich, während die Hofmagierin hindurchschritt. Mit festem Schritt und grimmigen Blick stolzierte sie Richtung der Geweihten. „Maia, was soll das? Das lag auf meinem Tisch in meinen Privaträumen.“

Maia, wie immer frohen Mutes, setzte ihr hellstes Lächeln auf. „Oh, Niobara, ich wollte Dir nur zurückgeben, was ich mir geliehen hatte.“

Die Magierin hielt fünf Verbände nach vorne. „Und ihr seid der Meinung, das was ihr euch geliehen habt adäquat ersetzt zu haben?“ In Niobara köchelte es, doch sie war bemüht die Fassung zu wahren.

„Ja, mir wurden fünf Verbände von den Bediensteten aus Euren Gemächern gebracht, als die Baronin schwer verletzt nach ihrer letzten Rondraprüfung nach Hause transportiert wurde und nun gebe ich die gleiche Anzahl zurück. Sogar frisch gewaschen.“ Die junge Tsageweihte hüpfte weiter mit ihrem Staubwedel durch die Kapelle.

Niobara atmetete tief durch. „Meine herzallerliebste Maia, das ist zwar äußerlich das Gleiche, aber nicht dasselbe. Wo sind die Verbände aus meiner Kammer?“

Unstet wie die junge Tsageweihte nun mal war, tänzelte sie weiter zu einem großen Schrank im hinteren Teil des Gotteshauses. „Hier in meinem Schrank.“

„Odem Arcanum Senserei - Weht da ein Hauch von Zauberei?“ sprach die Hofmagierin und wühlte sich durch den Berg Verbandsmaterial. Suchend konnte sie ihre Verbände entdecken. Sie nahm sie in die Hand und beäugte diese längere Zeit ziemlich genau. „Analys Arcanstruktur - Entblöße die Magienatur!“

Wie von der Maraske gestochen sprang Niobara auf, nachdem sie ihren Zauber beendet hatte. „Maia, Du hast sie kaputt gemacht. Um mir diese Artefakte zu verdienen bin ich mit einer Expedition der Dracheneiakademie zum Abschluss meiner Magierausbildung nach Samra gereist und in die Tiefen der Ruinen von Zhamorrah gestiegen, dann bin ich den Dunklen Mhanadi entlang geschifft zu einer Zikurrat einer alten unbekannten Skorpion-Gottheit vergangener Zeitalter und habe mich mit meinem Lehrmeister den Gefahren gestellt. Du hast sie alle zusammen benutzt, weißt Du was für eine Kraft in ihnen wohnt? Hast Du Dich nicht gewundert, was für eine Heilung du vollbracht hast?“

Maia, wie immer naiv in ihrem Glauben, schüttelte den Kopf. „Es waren Verbände, normale Verbände. Die Herrin Tsa hat meine Kraft geleitet. Es muss nicht immer Magie sein, wenn etwas Unerwartetes passiert.“

Niobara schmiss alle anderen Verbände quer durch den Raum. „Unfug! Dieses sind normale Verbände, das hier“ sie zeigte auf diejenigen, die sie in der Hand hielt. „Sind magische Artefakte …. Jetzt sind es magische Artefakte ohne Kraft.“

Die Magierin packte ihr Verbandsmaterial ein und zückte Pergament und Schreibfeder. Nach einiger Zeit überreicht sie das Schriftstück an die Tsageweihte. „Du kannst es in monatlichen Raten abbezahlen.“

Maia las die Zeilen ganz genau. „Was ist das?“

„Eine Kostenaufstellung für das mir beschädigte und entwendete Eigentum und meine Aufwendungen, die ich betrieben habe, es wieder zu bekommen.“ Die Hofmagierin drehte sich um, schnaubend und zeternd stampfte sie Richtung Ausgang.

„Niobara, was für eine horrende Summe, da benötige ich Jahrzehnte, diese abzubezahlen.“

„Tja Liebes, wer die Macht der Magie nutzt, muss auch für die Unkosten aufkommen.“ Die Artefaktmagierin ging hinaus und knallte die Türe mit voller Wucht in ihre Zarge.