Geschichten:Heerschau in Perricum – Perricumer Blick gen Greifenfurt

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Burg Barbenwehr, Praios 1044 BF:

Wild tänzelte das Banner des markgräflichen Heeres im sommerlichen Wind als die Reiter Barbenwehr erreichten. Auf den Zinnen der mächtigen Grenzfestung wisperte leises Getuschel durch den trockenen Staub der Mittagshitze, denn die Ankömmlinge gehörten zum Stab des Perricumer Heers und waren somit direkt dem Heermeister unterstellt. Ein Besuch von Angehörigen der obersten Heeresführung war eine Besonderheit und hatte in der Regel nichts gutes zu bedeuten.

In eleganter Manier saß Yonara von Zolipantessa von ihrem Hengst ab und forderte lautstark die Versorgung ihres Pferdes mit Wasser ein. Somit war dem Kundigen klar und alle Befürchtungen wahr: Die Feldzeugmeisterin höchst persönlich war für eine ihrer gefürchteten Inspektionen angetreten. An ihrer Seite, der weit weniger elegant vom Pferd absteigende Aufklärungsmeister Roderick von Isenbrunn.

Umgehend trat Burgvögtin Winna Gurnhild von Isppernberg-Pranteln, betont entspannt, an, um die Gäste zu begrüßen.

„Hauptfrau Zolipantessa, welch überraschende Ehre“, begann die Isppernberg-Pranteln mit einer angedeuteten Verbeugung. „Und Ihr seid?“ Der Blick der Burgvögtin traf den Aufklärungsmeister, hob dieser sich doch von den anderen Reitern ab und schien daher nicht unwichtig zu sein.

„Das ist für Euch nicht von Belang“, bellte die Feldzeugmeisterin dazwischen.

Die in die Höhe schnellenden Augenbrauen Winnas kündeten von ihrer Fassungslosigkeit. Welch Herabwürdigung! Doch, ganz garetische Edeldame, zeigte sie das freundlichste Lächeln – oder war es mehr ein Zähnefletschen? „Die Reichsvögtin wird in Kürze bereit sein Euch zu empfangen“, säuselte es über den Hof.

„Nicht nötig“, dröhnte die tiefe Stimme der Zolipantessa über den Burghof, „unser Anliegen ist rein militärischer Natur. Eine Unterredung mit der Reichsvögtin ist somit obsolet. Führt uns zu Obristin Zwickenfell!“

Der befehlsgewaltige Ton der Feldzeugmeisterin ließ keinen Widerspruch zu. Sichtlich angefressen tat die Burgvögtin wie ihr befohlen. Ausgerechnet die garstige Zwickenfell, dachte sich die Isppernberg-Pranteln, die sie doch so hasste.


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Mit versteinerten Gesichtsausdruck sah Fridega von Isppernberg den beiden Stabsangehörigen nach. Die Zolipantessa ritt Richtung Burg Ferkina, der Isenbrunn gen Norden. Die Ausrufung der Heerschau hatte so einige aufgescheucht, wie die Reichsvögtin feststellte. Das die Feldzeugmeisterin nun ihre Kreise drehte, war zu erwarten. Viel interessanter war hingegen, was den Aufklärungsmeister umtrieb. So wisperten die Wände der Festung von einer Reise in die Mark Greifenfurt, zum Heermeister der Mark. Aber warum sollte er das tun?



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20. Pra 1044 BF
Perricumer Blick gen Greifenfurt
Das zerfallende Herz


Kapitel 7

Autor: Bega