Geschichten:Gesindel - Glut

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20 Hesinde 1042 BF Gramaue

Emsig und fleißig wie die Bienen wuselte es in Gramaue. Nach nur vier Monden Bauzeit konnte die neue Destille fertig gestellt werden. Es war ein zweigeschossiger Fachwerkbau geworden was ohne jeden Zweifel den Zwerg am meisten störte. So ein wichtiges Haus. Aus Holz und Lehm. Aber so war es nun mal. Der erste Brand war für heute angesetzt und der Burgherr hatte zur Feier des Tages zwei Schweine schlachten lassen. Das Fest ließen sich freilich Dabatti und die Tobrier nicht nehmen. Bereits am frühen Morgen hatte der Zwerg den Einbrand der Destille vorbereitet. Die pfiffige mehrteilige Konstruktion aus gebrannten und glasierten Tonteilen hatte den Zwerg mehr Mühen als erwartet gekostet. Und der wutgebrannte Scherbenhaufen hinter der Destille wurde tunlichst vor dem Fest weg gekehrt. Ab der Praiosstunde stieg dann die Stimmung. Balsox füllte die Destille mit der Apfelmaische und verschloss die Verbindungsbereiche mit Mehlbrei zum abdichten. Dann entfachte er das Feuer. Der erste Tropfen wurde von allen wie die Geburt des Thronfolgers gefeiert was Dabatti deutlich belustigte.

Der Burgherr spendierte ein Fass Ferdoker Helles, besonders zur Freude des zwergischen Brau und Baumeisters. Es wurde ausgiebig von der dicken Sau die über dem Feuer brutzelte, geschlemmt.

Der Sud in der Destille war bis auf den letzten Tropfen durch und wurde vom leicht angetrunken Braumeister in ein kleines Holzfass von etwa drei Hohlspann Größe gefüllt. Dann füllte der Zwerg mit einem Holzlöffel ein trockenes braunes Pulver und Honig in das Fass und verschloss es mit dem hölzernen Zapfen der neben ihm auf der Bank lag.

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Beim letzten Hammerschlag klatschten die Umherstehenden um sich möglichst schnell wieder der Schlemmerei hin zu geben. Dabatti blieb noch einen Augenblick in der Destille und schlenderte zum Tisch mit dem Löffel. Als niemand hinsah griff sie nach dem Löffel und schnuppern daran. Ein herrlicher Duft von zerstoßen Krammetbeeren, Kümmel und frischem Honig erfüllte ihre Nase. Ließ sie von einem warmen Kerzenschein und Kaminfeuer durchfluteten Zimmer träumen. Von leise rieselndem Schnee, Tannenduft und süßem Gebäck. Von Wärme und Zuneigung. Dann legte sie den Löffel vorsichtig zurück und entfernte sich zum Feuer welches schnapsgeschwängert mittlerweile ebenfalls in ihr loderte.

Sie blickte sich um schaute in alle männlichen Augen. Bauern, der Zwerg, abgehalfterte Tagelöhner, ein fahrender Händler und der rothaarige Hüne. Die Wache vom Burgherren oder so. Ihre Augen trafen sich über dem Feuer. Sie musterte ihn. Dreck, Narben an Hals und Gesicht, zauselige rote Haare. Zwei Schritt groß. Arme wie ein Baumstamm. Sie spürte seine Blick über ihren Körper schweifen. Die braunen Haare, der Pferdeschwanz, die dunkelroten Lippen. Das blaue wollene Kleid und die braunen hohen Stiefel, ihre feinen ansehnlichen aber nicht sonderlich großen Brüste. Die schmale Taille, und der sattelbreite Hintern.

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Sie zwinkerte ihm zu und wehte mit ihre Hand an einer Falte des Kleides. Dann bewegte sich behände wie eine Katze in Richtung der Ruine. Der Weg schlängelt sich etwa drei Dutzend Schritt zur Anhöhe auf welcher die Ruine Stand entlang und bei jedem Schritt spürte sie die Wärme in ihr aufsteigen bis sie fast zu glühen schien.


Vor ihr lag die Brache im Licht des Madamals. Neben ihr jauchzte die Menge im Rausch des Schnapses und Hinter ihr spürte Sie zwei große feste Hände die sich um ihren Hintern schlossen. Sie stellte ein Bein hoch auf zwei dicke Baumstammscheiben, schob ihre Kleid an den Beinen beiseite, beugte sich vor und stüzte sich auf ihr hohes Knie. Für ein Mieder war es nicht kalt genug. Dann spürte sie ihn. Er fasste mit der einen Hand ihre Hüfte mit der anderen griff er vorsichtig nach ihren Haaren. Legte sie geschickt um sein Handgelenk und zog sanft ihren Kopf zurück. Sie schloss die Augen und genoss es. Jeden Stoß. Wie er in sie eindrang und wie sich ihre Scham eng um sein haretes Schwert schmiegte. In dem Augenblick als Sie auf der Stute durch ein Blumenmeer ritt, der Praiosscheibe entgegen, entlud er sich schnaufend in Sie. Sie öffnete die Augen und blickte ins blasse Licht des Madamals, wissend, dass Sie von Tsas Geschenk verschont bleiben wird, die glühende Stute aber endlich besänftigen konnte.

Der Hüne saß mit geschlossenen Augen auf den Baumscheiben und stütze sich mit den Armen nach hinten ab. Dabatti schloss ihr Kleid und schlich auf leisen Sohlen in den nahen Loh.



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Texte der Hauptreihe:
K6. Rahja
K7. Glut
20. Hes 1042 BF 22:00:00 Uhr
Glut
Rahja


Kapitel 7

Autor: Gramfelden