Geschichten:Fuchs und Stier - Zwei Messer im Dunkeln

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Dramatis personae:


Cordovan wartete auf das Zeichen. Er stand am Waldrand zur Straße und sah vor sich das Gasthaus stehen. Leichter Bodennebel erhob sich aus dem Darpat.

Er hatte den Soldaten befohlen sich bereit zu halten. Es konnte jederzeit losgehen. Cordovan hatte eigentlich nicht vor, das Gasthaus zu stürmen, aber er wollte dennoch, daß sie jederzeit eingreifen könnten, wenn es nötig wäre. Des Weiteren hatte er wieder aufgetragen, daß sie wieder ihre Wappenröcke und Schärpen der Markgrafschaft überziehen sollen. Auch das Banner der Einheit wurde wieder herausgeholt. Jeder sollte wissen, daß sie markgräfliche Truppen waren. Das würde die Söldner und Büttel des Barons eventuell davon abhalten sie aufzuhalten oder gar zu bekämpfen, wenn es zum Schlimmsten kommen sollte – so hoffte er zumindest.

„Da“, sagte der Zackenberger und zeigte auf das Schwenken einer Laterne. „Das Zeichen.“

Jetzt mußte alles schnell gehen! „Nun lassen wir die Würfel rollen“, sagte Cordovan und wandte sich seinen Männern zu. „Also, los geht’s!“, sagte er und gab ein Zeichen.

Im Laufschritt eilten sie auf die Herberge zu. Cordovan sah die Ferkinas des Junkers am Eingang des Südflügels des Gasthauses und aus dem Tor schritt eben jener Junker heraus.

„Sehr gute Arbeit“, wandte sich Cordovan an den Junker. Anschließend gab er Befehle, daß sich die Soldaten im Hof bereit halten sollten. „Nur eine Handvoll soll mich begleiten.“ Wieder an den Junker gewandt sagte er: „ Laßt Eure Ferkinas hier am Eingang. Sie sollen es sichern.“

Dann fiel Cordovans Blick auf Ta´ira, die hinter dem Junker aus der Tür kam, und er bewunderte kurz ihr Aussehen, doch wandte er sich sogleich wieder dem Junker zu, da dafür keine Zeit war. „Wir müssen möglichst schnell zum Baron“, sagte er und lief, gefolgt von Marnion, Timshal und einigen Soldaten, in das Innere des Gebäudes.

An der Weggabelung wandte er sich an Gerwin: „Nun seid Ihr dran!“ Dieser nickte und wandte sich nach rechts. Während Gerwin nun in den Schlafsaal der Wachen des Barons schlich und dort einen Zauber wirkte, der dafür sorgte, daß diese in den nächsten Augenblicken nicht aufwachten, wandte sich Cordovan nach links und eilte mit Marnion, Timshal und zwei Weiteren die rückwärtige Treppe hinauf. Am oberen Treppenabsatz angekommen sahen sie wie vor dem Zimmer des Barons eben zwei Wachen in Lederrüstungen alarmiert aufsprangen und ihre Schwerter zogen.

"Gebt Euch zu erkennen! Wer seid ihr?", rief der eine.

Cordovan zog aus seinen Ärmeln mit flinken Händen zwei Wurfmesser und warf sie. Noch bevor diese ihr Ziel trafen, zog er zwei weitere Messer heraus, warf diese aber nicht, sondern wartete bis das Schlafgift wirkte, das auf die ersten Messer gestrichen war.

Als die beiden Wachen an Beinen oder Armen getroffen wurden (so daß beide keine lebensgefährlichen Verletzungen davontrugen), stürmten sie auf die Eindringlinge, während sie Alarm riefen. Doch dann übermannte den ersten das Gift und lies das Schwert fallen, bevor er schnarchend zu Boden fiel. Doch beim zweiten schien das Gift nicht völlig seine Wirkung zu entfalten: dieser kam weiter und stolperte voran und versuchte seine Gegner mit seinem vernebelten Blick auszumachen. Marion schritt ihm entgegen und entrang ihm das Schwert aus seinen entkräfteten Armen.

Nachdem die beiden Wachen keine Gefahr mehr darstellten, gingen sie weiter zur Tür des Barons. "Marnion", wandte sich Cordovan an den Junker. "Seid so gut und halten hier Wache." Dieser nickte und postierte sich mit den beiden anderen Soldaten im Gang.

Anschließend öffnete Cordvoan die Tür, trat mit Timshal ein und erblickte einen wie zum Geist erbleichten Zordian der sich ängstlich halb hinter seiner Bettdecke versteckte.



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13. Rah 1034 BF
Zwei Messer im Dunkeln
Bälle, die die Welt bedeuten


Kapitel 11

Epilog
Autor: Balrik