Geschichten:Die gräflich Schlunder Bombarden - Ein Bote aus Perricum

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Baronie Viehwiesen, Markt Mardramund, Anfang EFF 1044 BF

Es war der frühe Morgen des 3. des Mondes der Launenhaften, als ein etwas abgerissen und außer Atem wirkender Bote von einem der Torwachen von Mardramund zu Thorin geführt wurde. Der Hauptmann der Bombardeneinheit war zu jedem Zeitpunkt gerade dabei die Tore des Marktflecken zu begutachten, die derzeit ausgebaut und weiter verstärkt wurde. Thorin sah den Mann fragend an, als dieser vor ihm zum stehen kam. Knapp und militärisch stellte sich der Bote vor und überreichte dem Zwergen dann einen Brief, der das Siegel des Landvogts von Ingerimmsschlund trug. Ohne viel Federlesens brach Thorin das Wachs und holte das darin zusammengefaltete Blatt Pergament hervor, um es zu überfliegen. Die Botschaft, die ihm von Hinn darin sandte war klar und unmissverständlich- Paligan und Perricum würden kommen. Doch sie kamen nicht in feindlicher Absicht, zumindest war dies wohl die Hoffnung des Landvogts. Die ausgegebene Devise war demzufolge sich zunächst als gute Gastgeber zu präsentieren und vorerst abzuwarten. Paligan war immerhin der Gatte der Kaiserin und der Schlund kaisertreu. Die Zahlen, die von Hinn ihm im Text offerierte waren jedoch eine Herausforderung und ließen Thorin staunen. Es schrieb, es würden bis zu 800 Soldaten kommen- über die Reichsstraße und ein halbes bis gar ein ganzes Dutzend Schiffe der Sonderflottille den Darpat hoch. Verköstigung und Quartier mussten vorbereitet werden, nicht nur für die Männer und Frauen unter Waffen, sondern auch für die Mitglieder des Hochadels, die dem Zug angehörten. Letzteres war eine bedeutend heiklere Angelegenheit. Er selbst- also von Hinn würden bereits in wenigen Tagen in Mardramund eintreffen. Familie Amselhag und Kohlkoscher Sippe sollten umgehend informiert werden.

Thorin faltete das Papier wieder zusammen, steckte es zurück in den Umschlag und verstaute ihn in einer Tasche seines breiten Gürtels. Dann entließ er den Boten und wies seinen Adjutanten an ihm etwas zu Essen und zu trinken zu bringen. Der Krieger selbst wandte sich an Mechthild von Mardramund und die Mitglieder der Stadtmeisterei, die ihn bei der Inspektion der Baustellen begleiteten. Es gab viel zu besprechen und in die Wege zu leiten. Sie mussten nun ihrerseits Boten entsenden, um alles schnellstmöglich umzusetzen, was der Landvogt verlangte.

Innerlich überlegte Thorin derweil, was dieser Zug des Paligan zu bedeuten hatte. Während seine Frau Gemahlin- die Kaiserin der Fehde passiv gegenüberstand und zusah, wie sich ihre Vasallen, die ihr nicht alle wohlgesonnen waren, gegenseitig schwächten, setzte ihr Gatte Perricum in Bewegung und strebte mit einer beachtlichen Streitmacht dem Herz des Reiches entgegen. Was hatte das alles zu bedeuten?


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