Geschichten:Der Handschlag an den Wulfshöhen - Bekanntschaft unter Eichenästen

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Natürlich habe ich nicht gegen neue Bekanntschaften - im Gegenteil: Ich habe es immer genossen, neue Leute kennen zu lernen. Das ist ja ein Teil der Freude beim Reisen, dass man nicht nur neue Orte sieht, sondern auch mit fremden Menschen – und Zwergen und Elfen – ins Gespräch kommen kann. Bei mir in Briskengrund kenne ich jedes Gesicht in- und auswendig (und die meisten will ich schon gar nicht mehr sehen). Und dass einmal Besuch kommt – nur auf Einladung, vielleicht. Und von Stand schon gar nicht. Immerhin habe ich über Marnion und das Fuchsrudel ein paar interessante Menschen kennen gelernt. Wenn diese vermaledeite Fehde nicht wäre, wären ein paar der Ritter ja auch kommenden Mond nach Briskengrund gekommen. Vielleicht auch die eine oder der andere Brachenwächter. Schade, dass diese Ehrenhändel mir so einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Und Graf Wilbur natürlich. Wäre der nicht gewesen, hätte ich diesen blöden Gang in den Kosch sein lassen. Wer reist schon gern im Boron? Zumal die Reichsstraße in diesen Tagen keinesfalls sicher ist – wie man sieht.

Auf die Bekanntschaft mit diesem Gesindel hier hätte ich auch verzichten können. Guckt die Strauchdiebin gerade rüber? Immer höflich bleiben: „Na, schön gewachsene Eiche, oder?“ Pah, antwortet nicht.

Was spricht die Ritterin da? Ich soll ‚das Maul halten‘? Wie unhöfisch. Aber dass es mit den Reichsforstern nicht mehr so weit her ist, hört man ja allerorten.

„Deinetwegen haben wir sie verpasst, Fettsack!“ rief die kesse Ritterin nun wieder.

Fettsack? Komm du mal in mein Alter, Göre. Dann reden wir noch einmal über Fettpolster und harte Winter.

„Verzeiht, edle Dame, aber was kann ich dafür, dass diese Strauchdiebe da mich just überfielen, als Ihr des Weges kamt? Und was, dass Ihr sie unbedingt verfolgen und von der Straße abkommen musstet?“ Ha, der habe ich eine schlagfertige Antwort gegeben!

„Nichts, Fettsack, gar nichts. Aber dennoch ist es Bullenkacke. Vielen Dank auch dass Du und Deine Strauchdiebe da unseren Hinterhalt kaputt gemacht haben.“

„Wie gesagt, ich …“

„Es reicht jetzt. Nimmgalfs Delegation ist jetzt hier durch, die halten wir nicht mehr auf. Damit ist sein Plan zunichte und die Friedensmission nicht mehr aufzuhalten.“ Aha, das hat jetzt der aalglatte Typ mit den Grübchen gesagt. Ist der der Anführer der Raubritter? Was meinte der mit Friedensmission und wieso ist es schlecht, wenn sie scheitert? Das interessiert mich nun doch: „Warum ist es schlecht, wenn die Friedensmission scheitert?“

„Halts Maul, Fettsack!“ Aha - meine neuen Bekannten hier unter dem baum müssen sich jetzt auch noch ins Gespräch einmischen. Erst überfallen sie mich, dann lassen sie sich zusammen mit mir von dieser Raubritterbande mit der kessen Blonden und Ritter Grübchen einfangen und jetzt macht mich das alte Raubein noch von der Seite an!

„Ihr seid Raubsgesindel, darum rede ich nicht mit Euch.“ So, fertig mit dem!

„Aber ich mit der, Fettsack!“

„So, mir reicht es jetzt. Fertig, Jellina? Dann hoch mit der ganzen Bagage. Das könne der Fettsack und seine Freunde dann da oben mit den Raben klären.“

Oh oh, das geht nicht gut aus. Und man kann sich leider nicht aussuchen, mit wem man in der Hangereiche landet.



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Autor: BB