Geschichten:Bündnistreue – Familienbande I

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Burg Tannicht, Baronie Tannwirk, Praios 1044 BF:

Falk von Streitzig hatte gerade das Mahl mit dem Tannwirker Landvogt beendet, als ihn eine Depesche aus der gräflichen Administration erreichte. So verabschiedete er sich artig bei Landvogt Rondred von Derrelsbach – seine Mission war hier war eh vollbracht. Der Landvogt hatte sich sehr erbaut über die Unterstützung der gräflichen Administration bezeigt. Bald schon, so das Versprechen aus dem fernen Hirschfurt, würden die Handelswege wieder sicher sein.

Auf dem Burghof wurde Falk noch Zeuge der Ankunft der Delegation vom Grafenhof. Mit wehenden Bannern hielt die Weißensteiner Praiota Griffpurga von Hagenau-Ehrenfeldt zusammen mit den Bannstrahlerinnen Althea von Gryffen und Aurelia von Ulmenhain Einzug – die Bluthündinnen des gräflichen Hofkaplans Gutfried von Weißenstein. Bald schon würden in Tannwirk die Nächte von den Feuern der Scheiterhaufen erhellt werden. Das war so sicher wie der Praiostägliche Sonnengruß. Doch Falk, im Grunde seines Herzens eine Frohnatur, sollte dies nicht kümmern. Der Seneschall hatte ihn nach Aldenried befohlen.


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Burg Aldengrund, Baronie Aldenried:

Die Reise des Uslenrieder Ritters führte über Leihenbutt und Bärenau nach Aldenried. Die Stimmungen der Menschen, die ihm auf seiner Reise begegneten, waren angespannt und ratlos. Auch wenn eine gespenstische Ruhe herrschte, die Menschen spürten noch das vergangene Fehdejahr in ihren Knochen – war es doch vor allem ihr Blut gewesen, welches für die Obrigkeit vergossen wurde.

Von all dem ungerührt, ritt Falk von Streitzig auf Burg Aldengrund zu. Lange schon hatte er seine Schwester Jalga nicht mehr gesehen. Nun bot sich eine Gelegenheit das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Wie er dem Dossier des Seneschalls entnahm, hatte sich das Bündnis zwischen Luchs und Doppelsäbel entzweit. Die Barone Felan von Schallenberg und Selo von Pfiffenstock standen sich nunmehr feindlich gegenüber. Sogar ein Vermittlungsversuch von Kronvogt Leomar von Zweifelfels konnte dies nicht verhindern. Falk musste schmunzeln, als er an den Zweifelfelser dachte. Als dieser noch Grafschaftsat von Waldstein und somit Vorgänger des Seneschalls war, diente ihm Falk als Schreiber. Freilich nicht unter seinem richtigem Namen, sondern als Falk von Kleinengau, um so den Grafschaftsrat für den späteren Seneschall auszuspionieren. Wahrlich, die Zeiten hatten sich geändert.

Schließlich erreichte der Steitzig Burg Aldengrund und wartete darauf, von einem Diener zu seiner Schwester, der Gemahlin von Baron Felan von Schallenberg-Streitzig, vorgelassen zu werden.