Garetien:Grafentodweiher

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Inmitten des Reichsforstes liegt im Lande Falkenwind der Grafentodweiher, ein ruhiges Gewässer im schattigen Waldesdunkel, das nach dem Tod des Grafen Hilbert von Gesselingen von allen seinen Nachfolgern gemieden wird. Es heißt, am Ufer des Sees solle ewiger Winter herrschen und das Wasser bringe den Grafen von Waldstein tödliches Unglück. In der Tat wissen selbst die Falkenwinder nicht genau zu sagen, wo sich der Weiher befindet, denn zu undurchdringlich ist der geheimnisvolle Wald.

649 BF soll der junge Graf Hilbert eben hier verschwunden sein - die Einen sagen, er habe sich im Wald verirrt, die Waldgeister gegen sich aufgebracht und sei von ihnen geholt worden. Die Anderen meinen, der bei seinen Rittern am Hofe verhasste Graf sei bei einer Jagdgesellschaft ermordet worden, ebenfalls am Ufer dieses Weihers, der damals noch Bachenquell genannt wurde.


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In der Tat ist an diesem Ort, den es erst einmal zu finden gilt, die rastlose Seele Graf Hilberts gefangen: Am Grunde des Sees, wo sein Leichnam ruht, haust auch der Geist Hilberts, der ganz und gar erfüllt ist vom Gedanken an Rache an jenen Rittern, die ihn einst ermordeten: Wilmar von Silz, Gnobert von Basselwing, Halfrede von Hirschfurten und Sigmar von der Habichtsburg. Blakharaz, dem der Geist untertänig ist, hat dem Grafen drei Wünsche schon erfüllt: das Ende der Ritter und aller ihrer Nahckommen, denn die Familien Basselwing, Silz und Habichtsburg sind ausgestorben. Einzig die Familie Hirschfurten existiert noch weiter und trägt Amt und Würden. Der Geist verspricht allen, die der Familie Hirschfurten schaden, Reichtum, Macht oder Glück - von Gnaden seines erzdämonischen Herrn, was er aber wohlweislich verschweigt -, und es ist nicht auszuschließen, dass so mancher Hirschfurten in der Geschichte den Tod im Auftrage des Grafen Hilbert erlitt. Jener hat mit seiner herzlosen Kälte tatsächlich den Wald um den Weiher entlaubt und das Wasser des Sees gefrieren lassen. Kein lebendiges Wesen hält sich hier lange auf - und die Grafen Waldsteins taten gut daran, sich nicht hierher zu wagen, zumindest jene, die auf Hilberts Familie Gesselingen folgten, denn diese stammten ja aus dem heute untergegangenen Hause Silz.