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==Baron von Puleth==
== BLutiges Jahr 1043 BF in Aldenried ==


Efferd/Travia:
Reichsforster Feldzug 'durch den Wald' ins nördliche Hartsteen. Ganz Aldenried besetzt (ohne Beteiligung der Waldsteiner)
Boron:
Das nördliche Hartsteen, auch Aldenried, bleibt von Reichsforster Truppen besetzt
Hesinde:
Waldstein steigt in die Fehde ein und lässt Truppen an der Grenze aufmarschieren. Reichsforster Truppen ziehen sich aus Aldenried zurück


Tsa:
Waldsteiner überfallen das nördliche Hartsteen und besetzt den Süden von Aldenried => Zweite Schlacht vor Bärenau
Anfang Phex:
Hartsteen schlägt die Waldsteiner Ritter in der 'Schlacht an der Pulsa' und kann sie bis zum Kloster Tannenheim zurückdrängen
Ende Phex:
Hartsteener und Waldsteiner Verbände belauern sich => keine Waldsteiner Truppen mehr in Aldenried.
Anfang Peraine:
Im 'Hartweiler Untergang' bei Tannau kommt es zum Gefecht zwischen Hartsteener und Waldsteiner Ritter




==Familienplanung==
nach Bärenauer Vorbild:


*Rondrik Ulfried (*1033 BF)
*Emer Hesine (*1034 BF)
*Rainmund Nadrian (*1035 BF)
*Tsatalia Jalga (*1036 BF)
*Phexiane Ardare (*1037 BF)
*Halwin Praiodan (*1039 BF, Efferd)
*Perainia Alrike (*1042 BF, Praios)
*Geron Angward (*1044 BF, Ingerimm)


===Die Wende===
für Leuward & Perala von Schallenberg:
 
*Leomar *1044
Anfang Peraine 1033
*Perainhild *1045
Wulfs Ritter aus Uslenried treffen etwas später ein, die Felans Vertreter schon vorher gerufen hatte,
*Debrek *1047
und es gelingt mit Loyalisten unter den Bürgern in Kaiserhain, die sich selbst befreien, die Wildermärker Söldner erneut zu vertreiben. Felan erkennt Voltana von Kallerbergs Hilfe dabei an gegen die eigene Familie vorzugehen und läßt der Familie deshalb ihren Besitz unter ihrer Führung. Alle anderen werden aufgehängt oder in Aldengrund eingekerkert.
 
 
Dramatis Personae:


Felan Rondrik von Schallenberg-Streitzig, Baron von Puleth<br>
== Rondras Weg ==
Yalinda von Streitzig j.H. zur Greifenklaue, Kommandantin der Waldsteiner Wölfe


1. Peraine 1033 BF
Verbindung zum mystischen unter Burg Sturmwacht schaffen.


"Schilde hoch!", brüllte der Baron von Puleth und riß den grünen Schild empor, als ein weiterer Hagel an Bolzen auf ihren zusammengeschmolzenen Trupp niederging. Der Schild war schon arg lädiert, der goldene Luchs darauf kaum noch zu erkennen, soviele Schläge hatte er abgefangen. Einen halben Tag von Burg Aldengrund entfernt, verlangsamt durch die Verwundeten, wurden sie von dem Haufen von Geldors Spießgesellen eingeholt, umgangen und überfallen. Allerdings war von ihrem Anführer nichts zu sehen gewesen. Innerlich hatte Felan mit seinem Leben abgeschlossen. So würden also seine hochtrabenden Träume enden. Zumindest würde er im Kampf sterben nach rondrianischer Art wie einst sein Onkel Rondrik Leuentreu, möge Rondra ihn in ihren Hallen aufgenommen haben. Seine Gedanken wurden nur bitter, als er an seine Frau und seinen kleinen Sohn denken musste. Mochten die Götter ihre schützende Hand über sie halten. Sie selbst hatten kaum eine Möglichkeit den Kampf zu überleben. Leise murmelte er. "Ich wollte, es wäre Nacht oder..."


Der Bolzenbeschuss versiegte und der Feind machte sich offenbar daran die provisorische Stellung aus zwei großen Wagen und natürlichem Gestrüpp zu stürmen, in dem sich die Schallenberger verschanzt hatten. Pferde für einen Ausfall gab es keine mehr, denn diese waren unter dem ersten Angriff von den Bolzen getötet oder zumindest zu Fall gebracht worden, dass sie sich nicht mehr erheben konnten. Dabei wurde auch sein Vetter Wulfger so schwer am Bein verletzt, dass er nicht mehr stehend kämpfen konnte.
= Hesindes Weg =
"Schallenberger! Linie bilden! Zeigt diesen Bastarden, was hartsteenscher Kampfesmut ist! Für Rondra und die Kaiserin!", schrie Felan mit vom Befehle Brüllen heiserer Stimme. "Für Rondra und die Kaiserin!", erscholl es von seinen wenigen Frauen und Männern zurück, die äußerlich wenn auch müde unerschüttert wirkten. Ulfwin stand neben ihm und deckte die rechte Seite, vier Spießer der Luchsgarde des Barons und Herbald von Wertesteg hielten das Zentrum, zusammen mit zwei Gefolgsleuten Herbalds aus dem Dorf Ashus, die mittlerweile die Waffen gefallener Gardisten trugen. Sie alle trugen grimmige Entschlossenheit zur Schau, zumal der Gegner ebenso entschlossen war keine Gefangenen zu machen und alle zu töten. In einem wilden Ansturm kamen etwa zwei Dutzend Frauen und Männer ohne Schlachtordnung die Anhöhe hinunter, um die zu Tode Erschöpften mit ihrer schieren Überzahl zu überrennen.


Doch lautes Hufgestampfe ließ Felan den Blick nach links wenden und was er dort unter dem Rand seines Helmvisieres sah ließ ein Schaudern über seinen Rücken gleiten: in fester, militärisch gedrillter Formation und hauptsächlich Schwarz gewandet kam hinter einem nahen Wäldchen ein Trupp Reiter hervorgeprescht, die Waffen erhoben. 'Sind es neue Söldner? Noch mehr der verfluchten Sensen? Nein, da ist Rot auf Gold! Waldsteiner Wölfe!', schoß es Felan durch den Kopf. Der Herrin sei Dank, die Uslenrieder waren da!
== Hesindes Weg - Spiegelbilder ==


Wie ein Sturmwind brachen die Reiter durch die erschrocken innehaltene Bande der Angreifer, die kaum wußten wie ihnen geschah. "Auf, Schallenberger auf! Hurra, zum Angriff! Rondra!" Felan stürmte los, gefolgt von den Seinen. Wie in einem erlösenden Traum , ausgelöst von der tiefen seelischen Erleichterung der Seelenwaage Reton noch nicht so früh gegenübertreten zu müssen, erlebte Felan die nächsten Augenblicke. In kürzester Zeit war der Feind in die Flucht geschlagen. Zwar konnte er sich zu großen Teilen in das Gestrupp oberhalb des Hügels retten und durch das Unterholz des Waldes vor den Reitern fliehen, aber die Schallenberger waren gerettet.
10.Tsa 1043 BF, [[Handlungsort ist::Garetien:Stadt Kaiserhain|Stadt Kaiserhain]], [[Garetien:Freiherrlich Aldengrund|Freiherrlich Aldengrund]]


"Verzeiht die Verspätung, Hochgeboren, aber die Straßen sind ausnehmend schlecht hier. Und einige Räuber haben uns unterwegs auch ausgehalten.", lachte ihm eine Yalinda von Streitzig von ihrem Roß fröhlich entgegen, noch erhitzt vom scharfen Ritt. "Rondra zum Danke, edle Yalinda! Kaum war ich froher euer Antlitz zu sehen als an dem heutigen Tage! Ihr habt den Pulethern ihren Baron gerettet und mir das Leben, wobei ich ehrlich zugeben muss, dass mir persönlich das zweite sogar wichtiger scheint. Die Kaiserhainer zeigen nämlich ihre Zuneigung nicht gerade in üppiger Weise." Schweratmend stützte sich Felan auf sein Schwert, während er eine höfische Verbeugung andeutete. "Davon haben wir vernommen.", nickte sie ihm diesmal ernsthafter zu. "Und wir sind hier um euch zu unterstützen diesen Abschaum loszuwerden." "Es ist sehr betrüblich, dass mir das nicht alleine gelingt, was an meiner Ehre nagt, aber nichts desto trotz bin ich euch zu tiefem Dank verpflichtet, dafür dass ihr mir helft diesen Saustall wieder in den Griff zu bekommen." Auch wenn er stark schwitzte und sich das Haar unter der gepolsterten Haube seines Helmes ins Gesicht hing, so dass er es sich zurückstreichen musste, gelang es ihm dennoch seiner Entschlossenheit Ausdruck zu verleihen. "Doch zunächst würde ich es begrüßen etwas ausruhen zu können. Ich fürchte die letzten Tage haben an meinen Kräften gezehrt." Verständnisvoll blickte die Uslenriederin drein. "Wir werden hier unser Lager aufschlagen und ums um eure Verletzten bemühen. Ebenso werde ich dafür sorgen, dass Wachen aufgestellt werden. Wenn ihr einen Augenblick geruht habt können wir unser weiteres Vorgehen koordinieren." Dankbar nickte Felan zu ihren Vorschlägen, um sich dann an einem der Wagenräder hinabrutschend zu Boden sinken zu lassen.  
Die Wärme floh früh dieses Jahr. Kleine Teiche und Rinnsale bildeten sich in den Wagenspuren auf der schlammigen Straße. Jedenfalls fand das Ruhmbart Gumping, als er seinen Ochsenkarren durch die Nebenstraße der Stadt führte. Aber ihm war das nur recht. Ein Segen der Herrin Tsa und ihrer Schwester Peraine, je früher man beginnen könnte sich um die Felder zu kümmern, gerade na dem furchtbarem letzten Jahr, dachte der Bauer missgemut und kratzte sich an seiner Nase, der man an ihrer rosigen und geäderten Knolligkeit ansehen konnte, dass er gerne mal den einen oder anderen Becher Gebrannten zu sich nahm. Sein Hof und seine Familie waren zwar weitgehend verschont geblieben, aber noch immer marodierten Truppen durchs Land. Und er hatte keine größere Lust darauf diesen jetzt zu begegnen. Lieber frönte er dem Klatsch und war deswegen beliebt unter seinen Nachbarn auf dem Land, da er stets die neuesten Geschichten zu erzählen wusste, nachdem er aus der Stadt wieder heim kehrte.


Er hatte überlebt und mit ihm die meisten seiner ihm Anvertrauten. Die Götter waren mit ihm und hatten ihm eine neue Möglichkeit zugesprochen seinen Wert zu beweisen.
Es war zwar immer noch kühl und der eine oder andere Schneefall nicht ausgeschlossen, als die Dunkelheit sich über die Stadt senkte. Erste Sterne spiegelten sich in den vielen Pfützen auf der Straße, als wolle auch der Herr Phex seine Absichten in der Stadt Material zur Ausbesserung der großen Scheune zu erwerben mit seinem Licht segnen. Die Aussicht bald bei seiner lieben Base einkehren zu können und hoffentlich einen Krug warmen Apfelweins kredenzt zu bekommen ließ ihn in Vorfreude summen.


===Reue===
So bemerkte er nicht, wie sich ein Schatten lautlos von einem niedrigen Dach auf seinen leeren Karren fallen ließ und langsam nach vorne kroch. Nicht einmal das Messer blitzte auf, als es gezogen wurde, da die Klinge mit Ruß geschwärzt war. Ruhmbart riß erschrocken die Augen auf, als sich die Hand auf seinen Mund legte und er die Klinge an seiner Kehle spürte. Nicht einen Ton brachte er heraus.


Dramatis Personae:
"Einen Hilferuf, und du bist tot.", versprach die Stimme des Angreifers, die rau und kalt an Ruhmbarts Ohr drang. "Nicke, wenn du das verstanden hast." Eilig kam der Bauer der Aufforderung nach, doch vorsichtig um sich nicht aus Versehen den Hals selbst aufzuschlitzen. "Gut. Es heißt du bist gut informiert darüber was in diesem Ort so passiert. Beantworte mir meine Fragen und ich verschwinde wieder." Erneut nickte Ruhmbart, dem der kalte Schweiß ausgebrochen war. "Ist der Baron derzeit in der Stadt." "Ja, ihr erkennt es daran, dass das Banner an seinem Stadthaus weht.", eilte sich Ruhmbart zu antworten. "Sind vor längerer Zeit zwei Kinder in den Haushalt des Barons eingezogen?" "Äh, was meint ihr mit vor einiger Zeit, Herr?" "Vor mehreren Götterläufen, ich schätze fünf bis sieben sollten es sein. Sie heißen Haldana und Cereborn." "Ja Herr, ein Junge und ein Mädchen. Kamen wohl von weither. Sollen einem weit entfernten Familienzweig angehören." "Wohnen sie hier in der Stadt?" Der Bauer schüttelte den Kopf, da er nicht wusste was er sonst dazu sagen sollte. "Wo sind sie dann?" "Gareth, Magierakademie", brachte der furchtsame Mann hervor. "Sieht man sie hier häufiger?" "Ab und zu. Ich meine ich sehe sie selbst nicht oft, aber ich hörte, dass sie häufiger mal auf dem Markt zu sehen sind, wo sie besonders Fernhändler besuchen, die nicht direkt durch Gareth ziehen, wegen der hohen Stadtzölle und ohnehin ihre Waren weiter in den Norden bringen wollen. Also wenn sie aus der Kaiserstadt zu Besuch beim Baron sind. Vor allem an hohen Festtagen.", eilte er sich schnell zu sagen. Er geriet ins Plappern. Die sich fest an seinen Hals sschmiegende Messerschneide mochte der Grund dafür sein. Ein Bluttropfen rann ihm in den Kragen und vermischte sich mit Angstschweiß. "Fernhändler? Was für welche." "Naja, wie den einen da aus dem Liebfeld'schen, der immer herkommt um aus dem Norden seltene Kräuter zu holen und dafür seine Stoffe hier und dorten verkauft..naja, was er noch nicht in Gareth loswird aber was für diese Bojaren noch gut genug ist und..." "Wie ist der Name?" "Ich ..äh, ich glaube er nennt sich selbst Arvesio das Tago, oder so." "Avessio d'Astego?" "Ja, genau! Aber er ist derzeit nicht in der Stadt. Und.." "Danke, das war alles was ich wissen wollte." Ohne weiteres Zögern stieß das Messer zu, während Ruhmbart der Mund mit einem Stoffknäuel verstopft wurde. Kaum hörbar gurgelnd versucht sich Ruhmbart noch loszureißen, doch hatte er keine Möglichkeit sich des geübten Griffs seines Mörders zu erwehren. Nur einen Augenblick später starrten seine gebrochenen Augen in den sternenklaren Nachthimmel, während sich der Schatten mit leichten Schritten entfernte und nur einen Augenblick später verschwunden war.


Felan Rondrik von Schallenberg-Streitzig, Baron von Puleth<br>
=Blutige Tatzen=
Yalinda von Streitzig j.H. zur Greifenklaue, Kommandantin der Waldsteiner Wölfe <br>
Gernbrecht Weizschrot, Ratsherr in Kaiserhain<br>


==Luchsjagd==


8. Peraine 1033, einige Meilen vor den Toren der Stadt Kaiserhain
'''[[Garetien:Stadt Kaiserhain|Stadt Kaiserhain]], 4.Rahja 1043'''


Die Praiosscheibe ließ ihren goldenen Schein den Boden des Perainemondes langsam wärmen und das frische Grün gerade erst unter dem Segen der Herrin des Ackerbaus aus der Erdkrume hervorgebrochener Halme auf den Feldern rings um die Stadt leuchten, umstanden von den kleinen Ausläufern des Reichsforst im Süden des Flüsschens Olku. Im Schutze dieser Bäume lagerten die Mannschaften des rechtmäßigen Barons, der grollend darüber nachsann, wie er die durch die Hand wildermärkischer Schergen und beherrscht von einem verdorbenen Tyrannen im Namen eines Raubritters entriissene Stadt Kaiserhain wieder zu befreien vermochte. Doch auch diesmal war es, dass nicht die göttliche Leuen, die Sturmherrin Rondra, die Felan vor allen anderen Göttern am meisten verehrte, sondern der listige Herr Phex, Gott der Diebe und Händler sowie Schutzpatron des Königreichs Garetiens und seiner Herrscherfamilie, es war, der ihm den Weg wies.
=Pulether Ritter=
 
*Felan Rondrik von Schallenberg
Felan saß in einem kleinen Zelt, kaum ausreichnd groß, dass er dort drin auf einem Schemel und einem Tischchen über seinen Plänen sinnieren konnte, als die Zeltplane zurückgeschoben wurde und die Rittersfrau Yalinda von Streitzig, Kommandantin der Waldsteiner Wölfe unangekündigt ins Innere sah. Felan runzelte darüber die Stirne, doch sagte er nichts und sah sie nur erwartungsvoll an, da er wußte sie würde ihn nicht ohne Grund stören. "Hochgeboren, ihr solltet vielelicht nach draußen treten. Wir haben einen Gast." Mit diesen Worten zog sie sich auch schon wieder zurück und Felan erhob sich, rückte den waldgrünen Polsterwams mit dem goldenen Luchs seines Hauses zurecht, legte die Hand auf den Schwertknauf und trat vor das Zelt.
*Wulfger von Schallenberg
 
*Efferdane von Wulfensteyr
Dort erwarteten ihn bereits die wichtigsten seiner Ritter und bildeten eine Gasse, durch die Yalinda einen breitgebauten Mann führte. Felans Augenbrauen hoben sich erst überlegend, wer dies sei, bevor ihn die Erkenntnis traf und ein zorniger Gesichtsausdruck auf sein Antlitz trat. "Ihr...ihr ..." Felan rang vor lauter Wut mit sich, welcher Schimpfname für diesen verräterischen Hund ausreichend schlimm wäre, um ihn angemessen zu betiteln, und stapfte stattdessen bedrohlich auf den Mann zu. Der erblaßte sichtlich und wich schon einen Schritt zurück, die Hände leicht abwehrend erhoben.
*(Bocksbert von Stolzenfurt)
 
*Haldan von Stolzenfurt
Yalinda hingegen wagte es dazwischen zu treten. "Friede, Hochgeboren. Dieser Mann kommt zu uns, weil er uns helfen will." "Helfen? So helfen, wie er diesem Bastard Landolf von Kallerberg geholfen hat? Gernbrecht Weizschrot, so lautet doch euer name, nicht wahr? Oh ich erinnere mich nur zu genau an euer Gesicht, Ratsherr!", spie Felan diesen Titel geradezu aus. "Ihr gehört zu denjenigen, die sich verschworen haben. Nach allem was cih gehört habe gehörtet ihr sogar zum innersten Kreis!" "E-euer H-hochgeboren,", wagte Weizschrot vorzubringen, wobei er sich halb hinter Yalinda zu verstecken schien. "Mir ist durchaus bewußt, dass ich gefehlt habe, aber ihr müsst mir glauben dass ich zutiefst bereue, beim gerechten Herrn Praios ich bereue und bin bereit jede Strafe zu akzeptieren die ihr mir zugedenken wollt, wenn ihr mir zuvor gewähren wollt einen Teil meiner Schuld abzutragen...ich, bitte ihr müsst mich anhören. Ich weiß es war ein fehler und was Landolf in der Stadt nach ihrer Einnahme angestellt hat war barbarisch. das habe ich nicht gewollt, das müsst ihr mir glauben, Hochgeboren! Ich kann euch helfen!" "Helfen, warum sollte ich euch helfen?" "Er hat meine Tochter...", kamen die leisen Worte zurück. "Bei der gütigen Herrin Travia, er hat meine Tochter und er hält sie als seine..seine..." Offensichtlich rang der Mann um die rechten Worte, die beschrieben wie seine Tochter von der Macht des derzeitigen Herren der Stadt mißbraucht wurde, ohne ihre Ehre dabei in Zweifel zu ziehen. Erneut verzog sich Felans Miene zornig, doch diesmal traf nicht Weizschrot sein Zorn, sondern Landolf, der es wagte Bürgertöchtern etwas anzutun, was einen Vater derart verzweifeln ließ. "Aber warum sollte ich nun glauben, dass er euch nicht erpresst mich in eine Falle zu locken? Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, und wenn er noch die Wahrheit spricht." "Herr Baron, ich habe aus selbstsüchtigen Motiven nicht nur das Leben meiner Familie  gefährdet indem ich hierher gekommen bin. Nein, ich habe andere derart leiden gesehen, das mein Herz mich hierher getrieben hat. Landolf würde meine Tochter vermutlich so oder so umbringen, wenn er ihrer überdrüssig ist. Er ist ein Monstrum! Ich habe Wissen. Wissen dass euch nützlich sein kann die Wachen zu überwinden des nächtens. Es gibt viele in der Stadt die noch treu zu euch stehen und ebenso bereit sind Maßnahmen zu ergreifen um zu helfen. Bitte, lasst diese nicht auch wegen meiner Fehler leiden, denn täglich werden sogenannte Aufwiegler verschleppt und verschwinden in dunklen Kellern, nur weil sie die Hoffnung auf eure Rückkehr nicht aufgegeben haben."
*Malvina Cella von Schroeckh
 
*Perainalf von Schroeckh-Wulfensteyr
Felan zog die Augenbrauen zusammen, aber überlegte nicht lange. Es war leicht ihn an seiner Ehre zu packen, aber er wollte lieber ein toter Ritter mit Ehre sein, sollte es eine Falle sein, als in den eigenen Augen das gesicht zu verlieren. Zumal er ja ohnehin vorgehabt hatte die Stadt alsbald möglich sich zurückzuholen. "Weizschrot, ihr habt Schande über euch gebracht und Leid über Viele. Doch ich gewähre euch die Möglichkeit einen Teil eurer Ehre wiederherzustellen und die Möglichkeit eure Tochter zu retten. Euer eigenes Schhicksal ist damit noch nicht entschieden, damit ihr es wisst." Weizschrot ließ die Schultern hängen, aber nickte dennoch mit einem hoffnungsfrohen Gesicht. Felan winkte Yalinda und seinen Vetter Wulfger zu sich und gemeinsam zogen sie sich zu viert zurück von Weizschrot zu hören, was dieser zu erzählen hatte.
*Horwart von Schroeckh
 
*Toban von Schroeckh
===Die Rückkehr nach Kaiserhain===
*Perala von Schroeckh
 
*Ludowald von Schroeckh
Anfang Peraine 1033 Wulfs Ritter aus Uslenried treffen etwas später ein, die Felans Vertreter schon vorher gerufen hatte, und es gelingt mit Loyalisten unter den Bürgern in Kaiserhain, die sich selbst befreien, die Wildermärker Söldner erneut zu vertreiben. Felan erkennt Voltana von Kallerbergs Hilfe dabei an gegen die eigene Familie vorzugehen und läßt der Familie deshalb ihren Besitz unter ihrer Führung. Alle anderen werden aufgehängt oder in Aldengrund eingekerkert.
*Voltan von Kallerberg
 
*Herbald von Wertesteg
 
*Howarth von Wertesteg
Dramatis Personae:
*Herbald der Jüngere von Wertesteg
 
*Alissa von Schallenberg
Felan Rondrik von Schallenberg-Streitzig, Baron von Puleth<br>
*Perval von Schallenberg
Gernbrecht Weizschrot, Ratsherr in Kaiserhain<br>
*Ulfwin von Schallenberg-Zoltheim
Landolf von Kallerberg, Tyrann in Kaiserhain<br>
*Trondumir von Schallenberg
Marbron, Hauptmann der blutigen Sensen<br>
*Alwene von Schallenberg
 
*Lechdan von Quintian-Quandt
10.Peraine 1033 BF, Stadt Kaiserhain bei Nacht
 
Es mochte vielleicht die 2. Nachtstunde sein. Ganz sicher mochte er sich nicht sein, während er das Haupt aus der Senke hob und über den Rand hinweg in Richtung der Ausfallpforte in der niedrigen Stadtmauer Kaiserhain hinübersah. Es war vollkommen finster, Madamal und Sterne von Wolken verdeckt, so als wolle der Herr Phex ihnen den Segen schenken, den sie benötigen würden um ihren Plan erfolgreich umzusetzen. Auf der Mauer patrouillierten Wachen, Blutige Sensen wohl , der Abschaum der Söldner aus der Wildermark, deren Fackeln auch den Erdboden vor der Mauer zu erhellen vermochten. Sie mochten Haderlumpen und Bastarde sein, doch ihre Pflicht schienen sie sehr zum Leidwesens des rechtmäßigen Herrn der Stadt, sehr ernst zu nehmen. Doch weiter als die 10 Schritt vor der Mauer konnten sie nicht sehen, zumal sie sich mit den Fackeln auch selbst blendeten und sich der Nachtsicht beraubten.
 
So konnte der Baron von Puleth seine Mannen bis auf 100 Schritt an die Mauer heranführen, ohne überhaupt wahrgenommen zu werden. Waffen und Rüstungen waren durch Stoffumwicklungen gedämpft, Metallteile wie offen getragene Rüstung oder Klingen mit Ruß geschwärzt worden, um nicht verräterisch zu blinken, falls doch der Mond durch die Wolken brechen sollte. Der Herr Phex mochte sie beschirmen, doch vergab er keine Nachlässigkeit. Felan ballte die Faust und öffnete sie wieder, sich selbst zur Ruhe mahnend. Sein ganzer Körper entsprach der Entspannung, die ihm die Situation fühlen ließ. Da! Ein mattes Licht an der Pforte blinkte auf. Eine Laterne, deren Licht in einem bestimmten Rythmus auf- und wieder weggeblendet wurde. Felan stieß den neben sich hockenden Wulfger an und der gab das Signal weiter. Es ging los.
 
In kleinen Grüppchen von sechs Mann sollte die Entfernung zur Mauer in kürzester Zeit überbrückt werden. Genug Herzschläge, um durchs Tor zu kommen, ohne von den auf und ab gehenden Wachen bemerkt zu werden. Felans Truppe lief als erste los. Er stemmte sich aus der Hocke empor, überwand den Senkenrand und lief in gebückter Haltung hinüber zur Mauer, bemüht keinen unnötigen Lärm zu amchen. Dafür hatte er auch auf einen Teil seiner Rüstung verzichtet und den Rest eng an den Körper gegürtet und mit Wollstoff verhindert, dass Kettenglieder scheppernd aneinanderschlugen. In weniger als zwanzig Herzschlägen waren sie an der Pforte angekommen. Es erwartete sie ein sichtlich nervöser Gernbrecht Weizschrot, die Lampe in der Hand, in einen dunkelgrauen Umhang gewandet. Mit wenigen Handzeichen machte er deutlich sich zu beeilen und durch die Pforte zu treten. Nach einem Augenblick erkannte er auch Felan und nickte diesem entschlossen zu, als hätte er seinen Mut gesammelt und wolle sich vor dem Baron als tapferer Verbündeter beweisen. Zwei weitere Vermummte standen hinter ihm, eine bewußtlose oder tote Söldnerin der Sensen lag mit dem auf den Brustkorb gesacktem Gesicht gegen einen Pfortenpfeiler gelehnt. Felan trat näher zu Weizschrot, um Platz an der Pforte zu machen, während schon die nächste Truppe die Stadt betrat. Weizschrots Helfer wiesen den Soldaten und Rittern bereits Stellen zu, um sich günstig zu positionieren, um noch aus dem Blcik der Wachen zu bleiben.
 
"Zwei Wachen sind zu unserer Linken auf der Mauer, zwei weitere zur Rechten auf Rundgang. In der Stadt bereiten sich die Bürger darauf vor euch zu unterstützen. Am Zeughaus stehen nur zwei Schergen, um es zu bewachen.", flüsterte er. "Wo ist Landolf von Kallerberg?", verlangt Felan leise zu wissen. "Er ist im Rathaus. Er hat den Ratssaal zu einer Art ...einer Art Orgienhalle umfunktioniert." Felan nickte grimmig. "Wulfger?" "Ja, Hochgeboren?", flüsterte Wulfger wieder, worin dessen Aufgeregtheit in der Förmlichkeit seiner Anrede an seinen vetter zum Tragen kam. "Du und dein Trupp werdet euch zum Zeughaus aufmachen und die Tore den Bürgern öffnen, um sich zu wappnen und uns zu helfen. Ulfwin.", wendete sich Felan zum gerade eingetroffenen Ritter um. "Du wirst mit deinem Trupp die Mauer rechts und links hier einnehmen und von den Söldnern reinigen, um im Fall der Fälle den Rückweg zu sichern und zu verhindern, dass wir eingekesselt werden. Ich selbst werde dem Kallerberg einen Besuch abstatten..." Eine der vermummten Gestalten hob die Kapuze von ihrem Kopf. Felan griff zu seinem Schwert, doch die darunter zum Vorschein kommende Frau hob die unbewaffneten Hände und Felan ließ seine Hand wieder sinken. Voltana von Kallerberg sah Felan mit einem gepeinigten Gesichtsausdruck an. "Hochgeboren, ich will mich euch anschließen und Sühne leisten für meinen mißratenen Neffen. Bitte gewährt mir das Recht euch zu beweisen, das wir Kallerbergs nicht nur Verbrecher, sondern auch ehrenhafte Ritter hervorbringen." Nur einen Augenblick musterte Felan sie, doch er konnte in ihrem Gesicht die tiefe Verzweiflung ablesen, die es mit sich gebracht hatte von Raubrittern und Mördern in der Familie umgeben zu sein. Helmar, Geldor, Landolf...es war nur zu verständlich, dass sie dies leiden ließ und er konnte den Wunsch nachfühlen zu beweisen, dass das eigene Blut auch ritterliche Vertreter des eigenen Namens hervorbringen konnte. So nickte er. "Volatana von Kallerberg, ihr begleitet bitte meinen Vetter Wulfger. Ihr kennt euch hier besser aus und könnt ihn gewiß gut führen." Ihr Blick war mit geradezu schmerzlichen Dankbarkeit erfüllt. "Ich bin euch zutiefst dankbar, Hochgeboren. Ich werde mich würdig eures Vertrauens erweisen", versprach sie mit mühsam gehaltener Stimme während sie die Kapuze wieder hochhob und sich zu Wulfger gesellte. "Niemand kann ermessen, welchen Schmerz euch eure Verwandten zugefügt haben. Doch ich erkenne eine wahre Ritterin Hartsteens, wenn sie vor mir steht."
 
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Der Ratssaal war hell erleuchtet. Üppig viele Kerzen erleuchteten und erhitzten den Raum und gaben den Blick frei auf eine Szenerie der völligen Zügellosigkeit. Vier Söldner standen an den Wänden und bewachten den Raum, in dessen Mitte ein Gelage stattfand, dessen Höhepunkt schon lange überschritten war. Leichte Weiber wie bürgerliche Töchter spielten ebenso eine Rolle wie zuviel geistvolle Getränke und große Braten, deren Reste auf silbernen Tellern zu sehen waren, die niemand abgeräumt hatte. Die einst blütenweiße Tischdecke der Tafel war mit Bratenfett, rotem Wein und anderem befleckt. Answulf Waghold, Ratsherr der Stadt, lag schnarchend mit auf dem Tische ruhenden Kopf dar, während Firunia Gneisdorp, ebenso Ratsfrau in Kaiserhain, mit einem anderen ratsherren in eine lebhafte Diskussion vertieft war, die eher der Herrin Rahja als der Herrin Hesinde Ehre gemacht hätte.
 
Landolf von Kallerberg lag mehr als das er saß auf dem Stuhl des Ratsmeisters, eine junge Frau mit einem leicht verzweifelten gesichtsausdruck auf den schoß gezogen und nestelte an ihrem Ausschnitt herum. Er war offenbar so betrunken, dass er kaum noch in der Lage schien, sich zu artikulieren und koordinierte Bewegungen auszuführen. Hinter ihm stand mit einem finsteren Gesicht Marbron, der Hauptmann der blutigen Sensen in seiner schwarzen Rüstung. Ihm mißhagte der Kallerberger. Ein großes Maul und nichts darinnen. Ohne seine Söldner wäre nichts erreicht worden. Die angebliche Ablehnung unter den Bürgern der Stadt war gegen den Schallenberger niemals groß gewesen oder durch Landolfs grausame gänzlich untergegangen. Wenn es nicht den Befehlen seines Meisters entgegengesprochen hätte hätte er Landolf selbst festgesetzt und die Herrschaft übernommen. Aber mit Tharleon wollte er es sich lieber nicht verscherzen, auch wenn es kaum fraglich war, dass er Landolfs Vorgehen mißbilligt hätte. Die Vernichtung des Schallenbergers stand zudem noch aus, nach dem letzten Scharmützel schien der Baron wie vom Erdboden verschwunden. dass er wohl zudem Verstärkung erhalten hatte, wie die aus Beteiligten, die aus dem letzten Gemetzel hatten fliehen können, ihm berichtet hatten. Vermutlich würde er sich bei Burg Aldengrund sammeln wollen, wo er noch einige Soldaten hatte, oder...
 
Von draußen klang Lärm herauf. Alarmiert trat Marbron ans Fenster und öffnete es, um auf die Straße zu sehen. "Heda, Fenster zu, es zieht!", lallte Landolf lachend, doch der Hauptmann beachtete ihn gar nicht. Aus den entfernteren Straßen drangen Waffengeklirr und die Schreie sterbender Sensen heran. Die Bürger hatten sich gegen ihre Besetzer erhoben? Gerade noch konnte er sehen, wie dunkel gewandete Personen unten im Rathaus eindrangen. Doch ein gesicht erkannte er. Kampflärm wurde im Treppenhaus laut und Marbron zog seinen Streithammer, dessen Hammerseite wie ein schreiender Mantikorkopf und der Dorn schmal und scharf wie eine Sense geformt war. Zu Landolf tretend packte er diesen am Kragen und knurrte ihn an, der Frau nicht achtend, die sich eilig entfernt und in einer Ecke zusammenkauerte. "Das ist alles eure Schuld, ihr mieser Versager. Jetzt holt euch der Luchs. Glaubt nicht, dass ich für euch sterben werde. Seht zu, wie ihr selbst aus dieser Sache herauskommt." Landolf hatte ihn verständnislos und mit weit aufgerissenen Augen angesehen, halb aus seinem Stuhl herausgezogen. Marbron ließ ihn los und Landolf plumpste wie ein Mehlsack zurück in seinen Sitz. "Aber, was..." Marbron aber hatte sich schon abgewandt und stürmte aus dem Saal gefolgt von den vier Saalwachen, denen er Handzeichen gegeben hatte, über eine Tür die dem Treppenhaus abgewandt war. Er ließ Kallerberg und seine Kumpane zurück. Diese Niederlage würde ihm Tharleon sicher nicht vergeben und er würde nur noch versuchen zu retten, was zu retten war und sich mit sovielen seiner Leute zurückziehen wie es möglich war.
 
Gerade als er hinaus war schlugen die Hauptportaltüren scheppernd rechts und links an die Wand. Ein schwarzgewandeter Söldner fiel rücklings durch das geöffnete Portal und hielt sich eine Bauchwunde, während ihm die eigene Waffe aus den Händen glitt, bevor er schreiend sein Leben aushauchte. Über die Leiche hinweg stieg Felan in den Saal, gefolgt von Yalinda von Streitzig und einer Hand voll seiner Gardisten. Der Kopf war unbehelmt, das vom Kampf mit Schrammen gezeichnete Gesicht war in tiefstem Zorn gerötet, als er mit einem kurzen Blick die Lage im Raum erfasste und seine Augen sich starr auf Landolf richteten. Von seinem Schwert tropfte Blut und bildete eine Pfütze auf dem Boden.
 
Firunia Gneisdorp war erschreckt aufgesprungen, Waghold hob ob des Lärms müde das Haupt, um sich umzusehen was denn los wäre. Landolf hingegen hatte sein eigenes Schwert gezogen, schlotterte und zitterte jedoch sich gegen seinen Stuhl lehend unter dem blutrünstigen Blick Felans. Der Alkohol tat sein übriges ihm die Knie weich werden zu lassen. "Landolf von Kallerberg, ich verhafte euch und eure verräterischen Freunde hiermit wegen schlimmster Verbrechen wider Götter, Krone und Reich. Lasst euer Schwert fallen oder gebt mir einen Grund euch hinzuschlachten, wie das Schwein, dass ihr seid, Bei Praios und Rondra!", donnerte Felans Stimme durch den Raum, scheinbar mühsam von Yalinda zurückgehalten nicht seine eigenen Worte Lügen zu strafen, in dem er sich einfach auf Landolf stürtzte um ihn an Ort und Stelle zu strafen. Landolfs Fingern entglitten gewollt oder nicht gewollt die Waffe und über Felans Gesicht glitt ein kurzer Ausdruck des Bedauerns, bevor er einfach nur Handbewegungen machte und seine Gardisten hinter ihm in den Raum strömten und den vor Schrecken wortlosen Kallerberger packten, ebenso wie sie die freiwilligen Teilnehmer der Orgie zusammentrieben und festsetzen.
 
"Vater!" Eines der Mädchen in dem Saal stürzte an Felan vorbei und dem gerade in den Saal kommenden Weizschrot in die Arme. "Vater, oh Vater..." Mehr als diese Worte waren ihr nicht zu entlocken, als sie sich heftig schluchzend an die Brust des Mannes drückte, der Felan geholfen hatte. Er hatte seine Arme um seine Tochter geschlungen und streichelte ihren Schopf, während sie sich an seiner Brust ausweinte. Weizschrot hatte gekämpft. Er hatte sich ein Beil genommen und hatte gekämpft, wie nur Väter kämpfen, wenn ihre Familie in Gefahr war. Als er einmal den Kopf hob und in Felans Richtung blickte nickte dieser dem Mann zu und bedeutete ihm so, dass er es gesehen hatte. Er würde nicht vergessen, aber er würde vergeben und in diesem Fall Milde walten lassen, denn ein Adliger zu sein bedeutete sowohl in Härte wie auch in Gnade zu regieren. Sein Jähzorn war zunächst beruhigt, sein Rachedurst mit der Einkerkerung Landolfs versiegt. Es würde ein ordentliches Gericht geben. Ebenso wie die Bürger belohnt werden würden, die ihm auch weiterhin treu zur Seite gestanden hatten.
 
Mittlerweile hatte man ihm mitgeteilt, dass der Hauptmann der Sensen und ein guter Teil seiner Söldner geflohen waren, als deutlich schien, dass sie sich nicht würden halten können. Felan verbot die Verfolgung, denn zu leicht konnten sie in einen Hinterhalt geraten. Und zuviel musste jetzt noch geschehen. Die Ordnung würde wieder hergestellt und danach war immer noch Zeit sich um diese wie andere Probleme endgültig zu kümmern. Doch nun musste er ruhen. Er war so unsagbar müde.
 
===Auf dem Weg nach Bärenau===
 
Mitte/Ende Peraine 1033
Felan marschiert Richtung Süden, um nach Bärenau zu gelangen und dort Iralda zu helfen. Dabei marschiert er vorher bei Bocksbert auf.
Bocksbert spielt Felan vor nur zum Schein auf Geldors Angebot eingegangen zu sein. Bocksbert versucht die Schuld von sich zu weisen, auch indem er Felan geplündertes Gut übergeben lässt (quasi Loskauf von der Schuld). Der nimmt das zunächst hin, weil ihn die Umstände dazu zwingen und marschiert weiter nach Bärenau, aber er hat seinen Entschluß für Bochsberts Schicksal bereits getroffen.
 
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Dramatis Personae:
 
Felan Rondrik von Schallenberg-Streitzig, Baron von Puleth<br>
Leuward von Schallenberg, Ritter zu Reitacker <br>
Haldan von Stolzenfurt, Ritter und Sohn Bocksberts<br>
Bocksbert von Stolzenfurt, Ritter zu Silbersteen<br>
 
17.Peraine 1033 BF, Reichsstraße von Kaiserhain nach Süden
 
Mit wehenden Wimpeln ritt die Streitmacht des Barons von Puleth die Reichsstraße hinab. Grün und Gold leuchteten die Farben der Familie Schallenberg, vermischt mit dem Weiß der Baronie Puleth. Er hatte in Kaiserhain aufgeräumt, die Macht des Landolf von Kallerberg und seiner Spießgesellen endgültig gebrochen und sie selbst schmorten nun in einem finsteren Keller, wo zuvor ihre Opfer geschmachtet hatten. Die feindlichen Söldner waren endweder erschlagen oder in die Wildermark geflüchtet, doch ihre Zahl derart dezimiert, dass vorerst keine Gefahr von ihnen ausgehen mochte.
 
Zwar lauerte immer noch Geldor im Süden, doch er würde später gefasst werden und warten müssen, bis Felan von seinem Kampf zurückgekehrt wäre, den er für die junge Iralda, Baronin von Bärenau, auszufechten versprochen hatte. Sie würde eine würdige Verbündete sein im Kampf für ein starkes und geeintes Hartsteen und hatte sich ihre Hilfe durch ihre Lauterkeit und die Tapferkeit ihres angehenden Verlobten Wolfaran von Ochs verdient. Nichts desto trotz hoffte Felan bald zurückkehren zu können und endgültig reinen Tisch machen zu können.
 
Während ihm diese gedanken durch den Kopf gingen fasste ihn leuward, der neben ihm ritt, am Arm. Er blickte auf und sah dem stummen ausgreckten Zeigefinger Leuwards nach und erblickte einen Reiter der von einem seitlichen Feldweg eilends auf sie zuhielt. Er schien nur mit Leder gerüstet zu sein, über das ein roter Wappenrock mit schwarz-weißem Wappen zu erkennen war. Stolzenfurt, schoß es Felan durch den Kopf und legte die Hand auf die Klinge, da er wußte, dass die Stolzenfurter Gefolsgleute Graf Geismars waren, des Feindes seines eigenen Grafen. Doch in respektvoller Entfernung bremste der Reiter sein Roß und hob grüßend die Hand, so dass Felan erleichtert die Hand vom Schwert nahm.
 
"Die Zwölfe zum Gruße! Gehe ich recht in der Annahme die Ehre zu haben seine Hochgeboren Felan von Schallenberg vor mir zu haben?", rief der junge Reitersmann ihnen entgegen, während er sein Pferd zügelte.
 
Felan hob ob der offensichtlichen Anerkennung seines Titels als Baron von Puleth durch den Stolzenfurter die rechte Braue. Er war von Graf Luidor zum Baron ernannt worden, während Graf Geismar seinen Vetter Werdomar zum Baron ernannt hatte. Wenn ein Stolzenfurter ihn derart ansprach, war das für Felan ein deutlich überraschender Weg.
 
"Die Zwölfe mit euch, und ja so ist es, Herr Ritter. Aber mit wem aus der ehrenwerten hartsteenischen Familie Stolzenfurt habe ich das Vergnügen?", antwortete Felan mit einer respektvollen Entgegnung.
 
"Haldan von Stolzenfurt, werde ich geheißen, Ritter Hartsteens bin ich und sonst nichts."
 
"Ein Ritter Hartsteens zu sein ist dieser Tage mehr Ehre als manch ein Baron oder Graf von sich behaupten kann zu besitzen. So seid mir nochmals gegrüßt, Ritter Haldan. Doch seid ihr wohl kaum in eilender Geschwindigkeit zu mir geritten um höfliche Grüße auszutauschen.", lächelte Felan, als er mit Freuden auf die Ehrhaftigkeit Haldans reagierte, mit der dieser den Titel eines Ritters hervorhob. "Was ist es, das ich für euch tun kann? Denn das es etwas ist sehe ich an eurem Gesicht."
 
"Es ist etwas, das mich schämen läßt den Namen Stolzenfurt zu tragen und da ich von euren Taten und eurem aufrichtigen Willen gehört habe im gegensatz zu Werdomar wahrlich für diese Baronie zu streiten habe ich mich entschlossen zu euch zu kommen und euch zu bitten mich anzuhören und den Namen meiner Familie zu reinigen, in dem ich vor Praios und Rondra Zeugnis ablege von dem, was ich weiß."
 
"Wie ihr seht sind wir selbst in Eile, doch da ich euer Anliegen als wichtig einschätze möchte ich euch einladen uns zu begleiten, wobei ihr selbst entscheiden mögt, ob ihr uns bis zum Ende begleiten mögt. Ihr seht aus wie ein wahrlicher Ritter und daher gehe ich davon aus, dass ihr keine Hinterlist in eurem Herzen tragt."
 
"Das will ich tun, Hochgeboren, und schwöre euch, dass nur mein Wille zu Ritterlichkeit und Ehrfurcht vor den Göttern mich lenkt."
 
"Dann seid uns als Reisegefährte willkommen und erzählt uns, was euch belastet." Felan machte eine einladende Handbewegung und Haldan ließ sein Pferd zwischen Leuward und Felan einlenken. Felan gab das Signal und der Zug setzte sich wieder in Bewegung. Gleich als sie wieder angeritten waren begann Haldan zu erzählen und Felans Blick verfinsterte sich mit jedem Augenblick mehr, doch schien kein Zorn auf den jungen Ritter zu seiner Seite gerichtet zu sein.
 
===Das Kloster ruft===
 
Rondra 1034
als er aus Bärenau zurückkehrt statuiert er ein Exempel an Bocksbert von Stolzenfurt: er zwingt diesen mit vorgehaltenem Schwert in ein Kloster einzutreten (andererseits er ihn wegen Raubrittertums vor verurteilen wird und die Beweise ausreichen würden um ihn umgehend hinzurichten und ihn und seine Familie des Lehens für entledigt zu erklären [natürlich könnte Bocksbert argumentieren, dass Felan vielleicht zu dem Zeitpunkt noch nicht durch Luidors offizielle Ernennung zum Grafen legitimiert sei und damit höhere Gewalt in Form Geismars gegen sich zu haben, aber Felan wird sehr entschlossen wirken es darauf ankommen zu lassen), lässt aber Bocksberts Sohn das Gut Silbersteen behalten, und damit der Familie ihre Ehre ebenso wie Bocksbert, nimmt ihn aber dauerhaft aus dem Spiel. => Gnade vor recht, nach caesarianischem Vorbild, um sich den Nutznießer, Bocksberts Sohn und die restliche Familie Stolzenfurt, gewogen zu machen (allein schon weil die auch merken, dass Geismars Stern gesunken ist und sie mit diesem Baron noch auskommen müssen: Realpolitik).
 
Dramatis Personae:
 
*Felan Rondrik von Schallenberg-Streitzig, Baron von Puleth
*Bocksbert von Stolzenfurt, Ritter zu Silbersteen
*Haldan von Stolzenfurt, Ritter und Sohn Bocksberts
*Korhelm von Stolzenfurt, Ritter und Bocksberts Vetter
*[[Garetien:Owilmar von Schroeckh|Owilmar von Schroeckh]], Abt zu [[Garetien:Kloster Tannenheim|Tannenheim]]
 
 
20.Rondra 1033 BF, Gut Silbersteen
 
Die Bewohner von Silbersteen wurden vollkommen überrascht. Mit offenen Mund starrte man die Kavalke schwer gerüsteter Reiter und die in Laufschritt dahinter marschierenden Soldaten im Grün und Gold der Luchsgarde an. Noch während ein Knecht loslief den Hausherren zu rufen wurde der Gebäudekomplex geradezu umzingelt von den Spießträgern, während die Reiter mitten auf den Hof und Vorplatz zum Gutshaus ritten und dort in bedrohlicher Manier Stellung nahmen. Die meisten der Waffenröcke dieser Soldaten und Ritter war nicht völlig sauber und schien erst kürzlich einen schweren Kampf hinter sich gehabt zu haben. Um so grimmiger wirkte der Gesichtsausdruck des Anführers an der Spitze.
 
Felan sprang von seinem Roß. Er war in voller Kriegsmontur gewandet, das Schwert griffbereit in der Scheide gelockert. Nur den Helm hatte er abgenommen und am Sattel festgebunden, sowie die Kettenhaube nach hinten geschoben und barhäuptig gelassen, so dass sein dunkelblondes Haar ihm frei um den Kopf wehte.
 
Neben ihm saß der junge Sohn des Hausherren eben so, Haldan von Stolzenfurt, was ein Gemurmel unter den inzwischen zu einem Haufen zusammengekommenen Gesinde auslöste. War doch der Hausherr selbst ein ausgemachter Parteigänger Graf Geismars, der wiederum ein Feind Luidors und somit des von ihm zum Baron ernannten Felans war. Und nun ritt dessen Sohn, der vor geraumer Zeit einfach verschwunden war, an dessen Seite auf dessen Hof? Dazu noch mit einer militärischen Streitmacht, der Bocksbert von Stolzenfurt nichts entgegen zu setzen hatte.Gerade da trat der Hausherr aus dem Portal des Haupthauses, das Gesicht zorngerötet, in der Hand eine schwere Streitaxt und gefolgt von seinem Vetter Korhelm.
"Verschwindet von meinem Gut, Schallenberg! Ihr habt hier nichts zu schaffen oder zu sagen! Und geht ihr nicht willig so werde ich euch eigenhändig vertreiben!", brüllte Bocksbert ausser sich und wäre die Stufen hinuntergetrampelt, ums einen Worten Taten folgen zu lassen hätte Korhelm ihn nicht an der Schulter zurückgehalten.
 
"Ihr seid kaum in der Position Forderungen zu stellen, Stolzenfurt.", entgegenete Felan mit schneidender Stimme. "Und ich denke sogar in eurem Sinne ist es, wenn ich meinen Männern nicht den Befehl gebe zu Handeln. Und wäre nicht eure Sohn, bei Praios und Rondra, schwörte ich euch ich würde diesen Hof niederbrennen und euch darin verrecken lassen, denn ein rondrianisches Urteil habt ihr euch nicht verdient."
 
Bei diesen Worten schien der dicke Stolzenfurter erst noch mehr zu erröten, doch ein Blick zur Seite auf den Begleiter Felans, seinen eigenen Sohn, ließ ihn eine folgenschwere Erkenntnis in sein Hirn treiben und schwer erbleichen. Jedoch bevor er wiederum auf Felans Worte antworten konnte schaltete sich ein Reiter hinter Felan ein, der das lange grüne Gewand eines Perainegeweihten trug.
 
"Frieden, werte Herren. Seine Hochgeboren haben mich gebeten mitzukommen, um drohendes Blutvergießen zu verhindern und ich bin bereit diesem Wunsch auch hier nachzukommen." Umständlich löste er sich aus dem Sattel und ließ sich zu Boden gleiten, bevor er fortfuhr zu sprechen. "Drum lasst uns hineingehen und das folgende in friedvollem Maße besprechen.", sagte er und ging lächelnd auf Bocksbert zu, der die erhobene Axt bereits hatte sinken lassen. Felan ließ ein zustimmendes Brummen hören und nickte, während er dem Mann folgte, ebenso wie Haldan.
 
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Nach wenigen Augenblicken hatte man das Arbeitszimmer Bocksberts zum Ort der Verhandlungen auserkoren. Schallenberger Soldaten sicherten das Haus von außen, aber blieben draußen. Jedoch hätten Bocksberts Mannen bei einem Sturm keine Möglichkeit gehabt lange zu widerstehen.
 
"Also sprecht geradeheraus: was will der Schoßhund Luidors von mir, dass ihr mir in dieser Weise die Klinge an die Kehle haltet und dennoch einen Geweihten der gnädigen Herrin herbetet, der dies sicher nicht gerne sieht." Bocksberts Stimme ließ Trotz erkennen, wenn er auch seine Gewalt im Zaume zu halten wußte. "Und warum reitet mein Sohn an eurer Seite."
 
"Ich will euch nicht länger als nötig darüber im Unklaren lassen, Stolzenfurt. Euer Sohn reitet mit mir, weil er ein Ehrenmann ist, der das, was euch an Ehre fehlt, in doppelter Weise trägt. Wäre nicht seine Bitte um euer Leben gewesen, ihr hinget nun draußen an der Kastanie und müsstet eure Rechenschaft vor den Göttern abgeben.", knirschte Felan, dem ein gewisses Maß an Bedauern anzumerken war den Bitten Haldans nachgegeben zu haben.
 
Bocksberts Hände grüben sich so hart in die Lehnen seines Stuhls, dass sie weiß wurden. "Erneut beleidigt ihr mich auf meinem Grund und ich..."
 
"...und ihr seid ein Paktierer mit Raubmördern und vor dem Reichsgericht Geächteten, die sich nicht schämen mit einem bekannten Schwarzmagier und seinen Schergen gemeinsame Sache zu machen!", vervollständigte Felan den Satz lauthals und grimmig. "Würdet ihr vor einem Gericht Hartsteener Ritter verurteilt wäre der Tod auf dem Henkersblock das geringste Urteil, dass euch erwarten würde. Ein Urteil, an dem auch euer geschätzter Gönner, Herr Geismar nicht vorbeikäme es so zu fällen. Ihr und eure Familie könntet all eurer Besitztümer durch euch verlustigt gehen, landlos, während über euch die Schande des verbrechers schweben würde."
 
Der Stolzenfurtter hatte sichtlich zu schlucken und auch sein Vetter Korhelm, der schweigsam hinter ihm stand war kalkweiß geworden. "Ihr habt dazu kein..ihr seid nicht mein.."
 
"Ich bin nicht euer Lehnsherr, weil ihr mich nicht anerkennt wollt ihr sagen? Oder weil Ritterin Malvina von Schroeckh Herrin über dies Junkertum ist und sie mitzureden hat? Ich bin sicher sie ist eine vernünftige Frau, die in ihrem Urteil übereinstimme würde. Vielleicht habt ihr damit Recht. Und dank eures Sohnes habe ich nicht vor eure Familie auszulöschen und aus meiner Baronie zu tilgen. Ich sehe in ihm all das, was einen guten Hartsteener Ritter ausmacht. Und ihr hättet auf ihn hören sollen. Nur um seiner Zukunft willen bin ich bereit euch ein Angebot zu unterbreiten."
 
Felan hatte beide Hände flach auf den Tisch gelegt und führte sie nun zusammen um die Fingerspitzen aneinander zu legen, während Bocksbert wie erstarrt zuhörte. "Ihr seht nicht schächlich aus, aber diese Welt scheint nichts für euch zu sein. Ihr habt es an Respekt vor den Göttern und ihren Geboten mangeln lassen und so solltet ihr die Götter anflehen udn bitten euch zu verzeihen. Nun, wo könntet ihr das besser als in einem Kloster, wie der ehrenwerte Abt Owilmar, im übrigen ein jüngerer Bruder eurer Junkerin, es euch sicher bestätigen kann. Dort könnt ihr die zweite Hälfte eures Lebens mit Arbeit verbringen die Körper und Geist reinigen werden.", sagte Felan mit einer freundlichen Handbewegung auf den Abt deutend, der dies zum Anlaß nahm bestätigend zu nicken.
 
"Kurzum, ihr werdet den Rest eures Lebens in einem Kloster des Dreischwesternordens verbringen. Dafür wird man eure Taten vergessen, auf euren Namen wird kein Schatten fallen, ebenso wenig wie auf eure Familie. Zudem soll euer Sohn uneingeschränkt euer Lehen übernehmen und wird der Baronie Puleth, seinem Baron und seinen Menschen wieder treulich dienen, wie es einem Ritter und seinen Schutzbefohlenen ansteht."
 
Bocksbert schien kurz noch einmal aufbegehren zu wollen, doch die Offenbarung seiner Zukunft, wenn er nicht einwilligen würde, drückte ihn wie eine zentnerschwere Last zu Boden. Schließlich nickte er nur noch, nicht ohne immer noch ein gemisch aus Hilflosigkeit und unbändiger Eut zu empfinden. Wie hatte es nur dazu kommen können. Geldor hatte versagt und ihn mit in die Tiefe gerissen...
 
"Ausgezeichnet, Stolzenfurt...die Dokumente für eure Willenserklärung liegen bereits vor. Ihr werdet Abt Owilmar noch heute begleiten." Felan unterdrückte ein triumphierendes Lächeln, das er als nicht statthaft empfunden hätte, als Bocksbert auch dieses mal stumm nickte. Dennoch glühte er innerlich vor Freude über das Erreichte. Nach den Kämpfen in Kaiserhain und Bärenau war er der dauernden Kämpfe müde geworden und hoffte zurück in Kaiserhain bei seiner Gemahlin endlich einige ruhige Tage zu verbringen.
 
===Leere Kassen===
 
[[Geschichten:Baron von Puleth - Leere Kassen|Baron von Puleth - Leere Kassen]]
 
===Schroeckhlich gut===
 
Felan einigt sich auch mit Malvina von Schroeckh vereint gegen Geldor von Kallerbergs Spießgesellen vorzugehen um diesen endgültig aus dem Kaiserforst im Süden Puleths zu vertreiben (Etwa Ende 1034).
Grund für Malvinas Handeln ist Pragmatismus: sie hat die Wahl entweder zwischen die Fronten zu geraten: Stolzenfurt, Raubritter wie Kallerberg und Felan. Da der Bocksbert eigentlich ihr Vasall ist, sie ihn aber nicht alleine zur Raison bringen kann braucht sie Felan im gewissen Sinne. Wenn sie wiederum IHM helfen kann ist sie ihm weniger schuldig und er muss hingegen ihr dankbar sein. Zumal sie ja ebenso begreift, dass er als derjenige, der mit dem Gewinner der Grafenfehde da den längeren Atem haben wird und sie ungerne plötzlich merkt, dass die Baronsfamilie ihr Scherereien mit dem Junkertum macht, wenns an die Lehensvergabe geht.
Zumal es natürlich für Markt Sommerau und damit ihre Schatulle ein Gewinn ist, wenn die Straßen sicherer werden und der Handel besser fließt, weil die Kaufleute weniger Furcht haben diese Straßen zu benutzen.
 
 
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Dramatis Personae:
 
*[[Hauptdarsteller ist::Garetien:Felan Rondrik von Schallenberg|Felan Rondrik von Schallenberg]], Ritter und Baron von Puleth
*[[Garetien:Malvina Cella von Schroeckh|Malvina von Schroeckh]], Junkerin von [[Garetien:Junkertum Sommerau|Junkertum Sommerau]]
 
 
 
3.Tsa 1034 BF, Haus der Familie Schroeckh im Markt Sommerau
 
"Es ist bald ein Jahr her, Junkerin, dass ihr mir versprachet den Rücken freizuhalten gegen diesen Schuft, der sich [[Garetien:Geldor von Kallerberg|Geldor von Kallerberg]] nennt.", eröffnete Felan das Gespräch in dem kleinen Kaminzimmer, nachdem ihm die Hausherrin Malvina von Schroeckh einen Becher Weins eigenhändig eingegossen hatte und er einen Schluck von diesem genommen hatte. Felan war heute mit nur geringer Bedeckung nach Sommerau gekommen und hatte sich selbst bei der Junkerin unter Travias Segen zum Abendessen eingeladen. Bei dem Mahl war wenig gesprochen worden, wobei Felan nur zu deutlich ein gewisses Unbehagen bei Malvina hatte erkennen können. Er hingegen hatte ein angeregtes gespräch mit ihrem Sohn geführt und hatte auch mit ihrem Gatten, der sogar einst zusammen mit seinem Vater gegen die schwarzen Horden gefochten hatte, einige Worte gewechselt. Über den Rand seines Bechers sah er sie an, die ältere Frau mit dem immer noch glatten Gesichtszügen und dem vollem schwarzen Haar, in dem nur wenig grau zu sehen war und nur zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden war. Felan stellte den Becher auf ein rundes Tischchen neben seinem weichgepolsterten Sessel um eine verbeugung anzudeuten.
 
"Und hiermit sollt ihr auch meinen wörtlichen Dank dafür haben, dass ihr damals so treulich der Baronie gedient habt, trotz der möglichen Konsequenzen, die sich für euch daraus hätten ergeben können."
 
"Ein Ritter handelt nicht danach, was sich für mögliche Konsequenzen für ihn ergeben können, sondern was ihm vor Praios und Rondra sein Stand für Pflichten und Tugenden auferlegt wurde. Zumal ich den Schurken nicht zu stellen vermochte, wie es meine eigentliche Absicht war."
 
"Wohlgesprochen, dennoch gibt es manchen, der den Ritterschlag erhalten hat und dennoch anders gehandelt hätte.", sagte Felan freundlich. "Und das ist anzuerkennen. Doch euch ist sicher bewußt, dass ich nicht nur gekommen bin, um euch zu danken. Wie ihr richtig sagtet treibt Geldor noch immer sein Unwesen in eurem Junkertum vornehmlich."
 
"Ihr wollt eure Hilfe anbieten?"
 
"Ich will meine Pflicht tun. Ich bin Baron. Ich BIN Baron.", wiederholte er den letzten Satz, als er merkte, dass Malvina etwas einwerfen wollte. "Ich weiß so gut wie ihr, dass sich Werdomar von Quintian-Quandt immer noch meinen Titel anmaßt, obwohl er keinen Handschlag dazu getan hat sich diesen zu verdienen oder in diesem Lehen die Ordnung wieder herzustellen. Aber was uns noch mehr trennt, als seine Anhängerschaft zu Geismar und meine zu Luidor: ICH bin hier und er nicht."
 
"Hochgeboren, wollt ihr mir drohen?"
 
"Keinesfalls. Ich drohe niemandem, der sich ehrenhaft verhält und sich über das gewohnte Maß hinaus dafür interessiert, was das Beste für die Baronie und damit ganz Hartsteen ist. Doch ich habe euch lange genug die freie Wahl gelassen. Ihr wisst so gut wie ich, dass ich es auf Dauer nicht dulden kann, will ich als Baron anerkannt werden, dass meine Junker mir nicht offiziell den Lehnseid leisten."
 
"So wollt ihr auf die gleiche Weise auch vor Lechdan treten, und seinen Eid fordern?", entgegenete sie ihm weniger trotzig als mit tatsächlicher Neugierde.
 
"Lechdan ist ein Fall für sich. Sollte er sich freiwillig bekennen werde ich es begrüßen. Doch ich kann nciht erwarten, dass er sich freiwillig gegen die Familie stellt. Letztlich bliebe mir nur ihn seines Lehens für entledigt zu erklären, was mir mehr schmerzen würde, als ihr euch vorstellen könnt. Und wenn er kämpfen will so werde ich mich stellen müssen. Doch mir geht es heute nicht um ihn, sondern um euch. Seid ihr für mich oder wider mich? Es kann kein Zaudern und Zögern mehr geben, zumal ihr wisst, dass es nur von Vorteil ist für mich zu sein. Ihr habt von der Neuaufteilung der Junkertümer profitiert, die Werdomar jederzeit, wenn er herrschen sollte rückgängig machen könnte."
 
"Und mein Vetter Owilmar hat auch profitiert und damit meine Familie, wollt ihr sagen."
 
Felan nickte. "Ihr seht, ich bin euch gut. Und bedenket welche Stabilität der Baronie es brächte und welch guter Einfluß dies auf ganz Hartsteen dies haben würde. Eure Familie und die meine...."
 
"Wenn ihr darin auf Horbald anspielt so sei euch gesagt, dass mein Bruder...nun eben oft reden wir nicht miteinander."
 
"Jedes Wort ist Recht, dass des Reiches altem Herzen seine Stärke zurückbringt. Seine Exzellenz wird ein Einsehen darin haben und eines Tages wird Geismars Herrschaft enden und Luidor wird sich ebenso seiner Freunde erinnern, wie ich es tue."
 
"Es lockt mich weniger die Versprechungen, Hochgeboren.", entgegenete die Junkerin mit einem Lächeln, mit dem sie den jungen Baron bedachte. "Es lockt mich vielmehr eure, wenn ihr es verzeiht es so zuz nennen, naive Romantik, die ihr ihr in Bezug auf Reich und Grafschaft hegt. Man möchte meinen ihr wäret den Geschichtsbüchern früherer Tage entsprungen und der gute Kaiser Alrik selbst hätte euch den Ritterschlag gegeben."
 
Felan errötete ein wenig ob ihrer Worte, denn sie hatte tatsächlich seine jungenhafte Romantik erkannt, in der er nur zu gerne schwelgte. "Dann wisst ihr auch zu schätzen was in alten Tagen Recht und Sitte war und es dort besser bestellt stand um alles und ganz sicher um unser Land."
 
"Dem kann ich nicht widersprechen. Es sei. Hochgeboren, ich werde euch den Eid leisten, denn wahrlich der Krämer Herrschaft zu Feidewald hat Hartsteen kein Glück gebracht. Unter Thuronia mochte man noch Hoffnung haben, doch es wird Zeit, dass wieder alter Frieden herrscht und wir neu errichten statt einzureißen. Stabilität wollt ihr? Das verspreche ich euch. Doch eines lasst Bedingung sein.", sagte Malvina mit einem ernsten Gesicht zu Felan gewandt.
 
"Und die da wäre?"
 
"Bringt zusammen mit mir Kallerberg zu Fall. Sein Ende soll ein neuer Anfang sein für diese Baronie."
 
"Es sei, Junkerin, es sei wie ich es versprach meine Pflicht zu tun!", sprach Felan laut, erhob sich aus seinem Sessel und hielt ihr den ausgestreckten Arm zum Handschlag hin, den Malvina ergriff um die Hand zu ergreifen.
 
 
===Das Ende des Raubritters===
 
Dramatis Personae:
 
*[[Hauptdarsteller ist::Garetien:Felan Rondrik von Schallenberg|Felan Rondrik von Schallenberg]], Ritter und Baron von Puleth
*[[Hauptdarsteller ist::Garetien:Malvina Cella von Schroeckh|Malvina von Schroeckh]], Junkerin von [[Garetien:Junkertum Sommerau|Junkertum Sommerau]]
*[[Hauptdarsteller ist::Garetien:Geldor von Kallerberg|Geldor von Kallerberg]], Raubritter in der Baronie Puleth
 
26.Tsa 1034 BF, nahe Burgruine Kaiserforst
 
Der Aufwand schien geradezu lächerlich gering gewesen zu sein den Raubritter aufzuspüren. Nachdem man ihn viele Götternamen lang nicht hatte ausfindig machen können war er nun in seinem Unterschlupf eingekesselt worden. Ein Hehler, bei dem man Ware gefunden hatte, die zuvor Geldor von unbescholtenen Händler geraubt hatte, hatte ihnen den letzten Hinweis geben können. Die alte Burgruine Kaiserforst. Es hätte Malvina schon viel früher klar sein müssen, wo sich der umtriebige Kallerberger immer hin zurückgezogen hatte, doch kaum jemand war auf den Gedanken verfallen er könnte sich in der 960 BF abgebrannten Gebäude verstecken, zumal es hieß dort würde es spuken und die bei dem Brand Umgekommenen würden dort noch heute umgehen.
 
Malvina hatte den Ort auskundschaften lassen. Dazu hatte sie sich einiger Abenteurer bedient, die sich sogar kurzfristig unter die Räuber gemischt hatten und ihnen die vollkommen zugewucherten Wege zu der Burg weisen konnten, sowie die Pfade, die die Räuber nun benutzten und die gut getarnt waren.
 
Es war früher Morgen. Soeben gab ihre Jägerin, Alrika Farnhain, ihr die Handzeichen, dass alle in Position seien. Malvina zog ihr Schwert und gab nun ihrerseits das Zeichen zum Vorrücken. Sie wusste, dass zur gleichen Zeit Felan von Südwesten und einer seiner Ritter vom Osten vorrückte, während sie selbst aus dem Norden kam. Die Schlinge zog sich zu.
 
Das Grün der Schroeckhs und der Schallenberger verschmolz bis auf das Weiß und Gold ihrer Wappentiere mit dem Wald, so dass sie nahe herankamen, bis das Durchbrechen von Büschen und das Knacken der Äste zu laut wurde, so dass auch die aufgeschreckten Posten der Räuber sie nicht überhören konnten. Einige schienen sofort zu erkennen, was die Stunde geschlagen hatte und versuchten durch die Linie zu brechen und zu fliehen. Doch es war zu spät zur Flucht, denn die Schlinge hatte sich zugezogen. Gnadenlos wurden die Räuber niedergemacht. Wer sich wehrte wurde ohne Gnade getötet und nur wenige suchten ihr Heil darin die Waffe fortzuwerfen und sich der damit der richterlichen Gnade der Ritter auszuliefern. Man würde sie später aburteilen, aber das auch nur einer unschuldig sein sollte, war unwahrscheinlich. Der Strick würde die meisten erwarten.
 
"Gnade! Habt Gnade mit mir!", schrie einer besonders laut, als er bei dem Versuch kriechend durch Himbeerbüsche hängengeblieben war und aufgegriffen wurde.
 
"Gnade?", schnauzte ein Spießer der Junkerin. "Warum sollten wir Gnade walten lassen mit Abschaum wie dir?" "Ich sage alles! Ich kann euch alles sagen! Geldor hat alles geplant!"
 
"Korninger,", rief Malvina dem Mann zu, der den Flehenden am Kragen gepackt hielt. "Ich will den Mann lebend, er könnte ein williger Zeuge sein um Geldor zu verurteilen."
 
"Ich danke euch Herrin, Rauban Vogeler vergisst euch das nicht!"
 
"Hast nochmal Glück gehabt, dass die Herrin so sanftmütig ist, ich wäre nicht so gnädig gewesen...", schnauzte Gardist Korninger den Mann noch einmal an, bevor er ihn zu den anderen Gefangenen brachte.
 
Derweil klang aus der Ruine Schwertergeklirr. Malvina eilte nach vorne und konnte allsbald auf dem ehemaligen Hof der Burg sehen, wie der Baron mit einem Mann in von braun-schwarzem Leder verhüllter Kettenrüstung kämpfte. Felan hatte den Vorteil eines Schildes, doch sein Gegner, der kein anderer als Geldor von Kallerberg sein konnte, war flinker, da er sich nicht mit schweren Bein- und Armschienen abschleppte und leichtfüßig Felans Schlägen auswich. Als Geldor wieder einmal einen Schritt zurücksprang konnte sie auch sehen, dass Felan bereits aus einer Wunde knapp über dem Auge, genau dort wo seine Kettenhaube die Stirne nicht mehr schützte, blutete und ihm dieses Blut auf dem rechten Auge seine Sicht behinderte.
 
"Geldor!", rief Malvina, so dass sich dieser umdrehte. "Hochgeboren, ich bitte euch ihn mir zu überlassen."
 
"Wie ihr wünscht.“, keuchte Felan und versuchte sich Blut aus dem Auge zu wischen, ganz offensichtlich nicht ungerne bereit ihr den Kampf zu übergeben.
 
"Oho, meine Junkerin! Auf eure alten Tage noch zu Streit aufgelegt?", spottete Geldor. "Passt nur auf, denn im Wald lauern Räuber auf junge wie alte Jungfern gleichermaßen!"
 
"Spottet ihr nur, die Götter stehen auf meiner Seite und dem Recht, das ich vertrete."
 
"Scheiß auf eure Götter!", rief Geldor zurück und ging in den Angriff über. Seine Schläge waren kraftvoll und schnell, trotz des Kampfes gegen Felan. Doch auch wenn er in der Blüte seiner Kraft stand hatte sie etwas, was ihm fehlte: Erfahrung. Er trachtete danach ihre Verteidigung zu überwinden, die sie unerschütterlich wie ein Fels ihm entgegenhielt. Er schien nicht zu ermüden, jedoch nahm sein Zorn zu, als er merkte dass er ihre Deckung nicht überwinden konnte. Dies nutzte Malvina. Als sich Geldor scheinbar eine Lücke in ihrer Deckung bot und er eilendes zustieß wich sie behender als zu vermuten war dem Stoß zur Seite aus, rammt ihr Knie in seine Seite und ließ die Schwertklinge niedersausen. Blut spritzte, als ihr Stahl sich in die Schwachstelle einer jeden Rüstung unter der Achsel ihres Kontrahenten bohrte. Blut quoll schaumig über die Lippen Geldors, die Augen weit aufgerissen. Langsam entglitt seine Waffe den kraftlos gewordenen Fingern und mit einem letzten Aufkeuchen fiel er, das Gesicht voran, zu Boden. Malvina zog die Waffe aus seinem Leib, wobei sie den Fuß auf seinen Oberarm stellen musste um die Klinge frei zu bekommen.
 
"Bei Rondra, ihr habt diesem Verbrecher ein würdigeres Ende bereitet, als er es verdient hatte.", sagte Felan, der plötzlich hinter ihr stand und ihr seine Hand auf die Schulter gelegt hatte.
 
"Er war ein Ritter und wenn er auch nicht wie einer gelebt hat so sollte er wenigstens wie einer sterben. Und sei es nur als Symbol, dass die rechtlose Zeit der Raubritter in unserem Hartsteen endlich zuende ist!", antwortete sie und Felan konnte nicht umhin als mit einem ernsten Nicken ihren Worten Zustimmung zu geben.
 
 
==Familienplanung==
nach Bärenauer Vorbild:
 
*Rondrik Ulfried (*1033 BF)
*Emer Hesine (*1034 BF)
*Rainmund Nadrian (*1035 BF)
*Tsatalia Jalga (*1036 BF)
*Phexiane Ardare (*1037 BF)
*Halwin Praiodan (*1038 BF)

Aktuelle Version vom 17. März 2021, 18:14 Uhr

BLutiges Jahr 1043 BF in Aldenried

Efferd/Travia: Reichsforster Feldzug 'durch den Wald' ins nördliche Hartsteen. Ganz Aldenried besetzt (ohne Beteiligung der Waldsteiner)

Boron: Das nördliche Hartsteen, auch Aldenried, bleibt von Reichsforster Truppen besetzt

Hesinde: Waldstein steigt in die Fehde ein und lässt Truppen an der Grenze aufmarschieren. Reichsforster Truppen ziehen sich aus Aldenried zurück

Tsa: Waldsteiner überfallen das nördliche Hartsteen und besetzt den Süden von Aldenried => Zweite Schlacht vor Bärenau

Anfang Phex: Hartsteen schlägt die Waldsteiner Ritter in der 'Schlacht an der Pulsa' und kann sie bis zum Kloster Tannenheim zurückdrängen

Ende Phex: Hartsteener und Waldsteiner Verbände belauern sich => keine Waldsteiner Truppen mehr in Aldenried.

Anfang Peraine: Im 'Hartweiler Untergang' bei Tannau kommt es zum Gefecht zwischen Hartsteener und Waldsteiner Ritter


Familienplanung

nach Bärenauer Vorbild:

  • Rondrik Ulfried (*1033 BF)
  • Emer Hesine (*1034 BF)
  • Rainmund Nadrian (*1035 BF)
  • Tsatalia Jalga (*1036 BF)
  • Phexiane Ardare (*1037 BF)
  • Halwin Praiodan (*1039 BF, Efferd)
  • Perainia Alrike (*1042 BF, Praios)
  • Geron Angward (*1044 BF, Ingerimm)

für Leuward & Perala von Schallenberg:

  • Leomar *1044
  • Perainhild *1045
  • Debrek *1047

Rondras Weg

Verbindung zum mystischen unter Burg Sturmwacht schaffen.


Hesindes Weg

Hesindes Weg - Spiegelbilder

10.Tsa 1043 BF, Stadt Kaiserhain, Freiherrlich Aldengrund

Die Wärme floh früh dieses Jahr. Kleine Teiche und Rinnsale bildeten sich in den Wagenspuren auf der schlammigen Straße. Jedenfalls fand das Ruhmbart Gumping, als er seinen Ochsenkarren durch die Nebenstraße der Stadt führte. Aber ihm war das nur recht. Ein Segen der Herrin Tsa und ihrer Schwester Peraine, je früher man beginnen könnte sich um die Felder zu kümmern, gerade na dem furchtbarem letzten Jahr, dachte der Bauer missgemut und kratzte sich an seiner Nase, der man an ihrer rosigen und geäderten Knolligkeit ansehen konnte, dass er gerne mal den einen oder anderen Becher Gebrannten zu sich nahm. Sein Hof und seine Familie waren zwar weitgehend verschont geblieben, aber noch immer marodierten Truppen durchs Land. Und er hatte keine größere Lust darauf diesen jetzt zu begegnen. Lieber frönte er dem Klatsch und war deswegen beliebt unter seinen Nachbarn auf dem Land, da er stets die neuesten Geschichten zu erzählen wusste, nachdem er aus der Stadt wieder heim kehrte.

Es war zwar immer noch kühl und der eine oder andere Schneefall nicht ausgeschlossen, als die Dunkelheit sich über die Stadt senkte. Erste Sterne spiegelten sich in den vielen Pfützen auf der Straße, als wolle auch der Herr Phex seine Absichten in der Stadt Material zur Ausbesserung der großen Scheune zu erwerben mit seinem Licht segnen. Die Aussicht bald bei seiner lieben Base einkehren zu können und hoffentlich einen Krug warmen Apfelweins kredenzt zu bekommen ließ ihn in Vorfreude summen.

So bemerkte er nicht, wie sich ein Schatten lautlos von einem niedrigen Dach auf seinen leeren Karren fallen ließ und langsam nach vorne kroch. Nicht einmal das Messer blitzte auf, als es gezogen wurde, da die Klinge mit Ruß geschwärzt war. Ruhmbart riß erschrocken die Augen auf, als sich die Hand auf seinen Mund legte und er die Klinge an seiner Kehle spürte. Nicht einen Ton brachte er heraus.

"Einen Hilferuf, und du bist tot.", versprach die Stimme des Angreifers, die rau und kalt an Ruhmbarts Ohr drang. "Nicke, wenn du das verstanden hast." Eilig kam der Bauer der Aufforderung nach, doch vorsichtig um sich nicht aus Versehen den Hals selbst aufzuschlitzen. "Gut. Es heißt du bist gut informiert darüber was in diesem Ort so passiert. Beantworte mir meine Fragen und ich verschwinde wieder." Erneut nickte Ruhmbart, dem der kalte Schweiß ausgebrochen war. "Ist der Baron derzeit in der Stadt." "Ja, ihr erkennt es daran, dass das Banner an seinem Stadthaus weht.", eilte sich Ruhmbart zu antworten. "Sind vor längerer Zeit zwei Kinder in den Haushalt des Barons eingezogen?" "Äh, was meint ihr mit vor einiger Zeit, Herr?" "Vor mehreren Götterläufen, ich schätze fünf bis sieben sollten es sein. Sie heißen Haldana und Cereborn." "Ja Herr, ein Junge und ein Mädchen. Kamen wohl von weither. Sollen einem weit entfernten Familienzweig angehören." "Wohnen sie hier in der Stadt?" Der Bauer schüttelte den Kopf, da er nicht wusste was er sonst dazu sagen sollte. "Wo sind sie dann?" "Gareth, Magierakademie", brachte der furchtsame Mann hervor. "Sieht man sie hier häufiger?" "Ab und zu. Ich meine ich sehe sie selbst nicht oft, aber ich hörte, dass sie häufiger mal auf dem Markt zu sehen sind, wo sie besonders Fernhändler besuchen, die nicht direkt durch Gareth ziehen, wegen der hohen Stadtzölle und ohnehin ihre Waren weiter in den Norden bringen wollen. Also wenn sie aus der Kaiserstadt zu Besuch beim Baron sind. Vor allem an hohen Festtagen.", eilte er sich schnell zu sagen. Er geriet ins Plappern. Die sich fest an seinen Hals sschmiegende Messerschneide mochte der Grund dafür sein. Ein Bluttropfen rann ihm in den Kragen und vermischte sich mit Angstschweiß. "Fernhändler? Was für welche." "Naja, wie den einen da aus dem Liebfeld'schen, der immer herkommt um aus dem Norden seltene Kräuter zu holen und dafür seine Stoffe hier und dorten verkauft..naja, was er noch nicht in Gareth loswird aber was für diese Bojaren noch gut genug ist und..." "Wie ist der Name?" "Ich ..äh, ich glaube er nennt sich selbst Arvesio das Tago, oder so." "Avessio d'Astego?" "Ja, genau! Aber er ist derzeit nicht in der Stadt. Und.." "Danke, das war alles was ich wissen wollte." Ohne weiteres Zögern stieß das Messer zu, während Ruhmbart der Mund mit einem Stoffknäuel verstopft wurde. Kaum hörbar gurgelnd versucht sich Ruhmbart noch loszureißen, doch hatte er keine Möglichkeit sich des geübten Griffs seines Mörders zu erwehren. Nur einen Augenblick später starrten seine gebrochenen Augen in den sternenklaren Nachthimmel, während sich der Schatten mit leichten Schritten entfernte und nur einen Augenblick später verschwunden war.

Blutige Tatzen

Luchsjagd

Stadt Kaiserhain, 4.Rahja 1043

Pulether Ritter

  • Felan Rondrik von Schallenberg
  • Wulfger von Schallenberg
  • Efferdane von Wulfensteyr
  • (Bocksbert von Stolzenfurt)
  • Haldan von Stolzenfurt
  • Malvina Cella von Schroeckh
  • Perainalf von Schroeckh-Wulfensteyr
  • Horwart von Schroeckh
  • Toban von Schroeckh
  • Perala von Schroeckh
  • Ludowald von Schroeckh
  • Voltan von Kallerberg
  • Herbald von Wertesteg
  • Howarth von Wertesteg
  • Herbald der Jüngere von Wertesteg
  • Alissa von Schallenberg
  • Perval von Schallenberg
  • Ulfwin von Schallenberg-Zoltheim
  • Trondumir von Schallenberg
  • Alwene von Schallenberg
  • Lechdan von Quintian-Quandt