Geschichten:Tar und die Scharlachrote Horde - XV (Nicht genug)

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Nordaraniens, Baburien, kurz vor der Grenze zu Brendiltal Ende Peraine 1035 BF



Dramatis Personae:

Tar von Korbrunn
Mesut Al’Akin (Der Witzbold)
Nazir ibn Khalid (Der Schleierkrieger)
Jachman Al’Ayyas (Der Säufer)
Baram ibn Faizal (Der Schlachter)
Shilam Al’Kek (Der Junge)
Raz (Der Ferkina)
Omar ibn Hamal (Der Starke)
Nezahet ibn Rachman (Der Gnom)
Halil, Harun und Ruchan (Drei Fremde)
Eslam Al’Salâm (Der Friedfertige)
Baram Al’Zua (Der Zweite)
Ashina saba Himja (Eine vorlaute Baburin aus der Nähe von Zorgan)




Die Beine waren Gestein, die Arme bestanden aus Schmerz. Und der Kopf hing im Nebel. Aber er konnte sich schon wieder auf dem Pferd halten, zumindest für wenige Stunden. Dafür hatte Tar auch Wochen gebraucht. Die Attentäter, er musste Lachen bei dieser Bezeichnung, hatten ihn einem üblen Gift ausgesetzt. Doch hatten sie ihre Tat nicht zu Ende führen können, dank diesen Weibsbildern. Shila und Ashina. Und da waren die Mörder zu Gemordeten geworden. Zumindest der eine, wobei der andere sicherlich irgendwo auf der Flucht verendet war. So hatten die beiden Ammay’shuni, wie sie sie jetzt nannten, die beiden Angreifer zu gerichtet. Und deshalb waren sie auch würdig der Horda Chal’Acha beizuwohnen und ihren Händen das Scharlachrot zu verleihen.

Aber ihm war es von Tag zu Tag schlechter ergangen und sie hatten in einem Dorf einkehren müssen wo ein Heiler ihm das Gift aus dem Körper trieb. Eine unangenehme, schmerzhafte Prozedur, die vor allem eins war, langwierig.

Und jetzt war es Ende Peraine, sie waren kurz vor der Grenze zur Heimat und hatten nirgends mehr vorgesprochen, denn Tar machte keine gute Figur und wie sollten die hohen Baburen, so in ihm einen Anführer erkennen, wenn er es nicht mal selber tat. Seine 14 Krieger indes taten dies, all die Wochen hatten sie über ihn gewacht, selbst die drei „Pferdediebe“. Tar lächelte, er hatte Shar, eine Horda. Dennoch waren es zu wenig, die Mondenscheinschöne Rashanna würde nun nicht die seine werden. Zu recht.

„Seht!“, brüllte heftig, fast überschlagend, die Stimme von Omar.

Am südlichen Horizont war Staubwolke zu sehen und Banner. Fünf Reiter näherten sich. Tars Krieger rüsteten sich und hielten Ausschau nach mehr. Doch es waren nur die fünf. Diese kamen näher und kamen letztendlich ca. 9 Schritt von der Horde zum stehen. „Ich bin Hamir, Sohn des Stammes der Amairistani.“, begann der in der Mitte, „Und das sind Zuhal und Khalid, aus dem Süden des großen Baburistans. Gefolgt von ihren Brüdern Amad und Halef.“ Irritiert schaute der Sprecher in die Reihen der Horde. „Und wir suchen Tar Al’Nebachaziz han Kur’barun, Kaphatan a al’Horda Chal’Acha, wir hörten von seinen Taten und wollen ihm dabei die Flammen der Liebe im Herzen der nebachotischen Prinzessin Rashanna zu entflammen.“

Als Tar, hängend, wie ein naßer Sack, auf seinem Ross aus den Reihen ritt, zeigten die Augen des bärtigen Hamir Unglaube und Abfälligkeit. Doch Tar richtete sich auf. Wie er es immer tat…