Ritter, Ränkeschmiede und Reichsverräter - Anmaßung oder Aussicht

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Baronie Bärenau, Anfang Tsa 1032 BF

Wie ein Feuerball explodierte diese Nachricht am Hofe Borfrede von Bärenaus. Doch die Anschuldigungen waren durchaus ernst zu nehmen und Hartmunde, Borfredes Mutter, war nicht in der Lage diese zu entkräften. Zu Borfredes entsetzen, die diese Tatsache nie auch nur geahnt hatte, weigerte sich ihre Mutter den Namen ihres leiblichen Vaters zu offenbaren. Borfrede war sich nicht mehr gänzlich sicher, ob ihr noch ein Edler, Ritter oder Junker folgen würde, so dieses ans Licht kommen würde. Oder würden ihre Vasallen von Machtgier übermannt werden und selbst nach der Herrschaft streben, da möglicherweise kein rechtmäßiger Erbe mehr existierte? Als Bastardkind wären ihre Ansprüche sicher legitimer, aber wie verhält sich die Sachlage als Kuckuckskind. Borfrede war rechtlich mehr als überfordert.

Auf jeden Fall müsste eine solche Klärung vor dem gräflichen Gericht vollführt werden und wäre solange nicht eindeutig, solange es zwei Grafen gibt. Doch was wäre, wenn das Gericht den Eindringlingen recht geben würde? Die Folgen wären fatal, dann wäre die Linie derer von Bärenau offiziell und unumgänglich mit einem Todes Gerwulfs ausgestorben. Der Familie um Borfrede und auch den Eychgrasern war bewusst, dass Gerwulf der letze, echte von Bärenau war, doch allen anderen Adligen war dieses nicht bekannt. Und wenn es nach Borfrede ginge, sollte dieser Sachverhalt auch Bestand haben.

Zusätzlich neben diesen Nachrichten platzierte Delana geschickt ein Angebot, einen Vertrag. Sollte sie diesen annehmen? Wie sollte sie das Eychgraser Angebot werten? Eine Anmaßung oder doch eine Gelegenheit für ihre Nachkommen? Sie war sich sicher, dass ein Dreikampf um die Baronie nur unnötig hohe Verluste nach sich ziehen würde und einer musste doch auch an das Volk denken. Vor allem waren die Truppen der Eychgraser, trotz der zuletzt erlittenen Verluste, größer als ihre eigenen und ihren Vater hatte sie sich ebenfalls zum Feind gemacht.

Borfrede überlegte lange und zählte schon nicht mehr wie oft sie dieses Schriftstück überflog.

Einige Passagen bereiteten ihr Magengrimmen. Sie nahm eine Feder zur Hand und überarbeitete und vervollständigte das Dokument nach ihren Wünschen. Vor allem musste die Ungerechtigkeit, die ihrem Freund Balian von Ibelstein wiederfahren ist, rückgängig gemacht werden.

Schweren Herzens unterschrieb und siegelte sie den Vertrag und sandte diesen an die Eychgraser zurück, in der Hoffnung, dass dieser auch in der aktuellen Form für diese zufriedenstellend wäre.