Reformen

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Das Mittelreich hat mehrere, zum Teil sehr tiefgreifende Landrechts- und Lehensreformen hinter sich, mit denen der jeweilige Herrscher ganz bestimmte Absichten und Hoffnung verband.

Raulsche Reformen

Der Gründer des Mittelreiches hatte gute Gründe, sein neues Reich zu organisieren. So richtete er die gesamte Verwaltungsstruktur auf die neue Kaiserstadt Gareth aus und belehnte seine engsten Vasallen mit großen Ländereien, über die diese relativ frei walten durften. Rauls Hauptaugenmerk lag auf den folgenden Kriegsjahren im Lieblichen Feld. Vor allem stärkte er die Bedeutung der Grafen, also der ehemaligen "Sendgrafen" (= Gerifa; vgl. Greif, Griffel!).

Reformen der Priesterkaiser

Das Feudalsystem musste sich in der Priesterkaiserzeit der religiösen Führung unterordnen und wurde in die Kirchenordnungen integriert. Der Kontinent ist von je her in acht Ordnungen untergliedert, unter denen nach Bosparans Fall die zentrale Ordnung Mittellande von übergeordneter Bedeutung war. Die Provinzen werden innerhalb dieser Ordnungen in gesicherte und ungesicherte Herrschaftsbereiche eingeteilt: Illuminate und Exarchate. Neben den Grafen, die sich der Praiokratie fügten, wurden durch den Orden der göttlichen Kraft Graf-Inquisitoren eingesetzt, die mit Nachdruck und ohne Nachsicht jeden Widerstand beseitigten.

Garetien ging auf in einem Illuminat das die gesamte Goldene Au und die entsprechenden Wälder umfasste. Im Norden entstand das Illuminat Greifenfurt, im Osten lag das Illuminat Wehrheim/Auraleth, im Süden die Ordnung Aranien und das Illuminat Caldaia, im Westen das Illuminat Greifenpass. Die mächtigsten Statthalter gingen aus der Praios-Kirche hervor oder aus dem loyalen Adel. Wer die Praiokratie nicht wenigstens mit Lippenbekenntnissen unterstützte, der konnte froh sein wenn er Verwalter in seiner Baronie blieb. Wer Widerstand leistete, hatte Glück wenn er am Leben blieb.

Rohalsche Reformen

Mit dem Ende der Priesterkaiserschaft setzt der Weise Rohal wahrhaft halbgöttliche Reformen durch, die noch 600 Jahre später die Grundpfeiler des Mittelreiches sind. So zerschlägt er einige riesigen Verwaltungseinheiten und setzt an deren Stelle zwölf weitaus kleinere Grafschaften, die viel näher an ihren König gebunden sind.

Das Garether Pamphlet: eine neue Verfassung

Mit dem Garether Pamphlet von 602 BF wird die Verfassung des Reiches neu geregelt, insbesondere die Herrschaft von Geweihten und Magiern. Die Grafschaft Eslamsgrund kommt nach Garetien.

Das Ilsurer Edikt

Mit einer fast schlampig zu nennenden Ungenauigkeit ordnet der junge Kaiser Eslam II. die Provinzen neu. So wird zum Beispiel Vallusa "aus Versehen" zur Reichsstadt. Auch in Garetien kommt es zu einigen Ungenauigkeiten.

Bodarsche Reformen unter Randolph von Rabenmund (792 BF)

Die unter dem Reichserzkanzler Randolph von Rabenmund auf Weisung von Kaiser Bodar durchgeführte Reform ist die Geburtstunde Darpatiens, dessen erster Fürst Randolph wird.

Retos Reformen (982 BF)

Neben Heer und Verwaltung strukturiert Kaiser Reto auch die Provinzen neu und schafft Reichsmarken und Markgrafschaften an neuralgischen Regionen des Reiches.

Halsche Reformen

Die in dieser Generation ausgebluteten Reihen der Adligen - insbesondere nach der Schlacht der 1000 Oger an der Trollpforte - füllt Kaiser Hal mit einem Leistungsadel: Er erhebt zahlreiche verdiente Reckinnen und Recken in den Adelsstand. Dieser halsche Neuadel sorgt allerdings für großen Widerstand bei den alteingesessenen Familien, vor allem bei den besonders traditionellen garetischen Adelsgeschlechtern. Die Erbfolge im Reich und den Königreichen wird neu geregelt: Auch Frauen dürfen erben.

Brinsche Reformen bzw. Hartuwals Reformen (1014 BF)

Unter Brin wird die Reichsverfassung neu geregelt. Auf Basis des Hoftagsbeschlusses werden Heer und Verwaltung reformiert, die Rechte des niederen Adels geschwächt und die der Provinzherren verbessert. Einige Reichskanzleien werden aufgelöst, Steuern und Gerichtsbarkeit reformiert. Architekt der Reformen ist Reichserzkanzler Hartuwal Gorwin vom Großen Fluss. Insbesondere der Reichsfrieden, der es dem Adel verbietet sich gegenseitig die Fehde zu erklären, stößt vor allem beim Niederadel auf großen Unmut.

Rohajas Reformen - Die Ochsenbluter Urkunde (1027 BF)

Kaiserin Rohaja gibt in der Ochsenbluter Urkunde praktische eine Wahlkapitulation ab: Gegen die Unterstützung der Provinzherrscher wird sie als Kaiserin akzeptiert und unterstützt, muss aber gleichzeitig an die Provinzherren und den Hochadel weitreichende Befugnisse abgeben: Heerbann, Münzrecht, Halsgerichtsbarkeit. DasFürstentum Darpatien wird aufgelöst, die Grafschaft Perricum zur Markgrafschaft erhoben. Die Details der Urkunde werden unter den Juristen und Staatskundigen des Reiches ausgehandelt: Rondrigan Paligan, Hartuwal Gorwin vom Großen Fluss, Walpurga von Weiden, Duridan von Sighelms Halm.

Einhergehend mit diesen Änderungen gibt der kaiserliche Hof seinen festen Sitz in Gareth auf und zieht fortan durch die Provinzen des Reiches. Ebenso hebt die Urkunde den Reichsfrieden von 1014 BF, der spätestens mit der Natterndorner Fehde obsolet ist.