Die Schneckenmär

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I.
O Schreck, welch schroeckhlich Ungemach
Nun jüngst ins Herz des Reichs einbrach
Schleichend auf des Schleimes Spur
Kriecht er leis’ am Thron empor.
O Schroeckh! Der Schneck’!

II.
Siegestempel, Ruhmeshallen
Für den Adel zum Gefallen.
Hungern sollen brave Bürger
Sagt an! Wer ist der Betrüger?
O Schroeckh! Der Schneck’!

III.
Im Kampfe wider dunkle Horden
Soll’n sich doch die andern sorgen!
Bei Gefahren erstem Blick
Zieht er sich in sein Haus zurück.
O Schroeckh! Der Schneck’!

IV.
Vater von Puleth! O gewiss!
Auch dort er seine Schleimspur schiss.
Bei Dunkelfürstin, Reichsgericht:
Wer ist es, der noch Wahrheit spricht?
Der Schneck? Der Schneck?

V.
Schnecken sollt’ man wohl zertreten,
kochen, spießen, knacken, rädern.
Stattdessen erster Mann im Staat!
O Königin, wer gab den Rat?
Der Schroeckh? Der Schroeckh?

VI.
Statt zu hegen, statt zu pflegen
Nur noch Reden, nur noch Fehden.
Wer nur auf Schneckenräte hört,
Des Reiches Garten bald zerstört.
O Schroeckh! Der Schneck’!

Texte der Hauptreihe:
K1. Die Schneckenmär
5. Pra 1030 BF zur mittäglichen Praiosstunde
Die Schneckenmär

Kapitel 1

Ein Antrittsbesuch
Autor: G. Lehmann