Wie Baron Tyrian merkte, dass er steinreich war

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Die Geschichte aus Zalgo, die seit kurzem in der Hauptstadt erzählt wird, macht sowohl beim Adel wie auch beim einfachen Volke die Runde. Während der Adel zwischen Spot und Neugier schwankt, sorgt die Geschichte beim Volk für Erheiterung (in Zalgo vermutlich nur hinter vorgehaltener Hand) und Bewunderung.

Es soll sich wie folgt zugetragen haben: Anfang Phex wurde dem Baron von Zalgo zugetragen, daß im Weiler Schillburg ein merkwürdiger Priester weilen sollte. Man berichtete dem Baron, dieser Priester hielte sich im Ruinenfeld des alten Klosters auf und stiege sogar in die Keller hinab, um dort zu graben. Unverzüglich brach Baron Tyrian mitsamt Knappin und einigen willfährigen Wehrfähigen nach Schillburg auf. Dort traf er tatsächlich auf einen Fremden, nebst einigen offensichtlich frisch an Praios Antlitz geholten Ausgrabungsfunden.

Der Mann stellte sich als Laie in der Kirche des Nandus vor. Er gab an, er forsche nach für die Wissenschaft wertvollen Steinmetzarbeiten, zu denen er Hinweise im Archiv des ehrwürdigen Klosters Perainenfried gefunden habe. Baron Tyrian habe sich die Geschichte in aller Ruhe angehört, anschließend den Mann festnehmen und ins Loch werfen lassen. Bekanntlich hatte der vorausschauende Baron dafür Sorge getragen, daß es in jedem größeren Weiler ein ordentliches Loch gab.

Lange habe der Mann nicht im Loch schmachten müssen. Der Baron habe, in einem Anflug von ungewohnt milder Stimmung, den Mann bereits am dritten Tage schon wieder herausholen lassen. Baron Tyrian teilte ihm mit, er wolle ihm vergeben, daß er die Erlaubnis zur Grabung einzuholen vergessen habe. Das Graben sei allerdings verboten und der Aufenthalt in den Ruinen gefährlich für Leib und Seele. Darob ließ der Baron ihn ohne Umschweife bei Fährufer über die Ange schaffen und auf Koscher Boden laufen. "Zu seiner eigenen Sicherheit!", wie ihm der Baron nachgerufen haben soll. Um einem versehentlichen Überqueren des Flusses vorzubeugen, ließ der Baron zwei Wachen in Fährufer zurück. Die ausgegrabenen Steine habe der Baron dann mit einem Kahn praioswärts - vermutlich nach Ferdok - schiffen lassen, um sie dort der Hesindekirche anzubieten. Jedenfalls sei Baron Tyrian mit guter Laune und zwei vollen Fässern nach Zalgomühlen zurückgekehrt.

"Wissen", so soll er gesagt haben, "ist ein Fundament, auf dem man bauen könne."

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Texte der Hauptreihe:
K58. Wie Baron Thyrian merkte, dass er steinreich war
30. Rah 1035 BF
Wie Baron Thyrian merkte, dass er steinreich war
Edition von Alarich von Rathsamshausen

Kapitel 59

Wie Baron Thyrian merkte, dass er steinreich war
Autor: Mike A.