Wehrheims Truppen marschieren wieder

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Wehrheims Truppen marschieren wieder!

Die Bruderschaft der Trollpfortensieger wahrt das Erbe der Wehrheimer Truppen.

Die glorreiche Vergangenheit der wehrheimschen Streitkräfte erstrahlt in neuem Glanze! Dieser Ausspruch ertönt fortan zu Recht in allen Bereichen des glorreichen garetischen Königreiches. Doch damit ist weniger die ehemalige militärische Schlagkraft des ruhmreichen 9. Batallions oder gar des ersten K&K-Garderegimentes gemeint, als vielmehr die berühmte musikalische Tradition Wehrheims.

Just bei der jüngsten Zusammenkunft des angesehenen und weithin für Ihre illustren Mitglieder beliebten Turnierbundes der Trollpfortensieger auf Burg Zankenblatt überraschte der örtliche Baron, Erlan von Zankenblatt, seine Bundesbrüder mit einem musikalischen Leckerbissen. So ließ er zur Verwunderung aller im Innenhof der Burg unterhalb des Rittersaales eine Formation aufmarschieren, die ihresgleichen so nirgends innerhalb des Königreiches hat. Angeführt von Adran von Byrkenweiler, ehemaliger Rittmeister der Syrrenholter Landwehrhaufen, Abgänger der Kaiserlich Wehrheimer Akademie für Strategie und Taktik und dekorierter Veteran der Schlacht um Puleth, marschierte ein Banner farbenfroher Landsknechte im Gleichschritt einher. Jeder, der in prächtige Wappenröcke gewandte, war jedoch weder gerüstet noch bewaffnet, sondern führte jeweils ein eigenes Musikinstrument mit sich. Die Tete, also die Spitze der Truppe, bildete, unmittelbar hinter dem berittenen Rittmeister von Byrkenweiler, ein einzelner Kämpe mit einer hohen Standarte, die, mit allerlei Glöckchen geschmückt, die Farben der Bruderschaft, sowie die der Reichsforster Liga zierte. Ihm folgten unmittelbar die ersten, der in Viererreihen aufgestellten Musikanten. Dies waren die Tamboure, die ihre schweren Landsknechtstrommeln schräg am linken Beine führend mit einem grollenden Stakkato den Marschritt unbeirrbar vorgaben. Darauf folgten die schmetternden Fanfaren und Posaunen, dicht auf gefolgt von diversen Flötenspielern. Den Abschluss bildete eine große am Leib getragene Kesselpauke samt einem Spieler mit blechernen Tellern, die er scheppernd wider einander schlug. Flankiert wurde die Schar von schnittigen Fähnrichen, die große Flaggen im Takt der Musik schwenkten und teils auch warfen.

Altgedienten Zuhörern fuhr ein Schmerz der Erinnerung und Wehmut in die Glieder, so sie denn der Musik lauschten, spielte doch die Capelle den berühmten und schon seit etlichen Jahren nicht mehr erklungenen Marsch des Garetiens Gloria. Der Baron von Syrrenholt schien sichtlich erfreut über die Begeisterung, die die Capelle bei seinen Bundesbrüdern hervorrief. Er selbst gilt indes als Initiator dieser Wiederbelebung alten wehrheimer Kunstgenusses und hat als Ehrenmajor und Mäzen die titularische Führung über dieses Kleinod inne. Die musikalische Leitung obliegt dem in Ehren ergrauten wehrheimer Veteran Argold von Hohenstetten, der bereits zu Retos Zeiten als junger Tambourmajor eine kleine Einheit dirigierte und so nach der jüngsten Katastrophe zu Wehrheim einer der wenigen überlebenden Zeitzeugen jener glorreichen Epoche darstellt. Als Anerkennung um das militärische Liedgut, dass solch berühmte Titel wie der K&K-Hals-Marsch, der Erzherzog-Alrik-Marsch oder auch der Hohenreichsforster-Marsch umfasst, komponierte von Hohenstetten eigens ein neues Stück, dass den wohlklingenden Namen Syrrenholter Reitermarsch trägt.

Die Capelle soll nach Auskunft der Turniergesellschaft fortan sowohl die Paraden der Reichsforster Liga als auch das Defilieren der Bruderschaft während der Turniersaison würdig musikalisch untermalen. Als kleines Kleinod seien unserer Leserschaft die im folgenden abgedruckten Noten des Syrrenholter Reitermarsches anempfohlen.

für den Herold Bosper Tannhauser, reisender Berichterstatter.