Waldstein trauert um seinen rondragefälligsten Recken

Aus GaretienWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Wappen Familie Zweifelfels.svg Debrek Zweifelfels.JPG Wappen Baronie Zweiflingen.svg

Oh tapferes Waldstein, möge unser stolzes Wappentier nunmehr den Eichenzweig in borongefälligen Schwarz tragen. Ein großer Ritter und Streiter für die Gerechten ist beim Heerzug gegen den Zwölfmal verfluchten Reichsverräter Helme Haffax ehrenhaft im Kampfe gefallen. Ganz Waldstein trauert um Baron Debrek Rondrawin von Zweifelfels zu Zweiflingen, den unsere Herrin Rondra viel zu früh an ihre Tafel holte. Dies geschah in der Schlacht an der Tesralschleife, als der ritterliche Debrek mit seiner Hausritterschah ehrenhaft gegen eine Übermacht des verderbten Feindes sein Leben ließ. Neben dem Baron fielen auch zwei seiner treuen Ritter. So wollen wir hier ebenso Ritterin Alwine von Altensberge, genannt „die Tugendhafte“, und Ritter Farian von Hohenfels, genannt „der Löwengleiche“, ehren. Mutig und entschlossen fochten sie bis aufs letzte Blut.

Nun wartet das Land auf die Heimführung des toten Barons und zweifelsohne wird Debrek die Ehre zu Teil werden, seine letzte Ruhe im Wehrkloster Sankt Henrica zu finden. Möge unser Baron an Rondras Tafel speisen und gemeinsam mit Ardare der Streitbaren und Leuwyn dem König der Ritter über uns wachen!

- gehört von Ausrufern in der Grafschaft Waldstein

Der Tod ihres Oberhauptes trifft die Familie Zweifelfels ins Mark und so stellt sich die Frage wer nun zukünftig die stets für Gräfin und Königin streitenden Zweifelfelser führen wird. Denn die beiden Töchter Debreks, seine Erben, sind erst ein bzw. zwei Götterläufe jung. Viel zu jung also um die Familie und die Stammlande zu führen.

Von der altehrwürdigen Burg Zweifelfels hieß es, dort habe sich die Mutter des gefallenen Barons, Alt-Baronin Ehrgard von Wetterfels, zur Vögtin von Zweiflingen und Vormund ihrer minderjährigen Enkel ernannt. Wie Debreks Gemahlin Baronin Emer Alara von Rallerspfort zu dem Schritt ihrer Schwiegermutter steht, ist nicht bekannt, da diese hochschwanger ans Bett gefesselt ist. Doch ist die Rivalität der beiden bei Hofe ein offenes Geheimnis. Wie es heißt werde Emer von der Dienerschaft vollkommen abgeschirmt, vermutlich weiß sie noch gar nichts von dem Tod ihres geliebten Ehemanns – aus Angst um die Gesundheit vom Mutter und Kind. Als Dritte im Reigen um die Erben erhob während des Totenzuges Debreks Tante Abtissin Rudjahne von Sturmfels Anspruch auf die Vormundschaft über die die jungen Erben. Die Geweihte der Rondra kämpfte an der Seite ihres Neffen und barg seinen Leichnam vom Schlachtfeld. Laut der Abtissin könne nur so gewährleistet werden, dass die beiden Mädchen im Sinne ihres Vaters eine rondragefällige Erziehung erhalten würden. Dies habe sie ihm auf dem Schlachtfeld geschworen. Wen mag es verwundern, auch die Abtissin des Wehrklosters Sankt Henrica gilt nicht als Freundin von Alt-Baronin Ehrgard von Wetterfels. Allerdings gilt ihr Verhältnis zu Baronin Emer für ebenso unterkühlt. Wie es also scheint, stehen den Stammlanden der Familie Zweifelfels ein Machtkampf der drei starken Frauen bevor.

Doch ist die Nachfolge in der Baronie Zweiflingen nicht der einzige Konflikt der die Familie Zweifelfels heimsucht. Wie eingangs erwähnt, bleibt die Frage wer die Familie als Oberhaupt führen wird. Die drei Alt-Baroninnen kommen nicht in Frage, da sie keine Zweifelfelser per Blute sind. Vor allem zwei Namen machen die Runde. Zum einen werden dem umtriebigen Kronvogt Leomar von Zweifelfels zu Neerbusch diesbezügliche Ambitionen nachgesagt und zuzutrauen wäre dem waldsteiner Grafschaftsrat a.D. so ziemlich alles. Zum anderen ist aber auch Debreks ehrgeizige Schwester Rondriga Leodane von Zweifelfels sehr einflussreich innerhalb der Familie. Unter der Hand gilt aber auch Rondrigas ältere Schwester Leumunde Rondralieb als ambitioniert genug die Familie zu führen. Im Namen Rondras, wie es sich für eine Geweihte der Leuin gehört.

Wie es scheint, steht der Familie Zweifelfels ein schweres Jahr bevor.

Bardon Sandwyk, freier Schreiber aus der Reichsstadt Hirschfurt (BG)