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Gerbenwald, 9. EFFerd 1026 BF Vom Besuch der Gesandten der Baronin von Darrenfurt beim Oberst der königlich-kaiserlichen Grenzwacht in Gerbenwald und einem sehr gewagten Vorschlag.

Wie Oberst Bendan von Zillingen, dem Vogt von königlich Gerbenwald angekündigt wurde, entsandte Ruffina von Darben-Dürsten eine kleine Delegation unter der Führung von Ritter Praiosmar von Darben-Dürsten nach Gerbenwald. Die Angelegenheit des Besuchs war dem Vogt bisher gänzlich verschwiegen worden.

Nach dem zunächst doch sehr formellen Empfang wurde die Stimmung freundschaftlicher. Der Vogt freute sich, Ritter Praiosmar nach dessen Weidener Knappenjahren wieder zu sehen, und machte keinen Hehl daraus, “... dass er die Hoffnung habe, in direkter Nachbarschaft einen Rondrarecken zugegen zu wissen, der ihm den Stand unter all diesen korverliebten Nebachoten erleichtern könnte.” Nachdem man zuvor über Privates und auch Belangloses parliert hatte, kam Praiosmar zum eigentlichen Thema seines Besuches:

“In Darrenfurt ist man davon überzeugt, zum Schutz vor den Ferkinas eine Mauer von der südlichen Reichsgrenze bis hinauf zur Grafschaft Schlund errichten zu können ... So wären einerseits die Barbaren nicht in der Lage, durch eine von einem zivilisierten und gläubigen Volk gebaute Mauer durchzubrechen, und zumindest in Perricum wäre es andererseits für die Nebachoten und deren ‚Kriegsherren’ nicht mehr möglich, un- oder zu spät bemerkte Strafexpeditionen im Namen Kors gegen die Ferkinas durchzuführen. Selbst Terrebor von Kollberg, der Verräter, hätte es schwerer, vom Wall in die Edelgrafschaft zu gelangen und umgekehrt (wobei dieser aber anscheinend auch unbemerkt Perricums Tore passieren kann).

So wäre die Edelgrafschaft dann auch im Westen bestmöglich und auf Dauer geschützt, und die Grenze zu Aranien ist nach unserem Wissensstand ständig in starkem und wachem Zustand – hierzu leistet die Festungskette der Sieben Waisen keinen schwachen Beitrag –, was dann, wenn es sich nicht so gar noch verbesserte, wenigstens so bliebe ... Auch das Baumaterial sollte keine allzu großen Probleme bereiten, da der Wall schließlich sehr nah ist und es aus den Zeiten des großen Burgenbaus noch viele Steinbrüche gibt, in denen nur die Arbeiten wieder aufgenommen und die Straßen wieder in Stand gesetzt werden müssten. Je eher der Bau begänne, desto besser wäre es, denn momentan waren noch keine ungewöhnlichen Übergriffe von Ferkinas bekannt – und solche sind wohl auch nicht zu erwarten; vor allem kann sich dann Garetien bzw. Perricum auch mehr anderen Aufgaben widmen”, erläuterte der junge Ritter die Idee vor dem interessiert nickenden Vogt. Auch die Beteuerungen des Weibels Grimmbracht aus Dürsten-Darrenfurt, dass Ruffina für den Fall der Errichtung permanent bis zur Beendigung des Baus drei Haufen zum Schutze bereitstellen würde, vernahm der Oberst mit regerem Enthusiasmus. Zum Überdenken des Vorschlags erbat sich der Vogt einige Tage Zeit und entließ den Ritter mit den Worten: “So jemand wie Ihr, Praiosmar, hat uns die ganze Zeit schon in Perricum im ewigen Zank mit den Nebachoten gefehlt.”

Nachdem schließlich einige Tage vergangen waren traf ein Bote aus Gerbenwald in Darrenfurt ein und teilte mit, dass Bendan von Zillingen, nach reiflicher Überlegung und Abwägung die Schutzmauer gegen die Ferkinas nicht unterstütze. Aber dass er die Idee trage, den Schutz vor den Ferkinas zu erhöhen. Des weiteren bedankte er sich für die Unterstützung durch drei darrenfurtische Haufen, deren Bereitstellung man gerne annähme, da sie bereits jetzt schon das Gelände zur Errichtung einer Kette von Wachttürmen ausmachen könnten – deren Baubeginn die Grafenregentin für die nächsten beiden Götterläufe ansetzte.

Ludowig der Darrenfurter

5. TRAvia im Jahre 1026 BF

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Texte der Hauptreihe:
K7. Nun beginnt die Arbeit
9. Eff 1026 BF
Nun beginnt die Arbeit
Nebelsteiner Ereignisse

Kapitel 7

Turniersaison 1025/26 BF
Autor: Jürgen M.