Neue Junkerin zu Ferinstein!

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Neue Junkerin zu Ferinstein!

Von Schmerzen und Glück

Maarblick, Baronie Syrrenholt. Viele Familien haben durch den Angriff auf die Hauptstadt des Raul'schen Reiches harte Verluste zu tragen, noch mehr Familien haben alles verloren, was ihnen lieb und teuer war. So tragen Adel und Bürgertum den gleichen Schmerz. Auch der Junker von Ferinstein fiel in den Gefechten in Gareth.

Die Traviapriesterin Schwester Alrike Seeberger begleitete einen Flüchtlingszug von Gareth nach Maarblick in Syrrenholt. Der Zauberer Tirus Dracomar von Maarblick, Bruder des gefallenen Junkers – hatte sie auf diese Hoffnung aufmerksam gemacht. Diese Priester und ihre Glaubensbrüder hatte der Junker gegen Unkreaturen der dunklen Horden verteidigt und war bei dem Kampf gefallen. Alrike hatte er das Schwert vermacht, das vor ihm schon sein Vater und davor dessen Vater getragen hatte. Sie solle es doch nach Maarblick zur Edlen Traviadane von Rothammer-Gorsingen zu Syrrenmaar bringen. Sie wurde auf dem Weg nach Maarblick von den in Diensten des Junkers stehenden Ritter Trautmann von Haderstein aufgenommen und auf schnellstem Wege nach Maarblick gebracht. Dort überbrachte Ihre Gnaden die Nachricht vom Tode des Junkers und seines Bruders sowie das Schwert der Alt-Junkerin Traviadane. Trauer überfiel die alte Dame und die versammelten Herrschaften im Gorsinger Haus wussten zuerst nicht, was nun zu tun sei. Denn Junker Carolan und Ritter Lucardus von Gorsingen waren gefallen, vermutlich auf die Priesterin der Löwin Lysilla von Gorsingen, die am Arvepass gewesen war. Und der letzte Sohn des alten Junkers Reto Hagenius von Gorsingen – Tirus Dracomar von Maarblick – war als Zauberer nach dem Alten Syrrenholter Landsrecht und dem Garether Pamphlet nicht erbberechtigt. Der Junkertitel war verwaist – doch nur für kurz.

Denn Die Alt-Junkerin legte Dokumente vor und bat den Perainehochgeweihten Lorderin Halburg und den Rondraritter Helmbrecht von Baliho um ihre Aussage, nach denen noch ein Kind des Junkers lebte: Denn Reto Hagenius hatte vor dem Traviabunde noch eine Affaire mit einer reisenden Elfin und diesem Rahjasbund erwuchs eine Tochter. Die reisige Elfe überließ das halbmenschliche Kind dem Vater und ward nicht mehr gesehen. Die Eltern des damals jungen Retos fürchteten um den Ruf des Hauses und nahmen das Kind zwar als Waise auf, anerkannten es aber nicht als Kind ihres Sohnes. So wuchs die Halbelfe im Gorsinger Haus auf und wurde Erste Schreiberin des Junkers. Traviadane von Rothammer-Gorsingen eröffnete den Versammelten im Raum nun, dass diese Erste Schreiberin – Aidaloê Rondriga Maarblicker – die einzige noch verbleibende Erbin des Junkertitels sei! Den Moment der Verblüffung nutzte die aus einem nordmärkischen Hause stammende Alt-Junkerin und beschloss, mit den beiden Geweihten und der plötzlichen Junkerin Aidaloê nach Herrschaftlich Zankenblatt zu reisen, um mit seiner Hochgeboren die Lage zu erörtern. Nicht nur die Anerkennung der Erbin, sondern auch das weitere Vorgehen der gesamten Baronie in diesen dunklen Zeiten.

Auf Herrschaftlich Zankenblatt, der Feste des Barons von Syrrenholt, konnte Traviadane in zähem Ringen alle Parteien von der Rechtmäßigkeit des Anspruches Aidaloês überzeugen – unterstützt durch die beiden Priester, die damals den Geburtssegen über das Kind gesprochen hatten. Vor seiner Hochgeboren Erlan von Zankenblatt leistete die immer noch überraschte Junkerin den heiligen Lehnseid und wurde dann mit ihrer Stiefmutter Traviadane und den beiden Priestern zu einer Besprechung gerufen.

Mögen die Götter der neuen Junkerin zu Ferinstein in diesen Tagen gewogen sein und das Haus Gorsingen bewahren.

Nilas Mehlteuer