Grenzjäger am Dergel und in Hasenfeld

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Grenzjäger am Dergel und in Hasenfeld

Die Wacht an der östlichen Grenze

Rosco Falkenblick, kaum in Greifenfurt Stadt angekommen, blieb keine Zeit, um sich von den Strapazen der langen Rückreise aus Nebachot zu erholen. Der Vogt zu Schmalfurt hatte gerade zusammen mit dem Sohn des Barons seinen in der Stadt weilenden Lehnsherren aufgesucht, da rief ihn die Pflicht als Hauptmann der märkischen Kundschafter wieder fort. Als er von den vermissten Patrouillen im Norden Greifenfurts erfuhr, wollte der Hauptmann der Grenzjäger umgehend aufbrechen und in Begleitung vierer Grenzjäger nach Finsterrode eilen. Die vier berittenen Grenzjäger waren der Entsatz für die seit Kurzem vermißten Kameraden und wurden von Baron Algrimm, auf das Ersuchen des Marschalls der Mark, zur Verfügung gestellt.

Mit der erneuten Entsendung von Grenzjägern entblößt der Baron Nardesfeld nun nahezu völlig von Gardisten, zumal die noch verbleibenden definitiv zu Fuß die Runde machen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass kein lichtscheues Gesindel diesen Umstand nutzt. Neben den wenigen Bütteln im Orte Schmalfurt und den Perlvögten mit ihren Leuten sind es vor allem die Nardesfelder Grenzjäger, die in der Baronie für Ordnung sorgen. Die Grenzjäger sind eine nach wie vor junge Einheit, die noch im Aufbau ist und noch keine volle Bannerstärke hat. In Wald und Heideland, im bergigen Auerwald und zu Boot auf dem Fluß versehen sie ihren Dienst und jagen Diebesgesindel und Schmuggler. Dabei bereiten dem Baron weniger die Koscher Bierschmuggler als die gierigen Perlräuber Sorgen. Auch als Kundschafter und als reitende Boten tun Grenzjäger ihren Dienst.

Inzwischen ist auch Reto von Schattenstein auf diese vielseitigen Männer und Frauen aufmerksam geworden, die sich bereits bei der Wacht am Finsterkamm und während des Feldzuges in die Heldentrutz bewährt haben. Nun gibt es eine neue Aufgabe für die Grenzjäger: Angesichts der Bedrohung durch den endlosen Heerwurm will der Heermeister die Ostgrenze der Mark geschützt wissen. Dazu hat er Hauptmann Rosco Falkenblick nach Dunkelsfarn befohlen, um dort im Felde neue Grenzjäger auszubilden, denn die wenigen Nardesfelder Jäger reichen schon lange nicht mehr aus, um der vielen Aufgaben an der langen Grenze gerecht zu werden. Inzwischen sind sie über die ganze Mark verstreut.

Obschon er ursprünglich selbst nach Finsterrode aufbrechen wollte, um seine vermißten Leute zu suchen, blieb dem Hauptmann nur mehr übrig, einen fähigen Weibel zu entsenden. Auch wenn er nun eine neue Aufgabe hat, lässt Hauptmann Falkenblick die Grenze am Finsterkamm dennoch keine Ruhe. Er fürchtet, daß Schwarzpelze nun unerkannt durch die Linien ins Hinterland schlüpfen können. Die ausgedünnte Linie der Kundschafter bereitet ihm augenscheinlich so sehr Bauchgrimmen, daß er dies in einer Depesche an Reto von Schattenstein niedergeschrieben hat.

Mit einem Befehl des Heermeisters in der Tasche wird der Hauptmann in den nächsten Tagen alle Truppenteile der Mark - zumindest die, auf ihrem weg nach Wehrheim noch trifft - und der Landwehren mustern, um fähige Männer und Frauen zu rekrutieren. Aus ihnen soll dann in kürzester Zeit eine neue Grenzjägereinheit geformt werden. Zu diesem Zwecke Rosco Falkenblick auch einige Waffenausbilder, Bogenbauer, Pfeilmacher und andere Handwerker beim Marschall angefordert. Dennoch steht der Hauptmann angesichts des schnellen Vormarsches des endlosen Heerwurms vor einer gigantischen Aufgabe, für die ihm nur wenig Zeit bleibt.

Texte der Hauptreihe:
K79. Grenzjäger am Dergel und in Hasenfeld