Gerechtigkeit in Praios’ Namen?

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Gerechtigkeit in Praios’ Namen?

Bei seiner Gründung hatte sich der garetisch-greifenfurtische Ritterbund der Pulethaner die Wahrung der göttlichen Ordnung auf ihre Fahnen geschrieben. Spötter unken, sie würden eben jene Fahnen nur zu gerne in das Blut des einfachen Mannes tauchen, um der vom Götterfürsten geschenkten Maßgabe gerecht zu werden.

Doch offenbar gibt es außer den Pfortenrittern, noch einen weiteren Widersacher, der mit dem Vorgehen der Pulethaner nicht einverstanden ist. Das Attentat von Breitenhof warf viele Fragen auf und noch immer ist für die meisten Adeligen unklar, wer der Urheber dieses hinterhältigen Anschlages auf einige Edle des Reiches war. Zu offensichtlich war der Versuch die Schuld auf die Pfortenritter zu lenken, deren Ehre von dieser wiederum feigen Anmaßung immer noch nicht rein gewaschen ist.

Einen Bruch des Reichsfriedens schelten manche Edlen hinter wohlgemerkt vorgehaltener Hand das Erscheinen der Pulethaner mit ihrem Gefolge vor der kaiserlichen Pfalz zu Reichsgau. Aufkommende Gerüchte über den Pfalzgrafen von Reichsgau, Bernhelm von Wetterfels, einen Recken und Helden zahlloser Schlachten für das Reich, hatten sowohl Pulethaner als auch den Pfortenritter Nimmgalf von Hirschfurten angelockt.

Wütend mussten die Pulethaner sich zurückziehen, nachdem der Graf eine Audienz verweigert und mit Söldnern einen Hinterhalt gelegt hatte, um die unerwünschten Gäste zu vertreiben.

Feinde des Ritterbundes zur Wahrung der praiosgefälligen Ordnung munkeln, hätte sich den Pulethanern die Gelegenheit geboten, so hätten sie den Grafen vor die Tore seiner Pfalz gezerrt, um ihn dort ihren Hunden zum Fraß vorzuwerfen. Darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber dennoch drängt sich die Frage auf, was der Graf zu verbergen hat. Mit reinem Gewissen hätte er sicherlich den Zorn der Pulethaner nicht fürchten müssen. Wer würde es schon wagen, ohne Befugnis einen vom Reichsbehüter selbst bestallten Grafen zu fordern, oder gar anzugreifen? Nur ein Narr würde soweit gehen. Für die Pulethaner ist nunmehr erwiesen, wer hinter dem Attentat von Breitenhof steckt. Groß ist die Verachtung des Grafen für die Ritterbünde, sowohl Pulethaner als auch Pfortenritter, seitdem beide Gruppen eine Aufnahme des Grafen in ihre Reihen ablehnten. Niemals hatte der Pfalzgraf aus seinem neuerlichen Spott über die Ritterbünde einen Hehl gemacht. Doch wer glaubt, Bernhelm von Wetterfels würde nun nachgeben, bloß weil einige Barone und Adelige ihn beschuldigen, der ist ein Tor und ein großer Narr dazu!

Die alte Freundschaft zur Familie der Hartsteens stärkt dem Grafen den Rücken, was den Pulethanern natürlich weiter Grund zu Verdächtigungen und Mutmaßungen gibt. Pikant ist hierbei jene Nachricht, die uns von der Schließung des Traviabundes zwischen dem Reichsvogt Hilbert von Hartsteen, einem Pfortenritter, und der Tochter des Barons von Gallstein, Alena von Limpurg kündet. Bald schon könnte sich eine Zerreißprobe für die Loyalität des einen oder anderen aus dem Hause Limpurg oder Hartsteen anbahnen, wobei die Pfortenritter und Pulethaner sicherlich ein wachsames Auge auf die Treue ihrer Ritter haben werden.

Sollte wirklich jene alte, mächtige und äußerst angesehene Familie der Hartsteens ein Komplott mit dem Grafen von Reichsgau gegen die Pulethaner geschmiedet haben? Oder haben die Pulethaner selbst jenen sonderbaren Anschlag inszeniert, der nur die Attentäter aber keines der vermeintlichen Opfer das Leben gekostet hat? Oder hält sich der wahre Feind noch im Verborgenen und versucht die Edlen wie Marionetten zu seinem perfiden Spiel tanzen zu lassen? Fragen über Fragen, deren Klärung bei weitem noch fern liegt.

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Texte der Hauptreihe:
K2. Gerechtigkeit in Praios’ Namen?
Autor: Thomas B.