Gareth – die Kaiserstadt nach der Zerstörung

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Gareth – die Kaiserstadt nach der Zerstörung

Gareth. Die Ereignisse der so genannten „Schlacht in den Wolken“ haben in unserer geliebten Kaiserstadt beträchtliche Spuren der Zerstörung hinterlassen. Immer noch werden Leichen aus den Trümmern geborgen, selbst nach dem Vertreiben der Invasoren gab es noch hunderte von Opfern durch Seuchen, Hunger oder durch das Erliegen an den schlimmen Verletzungen. Oh, Ihr Götter, womit haben wir so eine Strafe verdient?

Als erster Schreiber des Heroldes habe ich mich nun der schwierigen Aufgabe gewidmet, etwas Ordnung in das Chaos um Gareth zu bringen. Auch wenn mir sehr wohl bewusst ist, dass dies nur ein winziger Tropfen der Hilfe auf den heißen Stein sein kann, so will ich doch mein Bestes geben, damit den tapferen Bürgern Gareths geholfen werden kann so gut es geht.

Nach unserem bisherigen Kenntnisstand ist es dem ehemaligen ersten kaiserlichen Hofmagus und selbsternannten Dämonenkaiser Galotta gelungen, ein alptraumhaftes Konstrukt – auch fliegende Festung genannt – bis in den direkten Luftraum über Gareth zu lenken, um dort wie auch schon zu Wehrheim sein unheiliges Werk der Zerstörung zu beginnen, während seine Heerscharen von Dämonen, Luftschiffen, fliegenden Wasserspeiern, untoten Riesenalken und schwarzen Söldnern auf den Plätzen, Strassen und Dächern der Kaiserstadt landeten, um zu morden, zu plündern, brandschatzen, entführen, zerstören und die Bevölkerung zu terrorisieren. Zehntausende der tapferen Bürger vielen diesen schrecklichen Angriffen zum Opfer, etliche Gebäude und Paläste gingen in Flammen auf. Irgendwann begannen underische Stürme über der Stadt zu toben, vermutlich ausgelöst durch dieses fliegende Ungetüm selbst. Danach sprossen Dämonenranken hervor, und richteten unter allen Lebewesen am Boden verheerenden Schaden an. Als die ersten Feuerlohen aus dem Boden schossen, und etliche noch intakte Gebäude in Flammen aufgingen, geschah das Unfassbare: die fliegende Festung bekam plötzlich Seitenlage und driftete – dabei in etliche Teilstücke zerberstend – auf Neu-Gareth zu, wo sie die Stadt des Lichtes und große Teile der neuen Residenz begrub.

Zu den Schäden in den einzelnen Stadtvierteln

Alt-Gareth: Als zerstört müssen gelten: das Wehrheimer Tor, die Kanzlei für Handel und Wandel, die Reichsehrenhalle, das Reichsgericht, auf welches ein Flugschiff stürzte und es so zum Einsturz brachte, die Alanfanische Botschaft - vom Botschafter gibt es keine Kunde, die Königlich Garetische Staatskanzlei, der Ingerimmtempel (bis auf das innere Heiligtum), das Redaktionshaus unserer Mitbewerber vom Aventurischen Boten, die Kaiser-Reto Kaserne, der Travia-Tempel, das Schwert und Panzer, das Alte Hippodrom, in welchem erneute zahlreiche tobrische Flüchtlinge ums Leben kamen, die Botschaft des Bornlandes – auch vom bornischen Botschafter fehlt jede Spur, die Kaiserliche Münze, das Imman-Stadion, das Trahelische Haus und die Kaiserlich-Garethische Central-Registratur, mit welchselbiger tausende von mehr oder minder unersetzbaren Akten verloren gegangen sind.

Beschädigt, aber bereits im Wiederaufbau inbegriffen sind folgende Gebäude:

Die Alte Residenz, die Heldenbühne – hier soll es noch einige Tage nach der Schlacht zu erbitterten Kämpfen unter Verbrecherbanden gekommen sein, die Akademie Schwert und Stab, die Priesterkaiser-Noralec-Sakrale, der Tsa-Tempel, die Kriegerakademie „zum goldenen Schwert“, der Rondra-Tempel St. Ardare – hier ist es zu den erbittertsten Kämpfen wider die schwarztobrischen Feinde gekommen, das Haupthaus der Beilunker Reiter, das Rathaus und die Akademie der magischen Rüstung.

In Neu-Gareth ist der Hauptteil der fliegenden Festung niedergegangen. Hier finden sich auch de größten Verwüstungen. Zahllose der reichsten und prächtigsten Villen Aventuriens liegen unter titanischen Mengen von schwarzem Gestein begraben. Überall sind Überreste von so genanntem Unmetall zu finden: Eisenwände, Metallrippen, ölige Steinwände und bleierne Knochen bilden gewaltige Schrott-Wüsten. Aus gewaltigen Kratern steigen immer noch giftige Dämpfe hervor. Bis zu 40 Schritt Höhe erreichen die größten noch zusammenhängenden Trümmerstücke, durch die sich zum Teil immer noch Gänge und Höhlen ziehen. Bisweilen kommt es hier zu so genannten anti-elementaren Manifestationen, die ein Durchsuchen oder auch nur ein beiläufiges Passieren der Trümmerstücke lebensgefährlich machen.

Nicht nur aus diesem Grunde ist das Plündern der Reste Neu-Gareths bei hohen Strafen laut Erlass des nun in Gareth tonangebenen Rates der Helden verboten. In den Nordrand der Dämonenbrache ist das wohl größte Stück der fliegenden Festung gestürzt. Über hundert Schritt ragt der Koloss, der von den Garethern nur noch „der gesplitterte Berg“ genannt wird, empor und wirft allabendlich lange Schatten über Gareth. Es heißt in den letzten Wochen seien dutzende, wenn nicht gar hunderte von Garethern in den Randbereichen der Dämonenbrache verschwunden. Fast könnte man meinen, dort täte sich erneut unheiliges Werk.

Als zerstört müssen hier gelten: Die Stadt des Lichtes bis auf den Sonnenpalast, der wie durch ein Wunder des Herren Praios verschont geblieben ist, die Neue Residenz, von der zumindest noch Teile des Westflügels erhalten sind, wenn sich auch in der Nähe ein unergründlicher langer Spalt im Boden geöffnet haben soll, der Tempel der Sterne, das Ordenshaus der Wächter Rohals, Die Villen Groterian, vom Berg, Eberstamm, Rabenmund, Bugenhog, Falkensson und die Villa Luring.

Beschädigt wurden das Kaiserliche Gestüt zu Gareth, die Villa Dexter Nemrod, die Villa Geldana und das Kloster der Noioniten.

Die Vororte der Hauptstadt sind verglichen mit dem Zentrum noch relativ unbeschadet davon gekommen. Hier spielten sich bisweilen noch Wochen nach der Schlacht Kämpfe gegen Reste der Invasoren ab, doch inzwischen konnten sie wie auch die letzten Untoten, die sich in Kellern verborgen hatten restlos vertrieben oder vernichtet werden. Vermehrt kam es hier zu Plünderungen, eine Massenpanik forderte Dutzende Opfer.

Als zerstört müssen hier gelten: der Travia-Tempel im Südquartier, der Hexenkessel – diese größte Siedlung von Mietskasernen ist abgebrannt und hat etliche der Ärmsten mit in den Flammentod gerissen, das Gasthaus zum Dorfschulz und das Ordenshaus der Grauen Stäbe.

Beschädigt wurden die Elfensiedlung, der Tempel des Schwarzen Lichtes durch Rhazzazor und das Bardenhaus Aldifreid von Trallop.

Die Stadt wird derzeit vom Rat der Helden regiert, der unter dem Vorsitz von Thorn Eisinger versucht, die größten Schäden zu lindern und den Menschen so gut es geht zu helfen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Zünfte, die die Stadtviertel zur besseren Kontrolle unter sich aufgeteilt haben. Adlige und Stadtritter, die zum Teil noch Güter in den Außenbereichen Gareths besitzen versuchen das Umland zu beschützen. Doch nicht nur Helfer gibt es in diesen schlimmen Zeiten, sowohl zwischen den Patriziern und Handelsherren der Stadt als auch unter den örtlichen Verbrecherbanden ist es zu erbitterten Machtkämpfen gekommen, da ein jeder versucht, seine Pfründe zu retten und größtmöglichen Profit aus der Misere zu schlagen. Mögen die Götter geben, dass sich bald in unserer schönen Kaiserstadt alles zum Guten wende.

Für den Herold,

Helidon Farnhem

Texte der Hauptreihe:
K80. Gareth – die Kaiserstadt nach der Zerstörung
Ing 1027 BF
Gareth – die Kaiserstadt nach der Zerstörung
Gefallene Garetier

Kapitel 82

Gareth – die Kaiserstadt nach der Zerstörung
Autor: IBa