Frieden in der Baronie Puleth

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Puleth: In der Baronie Puleth herrscht seit Ende TSA 1034 BF offiziell Frieden. Seit dem Jahr des Feuers war die Baronie in Unordnung gewesen: marodierende Söldnerbanden, Raubritter, Schwarzmagier aus der Wildermark und landloses Volk hatten der Baronie ihre praiosgefällige Ordnung entrissen. Und über Jahre hinweg war der vom hartsteenschen Grafen Geismar II. von Quintian-Quandt ernannte Baron Werdomar von Quintian-Quandt, ein entfernter Vetter des Grafen und Großneffe 3. Grades des bei der Schlucht vor Puleth gefallenen Vorgängers im Amt der Baronswürde, nicht in der Lage oder Willens daran etwas zu ändern. Üble Stimmen spotteten hinter vorgehaltener Hand, dass er dies auch gar nicht vermöchte, wenn er sich auch stets nur in Feidewald auf der Burg des Grafen verkröche anstatt in seinem Lehen zu walten.

Und auch wenn es einem garetisches Ritterheer aus Hartsteenern und Waldsteiner Rittern unter Führung Nimmgalfs von Hirschfurten gelang die Königsstadt Puleth bei der 2. Schlacht von Puleth 1029 BF der schändlichen Varena von Mersingen zu entreißen, so lag doch die Baronie, die die Pfalz und Stadt Puleth umgab, brach und war den Junkern, sofern ein Lehenshalter überhaupt noch am Leben war, allein überlassen. Gerade die schöne Stadt Kaiserhain, an der Grenze zur Wildermark, war den Unbillen dieser Zeit schutzlos und den weiteren Intrigen der männlichen Sprösslinge des Hauses Kallerberg ausgeliefert. Erst ab Ende des Jahres 1031 BF der Gegner Geismars II. um das Amt der Grafenwürde Hartsteens, Luidor von Hartsteen, den jungen Junker Felan Rondrik von Schallenberg zu Sturmwacht aus der hartsteenischen Baronie Rabensbrück bei dessen Hochzeit mit Jalga von Streitzig, eine Cousine des Barons und Oberhaupt des Hauses jüngeren Hauses Streitzig Wulf von Streitzig j.H. zur Greifenklaue, zum Baron Puleths ernannte begannen sich die Dinge zu wandeln.

Mit Unterstützung seines Verwandten Wulf stellte der Schallenberger eine bewaffnete Streitmacht auf, dessen bloßer Anblick es scheinbar gelang die Raubritter in die Flucht zu schlagen. Kaiserhain wurde befreit von dem Tyrannen Geldor von Kallerberg, die Junkertümer neu zugeschnitten und wo sie ohne Lehenshalter waren neu an treue Gefolgsleute des neuen Barons vergeben. Verlassene Landstriche und verfallene Dörfer wurden durch das Anwerben von vor allem aus Tobrien geflüchteten Menschen neu besiedelt und kultiviert, auf das die Baronie bald wieder der Obstgarten des Reiches werden möge.

Womit nicht zu rechnen war, war die Heimtücke der Feinde des neuen Barons. Nicht nur ein weiterer männlicher Spross des Hauses Kallerberg, sondern auch Ratsfrauen und -herren der Stadt Kaiserhain verbündeten sich gegen ihren Herren. So kam es dass zur Zeit der Abwesenheit des Barons im Peraine 1033 BF er bei seiner Rückkehr die Stadt in der Hand Landolf von Kallerberg fand und seine Gefolgsleute eingekesselt zwischen Parteigängern Kallerbergs und aus der Wildermark herbeigerufenen Söldnern übelster Art. Dennoch gelang es ihm mit Hilfe der Waldsteiner Wölfe und treuer Bürger der Stadt Kaiserhain diese in einer nächtlichen Aktion zurückzuerobern, den Usurpator gefangen zu setzen, und die Söldlinge zu vertreiben. Dies war auch der Unterstützung der treuen Voltana von Kallerberg zu verdanken, die sich ihrer männlichen Verwandten schämend ganz der Sache Felans verschrieben hatte. Dem nicht genug war der Zorn des Barons noch nicht verraucht. Auch weiterhin arbeitete er fieberhaft die Treulosen und verräterischen Ritter aufzuspüren und zu bestrafen und der Baronie ihren Frieden zu schenken. Es heißt, auch wenn der Grund nur unbestätigt ist, dass infolge seiner Kollaboration mit den verdammungswürdigen Friedensbrechern der Junker Bocksbert von Stolzenfurt im Ingerimm des gleichen Götterlaufs ins Kloster zu Tannenheim gehen musste. Und gleich alsbald wurde auch Geldor von Kallerberg in seinem Räubernest in den Ruinen der Burg Kaiserforst von einer Streitmacht Felans von Schallenberg-Streitzig und seiner Ritterin Malvina Cella von Schroeckh, Junkerin von Sommerau, gestellt und von der Junkerin im Zweikampf niedergestreckt.

Damit hat das Raubrittertum in Puleth sein Ende gefunden. Noch hat nicht Junker Lechdan von Quintian-Quandt aus nachvollziehbaren Gründen den Eid geschworen, doch scheint ehrlicher Respekt Felans von Schallenberg-Streitzig gegenüber des hartsteen‘schen Ritters und eines Bollwerk ritterlicher Tugenden Junkers davon abzuhalten diesen auf kriegerischem Wege einzufordern. So ist der Kampf in der Baronie zur Ruhe gekommen und man hofft auf weitere friedvolle Lösungen, die sich besonders auf ein Ende der Grafenfehde zwischen den Häusern Quintian-Quandt und Hartsteen richten und die Folgen, die sich daraus erwachsen würden. Derweil jedoch gedeiht erneut das Leben in der Baronie und allein die Grenze in die finstere Wildermark bedarf noch der schärfsten Bewachung der Schallenberger Luchs-Garde um den Frieden zu wahren der Einzug gehalten hat im Tsa 1034 BF.

Jergan Bachental