Eine neue Herrschaft zu Hundsgrab

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Eine neue Herrschaft zu Hundsgrab

Hundsgrab, 7. Rondra 1035 BF: Während der Zeit des Nationalfeiertags des Mittelreichs fand auf der Kieselburg, der ehemaligen Stammburg der gleichnamigen Familie, die Erhebung des Landjunkers Anselm Hilberan von Hundsgrab-Bugenbühl zum Baron von Hundsgrab statt.

In Abwesenheit der Markgräfin kam diese standesrechtliche Erhebung durch die Hand des neuen Meisters der Mark, Bredogar Eustachius von Parsenburg zustande. Wiewohl diese noch durch die Markgräfin Irmenella von Wertlingen bestätigt werden muss, so gilt diese als sicher.

Neben allerlei hohen Gästen aus nah und fern weilten neben einigen der Bundesbrüder des Foedus Vigilis Garaphani – des Bundes der Wacht des Garafan – auch der nunmehr ehemalige Baron von Hundsgrab, Nydam von Kieselburg unter den Gästen. Diejenigen, die den kräftigen und herrschenden Mann aus Tagen, die nicht allzu lange her waren, kannten, vermochten ihn kaum wieder zu erkennen. Von Gram gebeugt und von der Pein der jüngsten Erlebnisse schwer gezeichnet musste er vom Knappen Anselms, Raslan von Boronshof, gestützt werden. Die Ereignisse um die Schlacht am Stein (der Herold berichtete), führten nahezu zur Auslöschung des herrschenden Geschlechts von Hundsgrab. Nur Nydam überlebte die Kämpfe, in deren Verlauf er den eigenen Sohn erschlagen musste, nachdem dieser seine Schwester erschlug.

Diese Ereignisse führten zur Niederlegung des Amtes des Barons und zur Anheimfallung des Lehens an die märkische Krone; verbunden jedoch mit der letzten Bitte des treuen Gefolgsmanns, den Landjunker von Pechackern in den Stand eines Barons zu erheben und ihm das Lehen Hundsgrab zu geben. Die Markgräfin gab der Bitte statt und wies ihren neuen Meister der Mark, quasi als eine seiner ersten und wohl auch bedeutsamsten Handlungen, an ihrer statt die Ernennung durchzuführen.

Eine große Feier wollte an diesem Tage jedoch noch keiner wirklich haben, und auch dem neuen Baron und Landjunker war nicht nach einer großen Feier zumute. Zu tragisch waren die Geschehnisse, die zu seiner Erhebung führten. So nahm er, neu im Amte, sogleich die Lehensgelübde der Vasallen der Baronie Hundsgrab an, ließ ein kleines Mahl servieren und schloss schließlich mit den Worten: „Ein Jahr und einen Tag will ich warten, bis dass die neue Herrschaft der Baronie gebührend begangen werden soll. Auch sollen bis dahin alle weiteren Dinge geregelt sein, die zu regeln sind. Erst dann wird auf der Kieselburg ein Fest gegeben werden, auf dass ein wahrhafter Neubeginn erfolge. Dazu seid Ihr, die hier und heute anwesend sind bereits heute geladen.“

Nach diesen Worten verließen Baron und Baronin die Tafel und geleiteten selbst Nydam von Kieselburg hinaus. Es heißt, dass Nydam bereits am nächsten Tag von einem nicht näher erkannten Mann im Begleitung eines Jünglings abgeholt wurde und in den Landen der Mark aus den Blicken der Menschen entschwand.

Für den Herold, Rafik Meandolus, erster Schreiber zu Pechackern chk

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Texte der Hauptreihe:
K18. Eine neue Herrschaft zu Hundsgrab