Ehre dem Ritterlichen

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Ehre dem Ritterlichen

Es war am 30. des Rondramondes im Jahre 1035 nach Bosparans Fall, als sich Rang und Namen im Königreich Garetien zu Burg Aldengrund in der Baronie Puleth die Ehre gaben anlässlich der großen Feier ausgerichtet durch den noch jungen "garetischer Bund der Ritter in Angedenken des tugendhaften Königs Alrik" oder kurz der Alriksritter geheißenen Gemeinschaft. Dieser hatte zu einem Fest geladen, zu welchem Anlass die feierliche Weihe der Lagerstatt des Panzerhandschuhs Kaiser Alriks genommen ward, von dessen Erlangen wir im vorangegangenen Herold berichteten.

So war in der Teilnahme der Repräsentanten ihrer königlichen und kaiserlichen Majestät Rohaja von Gareth, seine Hochwohlgeboren Barnhelm von Rabenmund, der Markvogt der Kaisermark Gareth, Horbald von Schroeckh, Erster Königlicher Rat Garetiens, sowie, als Vertreter der Familie von Gareth, Alrik von Gareth, Baron von Rabensbrück, ein deutliches Signal für die Wichtigkeit, dem der Hof diesem Anlass beimaß, auch wenn ihre königliche und kaiserliche Majestät nicht selbst anwesend sein konnte. Offizieller Gastgeber war der Pulether Baron Felan Rondrik von Schallenberg, der zugleich den Rang des Schildträgers bei den Alriksrittern innehat und dennoch dem Schwertvater und Bundesmeister Gerobald Leuhold von Ruchin des Königreiches in der Zeremonie den Vortritt ließ.

In einer ehrwürdigen Zeremonie weihten die Geweihten der Herrin Rondra, Gilrand vom Berg, und des Herren Praios, Arrius von Wulffen, die Stätte, an dem der Panzerhandschuh hinterlegt wurde, mit dem Licht des Götterfürsten und dem Blut des Kriegers. Geradezu ergriffen waren manche der Zuschauer von dieser selten gesehenen Eintracht der beiden Kirchen an diesem Ort. So nimmt es nicht Wunder, dass hinter vorgehaltener Hand bereits über die Heiligsprechung Kaiser Alriks, dessen einstiges Verschwinden bereits als göttliche Entrückung verstanden wurde, gemunkelt wird und nur noch darüber debattiert würde, wessen Kirche die Ehre haben möge diesen großen Mann als Heiligen in ihren Reihen aufnehmen zu dürfen oder er sogar als Heiliger beider Kirchen gelten würde. Ein Zustand der Seinesgleichen sucht!

Im Anschluss der Zeremonie wurde festlich getafelt, nur um am folgenden Nachmittag mit dem Turnier zu Ehren dieses großartigen Anlasses das Fest zu neuen Höhe-punkten zu führen: zu Ehren der göttlichen Leuin im ritterlichen Zweikampf zu Fuß wurde um den Sieg gestritten. Dass im Finale zwei Ritter vom Orden des Heiligen Zorns der Göttin Rondra streiten würden, war nur ein weiteres Symbol für den augenscheinlichen göttlichen Segen über diesen Feiertag: Waffenmeister Xanatos von Bachental und Ordensritter Boromil Warunker stritten um den Siegerkranz, den zuletzt nach hartem und ehrlichem Strauß der Waffenmeister der Zornesritter für sich ent-scheiden konnte.

Nur manche kritisierten den großen Elan, der allgemein in den Kämpfen waltete. So wurde der Baron von Puleth schwer verwundet und musste noch auf dem Turnierfeld von einem Heiler versorgt werden, um nicht dorten zu verbluten. Ebenso wurde der Baron von Uslenried Wulf von Streitzig j.H. zur Greifenklaue, der Baron zu Kressenburg Ardo von Keilholtz, die Junkerin zu Raulsfeld Lomena von Sturmfels-Feuerfang, sogar der Bannerträger Gerobald Leuhold von Ruchin zum Teil schwerst verletzt. Doch wurden die Wunden wie weiland nach der Ogerschlacht wie Trophäen getragen, wie um anzuzeigen, dass Streiter für das Reich durch einfache Wunden nicht aufzuhalten sind.

Aus den Reihen der Alriksritter wurde diese Feier mit großem Stolz als Erfolg für die Sache der Einig-keit der ritterlichen Gemeinschaft Garetiens verstanden, und als frohes Signal für die Zukunft im Dienste von Königreich und Göt-tern gemeinsam wider Zwietracht, selbstgerechten Fehden und die dräuende Gefahr der schwarzen Heermassen eines Erzverräters Helme Haffax gedeutet.

geschrieben und niedergelegt von Phexian Tannhaus (SW)

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Texte der Hauptreihe:
K12. Ehre dem Ritterlichen
Autor: Lichtbote