Die Hochzeit unseres besten Freundes

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Vinsalt/Horasia: Am 1. Rahja 32 Hal fand in Horasia die Hochzeit des garetischen Burggrafen Alarich Ruhmrath von Gareth-Sighelmsmark mit der horasischen Prinzessin Lorindya Amene Usvina von Firdayon-Bethana statt.

Viele Adlige aus dem Mittelreich waren der Einladung freudig nachgekommen und zu großen Teilen schon Tage oder gar Wochen vorher ins Horasreich gereist. Es ist der Redaktion gelungen, Hochgeboren Nimmgalf von Hirschfurten zu Leihenbutt dazu zu bewegen, ein kurzes Meinungsbild über den Rahjaball unmittelbar vor der Hochzeit abzugeben.

Red.: Hochgeboren Nimmgalf von Hirschfurten, Ihr seid dafür bekannt, als Freund des Schönen und des Vergnüglichen stets den großen Festivitäten beizuwohnen, so auch dem Rahjaball anlässlich der Hochzeit unseres Burggrafen Alarich. Berichtet uns bitte über den Verlauf des Balles.

NvH: Nun ja, zunächst einmal muss ich erwähnen, dass es bis kurz vor Beginn der Feierlichkeit noch gar nicht feststand, dass das Ganze überhaupt stattfindet. Es gab nämlich im Vorfeld diverse durch eine Sonderausgabe des Aventurischen Boten geschürte Gerüchte, die sich aber im Nachhinein fast alle als haltlos herausgestellt haben. Ich selbst war an der Widerlegung einiger dieser abstrusen Thesen beteiligt, dies jetzt aber im Einzelnen zu erläutern würde zu weit führen.

Red: Aber der Ball fand dann doch statt?

NvH: Ja, durchaus. Schließlich waren die hohen Damen und Herren größtenteils von weit her angereist, da konnte man sie wohl kaum vor den Kopf stoßen und wieder nach Hause schicken. Der Ball fand also statt, und ich hatte das große Glück, einen der raren Sitzplätze zu ergattern, denn die Schar der Gäste war so zahlreich, dass nicht alle einen Sitzplatz finden konnten und sich daher mit einem Stehplatz begnügen mussten.

Red: Waren denn nicht ausschließlich Adlige anwesend?

NvH: Nein, zu meinem Erstaunen nicht. Ich konnte durchaus ein paar Gestalten aus den südlichen Stadtstaaten erblicken, wie auch eine kleine Schar von Thorwalern, denen es immer wieder gelang, durch eklatante Verstöße gegen sämtliche Regeln der Etikette die Aufmerksamkeit des gesamten Saales auf sich zu ziehen. Der Großteil der Gäste war allerdings aus Adel oder Klerus.

Red: Lief denn ansonsten alles reibungslos ab?

NvH: Mitnichten. Dieser Prinz Timor hat nicht nur sich, sondern das ganze Horasische Kaiserhaus lächerlich gemacht, indem er seiner Schwester einen Fehdehandschuh vor die Füße warf und dann nicht bereit oder unfähig war, das Duell auszutragen und statt dessen einen Stellvertreter nominieren musste. Als dieser dann seinem Gegner, dem Marschall Folnor Sirensten zu Irenor unterlag, lief der Prinz wutschnaubend zu ihm und trat ihn in den Allerwertesten. Daraufhin verließ er unter Buhrufen der Gäste den Saal und ward nicht mehr gesehen. Ein schlechter Verlierer, wenn ihr mich fragt. So einer hätte im edlen Bund der Pfortenritter nichts zu suchen.

Red: Was war denn der Auslöser für dieses Duell?

NvH: Irgendwelche Streitereien über die horasische Thronfolge, für uns Garetier relativ unbedeutend. Jedenfalls kann dieser Timor sich seine Hoffnungen auf den Horasthron jetzt in die Haare schmieren und das ist gut so.

Red: Dies war doch ein Ball, wie waren denn die Tänze?

NvH: Ganz anders als bei uns. Glücklicherweise gab es im Vorfeld noch ein paar Kurse für die ausländischen Gäste, in denen solche Dinge wie die Fächersprache, die korrekte Titulatur und vor allem die gängigen Tanzschritte erklärt wurden. Die Tänze selbst waren eher auf Gruppendynamik ausgelegt, als auf Paartanz. Oft waren auch Partnerwechsel angesagt. Im Großen und Ganzen aber recht unterhaltsam.

Red.: Ihr seid doch als hervorragender Tänzer bekannt, konntet ihr mit Eurer Gemahlin denn bisweilen die Aufmerksamkeit der Umstehenden auf euch ziehen?

NvH: Zu meinem größten Bedauern war es meiner damaligen Verlobten und heutigen Gattin nicht möglich, auf diesem Ball anwesend zu sein, da sie aus gesundheitlichen Gründen auf eine Teilnahme verzichten musste. Meine garetischen und greifenfurtschen Nachbarn waren ebenfalls unbeweibt angereist, somit ergab sich für uns eine nette Gelegenheit für eine zünftige Männerrunde mit Wein und Gesang. Aber Nimmgalf von Hirschfurten wäre nicht der, der er ist, wenn er nicht auch bisweilen das Tanzbein geschwungen hätte. So ergab sich im späteren Verlauf des Abends für mich die Gelegenheit, mit ein paar der bezaubernden Damen aus dem Almadanischen zu tanzen, und auch den jungen Horasierinnen blieb ein Tänzchen mit mir nicht erspart. Amüsant fand ich die Tatsache, dass der bereits vorhin erwähnte Prinz Timor gerne auch mal die weibliche Rolle übernahm, und von Herr zu Herr weitergereicht wurde. Das passt, wie ich finde, sehr gut ins Bild.

Red: Gab es sonst noch etwas Bemerkenswertes?

NvH: Ich fand es ein wenig bedauerlich, dass es auf dem Ball keine offizielle Wahl zur Ballkönigin gab. Also haben Vogt Hilbert von Hartsteen und ich beschlossen, eine inoffizielle Wahl abzuhalten. Über die Plätze zwei und drei herrschte zwar ein wenig Uneinigkeit (meine Favoritinnen waren die beiden Almadanerinnen einmal mit blauem und einmal mit schwarzem Kleid, deren werte Namen mir leider entfallen sind), aber über den ersten Platz gab es keinen Zweifel: Die Ballkönigin konnte nur eine, nämlich unsere über alles geliebte Königin Rohaja sein.

Red: Vielen Dank für das Gespräch

Helidon Farnhem, Schreiber des Herolds Gegeben am 12. Praios 33 Hal

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Texte der Hauptreihe:
K1. Die Hochzeit unseres besten Freundes
12. Pra 1026 BF
Die Hochzeit unseres besten Freundes

Kapitel 1

Spätes Glück - Traviabund zwischen Weyringhaus und Hartsteen
Autor: IBa