Die Übergabe der Rassel

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Die Übergabe der Rassel

Greifenfurt. Wie aus erlauchten Kreisen zu hören war, hat die bevorstehende Geburt eines Stammhalters des Koscher Hauses von Eberstamm selbst im fernen Greifenfurt für Aufruhr gesorgt. Dort nämlich verweilte die Amme des Koscher Fürstenhauses bis heuer, oblag ihr doch die Pflege des gerade einmal einen Götterlauf zählenden Prinzen und designierten Margrafen Ulfried Halmdahl von Wertlingen. Dass die gute Amme, die bereits die Koscher Prinzen und somit die Väter der Säuglinge nährte und aufzog, nun natürlich in eine arge Zwickmühle geriet, wer mag es ihr verdenken. Einerseits war da die begonnene Aufgabe, andererseits die altgewachsene Verpflichtung gegenüber dem Koscher Fürstenhause.

Die alten Traditionen, die im Kosch zu Recht hochgehalten werden, schienen nun kurz davor, diejenigen, die mit so viel Nachdruck darauf bestanden, zu schädigen. Letztlich waren es Fürst Blasius höchstselbsten nebst dem Greifenfurter Mundschenk, Merten Ugdalf von Bugenbühl, die nach langen Beratungen eine Lösung fanden: Brimoscha, eine geborene Hopfinger, hat erst kürzlich eine Base der Grafenmutter von Wengenholm ausgebildet. Diese, Padora von Firntrutz, soll nun die Aufgaben der Amme in Greifenfurt übernehmen, so dass Brimoscha mit ihrem schweigsamen Begleiter Arimbosch nun doch den neuen Stammhalter derer von Eberstamm umsorgen kann.

Möge die noch junge Adelige im Umgang mit dem märkischen Prinzen ein ähnliches Geschick offenbaren wird wie es Mütterchen Brimoscha tat.

Hesindigon Scafel