Der Plan des alten Löwen - Turnierunfall überschattet das Eynweiher Brandlöschen

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Turnierunfall überschattet das Eynweiher Brandlöschen 1036 BF

Eynweiher. Man hörte es schon im Vorfeld im Waldsteiner Blätterwald rauschen, das 433. Brandlöschen zu Eynweiher sollte in die Geschichte der Grafschaft eingehen - und so kam es auch, allerdings anders als es sich die beteiligten Akteure gedacht hatten. Aber ziehen wir das Pferd nicht von hinten auf.

Für Unkundige der hiesigen Sitten, der Waldsteiner Adel kommt jeden Götterlauf am 12. Tage des Praiosmondes im beschaulichen Flecken Eynweiher zusammen um sich auszutauschen, Vermählungen zu beschließen und um Rat zu halten. Waren es in den vergangenen Götterläufen doch eher Vertreter des Niederadels die der Einladung des hoch geschätzten Junker Ugdalf von Eynweiher gefolgt waren, so sollte es dieses Jahr anders sein. Nicht nur der `Held des Njertals´ Kronvogt Leomar von Zweifelfels beehrte das Treffen mit seiner Anwesenheit, nein, auch Baronin Tahlmare von Linara reiste in den tiefen Forst, sehr zur Verwunderung der meisten Anwesenden.

Nun, das Erscheinen von Kronvogt Leomar hatte seinen Grund und war auch groß in der Einladung angekündigt worden. Denn – und das ist ein Novum in der Geschichte des Brandlöschens – es sollte ein Turnei zu Ehren der Helden des Njertals stattfinden und Leomar von Zweifelfels wurde als Ausrichter genannt, er wurde gar als Grenzmarschall tituliert. Wie es hieß, wolle der Kronvogt den Waldsteiner Adel auf den bevorstehenden Kampf gegen den Erzverräter Haffax vorbereiten. Ein Affront gegen den Baron von Uslenried, war dies doch seine Aufgabe als gräflichen Obrist. So etwas hatte es noch nicht gegeben. Doch kümmerte dies die anwesenden Gäste wenig, zu aller erst feierte sich der Waldsteiner Adel selbst und zwar in dem er die Helden des Njertales mit gen Alveran gereckter Faust und 12 donnernden „Für Waldstein“ begrüßte.

Mit ungekannten Eifer beging der Adel nun das Turnier und wahrlich, so manch ein Streiter zeigte sich in Bestform – der Rest gab sich bereits zu früher Stunde dem Brand hin. So sah man Junker Leomar von Breitefurten und Ritter Wolfhardt von Hellrutsberge wie sie einträchtig am Rande des Turnierfeldes zusammen saßen und lautstark mit viel Brand ihre Erfolge im Njertal anpriesen. Der Leutnant der Waldsteiner Pikeniere Alarion von Feenwasser sah sich hingegen ständiger Avancen der lebenslustigen Ritterin Livia von Gabelfels ausgesetzt, was ihm zunehmend unangenehm wurde. Aber kommen wir zurück zum Turnier: Im Viertelfinale ritt der Schwanenbrucher Ritter Helmbrecht Firumir von Rossreut den Ritter des Norwaldsteinischen Turnierbundes Darbrod von Zweifelfels nieder. Ebenfalls ohne große Mühe stieß der Held des Njertals Junker Gumbrecht von Waldtreuffelingen die Gemmenritterin Ceres von Weißenstein bereits im ersten Ritt zu Boden. Der Lanzengang zwischen Irberod von Leustein und Fredegast von Gauternburg blieb ohne Sieger, schließlich siegte der Junker von Leuental aber im Schwertkampf knapp über den grünen Ritter. Die letzte Paarung versprach wenig Klasse, sollten sich doch Ritter Radobert von Waidbrod und Baronin Tahlmare von Linara messen und beide galten als wenig erfahren in der Tjoste. Doch passierte bereits während des ersten Anrittes das Unsägliche: Der Sattel der Baronin musste sich gelöst haben, denn just in dem Augenblick als sich die beiden Kontrahenten mit ihren Lanzen trafen, löste sich dieser und Tahlmare von Linara stürzte unglücklich zu Boden und blieb dort regungslos liegen. Groß war der Schock unter den Schaulustigen wie auch den anderen Turnierteilnehmern gleichermaßen. Sofort eilten einige Heiler herbei um der schwer Verletzten zu helfen. Der unglückliche Radobert war indes völlig aus der Fassung und musste erst von Odumir von Storchenhain mit nicht wenigen Schlücken Brand beruhigt werden, während Baronin Tahlmare in ihr Turnierzelt verbracht wurde.

Über den Gesundheitszustand drang im weitere Verlauf nichts nach draußen. Augenzeugen zu Folge verließ aber noch in der Nacht Junker Irberod von Leustein mit seiner schwer verletzten Lehensherrin das Brandlöschen in Richtung Burg Leuental. Auch sonst blieben viele Fragen offen. Warum löste sich der Sattel? War es minderwertiges Material oder gar ein Anschlag? Warum wurde die Anconitin Simiane Sumudai vom Mandlaril-Feenwasser nicht zu der Baronin vorgelassen? Gilt sie doch als eine der fachkundigsten Heilerinnen der Grafschaft. Warum gab es zwischen den Adoptivkindern von Baronin Tahlmare in der Nacht lautstarken Streit? Fragen, die es noch zu beantworten gilt.

Sieger der Tjoste wurde Gumbrecht von Waldtreuffelingen, doch konnte dieser seinen Sieg ob dieser Umstände nur bedingt genießen. Für einige Gläser Brand hat es aber sicherlich gereicht, wenn man den Junker gut kennt.

Bardon Sandwyk


Stimmen zum Brandlöschen:


„Ein vortreffliches Turnier mit all den prachtvollen Mannsbildern wie sie mit ihren Lanzen aufeinander zu stürmen.. ach. Der Unfall der Baronin? Was hantiert diese Elfe auch mit der Lanze herum, das soll sie lieber den überlassen die etwas davon verstehe. Also wirklich.“ - Cassia von Bergensteen, Junkerin zu Bergensteen


„Die Verletzung der Baronin von Linara ist tragisch, aber es muss weitergehen. Wir Waldsteiner müssen für den großen Kampf gerüstet sein“ - Leomar von Zweifelfels, Kronvogt von Neerbusch


„Ich habe selbstverständlich sofort veranlasst, dass meine Baronin nach Burg Leuental verbracht wird – zu ihrer eigenen Sicherheit versteht sich. Welch ein Jammer, ich hatte mich schon so gefreut meiner Herrin im Halbfinale gegenüberzutreten.“ - Irberod von Leustein, Junker zu Leuental


„Es ist ein Skandal, ich hörte dass man Tahl auf die Burg des Leusteiners gebracht hat. Da ist etwas faul, ich traue diesem Hund nicht über den Weg“ - Sari von Linara-Grünweiden, Junkerin zu Grünweiden


„In der ersten Runde ausgeschieden, ICH GLAUBE ES JA WOHL NICHT.... gegen diesen Auweiler. Es war die Sonne, die hat mich geblendet. Nur so kanns gewesen sein.“ - Jolantha von Zweifelfels, Junkerin zu Seligenfeld


„Der Turnierunfall der Baronin von Linara – meiner Schwiegermutter – hat alles überschattet. Eigentlich sollte der Elfenpfad diskutiert werden, aber daran war nicht mehr zu denken... Meine Standesgenossen ertranken ihren Schock lieber mit reichlich Brand. Eine Katastrophe – politisch wie persönlich!“ - Edorian von Feenwasser, Junker zu Eibenhain und zu Grünweiden, Gräflicher Wegevogt zu Waldstein


„Leomar ist ein Narr! Das Einhorn muss mit Stute und Greif zusammen stehen, nur so können sie ihre Feinde besiegen!“ - Nartara Rondratreu von Zweifelfels, Junkerin zu Zyrbelstein

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12. Pra 1036 BF
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Eine neue Herrscherin für Bärenau

Kapitel 7

Eine neue Herrscherin für Bärenau
Autor: Bega