Der Hornfrosch

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Der Hornfrosch hat seinen Namen von den spitzen und harten Hautlappen über den Augen, die entfernt kleinen Hörnern ähneln. Mit einem halben Fuß Länge zählt er zu den stattlichsten Froscharten Greifenfurts. Seine Haut ist von kleinen Warzen übersät, dunkelbraun und auf der Oberseite mit unregelmäßigen helleren Streifen überzogen. Am Bauch ist der Hornfrosch hell mit dunkleren Flecken gefärbt. Durch seine Färbung ist er in Sumpf und Moor sehr gut getarnt. Seine Gestalt ist eher massig. Die Tiere bewegen sich mit plump anmutenden Sprüngen vorwärts und sind, wenn man sie einmal entdeckt hat, leicht zu fangen.

Die Hauptbeute des Hornfrosches sind Insekten, aufgrund seiner Größe ist er jedoch auch in der Lage, kleinere Wirbeltiere, wie junge Wasservögel und Mäuse zu fangen. Der Hornfrosch ist ein Einzelgänger. Auch zur Paarungszeit schließt er sich nicht in Gruppen zusammen. Im Peraine hallt der Sumpf vom dumpfen Quaken der männlichen Hornfrösche. Der Schrei ähnelt in Frequenz und Ton einem sehr lauten Herzschlag und dient der Reviermarkierung. Das laute, dumpfe Pochen hat in der Dämmerung schon manch einen Unkundigen in Schrecken versetzt.

Nach der Paarung legt ein Weibchen zwischen 10.000 und 20.000 Eiern, aus denen nach einer Woche die Kaulquappen schlüpfen. Der Hornfrosch ist in ganz Greifenfurt heimisch. Obwohl er Sumpfgebiete bevorzugt, kann er auch in allen Flüssen und Seen, mit Ausnahme der in den höheren Regionen des Finsterkamms, angetroffen werden. Bekannt wurde der Hornfrosch vor allem durch die „Hornfrosch-Lecker“. Durch spezielle Drüsen am Rücken des Lurches scheidet dieser ein als Droge wirkendes Halluzinogen aus. Lecken an der Haut eines Hornfrosches führt zu einem etwa eine halbe Stunde andauernden, tranceartigen Zustand mit angeneh-men Visionen. Gerade in den ärmeren Schichten der Bevölkerung ist das „Hornfrosch-Lecken“ eine billige Art, dem tristen Alltag zu entfliehen. Auf Dauer schädigt die vom Frosch ausgeschiedene Droge jedoch die Gesundheit und macht zudem abhängig. Bisweilen sieht man in größeren Orten zerlumpte Gestalten mit blicklosen Augen, die wenig mehr besitzen als einen Hornfrosch. Es ist daher kein Wunder, dass der Begriff „Hornfrosch-Lecker“ zu einem weit verbreiteten Schimpfwort geworden ist.

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Texte der Hauptreihe:
K53. Tiere unserer Heimat: Der Hornfrosch
Briefspiel in Greifenfurt
Tiere unserer Heimat: Der Hornfrosch
10. Rah 1035 BF
Die silberne Zunge von Auenwacht

Kapitel 53

Aufruhr beim Rahja-Markt
Autor: BS