Der Bund der Gemmenritter

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Der Bund der Gemmenritter

Der garetische Bund der Gemmenritter blickt auf eine weitaus längere Geschichte zurück als die dieser Tage im Lichte der Öffentlichkeit stehenden Pfortenritter und Pulethaner. Gegründet vor weit über einhundert Jahren haben sich die Ritter jeder einem der Zwölfe verschrieben – nicht durch Weihe, wohl aber durch ein Leben nach den Tugenden des erwählten Gottes. Das es freilich von jeder Glaubensgesinnung nur einen Gemmenritter gibt, ergibt sich dabei schon von selbst.

Seinen Namen hat der Bund der Gemmenritter von den Schwertern, welche die einzelnen Ritter und Ritterinnen führen; jedes dieser Schwerter hat einen göttergefälligen Namen und ist am Knauf mit dem Edelstein des Gottes verziert. Diese Schwerter gehören nicht dem einzelnen Rittersmann, sondern sind Besitz des Bundes.

Die Angehörigen des Bundes stammen allesamt aus dem garetischen Königreich und sind zumeist Nachfahren kleiner, landloser Adelsfamilien. Sie fristen ihr Leben als fahrende Ritter, zumal sie für gewöhnlich ohnehin kaum ein Erbe zu erwarten haben. Mit einer Belehnung wie auch mit dem Traviabund wird ein Gemmenritter nach alter Tradition aus dem Bund ausgeschlossen und das Gemmenschwert bis zur Aufnahme eines Nachfolgers in Verwahrung genommen, weshalb sich die Mitglieder durchaus innerhalb weniger Jahre vollständig ausgetauscht haben können.

Doch nicht nur die Schwerter, auch die einzelnen Rittersleut’ tragen einen ihrem Gotte gefälligen Ehrennamen (Ritter, die von Haus aus einen ihrer Gottheit gefälligen Namen tragen, wie dies derzeit bei Rahjalieb von Treuen der Fall ist, führen allerdings für gewöhnlich keinen zusätzlichen Ehrennamen). Sie begrüßen einander mit den Worten „Diamantenen Gruß“, welcher sich von der dem gesamten Zwölfkreis zugeordneten Gemme ableitet und pflegen die ritterlichen Traditionen der Tjoste und der Minne. Dabei sind sie durchaus auch allein oder nur in kleinen Gruppen unterwegs, wenngleich man sich zu den großen Turnieren des Königreiches (Gareth, Eslamsgrund, Luring, Perricum und Wandleth) regelmäßig zu treffen pflegt.

In früheren Zeiten bestand der Bund zeitweilig aus mehr denn zwölf Rittern, da es auch Schwerter mit den Gemmen der Götterkinder gab. Jene Klingen sind allerdings bis auf die des Aves, des Nandus und des Kor zerstört, die Ucuriklinge ging im Ogerzug durch einen Verrat innerhalb des Bundes verloren, so dass es seit diesen Zeiten keine Gemmenritter der Götterkinder mehr gibt. Derzeit sind alle Gemmenschwerter des Zwölfkreises an Ritter und Ritterinnen vergeben; es mag jedoch auch Zeiten geben, in denen es weniger als zwölf Träger gibt, denn neues Bundesmitglied wird man nicht auf eigene Bitte, sondern auf Einladung durch die übrigen Gemmenritter.

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Texte der Hauptreihe:
K16. Der Bund der Gemmenritter
24. Ron 1027 BF
Der Bund der Gemmenritter
Ein Wort zum Geleit (Herold 23)

Kapitel 16

Ein Junker kehrt heim
Autor: CD