Brunis Bunter Bilderbogen – Herold 37

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Und wieder sind Tage, Wochen, Monde übers Land gegangen und haben allüberall Veränderungen gebracht. Die Greifin hat es dem Madamal gleichgetan, ist rund geworden, verschwunden und wieder schmal. Ob für lange? Prinz Edelbrecht soll zumindest für einige Zeit mit kleiner Bedeckung gen Albernia aufbrechen, wie gemunkelt wird, dem Traviabunde Prinz Finnians beizuwohnen, der ritterlichen Tjoste zu fröhnen und seiner Gemahlin bei den anstehenden Verhandlungen mit der Kaiserin nicht im Rücken zu stehen. Dafür hat die Mark einen weiteren Sprössling, Raul Shazar mit Namen. Dieser hat nun ein Geschwister weniger und somit hat sich in der möglichen Nachfolge des Greifinthrones fast so etwas wie Kontinuität gepaart mit Widersinnigkeit ergeben. Da Aldec Baduar von Eberstamm-Wertlingen schon vor seiner Geburt durch den Ehevertrag der damals noch recht unerfahrenen Markgräfin mit ihrem über alles geliebten Gatten mit Haut und Haar und Stumpf und Stiel der Nachfolge seines Vaters und somit des Kosch versprochen wurde und deshalb aller Rechte auf das Lehen seiner Mutter entledigt ist, erbt somit seine jüngere Schwester, Madalieb Thalessia den Titel des Prätendanten. Somit bliebe zumindest für das Volk alles beim Alten, wüsste doch so mancher Bauer mit einem männlichen Erben sicherlich nicht, wohin mit der hündischen Liebe und der liebevollen Benennung. Bleibt also das Mädchen und der Thron erhalten, ist die ‚Greifin‘ gesichert und ein möglicher Greif außen vor. Dies zumal die ‚echten‘ Geflügelten nach Berichten zurückgekehrt sein sollen.Aber wieso auch nicht, ist der Praioskirche im fernen Gareth doch im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht aufgegangen.

Indessen hat auch die Kaiserin eingesehen, dass der Ingerimm alles neu machen kann, und damit begonnen, aus der Wildermark wieder einen gepflegten Vorgarten Gareths zu machen. Ob allerdings die Marken um Rommilys tatsächlich zum Bauerngarten oder gar zu fürstlichen Lustgärten taugen, man wird sehen müssen. Die Natur der dorten angestammten Pflänzlein und ihrer sicherlich bald hinzu kultivierten Buhlen zeugte zumindest bisher nicht unbedingt von pflegeleichtem Wuchs. Es wird sich zudem zeigen müssen, wie lange die Pflanzungen sich des in der Nachbarschaft lauernden Schwarzwildes erwehren können. Indessen vergraben sich einige Adlige in den Wäldern, ob auf den Pfaden der Elfen oder nicht sei mal dahingesagt. Sie sind in jedem Falle ausgetreten, so wie die Spuren, die schroecklicherdings in Gareth neu beschuht werden müssen. Ob auch hier die Schritte wieder gelenkt werden? Man wird es ansehen müssen. Die Tapser des ehemaligen Staatsrates sind jedoch mitnichten gezählt. Sie nähern sich anderen Fettnäpfchen, wie sie allüberall in der hohen Politik ausgestellt werden. Davon wird sich auch Urion von Reiffenberg als neuer großkarätiger Marschall überzeugen können.

Und Haffax? Sicherlich wird auch dieser etwas tun, nur weiß man da von nichts. Selbst Al‘ Anfa, einst bekannt für seinen vorzüglichen Geheimdienst, scheint sich an ihm die Zähne auszubeißen und schickt stattdessen den Perricumer Markgrafen ein ums andere Mal mit Nichtigkeiten gen Kaiserin. Wollen wir hoffen, dass dieses Gift nicht zu süß für die noch Unerfahrene ist, nachdem sie doch endlich über den Entzug des eslamidischen Süßholzes hinweg ist. Und noch ein Verlust ist zu vermelden. Der Orden des Schwertes, in unserer Provinz auf der Grünwarte geliebt und gelitten, scheint langsam dem Vergessen anheim zu fallen. Nun hat er auch noch eine Ordensburg in Weiden verloren. Mit dem Auffinden einer Trollburg weit entfernt scheint er damit seiner neu gefundenen Route direkt hinein in die Sagenwelt zu folgen. Bleibt zu hoffen, dass man nicht zukünftig von diesen stolzen Recken nur noch legendär hört.

In diesem Sinne: Alles wird anders, alles bleibt gleich,

eure Bruni

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5. Bor 1036 BF
Brunis Bunter Bilderbogen 37
Zwillinge auf Bärenau

Kapitel 19

Das verrückte Rotkehlchen
Autor: VW