Peraine-Kirche

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Symbol der Peraine

Die Kirche in der Region

Mutter Peraine ist es, die den Alltag der Landbevölkerung bestimmt, und die Menschen rund ums Jahr begleitet. Peraine ist den Greifenfurtern die Muttergottheit, die lebensspendende Göttin der Fruchtbarkeit, die Pflanze, Tier und Mensch gedeihen läßt.

Zu ihr betet man, damit der Same, den man im Frühjahr in die Krume legt, im Herbst reiche Ernte trägt. Zu ihr betet man, damit das Vieh reichlich Nachwuchs bekommt und von Seuchen verschont bleibt. An sie wendet man sich auch, um den Segen der Zwölfe auf die eigenen Kinder herabzuflehen, denn das Leben im Norden des Reiches ist entbehrungsreich. In vielen Familien erlebt gerade die Hälfte aller Kinder das fünfte Lebensjahr.

In den Tempeln und Schreinen stellt man sie als die lebensspendende Mutter dar: eine Frau in der Blüte ihrer Jahre, jung, frisch, Lebenslust und Kraft verströmend, umringt von Lämmern, Kälbern und Zicklein, in der einen Hand einen Strauß Ähren haltend, in der anderen ein Kind wiegend, das sie an ihrem Busen nährt.

Regionale Besonderheiten

Ehen werden unter dem Segen Peraines geschlossen, damit sie fruchtbar sind. Peraine-Priester sind die ersten, die an der Wiege des Neugeborenen den Segen der Götter erbitten. Kinder sind den Greifenfurtern heilig, ein reicher Kindersegen bedeutet eine gesicherte Zukunft in einer Gegend, da man nur auf die eigene Sippe und den Beistand der Zwölfe vertrauen kann. Die Riten, mit denen man Peraine hier huldigt, mögen dem Fremdling befremdlich anmuten, mischen sich doch in die bekannten Rituale Gebräuche, mit denen man andernorts Tsa oder Travia ehrt. Als ein Beispiel sei ein im Greifenfurtschen verbreiteter altertümlicher Fruchtbarkeitsritus genannt, der in zivilisierteren Gegenden des Reiches lange vergessen ist. Zum Saatfest am 1. PER wird in jedem Weilern und auf jedem Gehöft ein junges Paar auserkoren, um den Fruchtbarkeitssegen für das nächste Jahr zu erbitten. Am Höhepunkt des Festes geleitet die ganze Gemeinde das prachtvoll geschmückte Paar auf das Feld, wo sich die beiden auf der bloßen Erde vereinen. Symbolisch legt der Jüngling seinen Samen in den Schoß der Mutter Erde - die Frau. Kinder, die aus diesem Akt hervorgehen, gelten als besonders gesegnete Glückskinder, viele ergreifen später selbst den Priesterstab. Man erhofft sich von dieser Vermählung mit der Erde, daß Felder und Vieh des Dorfes im kommenden Jahr fruchtbar sein werden. Früher, so heißt es, war es gar Obliegenheit des Barons oder der Baronin, diese symbolische heilige Vermählung mit der Priesterin bzw. dem Priester des Ortes zu vollziehen, galt doch der Herr des Landes als besonders heilversprechend und für das Glück der ihm Anbefohlenen auch in dieser Hinsicht verantwortlich. Doch durch die Bestallung manches Barones aus anderen Regionen während der letzten Jahrhunderte, geriet diese Sitte in den meisten Teilen des Landes in Vergessenheit.

Greifenfurter Heilige

Persönlichkeiten

Aktive Orden

Therbûniten

Perainienser

Die Perainienser sind ein Laienbund, der sich dem Ziel verschworen hat, brachliegenden Felder zu neuer Blüte zu bringen, insbesondere jene verwaisten Äcker nach dem letzten Orksturm.

Heilige Orte

Artefakte, Schätze und Kultgegenstände

Gesegneter Saatstecken des Heiligen Shazar

Im Peraine-Tempel zu Waldrast wurde über mehrere Götterläufe ein Saatstecken aus gesegnetem Kirschbaumholz aufbewahrt und für die alljährliche Zeremonie der ersten Saat verwendet. Die Reliquie wurde Shazar dem Pflanzer zugeschrieben, der damit seine Peraine-Wunder in den Schwarzen Landen vollbracht haben soll. Im Travia 1033 BF wurde der Saatstecken in die Weidener Grafschaft Heldentrutz verbracht. Bei einem gemeinsamen Ritual von Peraine- und Praios-Kirche wurden dank seiner Hilfe dämonische Einflüsse auf die Lande rund um die Stadt Reichsend gebannt. Am Morgen nach dem Ritual war aus dem in die Erde gepflanzten Saatstecken ein junger Apfelbaum mit goldgelben Früchten herangewachsen.