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Auf dem Darpat Richtung Rahja, Praios 1041 BF

Irgendwann hatte sich der Junge aufgehört zu wehren, als man ihm gesagt hatte dass sein Vater sie schicken würde und ihn bei sich wünschte. Das war zwar erstens gelogen - da der Säufer sich nur noch nach dem nächsten Schluck sehnte - und zweitens dieser eben deshalben eine solche Tat gar nicht hätte leisten können. Dies war einem gänzlich anderen geschuldet, seinem Herrn und dessen Schlitzohren am Hofe. Schon vor seiner Zeit als Baron kein Kind von Unschuld und im "Handel" aktiv, konnte er jetzt aus ganz anderen Ressourcen schöpfen. Zwar waren die Wege in Südperricum, Nordaranien und der Perricumer Bucht viel mehr seine Domäne, doch musste man dafür auch die Wege ins Inland und entlang des Darpats zumindest im Auge behalten und dem entsprechend dort Kontakte halten. Kontakte mit denen man sich nicht rühmen, die einem dennoch ein gutes Auskommen sichern konnten. Vorallem jetzt wo Sebarin innerhalb Perricums relativ isoliert war - das wussten auch der Baron und sein Hofstaat und so bediente man sich anderer Wege.
Und nachdem man die Baustelle der Reshminianer-Feste - ohnehin ein Dorn im Auge des Korbrunners - auskundschaften lassen. Um letztendlich sie als kleine, aber schlagkräftige Gruppe hier her zu entsenden, um den Jungen "endlich in die Arme seines trauernden Vaters zurück zu führen". Es war ein Kinderspiel wenn man die richtigen Wege und Tricks kannte Wachen abzulenken. Der Schmuggler und Söldner schmunzelte, als er dem - immer noch etwas verängstigen - Jungen den Kopf tätschelte, der Kleine war schon ganz verweichlicht.
Das würde sich sicherlich bald ändern, während die Mutter hier toben und schreien würde, würde der Junge in Sebarin eine vernünftige Ausbildung erhalten und war mit Sicherheit ein gutes Pfand für den Baron, von dem der Auftrag natürlich selber nie gekommen war, aber eindeutig seine Handschrift trug. "Dein Vatär wird froh sain, dich wiedär zu sähen." Bestätigte der dem verunsicherten Jungen nochmals, während das Boot im Dickicht der Darpatauen sich langsam einen Weg bahnte und in der Weiten Ferne auf Burg Finsterbinge die Panik losbrach.