Wenn Banner wehen - Nachrichten per Taube

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Dramatis Personae:


Gareth, Schloß Hohenlinden, Anfang Rahja 1034 BF

Eine Lichtkaskade erhellte den Raum. Und dort, wo vor wenigen Augenblicken niemand war, stand nun Gerion von Keres. Die Magd, die bis eben die Regale vom Staub befreit hatte, schrie erschrocken auf und machte eine Geste zur Abwehr dunkler Magie. Gerion sah sie nur kurz an, befor er den Raum verließ.

Als er den Gang entlang schritt kam ihm der Haushofmeister entgegen.

"Ah, Euer Wohlgeboren. Ihr seid wieder zurück?", sagte Eldorian Eberfang. "Liefen die Geschäfte zufriedenstellend?"

"Ja, in der Tat", gab Gerion knapp zur Antwort.

"Wann dürfen wir mit der Ankunft Eures Vaters rechnen?"

"Mein Vater hat noch etwas zu erledigen", antwortete er. "Es kann dauern, bis er wieder hier ist. Bis dahin übernehme ich seine Geschäfte."

"Sehr wohl. Heute Morgen kam eine Nachricht aus Bergenheim." Eldorian kramte in seiner Tasche und holte einen kleinen versiegelten Metallzylinder hervor, die gerne für Brieftauben verwendet wurde. Der Haushofmeister gab ihn Gerion.

Als dieser am Arbeitszimmer ankam, drehte er sich noch einmal zu Eldorian um.

"Ach, habt Ihr eine neue Magd eingestellt?", fragte er und der Angesprochene nickte. "Ihr solltet mit ihr noch darüber reden, wie in diesem Hause mit der Magie umgegangen wird."

"Ich habe mit ihr darüber bereits gesprochen, hoher Herr. Sie wird sich noch an die Verhältnisse gewöhnen."

Gerion konnte nun wahrlich keinem im Haushalt gebrauchen, der ängstlich auf Magieanwendung reagierte und womöglich noch überreagieren könnte.

Als er hinter sich die Türe geschloßen hatte, öffnete er den Zylinder und holte einen zusammengerollten Zettel hervor.


Ucurian von Rabenmund nimmt Rankaraliretena in Grassing ein, "Rommilyser Reiterei" unter Bef. v. U., hat Hilfe von Goswin, Roderich u. Beergard v. R. erhalten, Wolkenried, Bohlenburg, Ochsenweide u. Grassing unter Herrschaft von U., Bergenheim hält sich raus


Gerion hielt den Zettel noch eine Weile in der Hand. Ucurian von Rabenmund war ein Ritter, der Selindian Hal gegenüber seine Treue geschworen hatte. Und nun, da dieser Tod und Almada wieder ins Reich zurückgekehrt war, hatte Ucurian niemanden der ihn unterstützte – zumindest bisher. Doch nun war es ihm offensichtlich gelungen, Verbündete unter seiner Verwandschaft zu finden.

Soweit Gerion wußte, war Ucurian ein Verfechter eines gemeinsamen Darpatiens unter der Herrschaft seiner Tochter Swantje und hatte Rohaja seine Treue gekündigt, als diese Darpatien in vier Markgrafschaften aufteilte.

Und mit Rankaralireta kontrollierte Ucurian nun den Dergel an einer Schlaufe, wie auch den Kreuzweg nach Hartsteen, Wehrheim, Gallys und Rommilys. Neben Wehrheim, war das auch der einzige Ort, an den man den Dergel überqueren konnte.

Laut dieser Nachricht waren nun vier Baronien in der Hand Ucurians. Unter anderem auch Wolkenried, von dem Roderich von Rabenmund der Vogt war, worin auch das kleine Gut Bergenheim stand, von wo aus Ludilla ihre Brieftauben schickte. Denn von ihr stammte diese Nachricht, sowie viele andere, der Gerion und seinen Vater auf dem Laufenden hielt, was in der Wildermark geschah.

Aber woher hatte Ucurian das Gold um die Rommilyer Reiterei anzuwerben? Seid dem Jahr des Feuers, waren diese Söldner. Vielleicht von Goswin oder Beergard?

Wie auch immer ... Die Frage war jetzt eher, was er mit dieser Nachricht machen sollte. Gerion wußte, daß Balrik einige Nachrichten, die er bekam und für wichtig erachtete, an den Kaiserhof weiterleitete.

Und das schien einer solcher Nachrichten zu sein.

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Texte der Hauptreihe:
K1. Nachrichten per Taube
10. Rah 1034 BF
Nachrichten per Taube

Kapitel 1

Autor: Balrik