Geschichten:Verschwörung in Schwarztannen – Verschwörung auf Rallingstein

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Burg Rallingstein, 5. Peraine 1043

„Wir werden uns doch nicht etwa an diesem... irrwitzigen Plan beteiligen?“, hob Edlbrecht von Erlenfall an, nachdem ihre Besucher Burg Rallingstein verlassen hatten.

Der Junker lacht amüsiert: „Natürlich nicht.“

„Seit wann machen wir uns selbst die Finger schmutzig, wenn wir dafür unsere Schergen haben?“, warf Boronidan in die illustre Runde, „Die Schwarztannener werden unserer Schergen sein. Sie werden sich die Finger schmutzig machen. Für uns. Und wir werden davon profitieren.“

„Freilich gibt es auch keine zeitweilige Allianz“, stellte Emmeran klar, lehnte sich zurück und nahm einen Schluck Wein.

„Und das die Schwarztannener dies glauben...“, führte der Geweihte weiter aus, „... zeigt nur wieder einmal nicht nur ihre Dummheit sondern auch, wie wenig sie die Baronswürde verdient haben. Sie saßen dort viel zu lange und das auch noch vollkommen zu Unrecht.“

„Also warten wir, bis einer der Schwarztannener der Krähe ein Kind gemacht hat?“, wollte der Vogt wissen.

„So ist es“, pflichtete der Junker ihm bei, „Wir werden warten.“

„Und wenn es so weit ist. An wen wird sich der gramgebeugte Baron dann wohl wenden?“, sponn der Prätor den Plan weiter.

„Nicht an die Schwarztannener. Die haben ihn hintergangen. Sie werden genauso in Ungnade fallen, wie die Krähe. Und der Weg für uns ist frei. Ein ausgezeichneter Plan, der die Schwarztannener ausschaltet und uns den Baron auf dem Silbertablett serviert“, nun nahm auch Edelbrecht einen kräftigen Schluck Wein, „Und wenn er sich an Graf Drego wendet? Die beiden sollen gute Freunde sein. Nicht zuletzt deswegen, soll er den Baronsreif erhalten haben.“

„Er hat ihn wohl erhalten, weil er denselben Namen trägt“, spottete Boronida da höhnisch, „Andere, einem Baron würdige Qualitäten, hat er nicht.“

„Darum werde ich mich kümmern. Auch ich kenne Graf Drego“, erklärte der Junker. Dass er seine eigenen Pläne hatte, verschwieg er. Seine Familie musste nicht alles wissen. Und vielleicht, ja vielleicht trug dieses ganze Unterfangen genug Chaos in die Baronie um zu...

„Und warum ist es dir dann dennoch nicht gelungen, die Baronswürde für unsere Familie zu erlangen?“, wandte der Vogt ein.

„Weil Baron Drego seinen Namen mit Graf Drego teilt. Ganz einfach.“

„Ihr werdet hier die Stellung halten...“, entschied der Junker, „... und schnellstmöglich die Lücken füllen, die die Krähen hinterlassen haben. Mit uns loyalen. So sichern wir unseren Einfluss auf den Baron. Und von jenem Zeitpunkt an, wird der Baron tun, was wir ihm sagen. Als sonderlich Willensstark gilt er ja nicht gerade. Und mit den richtigen Worten zur richtigen Zeit, werden wir gewiss viel bewirken können.“

„Zu Baronen macht uns das aber nicht“, stellte Edelbrecht fest.

„Das stimmt wohl“, stimme der Geweihte nickend zu.

„Dafür wird Jesmina sorgen. In seiner Not und in seinem Elend, betrogen von der Krähe, wird es ein leichtes für meine Tochter sein, ihn mit geeigneten Mitteln um den Finger zu wickeln.“ Und das seine Tochter dazu fähig war, das bezweifelte er nicht und die Mittel, nun, über die Mittel verfügte sie freilich auch oder aber konnte sie sich verschaffen. „Sobald sie ein Kind von ihm erwartet, wird er sie heiraten – darauf werde ich sorgen. Und dann sitzt eine von uns auf dem Thron und die Baronie gehört uns.“

„Dann müssen wir eine mögliche Eheschließung mit allen Mitteln vermeiden“, dachte nun Edelbrecht weiter.

„Die werden wir vermeiden. Mit allen Mitteln. Koste es was es wolle. Dafür werde ich sorgen“, versprach der Geweihte, „Es wird mir eine Freude sein. Und vielleicht sind unsere Probleme, dann bereits alle gelöst...“

„Nun“, endete der Junker mit einem vielsagenden Lächeln auf den Lippen, „Dann lasst uns darauf trinken: Auf den Fall der Krähe!“

„Auf den Fall der Krähe!“, echoten die Brüder.


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5. Per 1043 BF am Mittag
Verschwörung auf Rallingstein
Kindesraub


Kapitel 3

Verschwörung auf Gerbachsroth
Autor: Orknase